DE1540323C - Kabelrinne - Google Patents
KabelrinneInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine aus vorgefertigten Einzelteilen baukastenartig zusammensetzbare Kabelrinne,
die aus Bauteilen mit einem im wesentlichen U-förmigen Querschnitt besteht, die stumpf aneinanderstoßend
durch Verbindungsglieder miteinander verbunden sind und in ihren Seitenwänden gegebenenfalls
Durchbrüche oder Öffnungen aufweisen sowie im Bereiche ihrer freien Randkanten umgebördelt
sind.
Kabelrinnen sind in einigen Ausführungsformen bekannt. Sie bestehen in der Regel aus Blechteilen,
bei denen die geraden Längen als Meterware angefertigt werden, die auf den Baustellen entsprechend
den örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten werden. Für Abzweigungen oder Biegungen sind eigene
Formteile vorhanden, so daß die Kabelführung in praktisch beliebiger Weise vorgenommen werden
kann. Hierbei ist es erforderlich, über Kabelrinnen zu verfügen, die in möglichst einfacher Weise zusammengefügt
und deren Einzelteile ohne große Mühe zugerichtet werden können. Als sehr nachteilig
wird es insbesondere empfunden, wenn die geraden Längsteile der Rinnen nicht an jeder beliebigen
Stelle abgeschnitten werden können, weil beispielsweise auf die Verbindungsglieder zu den anstoßenden
Teilen Rücksicht genommen werden muß bzw. die Anschlußmöglichkeiten nicht an jeder
beliebigen Trennstelle gegeben sind. Daneben fällt insbesondere in der jüngsten Zeit der Montageaufwand
immer mehr ins Gewicht. Deshalb geht das Bestreben dahin, Kabelrinnen zu schaffen, deren Einzelteile
möglichst ohne zeitraubende Verschraubungen oder ähnliches zusammengefügt werden können, ohne daß
deshalb eine verschlechterte Stabilität oder Haltbarkeit in Kauf genommen zu werden braucht. Der Erfindung
liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Kabelrinne zu schaffen. Die erfindungsgemäße Kabelrinne
zeichnet sich dadurch aus, daß die einzelnen Bauteile der Rinne durch laschenartige zweischenklige
Verbindungsglieder miteinander verbunden sind, die einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt
aufweisen und aneinanderstoßende Seitenwände von außen überdeckend mit der umgebogenen Seitenkante
eines Schenkels die Umbördelung der Seitenwände übergreifen, während der andere Schenkel
am Rinnenboden anliegt und die in dieser Stellung mit zumindest einem Bauteil lösbar verbunden sind.
Die einzelnen Kabelrinnenteile weisen bei der neuen Rinne offensichtlich einen denkbar einfachen
Aufbau auf. Das Ablängen ist praktisch an jeder beliebigen Stelle möglich, während das Aufklemmen
der Verbindungsglieder äußerst rasch und zeitsparend geschieht. Zur Erhöhung der Stabilität kann einem
solchen Verbindungsglied jeweils eine auf der Rinneninnenseite angeordnete Gegenplatte zugeordnet
sein, die vorzugsweise unter die Umbördelung eingreift und mit den Seitenwänden verbunden ist. Hierbei
ist es zweckmäßig, wenn das Verbindungsglied und/oder die Gegenplatte einen vorstehenden Lappen
aufweist, der um eine zugeordnete Kante des jeweils anderen Teiles herumbiegbar ist. Beim Zusammenbau
genügt es, den Lappen umzubiegen, um eine sichere Verbindung zu erzielen. Der zwischen
den einander anstoßenden Teilen verbleibende Spalt könnte in einzelnen Anwendungsfällen als nachteilig
empfunden werden. Eine Abhilfe kann in der Weise geschaffen werden, daß der Spalt auf dem Kabelriniieiiboden
durch eine vorstehende, Lappen aufweisende, streifenartige Abdeckung abgedeckt wird, deren Lappen gegen die anstoßenden Rinnenbodenberandungen
umgebogen sind. Da häufig das Bedürfnis auftritt, über eine Rinne zu verfügen, die
nicht nur aus einzelnen aneinander angefügten, geraden Stücken besteht oder aus vorgeformten Bogenstücken
zusammengefügt ist, sondern vielmehr in waagerechter oder senkrechter Ebene in Bogen mit
verhältnismäßig großen Radien geführt werden kann, ίο können einzelne Bauteile der erfindungsgemäßen
Kabelrinne durch laschenartige Verbindungsglieder der eingangs genannten Art miteinander verbunden
werden, die dann um eine Sollbiegestelle entsprechend des jeweils erforderlichen Radius abgebogen
sind.
