DE1504397C - Verfahren zur Herstellung eines auf der Oberfläche gemusterten Gießbandes - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines auf der Oberfläche gemusterten GießbandesInfo
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Description
i 504
Pie Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines auf tier Oberfläche gemusterten Gießbrandes, wobei dar, Gießband aus einem mit eint Schicht eines
Silikanelastomers versehenen Trdgergi undstoff. besteht.
Kunststoffolien und mit Kunststoff beschichtete Gewebe werden im allgemeinen mit Hilfe eines ununterbrochenen,
gewöhnlich aus Metall bestehenden Gießbandes hergestellt. Das Band ist mit einem Antrieb
versehen, deres in gleichmäßiger und niclitschwingender Bewegung hält, und es hat eine Oberflächenausführung,
welche das Negativ der auf der Kunststofffolie gewünschten Oberfläche ist. Diese Oberflächenausfiihrung
wird auf dem Band nach üblichen Methoden, z. B. im Falle einer gemusterten Oberfläche durch »5
Gravierung aufgebracht.
Die ununterbrochene Kunstoffolie kann hergestellt
werden, inde^ man eine thermoplastische Paste auf
das sich bewegende Band gleichmäßig aufträgt. Die Bedingungen z. B. der Geschwindigkeit und der
Viskosität der Masse werden derartig eingestellt. daß Ausnehmungen in der Bandoberfläche vollständig gefüllt
werden. Die Masse wird durch Erhitzen geliert und die entstandene Folie kann vom Band leicht abgenommen
werden. Die Oberfläche der Folie ist das Positiv der Oberllächcnausführung des Bandes. Die
bei einem solchen Bandverfahren erzielte Wiedergabe ist im allgemeinen ausgezeichnet.
Abgesehen von den hohen Kosten zur Herstellung solcher Metallbänder treten br; ihrer Verwendung jetloch
zahlreiche Schwierigkeiten auf. Da Metallbänder unelastisch sind, benötigt man .eure Einrichtungen,
um sie in gleichmaßiger und nicht schwingender Bewegung zu halten F in anderer Nachteil ist der zur Auswechslung
der Bänder erforderliche Aufwand und Zeitverlust, um folien mit verschiedener Oberfäehenmiisteriiiig
herzustellen.
In der deutschen Patentschrift 1 105 HH ist ein
Verführen /ur Herstellung eines Gießbandes beschrieben,
das aus einem feinfädigen. enggewebten und appretierten Haumwnllgewche besteht, das mit einer
tlünncn Schicht eines Silikonelastomers beschichtet ist. Ein solches Band kann jedoch nur /ur Herstellung
von Kunststoffolien mit stoffähnlichcr Oberflächenstruktur
verwendet werden.
Die deutsche Patentschrift 853 066 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von gemusterten Folien
oder Bändern aus plastischen Kunststoffen mit Gitteroder Spitzenmustern u. dgl. Bei diesem Verfahren
wird zunächst eine glatte Papierbahn zwischen miteinander korrespondierenden Musterwalzen hindurchgefiihrt,
so daß die Papierbahn auf beiden Seiten mit Erhöhungen oder Vertiefungen versehen wird. Die so
gemusterte Oberfläche wird dann an einer Streich* vorrichtung vorbeigeführt, wodurch die Vertiefungen
der Oberfläche mit dem Kunststoff glatt ausgefüllt werden, der dann einer Wärmebehandlung unter·
warfen wird, um ihn in einen dauerhaften Belag flberzuführen. Der Papierbelag auf der anderen Seite der
Oberflache kann dann abgezogen oder belassen wer· Co
den. Dieses Verfahren weist jedoch den Nachteil auf, daß nur Folien mit relativ grober Oberflächenstruktur
hergestellt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das ein·
gong» genannte Verfahren dahingehend zu verbessern, «s
daß beliebige, vor allem auch sehr feine Negativ· muster in die Oberfläche des Gießbandes eingebracht
werden können.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß auf ein Mustermadell ein kontinuierlicher Belag einer Organopolysiloxankauischukmasse aufgebracht wird, die zunächst teilweise vulkanisiert wird, auf die dann eine
TragerstolTschicht aufgebracht wird, und die Kautschukmasse vollständig vulkanisiert nnd von dem
Miisttrmodell abgezogen wird.
