DE1524944C - Stabchenspeicher mit einem magneti sehen Ruckschlußpfad - Google Patents
Stabchenspeicher mit einem magneti sehen RuckschlußpfadInfo
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Description
1 . 2 · " ■
Die Erfindung betrifft einen Stäbchenspeicher, in durchfluß ein Magnetfeld bildet. Neben dem Leiter
dem jede Speicherstelle durch einen Stäbchen- 10 befinden sich an verschiedenen Stellen isolierte
abschnitt gebildet ist, der mit Hilfe eines die Magnet- Leiter 12, die entlang des Leiters 10 Längsmagnet-
schicht tragenden elektrischen Leiters und eines je- felder erzeugen. Der Schnittpunkt eines Leiters 10
weils rechtwinklig zu den Stäbchen verlaufenden 5 und eines Leiters 12 definiert eine Speicherstelle 14.
isolierten Leiters angesteuert wird und der einen Der Leiter 10 ist ein blanker elektrischer Leiter, z. B.
magnetischen Rückschlußpfad aufweist. Kupfer, auf dem eine beispielsweise aus 97 °/o Eisen
Sie betrifft auch einen Stäbchenspeicher, in dem und 3 % Nickel bestehende magnetische Dünnschicht
jede Speicherstelle durch zwei parallele Stäbchen- 18 mit einer Dicke in der Größenordnung von 1000
abschnitte gebildet ist, die mit Hilfe der beiden die io bis 10000 A abgelagert ist. Vorzugsweise wird die
Magnetschichten tragenden elektrischen Leiter. und Dünnschicht so abgelagert, daß sämtliche Speichereines
jeweils rechtwinklig zu den beiden Stäbchen- stellen in der Längsrichtung eine rechteckige Hysteabschnitten
und zwischen ihnen verlaufenden isolier- resiskennlinie und in der zirkulären Richtung eine
ten Leiters angesteuert wird, und der einen magne- lineare Hysteresiskennlinie bekommen, so daß die
tischen Rückschlußpfad aufweist. 15 Speicherbereiche rotierend magnetisch umgeschaltet
Außerdem betrifft sie noch einen Stäbchenspei- werden können. Verfahren zum Aufgalvanisieren
eher, in dem jede Speicherstelle durch zwei parallele einer Schicht dieser Zusammensetzung zur Erzielung
Stäbchenabschnitte gebildet ist, die mit Hilfe der der gewünschten Hysteresekurven sind in der magnebeiden
die Magnetschichten tragenden elektrischen tischen Dünnschichttechnik bekannt. Liegt die beLeiter
und eines jeweils um die Stäbchenabschnitte 20 vorzugte Magnetisierung einer Speicherstelle in
gewickelten Leiters angesteuert wird. Längsrichtung, dann verläuft der magnetische Fluß-Aus
der deutschen Auslegeschrift 1 186 904 ist es pfad teilweise durch Luft. Durch das das Speicherbekannt, die Selbstentmagnetisierung von Speicher- Stäbchen 8 in zirkularer oder schwerer Magnetielementen
zu verhindern, indem man parallel zu der sierungsrichtung umgebende Dünnschichtmaterial 18
die Speicherelemente in Form von magnetischen 25 werden für jede Speicherstelle 14 nur in zirkularer
Dünnschichten enthaltenden Platte eine zweite Platte Richtung geschlossene Magnetflußpfade geschaffen,
anordnet, die einen niedrigen magnetischenWiderstand Durch die Erfindung können aber geschlossene
aufweist. Der überwiegende Teile der magnetischen Magnetflußpfade auch in der Längs- oder leichten
Kraftlinien wird somit durch die genannte zusätzliche Magnetisierungsrichtung für jede der Speicherstellen
Platte verlaufen, so daß der die Selbstentmagnetisie- 30 14 entlang eines Speicherstäbchens 8 durch einen als
■ rung verursachende Luftweg überbrückt wird. Magnetschlußschließpfad dienenden Draht 16, durch
Die Anordnung einer derartigen Platte vergrößert den das Speicherstäbchen auch eine gewisse Festig-
die Speicherabmessungen zusätzlich und ist außerdem keit erhält, geschaffen werden. Der den Magnetlluß-
nicht für beliebig geformte Speicherelemente geeignet. schließpfad bildende Draht 16 besteht aus einem
Es ist Aufgabe der Erfindung, mit einfachen 35 Material mit niedrigem magnetischem Widerstand. So
Mitteln einen magnetischen Rückschlußpfad für entsteht beispielsweise aus einer Mischung aus 20 Vo
Stäbchenspeicher zu schaffen, durch den die Selbst- Eisen und 80 % Nickel, die auf einem Träger (z. B.
magnetisierung bei den Stäbchen-Magnetspeicher- Kupfer) aufgalvanisiert ist, wobei der Träger eine
stellen ohne wesentliche Vergrößerung der Speicher- solche Dehnbarkeit besitzt, daß er leicht gebogen
abmessungen vermieden werden kann. 40 werden kann, ein geeigneter Draht 16. Das Galva-
Die Aufgabe wird bei dem erstgenannten Stab- nisieren eines Kupferleiters mit einer Mischung aus
chenspeicher dadurch gelöst, daß erfindungsgemäß 20 0Zo Eisen und 80 °/o Nickel ist in der Dünnschichtum
jedes Stäbchen ein einen niedrigen magnetischen speichertechnik allgemein bekannt.
