DE1541981C2 - Elektromagnetische Verzögerungsleitung und Vorrichtung zu ihrer Herstellung - Google Patents

Elektromagnetische Verzögerungsleitung und Vorrichtung zu ihrer Herstellung

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
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Description

Die Erfindung betrifft eine elektromagnetische Verzögerungsleitung, bestehend aus einem insbesondere zylindrischen, elektrisch isolierten bzw. isolierenden Tragkörper, einem auf den Tragkörper aufgebrachten, als kapazitive Belegung angeschalteten, elektrisch leitfähigen Element sowie einer wendelförmig um dieses Element angeordneten, als induktive und andere kapazitive Belegung angeschalteten Wicklung, die gegen das elektrisch leitfähige Element isoliert ist.
Derartige Verzögerungsleitungen werden beispielsweise in Farbfernseh-Codier- und Decodier-Geräten verwendet, um die Laufzeitunterschiede der verschiedenen Frequenzbereiche auszugleichen. Diese Farbfernsehsysteme haben nämlich verschiedene Bildinformationen, die eine unterschiedliche Bandbreite und damit auch eine unterschiedliche Laufzeit in den notwendigen Baugruppen, z. B. Verstärkern, aufweisen. Damit die getrennten Informationen die Sendeeinrichtung bzw. die Empfangseinrichtung mit den Codier- bzw. Decodierelementen in der gleichen Zeit durchlaufen, werden entsprechende Verzögerungsleitungen eingebaut. So werden beispielsweise Verzögerungszeiten von etwa 300 ns oder von 0,7 bis 1,0 μβ verlangt. Die verbleibenden Laufzeitfehler sollen in einem relativ kleinen Zeitintervall bleiben. Durchläuft beispielsweise das sogenannte Helligkeitssignal den Verstärker um 0,8 μβ schneller als das Chromsignal, so muß die Verzögerungsleitung das Helligkeitssignal um diese 0,8 μβ wieder verzögern, ohne dabei das Signal in unzulässiger Weise zu dämpfen.
Die charakteristischen Daten (Verzögerungszeit, Wellenwiderstand, Überschwingen bei der Übertragung von Rechteckimpulsen, Reflexion, Durchlaßdämpfung) einer elektromagnetischen Verzögerungsleitung der vorerwähnten Art sollen sich durch folgende Eigenschaften auszeichnen:
a) Die Verzögerungszeit soll der Schaltung, in die die Verzögerungsleitung eingesetzt wird, angepaßt sein. Bei elektromagnetischen Leitungen liegt der Betrag dieser Zeit im allgemeinen unter 2μ8.
b) Der Wellenwiderstand soll so bemessen sein, daß sich die Verzögerungsleitung ohne die Verwendung kompensierender elektrischer Bauelemente, die ansonsten zur Korrektur der durch den Einbau der Verzögerungsleitung auftretenden Fehler dienen, in die Schaltung einfügen läßt, wobei die ausschließliche Verwendung von Wirkwiderständen als Anpassungsglieder angestrebt wird.
c) Da bei der Übertragung von Impulsen keine Verformungen auftreten dürfen, soll bei der Übertragung von Rechteckimpulsen das Impulsdach des am Ausgang der Verzögerungsleitung austretenden Impulses weitgehend überschwingungsfrei sein.
d) Die bedingt durch Stoßstellen am Ein- und Ausgang und im Inneren der Verzögerungsleitung auftretenden Reflexionen, die sich bei der Übertragung von Impulsen als zusätzliche Impulse bemerkbar machen, sollen auf ein Minimum herabgesetzt werden.
e) Die frequenzabhängige Durchlaßdämpfung, d. h. der frequenzabhängige Spannungsverlust innerhalb der Verzögerungsleitung, soll innerhalb des zu übertragenden Frequenzbereichs klein sein.
Darüber hinaus soll die Verzögerungsleitung äußerst einfach herstellbar sein.
Diesen Forderungen genügt eine Verzögerungsleitung der eingangs genannten Art, bei der das als kapazitive Belegung dienende, elektrisch leitfähige Element streifenförmig ausgebildet und mit zur
Längsachse des Tragkörpers paralleler Längsrichtung wenigstens auf einen Bereich der Mantelfläche des Tragkörpers aufgebracht ist, wobei die elektrische Wicklung als fortlaufende Kreuzwicklung ausgebildet ist, je Wicklungshub wenigstens zwei Windungen vorgesehen sind und der Abstand zwischen den Drahtseelen benachbarter Wicklungsdrähte größer ist als der Durchmesser des Wicklungsdrahtes.