Da die Oberflüche des Gießbandc·; aus einem
Organopolysiloxan besteht, erhält die darauf aufgegossene Plastikbahn ein Oberflächenmuster, das eine
vollkommene Wiedergabe des ursprünglichen Mustermodclls darstellt. Die Art des Musters kann also von
vornherein bestimmt und durch entsprechende Auswahl des ursprünglichen Mustermodells verändert
werden.
Der Trägergrundstoff kann aus gewebtem oder gewirktem
Material oder Füllmaterial, Metallband oder -gaze oder aus Glasfaserbahnen oder -gaze bestehen.
Doppeltgewebte Gewebe sind als Trägergrundstoffe besonders geeignet. Die Oberfläche des Trägergrundstoffes,
die von der Gießoberfläche entfernt ist, kann z. B. mit einer Elastomerschicht versehen werden.
Abgesehen von der Verbesserung der Zugeigenschaften des Bandes verhindert eine solche Schicht eine Verformung,
d. h. eine Wellung des Bandes während des Betriebes. Die Elastomerschicht kann zweckmäßig aus
einem Silikonelastomer bestehen, das auf den Trägersti
ff in Form einer Organopolysiloxankautschukmasse aufgebracht und anschließend vulkanisiert werden
kann. Andererseits kann man den Trägerstoff mit einer fertigen Folie aus Silikonelastomer in jeder geeigneten
Weise kaschieren.
Ein Mustermodcll ist ein Material mit glatter, mit Konturen versehener oder genarbter Oberfläche, das
auf dem tnermoplastischen Folienmaterial wiedergegeben werden soll Das Material, aus dem das
Mustermodell besteht, kann ein natürlicher oder synthetischer Stoff und gegebenenfalls mit einem
Trägermaterial versehen sein. Beispiele lür solche Materialien sind Gewebe /. B. aus Polyamid oder
Polyäthylenglykoltercphthalat. genarbte thermoplastische Folien, plattes oder genarbtes Papier.
Zur Herstellung eines Gießbandes der Erfindung wird ein Mustermodell mit einer Organopolysiloxankautschukrrusse
in an sich bekannter Weise beschichtet, beispielsweise mit Hilfe einer Rakel oder einer
Aufwalzvoirichtung oder durch Anstreichen oder Aufspritzen. Die Kautschukmasse wird bei Raumtemperatur
oder erhöhter Temperatur zu einem Elastomer vulkanisiert, welches man vom Mustermodcll in teilweisem
oder vollständig vulkanisiertem Zustand abnehmen kann.
Bei Herstellung des Gießbandes trägt man vorzugsweise die Kautschukmasse auf das Mustermodell in
mindestens zwei getrennten Arbeitsgängen auf. Der erste Auftrag kann mit Hilfe einer Rakel oder durch
Aufstreichen oder «spritzen auf das Mustermodell erfolgen. Die Auftragsgeschwindigkeit and die Viskosität der verwendeten OrganopoIvsHoxanmasse
werden so eingestellt, daß die Ausnehmungen in dem Muster völlig angefüllt werden. Typische Organopotysiloxanmassen sind in dem Aueführungebeispiel
angegeben. Ein zweiter Auftrag und gegebenenfalls ein dritter Auftrag der Paste, die gegebenenfalls eine
andere Zusammensetzung haben kann, als die beim ersten Auftrag verwendete, wird z. B. mit Hilfe eines
Riikels mit festem Abstand bis tu jeder gewünschten Starke vorgenommen. Die Organopulysiloxan·
I 504 397 /
knnlscluikmnsse wird entsprechend dem verwendeten
Härter bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperotur
vulkanisiert,
DnsGießbnnd ktuin vom Mtistermodell unbeschädigt
abgenommen werben. Im Fülle eines endlosen Hundes
zeigt dieGieüoherflächc nach innen, und das Gießbund
muß umgekehrt werden, damit die Gießoberllfiche
außen liegt. In bestimmten Fällen, beispielsweise wenn das Musicrmitdell die Form von wimpernarligcn
Fasert, hat, kann es notwendig sein, das Gießbund aufz.us.-heniden, um es leichter vom Mustermodell
abzunehmen, In diesem Falle kann man das Hand anschließend derartig wieder vereinigen, daß die
Gießober(1äche nach außen zeigt.
Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Gießbandes kann man Für das Mustermodell jedes Material
verwenden. Vorzugsweise wird im Falle von genarbten Mustern normaler Tiefe oder matter Oberfläche
Papier verwendet. Diese·» kann genarbt oder ungenurbt
sein. Die Oberfläche des verwendeten Papiers kann beispielsweise durch Beschichten mit '. iner Mischung
von Stärke und Natriumalginat behandelt werden, um die Trenneigeiiichaften des Mustermodells zu
verbessern. Bei Verwendung von Stärke-Natriumalginat
als Trennmittel trägt man vorzugsweise etwa 10 g/m- auf. tine derartige Beschichtung zeigt keine
Neigung vom Mustermndell abzugehen, wenn die
SilikonelasU-mer-Narhungsoberfläche von diesem abgezogen
wird. Andere auf das Papier auftragbare Trennmittel sind Polymethylmethacrylat, Carboxymetin
!cellulose. Nitrocellulose und Polyvinylchlorid. Fin solches Mustermodell aus Papier kann in üblicher
Weise mit einer N;irhung bzw. einem Prägemuster
versehen werden I in geeignetes Verfahren besteht darin, eine Papierbahn durch den Spalt eines Paares
von l'rägewal/en /u führen, wie sie normalerweise
verwendet werden, um in üblicher Weise hergestelltes
beschiel.tclcs Gewebe mit einem Muster zu versehen. Fs wurde festgestellt, daß man mit Hilfe eines solchen
Miistermodells ein Gießband mit ausgezeichneter
Obcrflüchenausführung herstellen kann. Die Verwendung eines Musiermodells aus Papier ist besonders
günstig, wenn man ein Gießband mit glatter, matter
Oberfläche herstellen will. Mit üblichen Gießoberflächen
aus Metall war es bisher nicht möglich, eine solche Oberflächenausführung zu erzielen. Dies
kann nunmehr mit einem Mustermodell aus Papier mit einer glatten, matten Oberfläche erreicht werden.
Mit einem erlimliinjsgcmäß hergestellten Gießband
aus einem Silikonclastomer kann man dann ein thermoplastisches Folienmaterial mit ähnlich glatter,
matter Oberfläche wie bei dem Muster herstellen.
Einer der Vorzüge der Verwendung des erfindungsgemäß hergestellten Gießbandes ist die ausgezeichnete
Trenneigensclhaft dieser Bänder. Das heiße thermoplastische Material klebt nicht am Gießband, wie es
bei Verwendung üblicher Gießbänder der Fall ist. Bei den bisher bekannten GieBoberflflchcn kann die
thermoplastische Polte nicht leicht abgenommen werden, de sie an der Gießoberfläche klebt. Diese
Schwierigkeit tritt bei Oberflächen aus Silikonelastomer nicht auf. Deshalb ist es möglich, das Material bei
höheren Temperaturen als Üblich verarbeiten zu können. Dien hat den Vorteil, daß man Kunststoffe
verwenden kann, die sich zur Herstellung von genarbten Produkten eignen, welche ihre Narbung bei viel
höheren Temperaturen beibehalten als es bei üblicher Verarbeitung möglich ist. Weiterhin knnn mitn bei
Verwendung von Gießbündern «us Siliconelastomer das Material bei höheren Unufgeschwindigkeiten verarbeiten uls es mich üblichen Methoden der FrII
ist.
