DE1507737C - Windsichter - Google Patents
WindsichterInfo
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Description
40
Die Erfindung betrifft einen Windsichter mit entgegen der Schleuderrichtung von der Sichtluft durchströmten,
umlaufendem Schleuderrad, bei dem das Sichtgut in einem Luftstrom tangential in das Sichtgehäuse
eingetragen wird und das Grobgut in eine Grobgutkammer mit Luftschleuse durch einen ringförmigen
Schlitz zwischen dem Sichtrad und einem Teil der Gehäusewandung ausfällt, durch welchen
entgegen der Fallrichtung des Grobgutes Zweitluft eingeführt wird, die zusammen mit der Sichtluft
durch das Sichtrad tritt und mit dem Feingut durch einen axialen Kanal abgezogen wird.
Bei einem bekannten Windsichter dieser Art besteht das Schleuderrad aus einem Rostkorb mit an
seinem Umfang angeordneten Prallstäben, welche dem Sichlgut eine hohe Rotationsenergie verleihen
und die gröberen Partikel gegen die Wandung des Sichtergehäuses schleudern. Diese bekannten Windsichter
haben den Nachteil, daß sich im Inneren des Schleuderrades ein Ring aus Partikeln bildet, die sich
unter der Wirkung der auf sie ausgeübten Zentrifugal- und Zentripetalkräfte in einem Gleichgewichtszustand
befinden. Diese im Inneren des Schleuderralies
schwebenden Partikeln werden weder nach außen getragen noch dem Feingut zugeführt, sondern behindern
die Sichlwirkung, so dall eine vollständige
und genaue Klassierung des Sichtgutes nicht möglich ist.
Es sind auch bereits Fliehkraft-Windsichter bekannt, denen das Sichtgut in einem Luftstrom axial
von unten her zugeführt wird. Dem Sichtgut-Luft-Gemisch wird dann durch einen Regelklappenkranz
ein Drall erteilt, so daß es an der Innenwandung eines kugelstumpfförmigen Fangtrichters kreisend
entlangstreicht, an der Fangleisten angeordnet sind, die das gegen sie aufprallende Grobgut nach unten
abstreifen. Zweck dieser bekannten Ausführung ist es, die Bildung von Staubsträhnen am Sichteraustritt
zu vermeiden; eine genaue Klassierung des Sichtgutes ist mit der bekannten Vorrichtung jedoch
nicht möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Windsichter der eingangs genannten Art mit einfachen Mitteln
derart auszugestalten, daß eine höhere Leistung und eine sehr hohe Genauigkeit bei der Trennung der
Kornfraktionen staubförmiger Güter erreicht wird, wobei es möglich ist, die Grenzen der abzuscheidenden
Kornfraktionen mit einfachen Mitteln zu verändern.
Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß das Schleuderrad nach Art eines Ventilators
mit Schaufeln versehen ist und von einem Kranz ortsfester Leitbleche umgeben wird, welche die an der
Gehäusewandung entlangstreichende Sichtluft zwischen die Schaufeln des Schleuderrades leiten und
das von diesem gegen sie geschleuderte Grobgut abfangen und in den ringförmigen Schlitz leiten, der
zwischen dem Kranz und dem Schleuderrad angeordnet ist.
Ein derart ausgebildeter Windsichter hat den Vorteil,
daß die Sichtluft gleichmäßig über den Umfang des Schleuderrades verteilt in dessen Kammern eintritt,
wo sich eine turbulente Strömung mit Wirbeln ausbildet, die eine vollständige Klassierung des Sichtgutes ermöglicht, wenn dieses durch das sich drehende
Schleuderrad eine Zentrifugalbeschleunigung erfährt. Die von dem Schleuderrad ausgeworfenen
groben Partikeln stören den in das Sichtergehäuse tangential einströmenden Sichtgutstrom nicht, sondern
werden an den Leitblechen abgefangen und gleiten an diesen nach unten in die Grobgutkammer. Hierbei
sorgt die im Gegenstrom durch den ringförmigen Schlitz geführte Zweitluft für eine Nachsichtung des
Grobgutes.
Da das Schleuderrad bei dem Windsichter nach der Erfindung mit Schaufeln nach Art eines Ventilators
versehen ist, kann sich im Inneren des Schleuderrades kein Gleichgewichtsring von schwebenden Partikeln
bilden, sondern das gesamte Sichtgut wird vollständig klassiert.