Die vorliegende Erfindung schlägt in Verbesserung dieser Verzögerungsleitung vor, daß das als kapazitive Belegung dienende, elektrisch leitfähige Element in mehrere Streifen zerteilt ist, die jeweils im Abstand voneinander als Schichten auf die Mantelfläche des Tragkörpers aufgebracht sind, daß diese Schichten und die schichtfreien Bereiche des Tragkörpers mit einer dielektrisch wirksamen Schicht bedeckt sind und daß die Verzögerungsleitung mit einem Imprägniermittel imprägniert ist, das die Überbrückungskapazität zwischen den Wicklungsdrähten beeinflußt und zur mechanischen Halterung der Wicklung dient.
In F i g. 1 ist ein diesem Vorschlag nach der Erfindung entsprechendes, angenähertes Ersatzschaltbild dargestellt, wobei mit L' Induktivitätsabschnitte der Wicklung und mit C" die Kapazitäten zwischen den Windungen und dem Erdbelag, d. h. dem streifenförmig ausgebildeten, als kapazitive Belegung dienenden Element, bezeichnet sind. Durch den gewählten Wicklungsaufbau entstehen Überbrückungsinduktivitäten L" und Überbrückungskapazitäten C", die zur Kompensation der Laufzeitdifferenzen zwischen niedrigen und hohen Frequenzen erforderlich sind. Die Kompensation ist bei einem bestimmten Verhältnis L"/C" erreicht. Untersuchungen haben gezeigt, daß bei dem erfindungsgemäß gewählten Wicklungsaufbau, der erst einen räumlich kleinen Aufbau ermöglicht, eine hohe induktive Verkopplung der Windungsabschnitte erhalten wird, die durch eine Erhöhung der kapazitiven Verkopplung, d. h. durch die erfindungsgemäße Tränkung der Verzögerungsleitung mit einem möglichst verlustarmen Imprägniermittel ausgeglichen wird.
Als Imprägniermittel wird gemäß einem weiteren Vorschlag nach der Erfindung zweckmäßigerweise ein thixotropes, im aufgebrachten Zustand durch Karbonsäureanhydrid ausgehärtetes starres aromatisches Epoxydharz mit einem Epoxydwert von 0,5 bis 0,6 verwendet.
Die elektrischen Werte einer Verzögerungsleitung der vorstehend genannten Art lassen sich weiter verbessern, wenn auf die vorerwähnte Imprägnierung der Verzögerungsleitung, d. h. insbesondere der aufgebrachten Kreuzwicklung, verzichtet wird, da — wie bereits erwähnt — die Erhöhung der kapazitiven Verkopplung von Windungsabschnitten erst mit den dielektrischen Verlusten des Imprägniermittels erhalten wird. Dies setzt eine Verkleinerung der induktiven Verkopplung der Windungsabschnitte voraus, die gemäß einem weiteren Vorschlag nach der Erfindung dadurch erreicht wird, daß an Stelle der Verwendung eines Imprägniermittels die Kreuzwicklung derart ausgebildet ist, daß die an den Hubumkehrpunkten der einzelnen Wicklungshübe angelegten Tangenten zur Wicklungslängsachse geneigt sind. In diesem Fall wird zur Halterung der Kreuzwicklung und der Stromanschlußelemcnte und zum mechanischen Schutz abschließend eine Deckschicht aufgebracht, z. B. im sogenannten Wirbelsinlcrverfahren oder elektrostatisch oder aufgesprüht oder durch Eintauchen in thixotropcn Harzlösimgcn.
Das in Fig.! gezeigte Ersatzschaltbild behält auch für diese Art einer Verzögerungsleitung seine Gültigkeit, wobei erwartungsgemäß lediglich andere Induktivitäts- und Kapazitätswerte auftreten.
