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Die
Erfindung betrifft Sensoren zum Messen eines Stroms und insbesondere
Stromsensoren zum Erzeugen eines Ausgangssignals, das mit dem erfassten
Eingangsstrom in Beziehung steht.
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Viele
elektrische Geräte,
z.B. elektronische Elektrizitätsmessgeräte und auf
Induktion oder Elektronik basierende Wattstundenmessgeräte zum Erfassen
eines Verbrauchs elektrischer Leistung und Energie, benötigen Stromsensoren,
um den Leitungsstrom zu erfassen und ein Ausgangssignal zu erzeugen,
das mit dem Leitungsstrom in Beziehung steht. Diese Vorrichtungen
setzen Sensoren voraus, die in einem breiten Bereich von Leitungsströmen mit
Genauigkeit arbeiten.
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Seit
vielen Jahren wurden auf Induktion basierende Wattstundenmessgeräte verwendet,
um den Stromverbrauch einzelner Stromverbraucher zu messen, wobei
der Verbrauch in Kilowattstunden erfasst wird. Auf Induktion basierende
Wattstundenmessgeräte
weisen gewöhnlich
gesonderte Spannungs- und Stromspulen auf, wobei eine rotierende
Scheibe durch eine Kombination magnetischer Flüsse angetrieben wird, die von den
Spulen ausgehen. Herkömmliche
Induktionswattstundenmessgeräte
enthalten einen Strommessschaltkreis, bei dem der den Leitungsstrom
führende
Leiter um (in) einen Eisenkern gewickelt ist, um eine Stromspule
zu bilden. Aufgrund des Stroms in dem Leiter wird in dem Eisenkern
ein magnetischer Fluss hervorgerufen. Der magnetische Fluss in dem
Eisenkern treibt in Zusammenwirken mit dem von einer ähnlichen
Spannungsspule ausgehenden magnetischen Fluss ei ne Scheibe mit einer
Geschwindigkeit drehend an, die mit der Stromverbrauchsrate des
Kunden in Beziehung steht.
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Stromwandler
werden in Verbindung mit den oben beschriebenen Strommessschaltungen
verwendet, um verhältnismäßig hohe
Leitungsströme,
d. h. solche, die etwa 320 Ampere ("A") übersteigen,
maßstäblich zu
verkleinern, da für
eine korrekte Skalierung solcher relativ hoher Leitungsströme eine
unverhältnismäßig große Zahl
von Windungen um den Eisenkern erfordern würde. Der Stromwandler ist zwischen
dem Stromleiter und der Strommessschaltung angeordnet. Während derartige
Stromwandler im Allgemeinen normiert sind, um in deren Sekundärwicklung
einen nominalen Strom von 5 A zu liefern, ist es gewöhnlich möglich, einen Sekundärstrom von
etwa 20 A zu ziehen, ohne die thermische Belastbarkeit des Transformators
zu überfordern.
Daher müssen
auf Induktion basierende Wattstundenmessgeräte auch mit der Einführung eines
Stromwandlers zwischen dem Leiter und dem Strommessschaltkreis noch
in der Lage sein, verhältnismäßig hohe Ströme von beispielsweise
20 A zu messen.
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Solche
verhältnismäßig hohen
Ströme
lassen sich jedoch nicht durch elektronische Elektrizitätsmessgeräte, z.B.
elektronische Wattstundenmessgeräte,
oder sonstige elektronische Messvorrichtungen exakt erfassen, die
gewöhnlich
zum Messen des Verbrauchs einzelner Stromkunden elektronische oder
integrierte Schaltkreise einsetzen. Die integrierten Schaltkreise
sind im Wesentlichen anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise
("ASICs"), die dazu eingerichtet
sind, niedrige Signalpegel aufzunehmen und zu messen, die beispielsweise
gewöhnlich
weniger als 2 mA und weniger als 5 Volt aufweisen. Die Stromsensoren
in elektronischen Wattstundenmessgeräten müssen daher über ein hohes Übersetzungsverhältnis verfügen, um
die verhältnismäßig hohen
Leitungsströme
auf den verhältnismäßig niedrigen
Eingangspegel herunter zu skalieren, der von den integrierten Schaltkreisen
des Sensors aufgenommen werden kann.
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Typische
Stromwandler würden
unangemessen groß und
kostspielig sein, wenn sie derartig niedriger Ausgangssignale erzeugen
sollen. Die große
Abmessung und die hohen Kosten sind zum Teil auf die Bedingung zurückzuführen, dass
die Amperewindungszahlen der Primär- und Sekundärwicklung
für einen
einwandfreien Betrieb übereinstimmen
müssen.
Die Anzahl der Windungen ist ebenfalls so auszuwählen, dass der maximale Eingangsleitungsstrom
auf einen Wert herunterskaliert wird, der geringer als die für den integrierten Schaltkreis
vorgegebene Strombegrenzung von 2 mA ist. Da Leitungsströme gewöhnlich im
Bereich von 0,5 A bis 320 A variieren, müsste das Übersetzungsverhältnis typischer
Stromwandler etwa 160 000 : 1 betragen, um einen Leitungsstrom von
320 A in einen skalierten Ausgangsstrom von 2 mA zu transformieren.
Für ein Übersetzungsverhältnis von
160 000 : 1 wäre
allerdings eine sehr große
Anzahl von Windungen und einen unangemessen großer und kostspieliger Stromwandler
erforderlich.
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Neben
dem Nachteil der übermäßigen Abmessung
und der hohen Kosten übersteuern
die Magnetkreise typischer Stromwandler, falls der in einem Stromleiter
fließende
Wechselstrom ("AC") einem Gleichstrom ("DC") überlagert
wird. Der Gleichstrom, und die damit verbundene Übersteuerung des Magnetkreises,
ist im Wesentlichen auf eine Halbwellengleichrichtung von Wechselstromsignalen
zurückzuführen, die
durch vielfältige
mit dem Stromleiter verbundene elektrische Bauelemente oder durch
Nutzer hervorgerufen wird, die dem Stromleiter absichtlich Gleichstromkomponenten überlagern,
um durch die Verhinderung einer korrekten Strommessung und Stromverbrauchserfassung
einen Messbetrug zu begehen.
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Außerdem produzieren
typische Stromwandler ein magnetisches Streufeld, das benachbarte
elektrische Bauelemente, z.B. weitere Stromwandler in einem mehrphasigen
Wattstundenmessgerät,
möglicherweise
beeinflusst. Die Stromwandlung in typischen Stromwandlern kann außerdem durch
einstreuende Magnetfelder externer Quellen nachteilig beeinflusst
werden, die beispielsweise von benachbarten Stromsensoren ausgehen,
die in mehrphasigen Wattstundenmessgeräten verwendet werden.