Die neue Kabelrinne gestattet somit eine außerordentliche Vielfalt der Ausbildungsmöglichkeiten,
wobei mit einem Minimum unterschiedlich vorgefertigter Teile das Auslangen gefunden wird und außerordentlich
geringe Montagekosten bei billiger Herstellungsmöglichkeit gewährleistet sind.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einzelne Bauteile einer Kabelrinne gemäß der Erfindung in perspektivischer Darstellung,
F i g. 2 einen Ausschnitt aus einer Kabelrinne gemäß der Erfindung zur Veranschaulichung der Verbindung
zweier aneinanderstoßender Bauteile in perspektivischer Darstellung, in einem anderen
Maßstab,
F i g. 3 die Spaltabdeckung der Verbindung nach F i g. 2 in einer Draufsicht,
F i g. 4 die Spaltabdeckung nach F i g. 3 im axialen Schnitt, in einer Seitenansicht,
F i g. 5 das Verbindungsglied und die C?egenplatte der Verbindung nach F i g. 2, jeweils in perspektivischer
Darstellung,
F i g. 6 ein Verbindungsglied der Kabelrinne nach F i g. 1 in perspektivischer Darstellung, in einem anderen
Maßstab,
F i g. 7 die Verbindung zweier angrenzender Bauteile einer Kabelrinne gemäß der Erfindung in einer
Darstellung entsprechend F i g. 2 in perspektivischer Darstellung mit einer unterschiedlichen Ausbildung
der Spaltabdeckung,
Fig. 8 die Einzelteile der Spaltabdeckung nach F i g. 9 in einer Draufsicht bzw. im axialen Schnitt,
F i g. 9 einen Bauteil der Kabelrinne gemäß der Erfindung in der Draufsicht und
Fig. 10 den Bauteil nach Fig. 10 im axialen Schnitt, in einem anderen Maßstab und im Ausschnitt.
Die geraden Längsteile der Kabelrinne gemäß der Erfindung bestehen aus im wesentlichen glatten, einen
U-förmigen Querschnitt aufweisenden Rinnenteilen 1 (F i g. 2), deren Seitenwände im Bereich der freien
Endkanten bei 2 umgebördelt sind. Zur Verbindung stumpf aneinanderstoßender Bauteile 1 dient ein
Verbindungsglied 3, das nach Art einer Lasche ausgebildet ist und einen im wesentlichen U-förmigen
Querschnitt aufweist. Seine beiden Schenkel 4,5 überdecken aneinanderstoßende Seitenwände der
Rinnenteile 1. Der Schenkel 4 übergreift mit seiner umgebogenen Seitenkante — bei 6 — die UmbÖrdelung
2 der Seitenwände, während der andere Schenkel 5 am Rinnenboden anliegt. Dem Verbindungsglied
3 ist eine innenliegende Platte 8 zugeordnet, die durch bei 7 einzufügende Schraubenbolzen mit
dem Verbindungsglied 3 verbunden werden kann und durch einen bei 9 angedeuteten, in den an der
Stoßstelle ausgebildeten Spalt ragenden Lappen verklemmt ist.
Der an der Stoßstelle liegende Spalt ist durch eine Abdeckung 10 verschlossen, die nach Art eines Streifens
ausgebildet ist, der zwei vorstehende Lappen 11 trägt, die in entgegengesetzten Richtungen umgebogen
mit den Rinnenstirnkanten verklemmt sind. In einer anderen Ausführungsform (F i g. 7, 8) ist der
Spalt jeweils oben und unten durch eine Platte oder besser durch einen Blechstreifen 12,13 bedeckt, die
miteinander durch umgebogene und an einem der Teile 12 ausgebildeten Lappen 14 verbunden sind.
Die in den F i g. 2 und 7 glatt dargestellten Bauteile 1 können, wie aus den F i g. 9 und 10 zu ersehen, Ausbuchtungen
15 aufweisen, die auf ihrem Grunde schlitzartige Öffnungen 16 tragen. Diese Öffnungen
dienen zur Belüftung und zum Ablaufen des Schwitzwassers. Die Ausbuchtungen bewirken eine sichere
Auflage der Rinnen auf den zugeordneten Trägern sowie absolut trockene Verhältnisse im Rinneninneren.
In Fig. 1 sind auch Bauelemente 17 dargestellt, die eine verhältnismäßig kurze axiale Länge aufweisen.