Als elektrisch isolierender Tragkörper kann ein aus Gründen der Gewichtsersparnis gegebenenfalls hohl ausgebildeter Zylinder aus einem Isoliermaterial, wie z. B. Hartgewebe, Hartpapier, Keramik, Glas oder gespritztem Kunststoff, dienen, wobei die als kapazitive ίο Belegung verwendeten streifenförmigen Schichten auf der Mantelfläche des Tragkörpers eingebrannt (Einbrennsilber) oder auf diese aufgedampft, aufgespritzt od. dgl. sind. Durch ihre schichtförmige Ausbildung können die kapazitiven Belegungen verfahrenstechnisch leicht hergestellt werden, insbesondere bedarf es keiner getrennten Fertigung der Belegungen und folglich keiner schwierigen Montage der Belegungen auf dem Tragkörper.
Die als kapazitive Belegung dienenden streifenförmi-
zo gen Schichten sind wenigstens im Bereich des einen Tragkörperendes mit einem gemeinsamen Slromanschlußelement und damit raumsparend miteinander verbunden.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung können zur elektrischen Kontaktierung der Wicklungsenden drahtförmige Stromanschlußelemente vorgesehen sein, die jeweils mit ihrem mittleren, kreisförmig gebogenen Teil auf die jeweiligen Tragkörperenden aufgeschoben sind, wobei das eine Ende der zueinander parallelen Stromanschlußelementenden unterschiedlicher Länge als Auflageschulter und das andere Ende zur Aufnahme in Durchbrechungen gedruckter Schaltungsplatten od. dgl. geeignet ist. Abgesehen davon, daß diese Art von Stromanschlußelementen leicht herstellbar ist, erfüllen sie durch ihre gleichzeitige Ausbildung als Auflageschulter und damit Stütze für die Verzögerungsleitung eine Doppelfunktion.
Zur Bedeckung der streifenförmig zerteilten, als kapazitive Belegung dienenden Schichten und der schichtfreien Bereiche des Tragkörpers mit einer dielektrisch wirksamen Schicht dient ein mit Acrylnitril-Butadien-Styrol-Mischpolymerisat eines spezifischen Gewichtes von 1,04 versetztes, silikonmodifiziertes Epoxydharz, das eine mit niedrigem Verlustfaktor behaftete »Haut« bildet. Da dieses Epoxydharz gegenüber seinem Lösungsmittel resistent sein muß und mit Rücksicht auf eine sich über einen längeren Zeitraum erstreckende Massenfertigung von Verzögerungsleitungen eine lange Standfestigkeit haben muß, empfiehlt es sich, auf die Enden des Tragkörpers zur Bedeckung der dielektrischen Schicht (»Haut«) isolierendes Material aufzubringen, z. B. mit einem Band aus Isolierstoff.
Der auf den Tragköper aufgebrachte erste Windungsabschnitt liegt nämlich auf dem Erdbelag (streifenförmig zerteilte Belegungen) auf, die folgenden Windungsabschnitte dagegen nur zu einem Teil. Der restliche Teil überdeckt dagegen die vorhergehenden.Windungsabschnitte. Kapazitiv sind also die Windungen mit den vorhergehenden verkoppelt, was allerdings nicht für die letzten Windungen gilt, die zwar mit den vorhergehenden, jedoch nicht mit den folgenden Windungen verkoppelt sind. Es treten somit am Wicklungsanfang und am Wicklungsende Inhomogenitäten in der Verzögerungsleitung auf, die den Wellenwiderstand störend beeinflußen. Darüber hinaus müssen bei einer Kette von L'-C'-Gliedern die Anfangs- und Endglieder mit L/2 bzw. C/2 belegt sein, um den Wellen-
die gesamte Amplitude. Die Störamplituden lassen sich wegen ihrer Kleinheit nicht angeben.
Die F i g. 7 gibt den frequenzabhängigen Verlauf der Dämpfung wieder. Bei 4,4 MHz wird die Dämpfung von etwa 4,2 db erreicht.
Nachstehend wird die Wickelvorrichtung nach F i g. 8 erläutert, die zur Herstellung einer fortlaufenden Kreuzwicklung mit an den Hubumkehrpunkten der Wicklungshübe geneigt zur Wicklungslängsachse ausgerichteten Tangenten dient.
Soweit die Elemente der Wickelvorrichtung nach F i g. 8 gleichen Elementen der Vorrichtung nach F i g. 5 entsprechen, sind gleiche Bezugszeichen gewählt worden.