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Ein
alternativer Stromsensor für
derartige typische Stromwandler ist in der im Januar 1980 ausgegebenen
US-Patentschrift 4 182 982 von Wolf et al. und in der im Januar
1985 ausgegebenen US-Patentschrift 4 492 919 von Milkovic vorgeschlagen
(nachstehend mit Patent '982
bzw. '919 bezeichnet).
Die Patente '982 und '919 offenbaren die
Aufteilung eines Stromleiters in einen oder mehrere Hauptnebenschlusspfade
und einen parallelen Hilfsnebenschlusspfad, der unterschiedliche
Querschnittsflächen
aufweist. Der Strom teilt sich zwischen diesen beiden Nebenschlusspfaden
im Wesentlichen proportional zu den Querschnittsflächen der beiden
Pfade auf. Der Hilfsnebenschlusspfad erstreckt sich durch die Bohrung
eines Ringmagnetkerns. Ein Stromwandler wird gebildet durch die
Kombination der Ringmagnetspule, des Hilfsnebenschlusspfads, der
Primärwicklung,
die auf einer einzigen Windung basiert, und einer Sekundärwicklung,
die auf vielen um den Ringmagnetkern gewickelten Windungen basiert.
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Die
Querschnittsflächen
des Primärnebenschlusspfades
und des Hilfsnebenschlusspfades sind jedoch möglicherweise unangemessen groß bzw. klein,
um den Leitungsstrom über
den großen
Bereich möglicher
Leitungsströme
hinweg korrekt zu skalieren. Außerdem
werden die parallelen Primär-
und Hilfsnebenschlusspfade nicht nur durch von externen Quellen
stammenden Magnetfeldern, sondern auch durch Magnetfelder beeinträchtigt,
die durch den Strom in den anderen Nebenschlusspfaden erzeugt werden.
Der Strom in dem Primärnebenschlusspfad
wird beispielsweise durch das Magnetfeld beeinflusst, das durch
den Strom in dem Hilfsnebenschlusspfad erzeugt wird. Darüber hinaus
erzeugt die zwischen den parallelen Leitern vorhandene magnetische
Kopplung in dem Stromteiler eine Gegeninduktivität zwischen den zwei parallelen
Leitern. Diese Induktivität
wandelt den verhältnismäßig einfachen
Widerstandsteiler in einen komplexen Impedanzteiler um, wobei die
Phasenverschiebung des Stroms in dem Hauptnebenschlusspfad und dem
parallelen Hilfspfad von der Induktivität abhängt. Da eine angemessene Messgenauigkeit
voraussetzt, dass sowohl der Betrag als auch der Phasenwinkel des
skalierten Ausgangssignals des Stromsensors den Betrag und den Phasenwinkel
des Leitungsstroms genau widerspiegeln, mindern derartige in den
parallelen Nebenschlusspfaden auftretende Phasenverschiebungen,
die sich ihrerseits in dem Ausgangssignal des Stromsensors widerspiegeln,
die Messgenauigkeit.
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Ein
koaxialer Stromsensor ist in der US-Patentschrift 5 066 904 von
Bullock offenbart, die am 19. November 1991 ausgegeben wurde und
dem Inhaber der vorliegenden Erfindung gehört. Der koaxiale Stromsensor
teilt den in dem Stromleiter fließenden Strom zwischen zwei
koaxial angeordneten Leitern auf. Der koaxiale Innenleiter ist durch
die Bohrung eines Magnetringkerns geführt und induziert in dem Ringkern
eine magnetomotorische Kraft.
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Mess-
und Rückkopplungs-Sekundärwicklungen
sind ebenfalls um den Ringkern gewickelt. Aufgrund der zeitlichen
Veränderungsrate
der magnetomotorischen Kraft in dem Ringkern wird eine zu der Veränderungsrate
proportionale Spannung in der Messwicklung induziert. Ein Verstärker, der
auf die in der Mess-Sekundärwicklung
induzierte Spannung anspricht, gibt an die Rückkopplungs-Sekundärwicklung
ein Regelungs- oder Kompensationssignal aus. Der aufgrund des Regelungssignals
in der Rückkopplungswicklung
fließende Strom
erzeugt eine magnetomotorische Kraft in dem Ringkern, die hinsichtlich
des Betrages im Wesentlichen gleich und hinsichtlich der Polarität entgegengesetzt
zu der durch den Strom in dem koaxialen Innenleiter induzierten
magnetomotorischen Kraft ist. Die resultierende magnetomotorische
Nettowechselstromkraft in dem Magnetringkern ist in einer Dauerbetriebsbedingung
im Wesentlichen gleich Null. Die Wahrscheinlichkeit einer Übersteuerung
des Ringkerns ist daher erheblich verringert. Darüber hinaus
wird jeder Strom, der in dem Magnetringkern in erster Linie auf Änderungen
des Eingangsstroms zurückzuführen ist,
in Beziehung stehend mit dem in dem koaxialen Innenleiter fließenden Strom
induziert. Die zweite Rückkopplungs-Sekundärwicklung
erzeugt ebenfalls den Ausgangsstrom, der proportional zu dem Strom
in dem koaxialen Innenleiter ist.
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Ein
Differenzstromsensor ist in der US-Patentanmeldung S.N. 08/043 903
offenbart, die am 7. April 1993 eingereicht wurde und dem Inhaber
der vorliegenden Erfindung gehört
(EP-A-0 627 630, 94302247.5). Der Differenzstromsensor teilt einen
Eingangsleitungsstrom in einen ersten und zweiten Anteil auf, die
ein vorbestimmtes Verhältnis
zueinander aufweisen. Die Stromdifferenz zwischen dem ersten und
zweiten Anteil wird anschließend
beispielsweise durch eine Ringwicklung erfasst, die mit dem ersten
und zweiten Anteil des Eingangsstroms magnetisch gekoppelt ist.
Basierend auf der erfassten Stromdifferenz zwischen dem ersten und zweiten
Anteil wird ein Ausgangsstrom erzeugt, der mit der Stromdifferenz
und daher mit dem Eingangsstrom in Beziehung steht.
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Insbesondere
teilt sich der Eingangsstrom in einen ersten und zweiten Anteil
auf und wird durch einen ersten bzw. zweiten Leiter geleitet, die
sich durch eine Bohrung der Ringwicklung erstrecken. Der erste Anteil des
Eingangsstroms fließt
in einer ersten Richtung durch die Bohrung der Ringwicklung, während der
zweite Anteil des Eingangsstroms in einer gegenüber der ersten Richtung entgegengesetzten
zweiten Richtung durch die Bohrung der Ringwicklung fließt. Die
Stromdifferenz zwischen dem ersten und zweiten Anteil induziert
daher in der Ringwicklung eine Spannung.
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Der
Differenzstromsensor enthält
vorzugsweise Mittel zum magnetischen Messen der in der Ringwicklung
induzierten Spannung und erzeugt in Antwort darauf einen Ausgangsstrom.