Ein anderer Vorteil der erfindiingsgemilßen Gicßbünder
besteht darin, daß sie bei normtiler oder anormaler Verwendung nicht ohne weiteres beschädigt
werden. Die erfindungsgemftß hergestellten Gießbfuuler haben den weiteren Vorteil, verhältnismäßig
billig herstellbar zu sein, und sie können mit einem einfacheren Antrieb verwendet werden ;i!s
Metallbänder, da sie elastisch sind. -Somit ermöglicht die Erfindung wegen dieses verhältnismäßig niedrigen
Aufwandes an Einrichtungen eine billigere Herstellung von thermoplastischem Folienmaterial, als es bisher
möglich war.
Die Lebensdauer eines erfindungsgemäßen Gießbaiivles
hängt hauptsächlich von dem in der thermoplastischen Masse verwe.i-ieten Weichmacher ab.
Bestimmte Weichmacher, wie Di-Alphanvlphthalate,
schadigen Sihkonelastomere. In diesen fallen ist es zweckmäßig, die Oberfläche des Gießbjndes mit einer
dünnen Schutzschicht aus einem geeigneten Material zu versehen. Hierfür eignen sich Polytetrafliioräthylen
und Metalle, wie Nickel oder Molybdän, f-inegeiegnete
Stärke für eine metallische Schutzschicht beträgt etwa (U 3 bis 0.25 mm.
Fin Metallüberzug in einer solchen Stärke kann
nach an sich bekannten Methoden, z. B. durch Elektroplattieren.
Aufdampfen im Vakuum. Aufspritzen oder Galvanisieren auf nassem Wege erfolgen.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
I i g. I zeigt einen Schnitt diirch einen mit einem
Silikonelastomer beschichteten Trägergrundstoff;
F i g. 2 zeigt einen Schnitt eines Miistermodells, das mit einer Organopolysiloxanjcautschukmasse beschichtet
ist;
1 1 g. 3 zeigt schematisch eine Vorrichtung zum Aufbringen des beschichteten Grundstoffes auf das
beschichtete Mustermodell;
F i g. 4 zeigt einen Schnitt durch den auf der Vorrichtung
nach E i g. 3 hergestellten Schichtstoff;
F i g. 5 zeigt einen Schnitt durch das in F i g. 4 dargestellte Material nach dem Aufbringen einer
weiteren Schicht einer Organopolysiloxankautschukmasse auf die unbeschichtete Oberfläche des Substrats;
F i g. 6 zeigt einen Schintt durch ein fertiges Gießband.
Fig. 1 zeigt einen endlosen Trägergrundstoff 1
aus Gewebe oder einem anderen geeigneten Material, der mit einer Organopolysiloxankautschukmasse 2
beschichtet und unter Bildung eines Elastomerträgergrundstoffes 3 vulkanisiert worden ist.