Im Unterschied zur Wickelvorrichtung nach F i g. 5 weist diese Vorrichtung einen im Abstand zur Welle 21 angeordneten sowie vorzugswiese drehbaren Anschlag 52, z. B. eine Rolle, auf, dessen Rotationsachse geneigt zur Längsachse der Welle 21 ausgerichtet ist. Der Anschlag 52 wird unter der Wirkung der Feder 25 gegen eine geneigt zur Welle 21 angeordnete Scheibe 53 gedrückt, derart, daß der Tragkörper 22 zusätzlich zu seiner Drehbewegung eine Hubbewegung ausübt.
Die Scheibe 53 ist unter der Wirkung von wahlweise betätigbaren Hubmagneten 55 und 56 od. dgl. kippbar. In der Darstellung nach F i g. 8 ist die Scheibe 53 durch den erregten Hubmagneten 55 in ihrer Lage gehalten. Nach Aufbringen mehrerer Windungen auf den Tragkörper 22, deren Zahl z. B. mechanisch oder elektrisch vorbestimmt wurde, wird der Hubmagnet 55 enterregt und der Hubmagnet 56 erregt, wodurch die Scheibe 53 bis zum Anschlag gegen den Hubmagneten 56 gekippt wird. Zweckmäßigerweise wird der Hubmagnet dann abgeschaltet, wenn die Rolle 52 in die vom Hubmagneten 55 angezogene Scheibenhälfte einläuft. Zur gleichen Zeit wird der Hubmagnet 56 erregt. Da aber der magnetische Fluß durch den Luftspalt zwischen der Scheibe 53 und dem Hubmagneten 56 kleiner bleibt, genügt die Wirkung der Feder 25, um die Scheibe 53 in der dargelegten Stellung zu halten. Läuft aber die Rolle 52 in die dem Hubmagneten 56 zugekehrte Fläche der Scheibe 53 ein, dann wird die Scheibe 53 umgeklappt, wodurch sich der magnetische Fluß im Hubmagneten 56 derart vergrößert, daß dieser Hubmagnet die Scheibe 53 festhält. Auf diese Weise läßt sich die in F i g. 2 im Hubumkehrpunkt W angelegte und durch einen Pfeil angedeutete Neigung der Tangente zur Wicklungslängsachse ändern, wobei sich eine in F i g. 2 strichliniert angedeutete Wicklungsabweichung von 30° bewährt hat. Der in F i g. 2 mit W bezeichnete Hubumkehrpunkt entspricht im Winkelschema nach F i g. 3 dem mit W angedeuteten Punkt.
In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, daß die Kippeinrichtung nach F i g. 8 durch mechanische Einrichtungen u. dgl. ersetzbar ist.
Patentansprüche:
1. Elektromagnetische Verzögerungsleitung mit einem vorzugsweise zylindrischen, elektrisch isolierten, bzw. isolierenden Tragkörper, mit einem streifenförmig ausgebildeten und mit zur Längsmittelachse des Tragkörpers paralleler Längsrichtung wenigstens auf einen Bereich der Mantelfläche des Tragkörpers aufgebrachten, als kapazitive Belegung angeschalteten, elektrisch leitfähigen Element und mit einer als fortlaufende Kreuzwicklung um dieses Element angeordneten, als induktive und andere kapazitive Belegung angeschalteten elektrischen Wicklung, die gegen das elektrisch leitfähige Element elektrisch isoliert ist, wobei je Wicklungshub wenigstens zwei Windungen vorgesehen sind und der Abstand zwischen den Drahtseelen benachbarter Wicklungsdrähte größer gewählt ist als der Druckmesser des Wicklungsdrahtes, nach Patentanmeldung P12 77 464.0-35 (deutsche Auslegeschrift 1 277 464), dadurch gekennzeichnet, daß das als kapazitive Belegung dienende, elektrisch leitfähige Element in mehrere Streifen zerteilt ist, die jeweils im Abstand voneinander als Schichten auf die Mantelfläche des Tragkörpers aufgebracht sind, daß diese Schichten und die schichtfreien Bereiche des Tragkörpers mit einer dielektrisch wirksamen Schicht bedeckt sind und daß die Verzögerungsleitung mit einem Imprägniermittel imprägniert ist, das die Uberbrückungskapazität zwischen den Wicklungsdrähten beeinflußt und zur mechanischen Halterung der Wicklung dient.