Das Mittel zum magnetischen Messen der Stromdifferenz basiert gewöhnlich auf
Mess- und Rückkopplungs-Sekundärwicklungen,
die, wie oben beschrieben, um den Ringmagnetkern gewickelt sind.
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Während die
Koaxial- und Differenzstromsensoren große Fortschritte in der Technik
des Messens und Skalierens von Leitungsströmen bedeuten, sind insbesondere
für den
Einsatz in Elektrizitätsmessgeräten, z.B. elektronischen
Wattstundenmessgeräten,
weitere Verbesserungen erwünscht.
Insbesondere sind die koaxialen Leiter des koaxialen Stromsensors
aufgrund des Magnetfelds, das durch den in jedem der Leiter fließenden Strom
erzeugt wird, und aufgrund der sich ergebenden Selbstinduktivität in dem
anderen Leiter magnetisch gekoppelt. Diese Gegeninduktivität ruft in
dem resultierenden skalierten Ausgangsstrom eine Phasenverschiebung
oder einen Phasenfehler hervor.
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Da
das Verhältnis,
in dem der Strom zwischen den koaxialen Leitern aufgeteilt ist,
von den Querschnittsflächen
der Leiter abhängt,
kann das Verhältnis
der Stromteilung darüber
hinaus durch Trimmen der Widerstände
der Leiter, beispielsweise durch Ausbohren eines Teils des Materials
aus einem ersten Ende des Leiters angepasst werden. Dieses Abtragen
oder Ausbohren der Leiter kann aufgrund der fluchtenden Ausrichtung
und der Abmessungen der Leiter schwierig sein. Außerdem weisen
sowohl die Koaxial- als auch die Differenzstromsensoren eine verhältnismäßig komplizierte
Kon struktion auf und sind dementsprechend möglicherweise in der Herstellung
kostspielig.
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Darüber hinaus
verläuft
die Bohrung des Ringkerns des Differenzstromsensors im Wesentlichen
senkrecht zu dem ersten und zweiten Stromanteil, die außerhalb
der Bohrung durch den Stromsensor geleitet werden. Dementsprechend
ist der magnetische Fluss, der durch den Strom induziert wird, der
durch den Stromsensor außerhalb
der Bohrung des Ringkerns geleitet wird, magnetisch an die Mess-
und Rückkopplungs-Sekundärwicklungen
gekoppelt, so dass eine Phasenverschiebung in dem skalierten Ausgangsstrom
eingeführt wird.
Außerdem
weisen sowohl die Koaxial- als auch die Differenzstromsensoren eine
verhältnismäßig komplizierte
Konstruktion auf und sie sind dementsprechend möglicherweise in der Herstellung
kostspielig.
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Die
US-A-4 835 463 offenbart einem Stromsensor in einer Konfiguration
einer unsymmetrischen isothermen Brücke, wohingegen die Patentanmeldungen
US-A-5 223 790 und GB-A-2 199 149 Stromsensoren offenbaren, die
auf Stromteilerkonfigurationen basieren.
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Während es
erwünscht
wäre, insbesondere
für den
Einsatz zum Messen von Leitungsströmen in Elektrizitätsmessgeräten, z.B.
in elektronischen Wattstundenmessgeräten, über einen Stromsensor verfügen zu können, der
einen Ausgangsstrom mit einem Betrag und einem Phasenwinkel erzeugt,
der mit einem Eingangsstrom in Beziehung steht, weisen Stromsensoren
daher immer noch eine Reihe von Mängeln auf, z.B. eine komplizierte
und kostspielige Konstruktion und eine unerwünschte magnetische Kopplung,
die zu Phasenverschiebungen in dem Ausgangssignal führt. Insbesondere
wäre es
erwünscht,
für den
Einsatz in Elektrizitätsmessgeräten, die
elektronische oder integrierte Schaltkreise verwenden, um den Stromverbrauch
eines Kunden zu erfassen, über
einen Stromsensor mit einer verhältnismäßig einfachen
Konstruktion zu verfügen, der
ein mit dem Betrag und der Phase des Eingangsstroms in Beziehung
stehendes Ausgangssignal in der Größenordnung von etwa 2-3 mA
erzeugt.
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Es
ist daher eine Aufgabe der Erfindung ein verbessertes Verfahren
und eine verbesserte Vorrichtung zum Messen eines Eingangsstroms
zu schaffen.
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Eine
weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren
und eine Vorrichtung zu schaffen, um ein Eingangsstromsignal zu
messen und ein dazu in Beziehung stehendes Ausgangsstromsignal zu erzeugen.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der Erfindung ein verbessertes Verfahren
und eine Vorrichtung zum Messen eines Eingangsstromsignals und zum
Erzeugen eines Ausgangsstromsignals zu schaffen, das hinsichtlich des
Betrages und der Phase mit dem Eingangsstromsignal in Beziehung
steht.
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Diese
und andere Aufgaben werden gemäß der Erfindung
durch einen Stromsensor nach Anspruch 1 gelöst.
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Zu
dem Stromsensor gehören
eine erste und zweite leitende Einrichtung, die durch eine Zwischenverbindungseinrichtung
verbunden sind, an die eine Messeinrichtung magne tisch gekoppelt
ist. Die erste leitende Einrichtung leitet einen ersten Anteil des
Eingangsstroms und enthält
erste und zweite Leiter mit ersten bzw. zweiten vorbestimmten Widerstandswerten.
Die zweite leitende Einrichtung leitet einen zweiten Anteil des
Eingangsstroms und enthält
dritte und vierte Leiter mit dritten bzw. vierten vorbestimmten
Widerstandswerten.
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Die
Zwischenverbindungseinrichtung enthält vorzugsweise einen mittleren
oder fünften
Leiter, gewöhnlich
einen fünften
Widerstand, der einen fünften
vorbestimmten Widerstandswert aufweist und sich ausgehend von einem
ersten Ende zwischen dem ersten und zweiten Leiter zu einem zweitem
Ende zwischen dem dritten und vierten Leiter erstreckt, um eine
Brückenschaltung
zu bilden. In dem Zwischenverbindungsleiter kommt es zu einem Strom,
der in einer vorbestimmten Beziehung zu dem Eingangsstrom steht.
Die Messeinrichtung wiederum erzeugt ein Ausgangssignal, das mit
dem in dem Zwischenverbindungsleiter fließenden Strom in Beziehung steht.
Dieser Ausgangsstrom kann durch einen integrierten Schaltkreis in
einem elektronischen Elektrizitätsmessgerät, z.B.
einem elektronischen Wattstundenmessgerät, gemessen werden, um den Stromverbrauch
eines Verbrauchers genau zu erfassen.