Nach der Erfindung können die Leitbleche des Kranzes ebene Bleche sein, die sich vom Innenumfang
des Kranzes aus annähernd tangential zu dessen Außenumfang erstrecken. Es wird hierdurch eine
größere Anzahl von Einlaßöffnungen geschaffen, durch die Sichtluft in das Schleuderrad eintreten
kann. Die Leitbleche können sich auch über einen Teil des Innenumfanges des Kranzes erstrecken. Die
Anzahl der Eintrittsöffnungen wird hierdurch geringer, das an den Leitblechen aufprallende Grobgut
kann jedoch überall ungehindert nach unten abfließen, da die Leilbleche hier gleichzeitig den ringförmigen
Schlitz nach außen hin begrenzen.
Um die Leistung des Windsichlers und die Grcn-
zen der ausgetragenen Kornfraktionen zu verändern, ist die den Austragsschlitz einseitig begrenzende untere
Scheibe des Schleuderrades durch an ihr befestigte austauschbare Ringe in ihrem Durchmesser
veränderbar. Durch Austausch der Scheibe gegen eine größere und durch Einbau eines Leitblechkranzes
geringerer Breite kann der ringförmige Schlitz weiter nach außen verlegt und sein Durchmesser vergrößert
werden.
Außerdem ist es möglich, die Breite des Ringspaltes zu verändern.
Die Erfindung wird durch die Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Windsichter in einem senkrechten Schnitt nach Linie I-I der F i g. 2,
F i g. 2 den Gegenstand der F i g. 1 in Draufsicht
nach Linie H-II, wobei das Schleuderrad und sein Antrieb fortgelassen sind,
F i g. 3 den Leitblechkranz des Windsichters in einem Horizontalschnitt nach Linie III-III der
F i g. 4,
F i g. 4 den Leitblechkranz nach F i g. 3 in einem Diametralschnitt nach Linie IV-IV der F i g. 3,
F i g. 5 eine andere Ausführungsform des Leitblechkranzes in einer der F i g. 3 entsprechenden
Darstellung und
F i g. 6 einen Teilschnitt der unteren Scheibe des Schleuderrades in einer gegenüber F i g. 1 etwas abgeänderten
Ausführungsform.
Der in F i g. 1 und 2 dargestellte Windsichter, der einer Mühle zugeordnet sein oder unabhängig arbeiten
kann, besteht aus einem Gehäuse 1, dem das in einem Luftstrom schwebende Sichtgut durch einen
Rohrstutzen 2 tangential zugeführt wird.
Im Inneren des Gehäuses 1 ist ein Schleuderrad 3 drehbar gelagert, das wie das Schaufelrad eines Ventilators
ausgebildet ist und dessen Schaufeln 8 zwischen einer oberen Scheibe 4 und einer unteren ringförmigen
Scheibe 5 befestigt sind. Das Schleuderrad 3 übergreift mit seiner unteren ringförmigen Scheibe
das obere Ende eines Saugrohres 7 zum Absaugen der Feinbestandteile, das von unten her in das Sichtergehäuse
1 hineinragt.
Das Schleuderrad 3 wird von einer Welle 9 getragen, die in Kugellagern 10 und 11 gelagert und mit
einer Riemenscheibe 12 versehen ist, die mehrere Ringnuten 13 unterschiedlichen Durchmessers besitzt.
Die Riemenscheibe 12 wird von einem Antrieb in Umdrehung versetzt und gestattet es, die Drehzahl
des Schleuderrades beliebig zu ändern.
An das Sichtergehäuse 1 ist nach unten hin eine Grobgutkammer 16 angeschlossen, die sich in einen
Trichter 20 mit Luftschleuse 22 fortsetzt, durch die das Grobgut abgezogen werden kann, die jedoch
keine Luft unkontrolliert einläßt. Trichter 20 und Grobgutkammer 16 werden von dem Saugrohr 6
durchsetzt.
Die Grobgutkammer 16 wird gegen das Sichtergehäuse 1 von einer Platte 15 und dem unteren Ring 25
eines Leitblechkranzes 24 abgeschlossen, zwischen denen ein ringförmiger Schlitz 28 verbleibt. Die
Platte 15 wird von einem am Saugrohr 7 befestigten Ringflansch 6 getragen, und der untere Ring 25 stützt
sich auf einem Versteifungsrand 23 zwischen Sichtergehäuse 1 und Grobgutkammer 16 ab. Durch einen
Lufteinlaßstutzen 18 wird Zweitluft in den Trichter 20 geleitet, die in Richtung der Pfeile / entgegen der
Pfeilrichtung des Grobgutes durch den ringförmigen Schlitz 28 strömt, zusammen mit der Sichtluft durch
das Sichtrad 3 tritt und mit dem Feingut durch das axiale Saugrohr 7 abgezogen wird.