2. Elektromagnetische Verzögerungsleitung mit einem vorzugsweise zylindrischen, elektrisch isolierten, bzw. isolierenden Tragkörper, mit einem streik fenförmig ausgebildeten und mit zur Längsmittelachse des Tragkörpers paralleler Längsrichtung wenigstens auf einen Bereich der Mantelfläche des Tragkörpers aufgebrachten, als kapazitive Belegung angeschalteten, elektrisch leitfähigen Element und mit einer als fortlaufende Kreuzwicklung um dieses Element angeordneten, als induktive und andere kapazitive Belegung angeschalteten elektrischen Wicklung, die gegen das elektrisch leitfähige Element elektrisch isoliert ist, wobei je Wicklungshub wenigstens zwei Windungen vorgesehen sind und der Abstand zwischen den Drahtseelen benachbarter Wicklungsdrähte größer gewählt ist als der Durchmesser des Wicklungsdrahtes, nach Patentanmeldung P 12 77 464.0-35 (deutsche Auslegeschrift 1 277 464, dadurch gekennzeichnet, daß das als kapazitive Belegung dienende, elektrisch leitfähige Element in mehrere Streifen zerteilt ist, die jeweils im Abstand voneinander als Schichten auf die Mantelfläche des Tragkörpers aufgebracht sind, daß diese Schichten und die schichtfreien Bereiche des Tragkörpers mit einer dielektrisch wirksamen Schicht bedeckt sind und daß die Kreuzwicklung derart ausgebildet ist, daß die an den Hubumkehrpunkten angelegten Tangenten zur Wicklungslängsachse geneigt sind.
3. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die als kapazitive Belegung dienenden streifenförmigen Schichten wenigstens im Bereich des einen Tragkörperendes mit einem gemeinsamen Stromanschlußelement gekoppelt sind.
4. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur elektrischen Kontaktierung derWicklungsenden drahtförmige Stromanschlußelemente vorgesehen sind, die jeweils mit ihrem mittleren, kreisförmig gebogenen Teil auf die jeweiligen Tragkörperenden aufgeschoben sind, und daß das eine Ende der zueinander parallelen Stromanschlußelementenden unterschiedlicher Länge als Auflageschulter und das andere Ende zur Aufnahme in Durchbrechungen gedruckter Schaltungsplatten geeignet ist.
109 540/169
5. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als elektrisch isolierender Tragkörper ein gegebenenfalls hohler Zylinder aus Hartgewebe, Hartpapier, Keramik, Glas oder aus einem Kunststoff dient.
6. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Enden des mit der dielektrisch wirksamen Schicht bedeckten Tragkörpers eine zusätzliche dielektrisch wirksame Schicht aufgebracht ist.
7. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als dielektrisch wirksame Schicht ein mit Acrylnitril-Butadien-Styrol-Mischpolymerisat eines spezifischen Gewichts von 1,04 g als Filmbildner versetztes silikanmodifiziertes Epoxydharz auf die kapazitiv wirksamen, streifenförmig ausgebildeten Schichten und auf die schichtfreien Bereiche der Mantelfläche des Tragkörpers aufgebracht ist.
8. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 und wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Imprägniermittel ein thixotropes, im aufgebrachten Zustand durch Karbonsäureanhydrid ausgehärtetes starres aromatisches Epoxydharz mit einem Epoxydwert von 0,5 bis 0,6 verwendet ist.
9. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsleitung mit einer zur Halterung der Kreuzwicklung und der Stromanschlußelemente dienenden Schicht bedeckt ist.
10. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsleitung mit einer im aufgebrachten Zustand eingebrannten Schicht aus Lack umhüllt ist.