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Die
Messeinrichtung ist vorzugsweise ein ringförmiger Stromkomparator und
enthält
eher bevorzugt einen Ringkern, der mit einer Bohrung ausgebildet
ist, die sich durch diesen hindurch erstreckt. Der Zwischenverbindungsleiter
erstreckt sich durch die Bohrung des Ringkerns und bildet, in Zusammenwirken
eine auf einer einzigen Windung basierende Primärwicklung für einen Stromkomparator. Der
durch den Zwischenverbindungsleiter geleitete Strom induziert eine
mit diesem in Beziehung stehende magnetomotorische Kraft in dem Ringkern.
Indem der in dem Zwischenverbindungsleiter fließende Strom, und damit der
Eingangsstrom mittels der induzierten magnetomotorischen Kraft gemessen
wird, ist das Ausgangssignal von dem Eingangsstrom isoliert, so
dass Spannungseinschwingvorgänge
in dem Eingangsstrom unterdrückt
sind, und der Stromsensor geschützt
ist.
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Die
Messeinrichtung enthält
ferner vorzugsweise eine Einrichtung zum magnetischen Messen der
zeitlichen Veränderungsrate
der in dem Ringkern induzierten magnetomotorischen Kraft. Die Einrichtung
zum magnetischen Messen der zeitlichen Veränderungsrate der in dem Ringkern
induzierten magnetomotorischen Kraft enthält vorzugsweise eine Sekundärwicklung,
die um den Ringkern gewickelt ist und mit diesem magnetisch gekoppelt
ist, um das Ausgangssignal zu erzeugen. Die Einrichtung zum magnetischen
Messen der zeitlichen Veränderungsrate
der in dem Ringkern induzierten magnetomotorischen Kraft enthält eher
bevorzugt eine Rückkopplungs-Sekundärwicklung
und eine Mess-Sekundärwicklung,
wobei jede Sekundärwindung
um den Ringkern gewickelt ist und mit diesen magnetisch gekoppelt
ist, wobei dazwischen ein Verstärkerschaltkreis
angeordnet ist. Die Kombination der Rückführungs- und Mess-Sekundärwicklungen
und des zugehörigen Verstärkerschaltkreises
erzeugt das Ausgangssignal, das mit dem Betrag und der Phase des
Eingangsstromsignals in Beziehung steht und vorzugsweise zu diesem
proportional ist. Die Sekundärwicklungen
und der zugehörige
Verstärkerschaltkreis
induzieren in dem Ringkern ferner eine magneto motorische Kraft,
die hinsichtlich des Betrages gleich und hinsichtlich der Polarität entgegengesetzt
zu der durch den Strom in dem Zwischenverbindungsleiter induzierten
magnetomotorischen Kraft ist, so dass die magnetomotorische Nettowechselstromkraft
in dem Magnetkreis im Dauerbetrieb etwa gleich Null ist, und jede Änderungen
der magnetomotorischen Kraft in dem Ringkern auf eine Änderung
des Stroms in den Zwischenverbindungsleitern zurückzuführen ist.
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Das
Verhältnis
der ersten und zweiten vorbestimmten Widerstandswerte der ersten
und zweiten Leiter zu den dritten und vierten vorbestimmten Widerstandswerten
der dritten und vierten Leiter bleibt bei einer Änderung der Temperatur der
Leiter konstant. Insbesondere basieren der erste und vierte Leiter
sowohl auf einem ersten Material, z.B. Copel, i.e. eine Kupfer-Nickel-Legierung,
oder Manganin, i.e. eine Magnesium-Kupfer-Legierung, als auch einem
zweiten Material, z.B. Kupfer. Die zweiten und dritten Leiter basieren
lediglich auf dem zweiten Material, z.B. Kupfer. Der spezifische
Widerstand des ersten Materials ändert
sich vorzugsweise in Abhängigkeit
von der Temperatur nur unerheblich. Allerdings variiert der spezifische
Widerstand des zweiten Materials, z.B. Kupfer, mit der Temperatur.
Dementsprechend wird das Verhältnis
der Anteile des ersten und zweiten Materials, auf denen die Leiter
basieren, geeignet ausgewählt,
so dass sich das Verhältnis
der ersten und zweiten vorbestimmten Widerstandswerte zu den dritten
und vierten vorbestimmten Widerstandswerten temperaturunabhängig ist.
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Außer von
den spezifischen Eigenschaften der Materialien, aus denen die Leiter
gefertigt sind, hängen die
Wi derstände
der Leiter im Wesentlichen von deren jeweiligen Querschnittsflächen ab.
Die entsprechenden Widerstandswerte lassen sich daher ohne weiteres
trimmen oder anpassen, indem die Leiter mit Aussparungen versehen
werden oder von den Leitern Material abgetragen wird, um das geeignete
Verhältnis
zwischen den ersten und zweiten vorbestimmten Widerstandswerten
zu den dritten und vierten vorbestimmten Widerstandswerten zu erhalten.
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Die
ersten und dritten Widerstände
bilden vorzugsweise ein erstes im Wesentlichen U-förmiges Element,
das einen ersten und zweiten Arm aufweist, und sie sind an ihren
entsprechenden ersten Enden mit einem ersten Bein verbunden. Die
zweiten und vierten Widerstände
bilden ebenfalls vorzugsweise ein zweites im Wesentlichen U-förmiges Element,
das einen ersten und zweiten Arm aufweist, und sie sind vorzugsweise an
deren entsprechenden ersten Enden mit den zweiten Enden der ersten
bzw. dritten Widerstände
und an deren zweiten Enden mit einem zweiten Bein verbunden. Der
Zwischenverbindungsleiter ist vorzugsweise ein Draht, der die entsprechenden
zweiten Enden der ersten und dritten Widerstände verbindet, und erstreckt
sich durch die Bohrung eines Ringkerns. Die durch die Bohrung des
Ringkerns definierte Längsachse
verläuft
vorzugsweise parallel zu den ersten und zweiten im Wesentlichen
U-förmigen
Elementen, um die magnetische Kopplung zwischen dem Strom in den
im Wesentlichen U-förmigen
Elementen und in den um den Ringkern gewickelten Sekundärwicklungen
zu verringern. Der Eingangsstrom wird vorzugsweise durch das erste
Bein geleitet, während
der Ausgangsstrom vorzugsweise durch das zweite Bein geleitet wird.
Darüber
hinaus sind das erste und das zweite Bein vorzugsweise geeignet
konstruiert, um zu herkömmlichen
Messgeräteanschlussbuchsen
zu passen und zu diesen einen elektrischen Kontakt herzustellen.
