DE15251C - Leimpräparat nebst Apparat - Google Patents
Leimpräparat nebst ApparatInfo
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- DE15251C DE15251C DENDAT15251D DE15251DA DE15251C DE 15251 C DE15251 C DE 15251C DE NDAT15251 D DENDAT15251 D DE NDAT15251D DE 15251D A DE15251D A DE 15251DA DE 15251 C DE15251 C DE 15251C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09J—ADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
- C09J193/00—Adhesives based on natural resins; Adhesives based on derivatives thereof
- C09J193/04—Rosin
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- Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22: Farbstoffe, Firnisse, Lacke.
H. R. PAUL HOSEMANN in BERLIN. Leimpräparat nebst Apparat.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom l. Februar 1881 ab.
Zur Herstellung des Leimpräparates löst man Chlorcalcium in seinem doppelten Gewicht
heifsen Wassers auf und läfst die Lösung absetzen bis zur Klarheit. Die klare Lösung hat
dann 30 bis 320 B.
Man stellt ferner ein Gemisch von Aetznatron- und Aetzkalilauge von 28 bis 300B. her unter
Anwendung gleicher Gewichtstheile der Lösungen beider, giebt je nach beabsichtigter Consistenz
Kolophonium hinzu und kocht.
Nun präparirt man ein Gemenge von 60 Gewichtstheilen Lösung von Weinsteinpräparat
(6 pCt), 121J1J2 Theilen Schwefelsäurehydrat
(io° B.) und 10Y2 Theilen schwefelsaure Thonerdelösung
(90 B.), welches ca. 8° B. zeigen wird.
Von der Chlorcalciumlösung nimmt man 5 ο kg in einen Rührbottich und setzt während des
Ganges des Rührapparates 2 5 kg Kartoffelstärke zu, welche zuvor mit 25 kg Wasser angerührt
wurde. - Darauf giebt rnan S kg der angegebenen Aetzalkalilatige hinzu und läfst nun durch die
Arme des Rührapparates Dampf eintreten, indessen nur so lange, bis die Flüssigkeit 50 bis
6o° R. erreicht hat. Dann fügt man successive von dem Weinsteinthonerdepräparat 4 kg in
40 kg Wasser eingerührt zur Mischung hinzu, ebenso 1 kg Chlorzink (100B) in 5 kg Wasser
und schliefslich 200 g Phenylsäure nebst 30 g Nitrobenzol, in 4 bis 5 kg Wasser heifs gelöst.
Nach gutem Umarbeiten im Rührapparat erhält man eine zähe, stark klebende, schmutzig
weifse, leimartige Masse, welche neutral ist, weder sauer noch alkalisch reagirt und nach
Verdunsten der flüssigen Theile ohne Veränderung erhärtet. Diese Masse ist als Ersatz
für thierischen Leim, Gallerte, Hornleim etc. zu benutzen.
Bei Benutzung der Mischung für vegetabilische Fasern läfst man das Kolophonium fehlen,
ebenso zur Verwendung als Appreturleim. Für die Herstellung dieses Leimes zum Zweck von
Appreturleim wird derselbe für weich bleibende Waaren mit weniger Natron und mehr Kali
versetzt. Der Zusatz von Kali darf indessen für die gegebenen Verhältnisse nicht .5 kg übersteigen.
Um dem Leim bleichende Eigenschaften zu ertheilen, läfst man Kolophonium, Weinsteinthonerdepräparat
und Chlorzink fehlen und setzt 0,5 bis ι kg übermangansaures Kali zu, oder
man nimmt unter Belassung von Chlorzink 4 bis 8 kg zweifachschwefligsaures Natron hinzu.
Solcher bleichender Leim kann sowohl Anwendung finden als Schlichtleim, als auch als
Appreturleim.
Der Rührapparat, welcher für die Darstellung dieser klebrigen Masse benutzt wird,
unterscheidet sich von den gewöhnlichen Apparaten zum Kochen von Leim, Appreturmassen etc.
mit Rührern dadurch, dafs die stehende Armaxe b und die abzweigenden Arme α hohl
sind. Die letzteren tragen Brechprismen c aus Metall mit Perforationen, welche sich um die
als Axen dienenden Arme α drehen. Die Arme α enthalten Perforationen. Der Dampf
tritt somit in die Prismen c ein, beheizt diese, somit die dieselben umgebenden Massen, und
tritt in bereits sehr expandirtem Zustande durch die Reihen von Perforationen in den Prismenwandungen
aus in die Masse. Die Brechprismen helfen das Material gut durch einander
rühren und bewegen, wesentlich unterstützt durch die Einwirkung des bereits expandirten
Dampfes auf die Massen.
Claims (1)
- PATENT-Ansprüche:ι . Geruchloses, neutrales, unveränderliches Leimpräparat aus Chlorcalcium, Aetzalkalien, Stärke, Kolophonium, Weinsteinpräparat, Thonerde, Phenylsäure, Nitrobenzol, Schwefelsäurehydrat und Chlorzink in beschriebenem Verfahren hergestellt, als Ersatz für Schlichtleim der Weberei etc., der Leim- und Gummipräparate bei der Tapeten-, Buntpapierfabrikation etc., der Steifungsmittel bei der Filzfabrikation, der Verdickungsmittel im Zeugdruck und in anderen Gewerben an Stelle der bisher üblichen Klebmittel und als Appreturmittel bezw. Schlichtleim, sowohl mit und ohne bleichende Eigenschaften, in den angegebenen Variationen der Zusammensetzung.Rührapparat für Fabrikation klebriger oder dicker Leim- und Appreturmassen mit Dampfzuleitung durch die Arme des Rührers, mit Erwärmung der Brechprismen und Ausströmen des expandirten Dampfes in die Masse.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE15251C true DE15251C (de) |
Family
ID=292291
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT15251D Active DE15251C (de) | Leimpräparat nebst Apparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE15251C (de) |
-
0
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