11. Vorrichtung zur Herstellung einer fortlaufenden Kreuzwicklung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Halterung des Tragkörpers (22) zwei in gemeinsamer Achsrichtung sowie im Abstand voneinander angeordnete Wellen (21, 24) vorgesehen sind, daß wenigstens eine dieser Wellen dreh- und in Längsrichtung verschiebbar ist, daß eine (21) der beiden Wellen drehfest mit einem Zahnrad (26) verbunden ist, das mit einem drehfest mit einer Spindel (28) verbundenen Zahnrad (27) kämmt, daß die Spindel mit einem drehgesicherten Drahtzuführungsbock (33) in Schraubverbindung steht derart, daß der Drahtzuführungsbock bei Drehbewegung der Spindel in Spindellängsrichtung verschiebbar ist, daß die Spindel im Bereich ihres einen Endes mit einer in ihrer Ebene schräg zur Spindelachse angeordneten Scheibe (29) drehfest verbunden ist, und daß die Scheibe unter der Wirkung einer Feder (31) gegen einen vorzugsweise drehbaren Anschlag (30) gedrückt wird derart, daß die Spindel bei Drehung wenigstens einer der beiden Wellen zusätzlich zu ihrer Drehbewegung eine Hubbewegung ausübt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die eine (21) der beiden Wellen (21, 24) drehfest mit einer motorgetriebenen Riemenscheibe (35) oder dergleichen gekoppelt ist.
13. Vorrichtung zur Herstellung einer fortlaufenden Kreuzwicklung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Halterung des Tragkörpers (22) zwei in gemeinsamer Achsrichtung sowie im Abstand voneinander angeordnete Wellen (21, 24) vorgesehen sind, daß wenigstens eine dieser Wellen dreh- und in Längsrichtung verschiebbar ist, daß eine (21) der beiden Wellen drehfest mit einem Zahnrad (26) verbunden ist, das mit einem drehfest mit einer Spindel (28) verbundenen Zahnrad (27) kämmt, daß die Spindel mit einem drehgesicherten Drahtzuführungsbock (33) in Schraubverbindung steht derart, daß der Drahtzuführungsbock bei Drehbewegung der Spindel in Spindellängsrichtung verschiebbar ist, daß die Spindel im Bereich ihres einen Endes mit einer in ihrer Ebene schräg zur Spindelachse angeordneten Scheibe (29) drehfest verbunden ist, daß die Scheibe unter der Wirkung einer Feder (31) gegen einen vorzugsweise drehbaren Anschlag (30) gedrückt wird derart, daß die Spindel bei Drehung wenigstens einer der beiden Wellen zusätzlich zu ihrer Drehbewegung eine Hubbewegung ausübt, daß das vom Tragkörper abgekehrte Ende der Welle (21) mit einem im Abstand zu dieser Welle angeordneten sowie vorzugsweise drehbaren Anschlag (52) versehen ist, dessen Rotationsachse geneigt zur Längsachse dieser Welle ausgerichtet ist, daß der Anschlag (52) unter der Wirkung der Feder (25) gegen eine geneigt zur Achse der Welle (21) angeordnete Scheibe (53) gedrückt ist derart, daß der Tragkörper der Welle (21) zusätzlich zu seiner Drehbewegung eine Hubbewegung ausübt und daß die Scheibe (53) unter der Wirkung von wahlweise betätigbaren Hubmagneten (55, 56) od. dgl. kippbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die eine der beiden Wellen (21, 24) unter der Wirkung einer Feder (25) gegen die ihr zugekehrte Stirnseite des Tragkörpers (22) anpreßbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zentrierung und Halterung des Tragkörpers (22) die einander zugekehrten Enden der Wellen (21, 24) konisch ausgebildet sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (39) auf einer in ihrer Längsrichtungverschiebbaren Schraubspindel (32) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (30) als Rolle ausgebildet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Übersetzungsverhältnis zwischen den Zahnrädern (26, 27) wahlweise änderbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (18)

Patentansprüche:
1. Elektromagnetische Verzögerungsleitung mit einem vorzugsweise zylindrischen, elektrisch isolierten, bzw. isolierenden Tragkörper, mit einem streifenförmig ausgebildeten und mit zur Längsmittelachse des Tragkörpers paralleler Längsrichtung wenigstens auf einen Bereich der Mantelfläche des Tragkörpers aufgebrachten, als kapazitive Belegung angeschalteten, elektrisch leitfähigen EIement und mit einer als fortlaufende Kreuzwicklung um dieses Element angeordneten, als induktive und andere kapazitive Belegung angeschalteten elektrischen Wicklung, die gegen das elektrisch leitfähige Element elektrisch isoliert ist, wobei je Wicklungshub wenigstens zwei Windungen vorgesehen sind und der Abstand zwischen den Drahtseelen benachbarter Wicklungsdrähte größer gewählt ist als der Durchmesser des Wicklungsdrahtes, dadurch gekennzeichnet, daß das als kapazitive Belegung dienende, elektrisch leitfähige Element in mehrere Streifen zerteilt ist, die jeweils im Abstand voneinander als Schichten auf die Mantelfläche des Tragkörpers aufgebracht sind, daß diese Schichten und die schichtfreien Bereiche des Tragkörpers mit einer dielektrisch wirksamen Schicht bedeckt sind und daß die Verzögerungsleitung mit einem Imprägniermittel imprägniert ist, das die Überbrückungskapazität zwischen den Wicklungsdrähten beeinflußt und zur mechanischen Halterung der Wirklung dient.