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Die
Strommessvorrichtung dieser Erfindung ermöglicht es, ein Eingangsstromsignal
zu messen und ein Ausgangsstromsignal zu erzeugen, das mit dem Betrag
und der Phase des Eingangsstromsignals in Beziehung steht, das auf
dem in dem Zwischenverbindungs- oder Innenleiter einer unsymmetrischen
Brückenschaltung
fließenden
Strom basiert. Das Ausgangsstromsignal steht mit dem Betrag und
der Phase des Eingangsstromsignals in Beziehung, da der Strom in
dem Zwischenverbindungs- oder Innenleiter der Brückenschaltung direkt proportional
zu dem von der Brückenschaltung
aufgenommenen Eingangsstromsignal ist. Darüber hinaus verringert der Stromsensor
der vorliegenden Erfindung Phasenfehler des Ausgangssignals, die
auf Gegeninduktivität
oder Kopplung zwischen dem ersten und zweiten Leiterzweig und den
um den Ringkern gewickelten Sekundärwicklungen zurückzuführen sind.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
eine perspektivische Ansicht eines Stromsensors gemäß der vorliegenden
Erfindung.
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2 zeigt
in einer vergrößerten Schnittansicht
den Stromsensor nach 1 längs der Schnittlinie 2-2 nach 1.
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3 zeigt
den Stromsensor nach 1 in einem elektrischen Schaltschema.
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4 zeigt
eine schematische Ansicht eines Stromsensors gemäß der vorliegenden Erfindung,
der die Ringwicklung und Mess- und Rückkopplungs-Sekundärwicklungen
aufweist.
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Beschreibung
des bevorzugten Ausführungsbeispiels
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Die
vorliegende Erfindung wird nun im folgenden anhand der beigefügten Zeichnungen
eingehender beschrieben, in denen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt ist. Die Erfindung kann jedoch in vielfältiger Form
verwirklicht werden und sollte nicht als auf die hier dargelegten
Ausführungsbeispiele
beschränkt
bewertet werden; vielmehr dient dieses Ausführungsbeispiel dazu, dass diese
Offenbarung gründlich
und vollständig
ist, und dem Fachmann den Schutzumfang der Erfindung vollkommen
verständlich macht. Übereinstimmende
Bezugsziffern bezeichnen durchweg gleichartige Elemente.
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Mit
Bezugnahme auf 1 und 3 wird ein
Stromsensor 10 gemäß der vorliegenden
Erfindung veranschaulicht. Der Stromsensor 10 enthält eine
erste und zweite leitende Einrichtung 13 bzw. 15,
beispielsweise einen ersten und zweiten Zweig, die dazu dienen,
einen ersten bzw. zweiten Anteil eines Eingangsstroms IIN zu
leiten, und eine Zwischenverbindungseinrichtung, z.B. einen Innenleiter 20,
der sich zwischen dem ersten und zweiten Zweig 13 und 15 erstreckt,
um eine Brückenschaltung
zu bilden. Der Stromsensor 10 ent hält ferner eine Messeinrichtung 11,
die magnetisch mit dem Innenleiter 20 gekoppelt ist, um
ein Ausgangssignal IOUT zu erzeugen, das
hinsichtlich der Phase und des Betrages mit dem Eingangsstrom IIN in Beziehung steht.
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Wie
schematisch in 3 gezeigt, enthält die erste
leitende Einrichtung oder der erste Zweig 13 einen ersten
und zweiten Leiter 12 und 14, die erste bzw. zweite
vorbestimmte Widerstandswerte aufweisen. Desgleichen enthält die zweite
leitende Einrichtung oder der zweite Zweig 15 einen dritten
und vierten Leiter 16 und 18, die dritte bzw.
vierte vorbestimmte Widerstandswerte aufweisen. Darüber hinaus
weist die Zwischenverbindungseinrichtung oder der Innenleiter 20,
der ebenfalls vorzugsweise ein Widerstandselement ist, einen fünften vorbestimmten
Widerstandswert auf und erstreckt sich von einem ersten Ende 22 zwischen
dem ersten und zweiten Leiter 12 und 14 der ersten
leitenden Einrichtung zu einem zweiten Ende 24 zwischen
dem dritten und vierten Leiter 16 und 18 der zweiten
leitenden Einrichtung.
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Der
erste Zweig
13 leitet einen ersten Anteil I
1 des
Eingangsstroms I
IN, und der zweite Zweig
15 leitet einen
zweiten Anteil I
2 des Eingangsstroms I
IN. Die Brückenschaltung ist unsymmetrisch,
so dass der erste und zweite Anteil des Stroms in dem ersten und
zweiten Zweig
13 bzw.
15 nicht übereinstimmen,
und über
den Zwischenverbindungs- oder Innenleiter
20 eine Spannungsdifferenz
entsteht. Dementsprechend fließt
ein Strom I
C in dem Zwischenverbindungs-
oder Innenleiter
20. Der Strom in dem Zwischenverbindungs-
oder Innenleiter
20 steht mit dem ersten und zweiten Anteil
des Eingangsstroms I
IN in dem ersten und
zweiten Zweig
13 bzw. 15 in Beziehung und steht daher mit
dem Eingangsstrom I
IN in Beziehung. Insbesondere
ist der Strom in dem Zwischenverbindungs- oder Innenleiter
20 direkt
proportional zu dem Eingangsstrom I
IN und
lässt sich wie
folgt berechnen:
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Wobei
R1, R2, R3, R4 und RC die Widerstandswerte des ersten, zweiten,
dritten, vierten Leiters bzw. des Zwischenverbindungsleiters sind.
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Typischerweise
sind der erste und vierte vorbestimmte Widerstandswert geeignet
ausgewählt,
so dass sie erheblich größer sind
als sowohl der zweite als auch der dritte vorbestimmte Widerstandswert.
Beispielsweise sind der erste und vierte vorbestimmte Widerstandswert
vorzugsweise fünfundzwanzig
bis vierzig mal größer als
der zweite und dritte vorbestimmte Widerstandswert. Damit lässt sich
die Gleichung (1) vereinfachen zu:
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Auf
diese Weise lassen sich basierend auf dem für einen vorbestimmten Eingangsstrom
I
IN gewünschten
Wert des Stromes I
C in dem Zwischenverbindungs-
oder Innenleiter
20 der erste und vierte Widerstandswert
sowie der Widerstandswert des Zwischenverbindungs- oder Innenleiters
20 bestimmen.
Alternativ lässt sich
das Verhältnis
des Stroms I
C in dem Zwischenverbindungs-
oder Innenleiter
20 zu dem Eingangsstrom I
IN für vorbestimmte
erste, vierte und Zwischenverbindungswiderstandswerte wie folgt
bestimmen:
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Die
Messeinrichtung 11 erzeugt ein Ausgangssignal IOUT, das mit dem Strom IC in
dem Zwischenverbindungs- oder Innenleiter 20 in Beziehung
steht und vorzugsweise zu diesem proportional ist. Vorzugsweise enthält die Messeinrichtung 11 einen
ringförmigen
Stromkomparator und eher bevorzugt einen Ringkern 26, der
mit einer Bohrung 28 ausgebildet ist, die sich, wie in 2 und 3 veranschaulicht,
durch den Ringkern hindurch erstreckt. Der Ringkern 26 ist
im Wesentlichen aus einem Material wie Ferrit gefertigt. Wie in 2 zu
sehen und wie schematisch in 3 gezeigt,
erstreckt sich der Zwischenverbindungs- oder Innenleiter 20 vorzugsweise
durch die Bohrung 28 des Ringkerns 26 und ist
magnetisch mit diesem gekoppelt.