Widerstand aufweisender Draht derart gewickelt ist, In Fig. 1. ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindaß jeder isolierte Leiter innerhalb einer Windung 45 dung gezeigt, bei dem geschlossene Flußpfade mit des Drahtes verläuft und jeder eine Speicherstelle niedrigem magnetischem Widerstand für jede Speibildende Stäbchenabschnitt innerhalb zweier Win- cherstelle 14 vorgesehen sind. In F i g. 1 sind mehrere düngen liegt. Speicherstäbchen 8 parallel angeordnet.
Widerstand aufweisender Draht derart gewickelt ist, In Fig. 1. ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindaß jeder isolierte Leiter innerhalb einer Windung 45 dung gezeigt, bei dem geschlossene Flußpfade mit des Drahtes verläuft und jeder eine Speicherstelle niedrigem magnetischem Widerstand für jede Speibildende Stäbchenabschnitt innerhalb zweier Win- cherstelle 14 vorgesehen sind. In F i g. 1 sind mehrere düngen liegt. Speicherstäbchen 8 parallel angeordnet.
Dieselbe Aufgabe wird bei dem zweiten Stäbchen- Der Flußpfad wird jeweils dadurch geschlossen,
speicher erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß je- 50 daß der Draht 16 aus einem Material mit niedrigem
weils um die sich direkt gegenüberliegenden Enden magnetischem Widerstand so um jede Speicherstelle,
der beiden Stäbchenabschnitte jeder Speicherstelle 14 gewickelt wird, daß der Magnetfluß an den Enden
ein einen niedrigen magnetischen Widerstand auf- jeder Speicherstelle in den Draht 16 übertreten kann,
weisender Draht gleichsinnig gewickelt ist, der die Es ist wesentlich, daß eine Speicheranordnung mit
jeweils zusammengehörigen beiden Enden mitein- 55 einem Minimum von Fabrikationsschritten herstellander
verbindet. bar ist. Eine durch Wickeln des Drahtes 16 aus bieg-
Bei dem dritten Stäbchenspeicher wird die Auf- samem Material entlang den Speicherstellen hergäbe
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der um gestellte Speichervorrichtung läßt sich viel leichter
die Stäbchenabschnitte gewickelte Leiter eine Ma- herstellen als eine Speichervorrichtung,· bei der jede
gnetschicht aufweist und jeweils um die einen sich 60 Speicherstelle einzeln mit einem separaten geeigneten
gegenüberliegenden Enden beider Stäbchenabschnitte Draht umwickelt wird. Außerdem kann der den
gewickelt ist und daß jeweils ein zusätzlicher gleich- Flußschließpfad bildende Draht 16 dazu dienen, die
artiger Leiter um die anderen Enden der sich gegen- Speicherstäbchen 8 zu einer zusammenhängenden
überliegenden Stäbchenabschnitte gewickelt ist. stabilen Anordnung zu verbinden, bei der die Quer-
Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden 65 leiter 12 mit den Speicherstäbchen 8 verbunden sind,
im folgenden an Hand der Fig. 1 bis 3 beschrieben. In F i g. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der
Hin Speicheisüibchen (Fig. 1) besteht aus einem Erfindung gezeigt. Die Speicherstäbchen bestehen,
elektrischen Leiter 10, um den sich beim Strom- wie in Fig. 1, aus mit Magnetschichten 18 versehe-
nen Kupferleitern 10. Den Speicherstäbchenabschnitten 24 α und 246 sind auf dem Speicherstäbchen
zwei als Flußpfadschließglieder ausgebildete Drähte 26 und 28 mit niedrigem magnetischem Widerstand
zugeordnet.. In diesem Ausführungsbeispiel sind die als Flußpfadschließglieder ausgebildeten Drähte 26
und 28 vorzugsweise biegsame Drähte. Für die Erfindung, wie sie in F i g. 3 veranschaulicht ist, ist
es jedoch — wie später erläutert wird — zur Erzielung der ,erfindungsgemäßen Flußschließung nicht
erforderlich, daß die Flußpfadschließglieder biegsam sind. Die als Flußpfadschließglieder ausgebildeten
Drähte 26 und 28 (F i g. 2) werden um die Stäbchenabschnitte 24 α und 24 b gewickelt, um geschlossene
Magnetflußpfade in Längsrichtung zu schaffen. Die eine Speicherstelle 32 bildenden beiden Stäbchenabschnitte
24 α und 24 ft sind so beschichtet, daß sie in zirkularer Richtung eine schwere Magnetisierungsrichtung und entlang der Stäbchen eine leichte
Magnetisierungsrichtung aufweisen. Durch die als ao Flußpfadschließglieder ausgebildeten Drähte 26 und
28 entstehen daher für die Speicherstellen in der leichten Magnetisierungsrichtung geschlossene Flußpfade.