Soll ein Bogenstück hergestellt werden, so muß im Bereich des Außenradius des Bogens eine Verlängerung
der Seitenwände der Rinne vorgenommen werden. Hierzu dient ein im Prinzip ähnlich dem in
F i g. 2 dargestellten Verbindungsglied 3 aufgebautes Verbindungsglied 21, das im einzelnen in F i g. 6
gezeichnet ist und das bei 22 eine Sollbiegestelle aufweist, die sich über den unteren Schenkel in Gestalt
eines Ausschnittes erstreckt, was in gleichem Maße für die Ausbildung des anderen Schenkels gilt.
Schlitzlöcher 23 gestatten es im Bedarfsfalle außerdem Schraubenbolzen durchzustecken.
Aus F i g. 1 ist schließlich noch zu ersehen, daß an die Bauteile auch vorgeformte, verschieden gestaltete
Teile angeschlossen werden können, wie beispielsweise ein T-Stück, das naturgemäß lediglich
eine Möglichkeit veranschaulicht. Der Anschluß der anzuschließenden Bauteile — wie beispielsweise bei
26 — wird in der aus F i g. 2 oder 7 ersichtlichen Weise ausgeführt. Auch das T-Stück 25 ist mit Ausbuchtungen
15 versehen, die — nebenbei bemerkt — die Stabilität, wie übrigens auch bei den geraden
Bauteilen, wesentlich erhöhen.
Claims (8)
1. Aus vorgefertigten Einzelteilen baukastenartig zusammensetzbare Kabelrinne, bestehend
aus Bauteilen mit einem im wesentlichen U-förmigen Querschnitt, die stumpf aneinanderstoßend
durch Verbindungsglieder miteinander verbunden sind und in ihren Seitenwänden gegebenenfalls
Durchbrüche oder Öffnungen aufweisen sowie im Bereiche ihrer freien Randkanten umgebördelt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Bauteile (1) der Rinne durch laschenartig
zweischenklige Verbindungsglieder (3) miteinander verbunden sind, die einen im wesentlichen
U-förmigen Querschnitt aufweisen und aneinanderstoßende Seitenwände von außen überdeckend
mit der umgebogenen Seitenkante (6) eines Schenkels (4) die Umbördelung (2) der Seitenwände übergreifen, während der andere
Schenkel (5) am Rinnenboden anliegt und die in dieser Stellung mit zumindest einem Bauteil (1)
lösbar verbunden sind.
2. Kabelrinne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einem Verbindungsglied (3) jeweils
eine auf der Rinneninnenseite angeordnete Gegenplatte (8) zugeordnet ist, die vorzugsweise
unter die Umbördelung (2) eingreift und mit den Seitenwänden verbunden ist.
3. Kabelrinne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungsglied (3)
und/oder die Gegenplatte (8) einen vorstehenden Lappen (9) aufweist, der um eine zugeordnete
Kante des jeweils anderen Teiles herumbiegbar ist.
4. Kabelrinne nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Lappen (9) an der Stoßstelle
der angrenzenden Bauteile (1) liegt.
5. Kabelrinne nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Stoßstelle frei bleibende
Spalt auf dem Kabelrinnenboden durch eine vorstehende Lappen (11) aufweisende, streifenartige Abdeckung (10) bedeckt ist, deren
Lappen (11) gegen die anstoßenden Rinnenbodenberandungen umgebogen sind.
6. Kabelrinne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verbindungsglied (21) eine querverlaufende Sollbiegestelle (22) aufweist.
7. Kabelrinne nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der an der Stoßstelle frei bleibende
Spalt durch zwei beidseitig des Rinnenbodens angeordnete Streifen (12,13) abgedeckt
ist, die durch in einem Streifen ausgebildete und durch Öffnungen des anderen Streifens ragende,
umgebogene Lappen (14) miteinander verbunden sind.
8. Kabelrinne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stoßkanten der Bauteile zumindest im Bodenbereich umgebördelt sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0657672A1 (de) * | 1993-12-10 | 1995-06-14 | Legrand | Vorrichtung für die Stossverbindung von perforierten Abschnitten eines Kabelkanals |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0657672A1 (de) * | 1993-12-10 | 1995-06-14 | Legrand | Vorrichtung für die Stossverbindung von perforierten Abschnitten eines Kabelkanals |
| FR2713737A1 (fr) * | 1993-12-10 | 1995-06-16 | Legrand Sa | Dispositif de raccordement bout à bout de tronçons de chemin de câbles perforés. |
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