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Insbesondere
induziert der in dem Zwischenverbindungs- oder Innenleiter 20 fließende Strom
IC in dem Ringkern 26 einen magnetischen
Fluss oder eine magnetomotorische Kraft. Die in dem Ringkern 26 induzierte
magnetomotorische Kraft steht mit dem in dem Zwischenverbindungs-
oder Innenleiter 20 fließenden Strom IC in
Beziehung und ist vorzugsweise proportional zu diesem und steht
daher mit dem Eingangsstrom IIN in Beziehung
und ist vorzugsweise zu diesem proportional. Durch Messen des Eingangsstrom
IIN auf der Grundlage der induzierten magnetomotorischen
Kraft, ermöglicht
der Stromsensor 10 eine Isolierung zwischen dem Ausgangssignal
IOUT und dem Eingangsleitungsstrom IIN, so dass in dem Eingangsstrom IIN auftretende Hochspannungseinschwingvorgänge unterdrückt werden
und der Stromsensor 10 davor geschützt ist.
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Die
Messeinrichtung 11 enthält
ferner vorzugsweise eine Einrichtung zum magnetischen Messen der zeitlichen
Veränderungsrate
der in dem Ringkern 26 induzierten magnetomotorischen Kraft.
Die Einrichtung zum magnetischen Messen der zeitlichen Veränderungsrate
der magnetomotorischen Kraft in dem Ringkern 26 enthält vorzugsweise
eine Sekundärwicklung,
die um den Ringkern 26 gewickelt und magnetisch mit diesem
gekoppelt ist, um das Ausgangssignal IOUT zu
erzeugen.
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Eher
bevorzugt enthält
die Einrichtung zum magnetischen Messen der zeitlichen Veränderungsrate der
innerhalb des Ringkerns 26 auftretenden magnetomotorischen
Kraft, wie in 3 veranschaulicht, eine Rückkopplungs-Sekundärwicklung 30,
eine Mess-Sekundärwicklung 32 und
einen Verstärkerschaltkreis 34.
In der Messwicklung 32 wird aufgrund der zeitlichen Veränderungsrate
der magnetomotorischen Kraft in dem Ringkern 26 eine zu
der magnetomotorischen Kraft proportionale Spannung induziert. Der
Verstärkerschaltkreis 34 spricht
auf die in der Messwicklung 32 induzierte Spannung an und
gibt an die Rückkopplungswicklung 30 ein
Regelungs- oder Kompensationssignal aus. Der auf dem Regelungssignal
basierende Strom in der Rückkopplungswicklung 30 ruft
in dem Ringkern 26 eine magnetomotorische Kraft hervor,
die hinsichtlich des Betrages im Wesentlichen gleich und hinsichtlich
der Polarität
gegenüber
der magnetomotorischen Kraft, die durch den in dem Zwischenverbindungsleiter 20 fließenden Strom
induziert wird, entgegengesetzt ist. Die sich ergebende magnetomotorische
Nettowechselstromkraft in dem Ringkern 26 ist in einer
Dauerbe triebsbedingung im Wesentlichen gleich Null. Jede aufgrund
einer Änderung
des Eingangsstroms IIN in dem Ringkern 26 induzierte
magnetomotorische Kraft wird daher in Abhängigkeit von dem in dem Zwischenverbindungsleiter 20 fließenden Strom
IC induziert, da die Aufrechterhaltung einer
minimalen magnetomotorischen Nettokraft im Dauerbetrieb verhindert,
dass der Ringkern 26 übersteuert
wird. Die Rückkopplungs-Sekundärwicklung 30 gibt ferner
das Ausgangssignal IOUT aus, das mit dem
Betrag und der Phase des Eingangsstromsignals IIN in
Beziehung steht und vorzugsweise zu diesem proportional ist.
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Um
die großen Übersetzungsverhältnisse
zu erreichen, die für
elektronische Wattstundenmessgeräte, die
integrierte Schaltkreise verwenden, erforderlich sind, sieht der
Stromsensor 10 der vorliegenden Erfindung zwei getrennte
Transformationen vor, die zwei Übersetzungsverhältnisse
definieren. Das Produkt der beiden Übersetzungsverhältnisse
ist das Übersetzungsverhältnis des
gesamten Stromsensors 10 und definiert die Beziehung zwischen
dem Betrag des erfassten Ausgangssignals IOUT und
demjenigen des Eingangsstroms IIN.
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Insbesondere
ist ein erstes Übersetzungsverhältnis durch
die zwischen dem Strom IC in dem Zwischenverbindungs- oder Innenleiter 20 und
dem Eingangsstrom IIN bestehende Beziehung,
wie in Gleichung (3) gezeigt, vorgesehen. In einem Ausführungsbeispiel
definiert die erste Brückenschaltung
vorzugsweise ein Übersetzungsverhältnis von
3:200, so dass in dem Zwischenverbindungs- oder Innenleiter 20 in Antwort
auf einen Eingangsstrom IIN von 200 A ein
Strom IC von 3 A fließt.
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Das
zweite Übersetzungsverhältnis wird
durch die Anzahl von um den Ringkern 26 gewickelten Sekundärwicklungswindungen
definiert. Insbesondere stimmen die Amperewindungszahlen vorzugsweise
sowohl für
die primäre
als auch für
die sekundäre
Seite des Stromkomparators überein.
Während
der Zwischenverbindungs- oder Innenleiter 20 effektiv eine
Primärwicklung
bildet, die eine einzige Windung um den Ringkern 26 aufweist,
kann die Anzahl von Windungen der Rückkopplungs-Sekundärwicklung 30 variiert
werden, um das Ausgangssignal IOUT zu optimieren.
Somit ist das Produkt der einzigen Primärwindung und dem Strom in dem
Zwischenverbindungs- oder Innenleiter 20, d. h. 1 Windung × 3 A =
3 Amperewindungen, gleich dem Produkt der Anzahl der Windungen der
Rückkopplungs-Sekundärwicklung 30 und
dem dadurch erzeugten Ausgangssignal IOUT.
Folglich wird durch ein Erhöhen
der Anzahl der Windungen der Rückkopplungs-Sekundärwicklung 30 das
sich ergebende Ausgangssignal IOUT entsprechend
vermindert, so dass die Amperewindungen der primären und der sekundären Seite
des Stromkomparators übereinstimmen.