Außerdem werden die· Speicherstäbchen zu einer festen Anordnung zusammengehalten.
Einer Speicherstelle 32 ist jeweils für Ansteuerzwecke ein isolierter elektrischer Querleiter 30 zugeordnet.
Dieser Querleiter 30 kann auch als Leseleiter dienen. Die Vorrichtungen gemäß den Fig. 1
und 2 arbeiten nach dem gleichen Prinzip.
In F i g. 3 ist ein drittes Ausführungsbeispiel gezeigt,
das dem Ausführungsbeispiel der F i g. 2 ähnlich ist. Im Ausführungsbeispiel der F i g. 3 wurden
die als Flußpfadschließglieder dienenden Leiter 26a und 28 a durch Auf galvanisieren einer magnetischen
Dünnschicht auf einen elektrisch leitenden Draht, z. B. einen blanken Kupferdraht, der als Ansteuerleiter
dient, gebildet. Diese Schicht besteht z. B. aus einer Mischung aus 20 °/o Eisen und 80 % Nickel.
Der mit einer Magnetschicht versehene Draht wird um die Stäbchenabschnitte 24 α und 24 b, die eine
Speicherstelle bilden, gewickelt. Dadurch wird ein geschlossener Magnetflußpfad mit niedrigem magnetischem
Widerstand für jede Speicherstelle gebildet. Die in Fig.2 verwendeten elektrischen Querleiter30
sind in Fig. 3 nicht erforderlich. In den Fig. 2
und 3 verläuft für jede Speicherstelle der Magnetflußpfad über zwei Stäbchenabschnitte 24 a, 24 b
und über einen Abschnitt der Drähte 26 und 28 bzw. der Leiter 26 a und 28 a. .
Die als Flußpfadschließglieder dienenden Leiter 26a und 28a der Fig. 3 können zur Koinzidenzstromansteuerung
beim Einschreiben verwendet
werden. _ ^
Claims (6)
1. Stäbchenspeicher, in dem jede Speicherstelle durch einen Stäbchenabschnitt gebildet ist, der
SS mit Hilfe eines die Magnetschicht tragenden elektrischen
Leiters und eines jeweils rechtwinklig zu den Stäbchen verlaufenden isolierten Leiters angesteuert
wird und der einen magnetischen Rückschlußpfad aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß um jedes Stäbchen (8) ein einen niedrigen magnetischen Widerstand aufweisender
Draht (16) derart gewickelt ist, daß jeder isolierte Leiter (12) innerhalb einer Windung des Drahtes
(16) verläuft und jeder eine Speicherstelle (14) bildende Stäbchenabschnitt innerhalb zweier
Windungen liegt.
2. Stäbchenspeicher, in dem jede Speicherstelle durch zwei parallele Stäbchenabschnitte gebildet
ist, die mit Hilfe der beiden die Magnetschichten tragenden elektrischen Leiter und eines jeweils
rechtwinklig zu den beiden Stäbchenabschnitten
. und zwischen ihnen verlaufenden isolierten Leiters angesteuert wird, und der einen magnetischen
Rückschlußpfad aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils um die sich direkt gegenüberliegenden
Enden der beiden Stäbchenabschnitte (24 a, 24 b, Fi g. 2) jeder Speicherstelle (32) ein
einen niedrigen magnetischen Widerstand aufweisender Draht (26, 28) gleichsinnig gewickelt
ist, der die jeweils zusammengehörigen beiden Enden miteinander verbindet.
3. Stäbchenspeicher, in dem jede Speicherstelle durch zwei parallele Stäbchenabschnitte gebildet
ist, die mit Hilfe der beiden die Magnetschichten tragenden elektrischen Leiter und eines jeweils
um die Stäbchenabschnitte gewickelten Leiters angesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß
der um die Stäbchenabschnitte (24 a, 24 b, Fig. 3) gewickelte Leiter (26a, Fig. 3) eine Magnetschicht
aufweist und jeweils um die einen sich gegenüberliegenden Enden beider Stäbchenabschnitte (24 a, 24 b, Fi g. 3) gewickelt ist und
daß jeweils ein zusätzlicher gleichartiger Leiter (28a, Fig. 3) um die anderen Enden der sich
gegenüberliegenden Stäbchenabschnitte (24 a, 24 b, F i g. 3) gewickelt ist.
4. Stäbchenspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziger Draht (16) verwendet
wird, der nacheinander um die einzelnen Stäbchen (8) gewickelt wird.
5. Stäbchenspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den die Speicherstellen
bildenden Stäbchenabschnitten jeweils eine zusätzliche Windung vorgesehen ist, in der kein
isolierter Leiter (12) angeordnet ist.
6. Stäbchenspeicher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Draht (26) alle
nebeneinanderliegenden Enden der die Speicherstellen bildenden Stäbchenabschnitte verbindet
und ein zweiter Draht (28) in der gleichen Weise alle anderen dazugehörigen Enden verbindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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