2. Elektromagnetische Verzögerungsleitung mit einem vorzugsweise zylindrischen, elektrisch isolierten, bzw. isolierenden Tragkörper, mit einem streifenförmig ausgebildeten und mit zur Längsmittelachse des Tragkörpers paralleler Längsrichtung wenigstens auf einen Bereich der Mantelfläche des Tragkörpers aufgebrachten, als kapazitive Belegung angeschalteten, elektrisch leitfähigen EIement und mit einer als fortlaufende Kreuzwicklung um dieses Element angeordneten, als induktive und andere kapazitive Belegung angeschalteten elektrischen Wicklung, die gegen das elektrisch leitfähige Element elektrisch isoliert ist, wobei je Wicklungshub wenigstens zwei Windungen vorgesehen sind und der Abstand zwischen den Drahtseelen benachbarter Wicklungsdrähte größer gewählt ist als der Durchmesser des Wicklungsdrahtes, dadurch gekennzeichnet, daß das als kapazitive Belegung dienende, elektrisch leitfähige Element in mehrere Streifen zerteilt ist, die jeweils im Abstand voneinander als Schichten auf die Mantelfläche des Tragkörpers aufgebracht sind, daß diese Schichten und die schichtfFeien Bereiche des Tragkörpers mit einer dielektrisch wirksamen Schicht bedeckt sind und daß die Kreuzwicklung derart ausgebildet ist, daß die an den Hubumkehrpunkten angelegten Tangenten zur Wicklungslängsachse geneigt sind.
3. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die als kapazitive Belegung dienenden streifenförmigen Schichten wenigstens im Bereich des einen Tragkörperendes mit einem gemeinsamen Stroman-Schlußelement gekoppelt sind.
4. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur elektrischen Kontaktierung der Wicklungsenden drahtförmige Stromanschlußelemente vorgesehen sind, die jeweils mit ihrem mittleren, kreisförmig gebogenen Teil auf die jeweiligen Tragkörperenden aufgeschoben sind, und daß das eine Ende der zueinander parallelen Stromanschhißelementenden unterschiedlicher Länge als Auflageschulter und das andere Ende zur Aufnahme in Durchbrechungen gedruckter Schaltungsplatten geeignet ist.
5. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als elektrisch isolierender Tragkörper ein gegebenenfalls hohler Zylinder aus Hartgewebe, Hartpapier, Keramik, Glas oder aus einem Kunststoff dient.
6. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Enden des mit der dielektrisch wirksamen Schicht bedeckten Tragkörpers eine zusätzliche dielektrisch wirksame Schicht aufgebracht ist.
7. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als dielektrisch wirksame Schicht ein mit Acrylnitril-Butadien-Styrol-Mischpolymerisat eines spezifischen Gewichts von 1,04 g als Filmbildner versetztes silikanmodifiziertes Epoxydharz auf die kapazitiv wirksamen, streifenförmig ausgebildeten Schichten und auf die schichtfreien Bereiche der Mantelfläche des Tragkörpers aufgebracht ist.
8. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 und wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß als Imprägniermittel ein thixotropes, im aufgebrachten Zustand durch Karbonsäureanhydrid ausgehärtetes starres aromatisches Epoxydharz mit einem Epoxydwert von 0,5 bis 0,6 verwendet ist.
9. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsleitung mit einer zur Halterung der Kreuzwicklung und der Stromanschlußelemente dienenden Schicht bedeckt ist.
10. Elektromagnetische Verzögerungsleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungsleitung mit einer im aufgebrachten Zustand eingebrannten Schicht aus Lack umhüllt ist.
11. Vorrichtung zur Herstellung einer fortlaufenden Kreuzwicklung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Halterung des Tragkörpers (22) zwei in gemeinsamer Achsrichtung sowie im Abstand voneinander angeordnete Wellen (21, 24) vorgesehen sind, daß wenigstens eine dieser Wellen dreh- und in Längsrichtung verschiebbar ist, daß eine (21) der beiden Wellen drehfest mit einem Zahnrad (26) verbunden ist, das mit einem drehfest mit einer Spindel (28) verbundenen Zahnrad (27) kämmt, daß die Spindel mit einem drehgesicherten Drahtzuführungsbock (33) in Schraubverbindung steht derart, daß der Drahtzuführungsbock bei Drehbewegung der Spindel in Spindellängsrichtung verschiebbar ist, daß die Spindel im Bereich ihres einen Endes mit einer in ihrer Ebene schräg zur Spindelachse angeordneten Scheibe (29) drehfest verbunden ist, und daß die Scheibe unter der Wirkung einer Feder (31) gegen einen vorzugsweise drehbaren Anschlag (30) gedruckt wird derart, daß die Spindel bei Drehung wenigstens einer der beiden Wellen zusätzlich zu ihrer Drehbewegung eine Hubbewegung ausübt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch ge-
kennzeichnet, daß die eine (21) der beiden Wellen (21, 24) drehfest mit einer motorgetriebenen Riemenscheibe (35) oder dergleichen gekoppelt ist.
13. Vorrichtung zur Herstellung einer fortlaufenden Kreuzwicklung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Halterung des Tragkörpers (11) zwei in gemeinsamer Achsrichtung sowie im Abstand voneinander angeordnete Wellen (21, 24) vorgesehen sind, daß wenigstens eine dieser Wellen dreh- und in Längsrichtung verschiebbar ist, daß eine (21) der beiden Welle.! drehfest mit einem Zahnrad (26) verbunden ist, das mit einem drehfest mit einer Spindel (28) verbundenen Zahnrad (27) kämmt, daß die Spindel mit einem drehgesicherten Drahtzuführungsbock (33) in Schraubverbindung steht derart, daß der Drahtzuführungsbock bei Drehbewegung der Spindel in Spindellängsrichtung verschiebbar ist, daß die Spindel im Bereich ihres einen Endes mit einer in ihrer Ebene schräg zur Spindelachse angeordneten Scheibe (29) drehfest verbunden ist, daß die Scheibe unter der Wirkung einer Feder (31) gegen einen vorzugsweise drehbaren Anschlag (39) gedruckt wird derart, daß die Spindel bei Drehung wenigstens einer der beiden Wellen zusätzlich zu ihrer Drehbewegung eine Hubbewegung ausübt, daß das vom Tragkörper abgekehrte Ende der Welle (21) mit einem im Abstand zu dieser Welle angeordneten sowie vorzugsweise drehbaren Anschlag (52) versehen ist, dessen Rotationsachse geneigt zur Längsachse dieser Welle ausgerichtet ist, daß der Anschlag (52) unter der Wirkung der Feder (25) gegen eine geneigt zur Achse der Welle (21) angeordnete Scheibe (53) gedruckt ist derart, daß der Tragkörper der Welle (21) zusätzlich zu seiner Drehbewegung eine Hubbewegung ausübt und daß die Scheibe (53) unter der Wirkung von wahlweise betätigbaren Hubmagneten (55, 56) od. dgl. kippbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die eine der beiden Wellen (21, 24) unter der Wirkung einer Feder (25) gegen die ihr zugekehrte Stirnseite des Tragkörpers (22) anpreßbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zentrierung und Halterung des Tragkörpers (22) die einander zugekehrten Enden der Wellen (21, 24) konisch ausgebildet sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (33) auf einer in ihrer Längsrichtung verschiebbaren Schraubspindel (32) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (3D) als Rolle ausgebildet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Übersetzungsverhältnis zwischen den Zahnrädern (25, 27) wahlweise änderbar ist.
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