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Das Übersetzungsverhältnis für den gesamten
Stromsensor 10, und auf diese Weise die Beziehung zwischen
dem Betrag des Ausgangssignals IOUT und
des Eingangsstroms IIN, ist ein Produkt
des ersten Übersetzungsverhältnisses,
das durch das Verhältnis
des Stroms IC in dem Zwischenverbindungs-
oder Innenleiter 20 zu dem Eingangsstrom IIN definiert
ist, und des zweiten Übersetzungsverhältnisses,
das auf der Amperewindungsbeziehung zwischen den Primär- und Sekundärwicklungen
des Ringkerns 26 basiert, der den Stromkomparator bildet.
Insbesondere skaliert das Übersetzungsverhältnis für den gesamten
Stromsensor 10 vorzugsweise den Eingangsleitungsstrom IIN zu einem Ausgangsstrom IOUT von
etwa 2 mA, so dass der Ausgangsstrom IOUT von
einem zugeordneten integrierten Schaltkreis oder ASIC aufgenommen
werden kann.
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Dementsprechend
muss das Übersetzungsverhältnis für den gesamten
Stromsensor 10 im Falle eines elektronischen Wattstundenmessgeräts, das
darauf eingerichtet ist, einen maximalen Eingangsstrom von 200 A
zu empfangen, 100 000 : 1 betragen, um einen Ausgangsstrom IOUT von 2 mA zu erzeugen. Wie erläutert, ruft
das durch die Brückenschaltung
geschaffene erste Übersetzungsverhältnis basierend
auf einem Eingangsstrom IIN von 200 A einen
Strom von 3 A in dem Zwischenverbindungs- oder Innenleiter 20 hervor.
Somit erzeugt das durch die Amperewindungsbeziehung zwischen den
Primär- und Sekundärwicklungen
des Ringkerns 26 geschaffene zweite Übersetzungsverhältnis basierend
auf dem in dem Zwischenverbindungs- oder Innenleiter 20 fließenden Strom
von 3 A vorzugsweise einen Ausgangsstrom IOUT von
2 mA. Das Verhältnis
der Sekundärwicklungen
zu der durch den Zwischenverbindungsleiter 20 gebildeten
einen Primärwindung
muss daher 1500 : 1 betragen, um das zweite Übersetzungsverhältnis zu
schaffen.
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Wie
in den 1 und 2 zu sehen, basieren der erste
und vierte Leiter 12 und 18 auf einer Kombination
eines ersten und zweiten Materials. Im Gegensatz dazu sind der zweite
und dritte Leiter 14 und 16 ausschließlich aus
dem zweiten Material gefertigt. Während vielfältige Materialien eingesetzt
werden können, ohne
von dem in den Ansprüchen
definierten Schutzumfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen,
ist das erste Material vorzugsweise eine Kupfer-Nickel-Legierung, z.B. Copel, oder eine
Magnesium-Kupfer-Legierung,
z.B. Manganin. Vorzugsweise ist der spezifische Widerstand des ersten
Materials nur unwesentlich temperaturabhängig. Der spezifische Widerstand
von Manganin ändert
sich beispielsweise um 0,000015 Ω/°C.
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Das
zweite Material, z.B. Kupfer oder Aluminium, weist dagegen vorzugsweise
einen verhältnismäßig niedrigen
spezifischer Widerstand im Vergleich zu dem ersten Material auf.
Beispielsweise ist der spezifische Widerstand des ersten Materials
vorzugsweise wenigstens fünfundzwanzig
mal größer als
jener des zweiten Materials. Der Widerstand des zweiten und dritten
Leiters 14 und 16 ist daher im Vergleich zu. jenem
des ersten und vierten Leiters 12 und 18, die
auf dem ersten Material mit einem verhältnismäßig hohen spezifischen Widerstand
basieren, vorzugsweise gering. Allerdings ist der spezifische Widerstand
des zweiten Materials gewöhnlich
in der Tat temperaturabhängig.
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Obwohl
der spezifische Widerstand des zweiten Materials von der Temperatur
abhängt,
ist der Betrieb des Stromsensors 10 temperaturunabhängig. Daher
ist das durch die vorbestimmten Widerstandswerte der entsprechenden
Leiter festgelegte Übersetzungsverhältnis zwangsläufig temperaturunabhängig. Das
Verhältnis
des ersten und zweiten vorbestimmten Widerstandswerts zu dem dritten
und vierten vorbestimmten Widerstandswert ist daher bei einer Temperaturän derung
der Leiter konstant. Der relative Betrag und die Phase des Stroms
IC in dem Zwischenverbindungs- oder Innenleiter 20 gegenüber dem
Eingangsstrom IIN ist daher bei einer Temperaturänderung
konstant.
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Da
das zweite Material, z.B. Kupfer, einen spezifischen Widerstand
aufweist, der mit der Temperatur variiert, basiert jeder Leiter
auf vorbestimmten Anteilen des zweiten Materials, so dass das Verhältnis des
ersten und zweiten vorbestimmten Widerstandswerts zu dem dritten
und vierten vorbestimmten Widerstandswert insgesamt von den Temperaturunterschieden
unabhängig
ist. Insbesondere muss sich der Zwischenverbindungs- oder Innenleiter 20 nicht
linear verhalten, kann jedoch, wie in 1 und 2 gezeigt,
dazu eingerichtet sein, dass jeder Leiter den vorbestimmten Anteil
des zweiten Materials enthält.
Beispielsweise kann das eine Ende, z.B. das zweite Ende 24,
wie in 1 und 2 gezeigt, wahlweise so positioniert
werden, dass das Verhältnis
der Widerstände
des ersten und zweiten Zweigs konstant und von der Temperatur unabhängig bleibt.
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Neben
den Eigenschaften des Materials, aus dem die Leiter gefertigt sind,
bestimmen die Querschnittsflächen
der Leiter den Widerstand derselben. Um die entsprechenden Widerstände der
Leiter einzustellen oder zu trimmen, kann eine Aussparung oder ein
Anschliff 36 in mindestens einen der Leiter gefräst werden,
oder es kann, wie in 1 gezeigt, von einem der Leiter
Material in sonstiger Weise abgenommen werden, um seinen Widerstand
zu erhöhen
und den darin fließenden
Strom zu verringern. Der Widerstand des gefrästen Leiters hängt unmittelbar
von der Abmessung der Ausnehmung oder des Anschliffs 36 oder
der Menge des entfernten Materials ab, wobei eine große Aussparung
einen höheren
Widerstand hervorruft, oder die Entfernung größerer Mengen an Material den
Widerstand steigert. Dementsprechend ist es möglich die vorbestimmten Widerstandswerte
der Leiter noch genauer einzustellen, und das Verhältnis der
Widerstände
des ersten und zweiten Zweigs kann folglich durch ein derartiges
Einstellen oder Trimmen der Leiter erzielt werden.