Der ortsfest angeordnete Kranz 24 besteht aus dem
ίο unteren Ring 25 und einem oberen Ring 26, zwischen
denen eine Anzahl von Leitblechen 27 angeordnet ist, die sich etwa tangential vom Innenumfang des Kranzes
24 zu dessen Außenumfang erstrecken. Der tangential eingeleitete Sichtluftstrom, der an der Wandung
des Sichtergehäuses 1 kreisend entlangstreicht, wird durch diese Leitbleche 27 geteilt und zwischen
die Schaufeln 8 des Schleuderrades 3 geleitet.
Bei dem in den F i g. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Ringe 29 des Leitblechkranzes
24 schmaler als bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 und 2, und die Leitbleche sind ein längeres
Stück dem Innenrand der Ringe 29 angepaßt.
Bei der Ausführungsform nach F i g. 5 sind nur fünf Leitbleche 31 vorgesehen, die teilweise gebogen
sind und sich über einen Teil des Innenumfanges des Kranzes 24 erstrecken. Durch Änderung in der Anzahl
und der Gestalt der Leitbleche kann die Sichtwirkung der Beschaffenheit des Sichtgutes angepaßt
und die Fraktion der abzuscheidenden Partikeln geändert werden.
Bei dem in F i g. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel ist an der den Austragschlitz 28 einseitig begrenzenden
unteren Scheibe 5 des Schleuderrades 3 ein austauschbarer Ring 32 mit Schrauben 33 befestigt,
durch den der ringförmige Schlitz 28 in seiner Breite verändert werden kann. Derartige austauschbare
Ringe unterschiedlichen Außendurchmessers können in Verbindung mit einem Leitblechkranz 24 kleinerer
Breite verwendet werden, um den Schlitz 28 für das Grobgut mehr oder weniger nach außen hin zu verlegen.
Die durch den Rohrstutzen 2 einströmende Sichtluft wird durch die Leitbleche 27, 30, 31 geteilt und
in das Schleuderrad geleitet, wo sie zwischen den Schaufeln 8 verwirbelt wird und die in dem Luftstrom
schwebenden Partikeln infolge der Rotation des Schleuderrades der Fliehkraft unterworfen werden.
Hierdurch werden die gröberen Partikeln nach außen geschleudert und prallen auf die Leitbleche 27, 30
und 31 auf. Sie gleiten dann durch den ringförmigen Schlitz 28 in die Grobgutkammer 16 und von dort in
den Trichter 20, aus dem sie durch die Luftschleuse 22 ausgetragen werden.
Unter der Wirkung eines an das Saugrohr 7 angeschlossenen Ventilators werden die feineren Partikeln
des Sichtgutes, für welche die Wirkung der von dem Schleuderrad erzeugten Zentrifugalkraft am geringsten
ist, zur Mitte des Schleuderrades gezogen und durch das Saugrohr 7 abgesaugt.
Durch Verändern des Unterdruckes im Saugrohr 7 und durch Variieren der Drehzahl des Schleuderrades
3 kann die Größe der Partikeln des Grobgutes reguliert werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vertikalachsiger Windsichter mit entgegen
der Schkuderrichtung von der Sichtluft durchströmten, umlaufendem Schleuderrad, bei dem
das Sichtgut in einem Luftstrom tangential in das Sichtgehäuse eingetragen wird und das Grobgut
in eine Grobgutkammer mit Luftschleuse durch einen ringförmigen Schlitz zwischen dem Sichtrad
und einem Teil der Gehäusewandung ausfällt, durch welchen entgegen der Fallrichtung des
Grobgutes Zweitluft eingeführt wird, die zusammen mit der Sichtluft durch das Sichtrad tritt und
mit dem Feingut durch einen axialen Kanal abgezogen wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schleuderrad (3) nach Art eines Radial-Ventilators mit Schaufeln (8) versehen ist und
von einem Kranz (24) ortsfester Leitbleche (27) umgeben wird und der ringförmige Schlitz (28)
zwischen dem Kranz (24) und dem Schleuderrad (3) angeordnet ist.
2. Windsichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitbleche (27) des Kranzes
(3) ebene Bleche sind, die sich vom Innenumfang des Kranzes (24) aus annähernd tangential
zu dessen Außenumfang erstrecken.
3. Windsichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitbleche (31) sich über
einen Teil des Innenumfanges des Kranzes er- - strecken.
4. Windsichter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Austragsschlitz (28)
einseitig begrenzende untere Scheibe (5) des Schleuderrades (3) durch an ihr befestigte, austauschbare
Ringe (32) in ihrem Durchmesser veränderbar ist.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR975424 | 1964-05-22 | ||
| FR975424A FR1409292A (fr) | 1964-05-22 | 1964-05-22 | Sélecteur dynamique pouvant être associé à un broyeur |
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1507737A1 DE1507737A1 (de) | 1971-08-12 |
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