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Der
Zwischenverbindungsleiter 20 basiert ebenfalls vorzugsweise
auf dem ersten Material. Dementsprechend weist der Zwischenverbindungsleiter 20 im
Vergleich zu dem zweiten und dritten Leiter 14 und 16, die
auf dem zweiten Material basieren, einen verhältnismäßig großen Widerstand auf. Der Widerstand
des Zwischenverbindungsleiters 20 ist aufgrund seiner gegenüber den übrigen Leitern
verhältnismäßig geringen
Querschnittsfläche
und aufgrund seiner Länge
zusätzlich
erhöht.
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Wie
in den 1 und 2 gezeigt, wird der Eingangsstrom
vorzugsweise über
ein gewöhnlich
aus Kupfer oder Aluminium gefertigtes erstes Bein 38 zugeführt, mit
dem ein erstes Ende sowohl des ersten als auch des zweiten Zweigs
verbunden ist. Die zweiten Enden sowohl des ersten als auch des
zweiten Zweigs sind vorzugsweise mit einem zweiten Bein 40 verbunden,
das den Ausgangslaststrom I0 zu der zu messenden elektrischen
Last des Verbrauchers leitet. Das erste und zweite Bein 38 und 40 sind
geeignet konstruiert, um zu einer Standardmessgeräteanschlussbuchse
oder Befestigungsvorrichtung zu passen und sich mit dieser elektrisch
ver binden zu lassen, um eine Messung des Ausgangslaststroms I0 zu ermöglichen,
der dem Kunden geliefert wird.
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Wie
ebenfalls in den 1 und 2 gezeigt,
bilden der erste und dritte Leiter 12 und 16 vorzugsweise
ein erstes im Wesentlichen U-förmiges
Element, das einen ersten und zweiten Arm aufweist, und sie sind an
ihren jeweiligen ersten Ende mit dem ersten Bein 38 verbunden.
Desgleichen bilden der zweite und vierte Leiter 14 und 18 vorzugsweise
ein zweites im Wesentlichen U-förmiges
Element, das einen ersten und zweiten Arm aufweist, und sie sind
an ihren jeweiligen ersten Ende mit dem zweiten Bein 40 verbunden.
Weiter sind das erste und zweite im Wesentlichen U-förmige Element
vorzugsweise mittels Elektronenstrahlschweißen an dem ersten bzw. zweiten
Bein befestigt.
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Das
zweite Ende des ersten und zweiten Arms des ersten im Wesentlichen
U-förmigen
Elements ist mit dem zweiten Ende des ersten bzw. zweiten Arm des
zweiten im Wesentlichen U-förmigen
Elements verbunden. Darüber
hinaus sind das erste und zweite im Wesentlichen U-förmige Element,
wie in
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1 und 2 gezeigt,
vorzugsweise koplanar. Weiter ist der Innenleiter 20 vorzugsweise
ein Draht, der sich zwischen dem entsprechenden zweiten Ende des
ersten Arms sowohl des ersten als auch des zweiten im Wesentlichen
U-förmigen
Elements und dem entsprechenden zweiten Ende des zweiten Arms des
ersten und des zweiten im Wesentlichen U-förmigen Elements erstreckt.
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Wie
in 2 zu sehen und in 3 schematisch
dargestellt, verläuft
der Draht durch die Bohrung 28 eines Ringkerns 26.
Die Bohrung 28 definiert eine Längsachse 28a, die
weitgehend parallel und eher bevorzugt koplanar gegenüber dem
ersten und zweiten im Wesentlichen U-förmigen Element verläuft. Dementsprechend
ist die magnetische Kopplung zwischen dem Strom in dem ersten und
zweiten im Wesentlichen U-förmigen
Element und den um den Ringkern 26 gewickelten Sekundärwicklungen
verringert, und Phasenfehler zwischen dem Ausgangsstrom IOUT und dem Eingangsleitungsstrom IIN werden folglich reduziert.
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Während die
spezielle Konfiguration des Stromsensors 10 in weitem Maße variiert
werden kann, ist es bevorzugt, dass die Messeinrichtung 11 in
ein Isoliermaterial 42 eingekapselt ist, um deren Betrieb
und Langlebigkeit zu fördern.
Eher bevorzugt basiert dieses Isoliermaterial auf einem Kunststoffmaterial.
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Darüber hinaus
sind die in 1 von der eingekapselten Messeinrichtung 11 ausgehenden
Drahtleitungen 44 mit einem (nicht dargestellten) externen
Verstärkerschaltkreis
verbunden. Die Drahtleitungen 44 erstrecken sich ausgehend
von einer herkömmlichen
gedruckten Leiterplatte 46, auf der zwischen jedem Ende der
Mess- und Rückkopplungs-Sekundärwicklungen 30 und 32 und
einer der Drahtleitungen 44 ein elektrischer Kontakt hergestellt
ist. Der externe Verstärkerschaltkreis 30 kann
zusammen mit der Messeinrichtung 11 eingekapselt sein,
um die aus dieser herausragenden Drahtleitungen 44 zu eliminieren,
ohne dass vom Gegenstand der Erfindung abgewichen wird. Alternativ
könnte
jedes Ende der Mess- und Rückkopplungswicklungen 30 und 32 sowie
eine Erdungsdraht aus der eingekapselten Messeinrichtung 11 her aus
verlängert
sein, ohne mit einer darin befindlichen gedruckten Leiterplatte
verbunden zu sein.
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Wie
zuvor erläutert,
sind das erste und zweite Bein 38 und 40 des Stromsensors
der vorliegenden Erfindung geeignet konstruiert, um zu einer herkömmlichen
Messgeräteanschlussbuchse
zu passen. Die potentiellen Kosteneinsparungen, die durch den Stromsensor
der vorliegenden Erfindung ermöglicht
werden, der sich verhältnismäßig kostengünstig herstellen
lässt und
in Millionen von elektronischen Elektrizitätsmessgeräten, z.B. elektronischen Wattstundenmessgeräten, genutzt
werden könnte,
sind daher erheblich. Darüber
hinaus reduziert die Konstruktion des Stromsensors der vorliegenden
Erfindung die Gegeninduktivität
oder magnetische Kopplung zwischen dem ersten und zweiten Zweig 13 und 15 und
der Sekundärwicklungen
und erhöht
das Verhältnis
von Widerstand zu Reaktanz des Stromsensors im Vergleich zu früheren Konstruktionen. Somit
spiegelt der Phasenwinkel des Ausgangsstroms IOUT den
Phasenwinkel des Eingangsstroms IIN genauer wieder.
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In
den Zeichnungen und in der Beschreibung wurden typische bevorzugte
Ausführungsbeispiele
der Erfindung offenbart, und obwohl spezielle Begriffe verwendet
werden, sind die Begriffe lediglich in einem generischen und beschreibenden
Sinne zu verstehen und dienen nicht einer Beschränkung, wobei der Schutzumfang
der Erfindung in den nachfolgenden Ansprüchen dargelegt ist.