F i g. 2 zeigt ein Mustermodell 4 mit genarbter Oberfläche 5, das mit einer Organopolysiloxan-
katitschukmasse 6 beschichtet und unter Bildung eines Elastomers vulkanisiert worden ist, das ein zusammen*
gesetztes M ustetmodell 7 bildet
In der in F i g. 3 dargestellten Vorrichtung «vird das
Muslerrnodcü7 gemäß Fig. 2 unter einer Rakel 20
hindurchgeführt, wobei die ürganopolysiloxan·
kautschukmasse 6 zuoberst liegt, so daß eine Organo· polysiloxankautschukmassc 14 auf der Silikonelasto·
merschicht verteilt wird. Der in F i g. 1 dargestellte, beschichtete' £lastofliertr3gergrundstoiT 3 wird nun
mit nach außen liegender Kautschukmasse 2 von einer
5 6
wodurch der Flastomerträgergfundstoff 3 gegen die Die Organopolysiloxankautsehukmasse wurde an*
wekhe vorher auf das Mustermodell 7 aufgetragen 5 in zwei Arbeitsgängen verteilt. Im ersten Arbeitsgang
worden ist, Det so erhaltene Verbundstoff wird nun wurden etwa 67,8 g/m* und im unmittelbar darauf·
durch eine Kammer 16 geführt, in welcher eine solche folgenden zweiten Arbeltsgang etwa 152.6 g/m2 auf*
siloxanzwischenschichten vulkanisiert werden und und der zweite mit einer Rakel mit festem Abstand
einen Schichtstoff bilden, wie er in F i g. 4 dargestellt io vom Mustermodell vorgenommen. Der Organo-
jsl polysiloxanauftrag wurde unter Bildung eines filasto-
Der in F i g. 4 gezeigte Verbundstoff besteht aus fflers bei Rautemperatur etwa 8 Stunden gehärtet,
dem endlosen Trägergrundstoff I. den Organopoly- Fs wurde ein Trägersloff hergestellt, indem man
siloxankautschukmassen 2.14 und 6 und dem Muster- die gleiche Silkonkautschukmas«e. wie sie auf das
modell 4. Die Bindung zwischen dem Trägergrund- is Mustermodcll aufgebracht wurde, auf eine endlose
stoff 1 und den drei Kautschukmassen 2, 14, 6 ist Länge eines 140 cm breiten Gewebes mit einem Gewicht
bleibend, während die Bindung zwischen dem Muster- von etwa 237,3 g/m* auftrug. Der Auftrag wurde
modell 4 und der Kautschukmasse 6 nur eine vor- zweckmäßig in zwei hintereinander erfolgenden
läufige ist, da man das Mustermodell 4 von dem Arbeitsschritten durchgeführt, und es wurden ins-Schichtstoff leicht abziehen kann und die gemusterte *o gesamt etwa 203,4 g/m* der Kautschukmasse aufOberfläche der Kautschukmasseo hierbei frei liegt gebracht. Der Organopolysiloxanauftrag wurde bei
(s. F i g. 6). Zur Verstärkung des Trägergrundstoffes 1 Raumtemperatur etwa 8 Stunden zu einem Elastomer
und zur Vermeidung einer Wellung während der Ver- vulkanisiert.
Wendung des gemusterten Gießbandes kann es er- Der beschichtete Trägergrundstoff und das bewünschl sein, den Trägergrundstoff 1 an der Rückseite »5 schichtete Mustermodell wurden hierauf aneinander
des Gewebes auch noch mit einer Organopolysiloxan- verklebt, indem das beschichtete Mustermodell und
kautschukmassc zn beschichten. Die Kautschukmasse der beschichtete Trägergrundstoff mit aneinander
wird bei erhöhter Temperatur vulkanisiert. Fin der- liegenden Silikonelastomerflächcn durch den Spalt
artiges Mehrschichtenmaterial ist in F i g. 5 im Schnitt eines Druckwalzenpaares geführt wurden. 7ur Erdargestellt. Das in F i g. 4 gezeigte Schichtstoff- 3» zeugung einer starken Bindung zwischen diesen beiden
gebilde ist hierbei mit einer Verstärkungsschicht 18 Schichten wurde eine weitere Schicht der oben veraus einem Silikonelastomer auf der Rückseite des wendeten Organopolysiloxankautschukmassc auf die
Trägergrund·.t iffcs 1 versehen. Abgesehen von der Silikonseite des beschichteten Miistcrmodclis unVerstärkung des Trägergrundstoffes I unter Ver- mittelbar vor der Berührung mit dem beschichteten
meidung von Welliingen verbessert die Vcrstärkungs- 35 Trägergrundstoff aufgetragen. Das Gewicht der
schicht 18 auch noch die Zugeigenschaften des Bandes Organopolysiloxankauischukmassc. die auf das bewährend des Betriebes. schichtete Mustermodell aufgebracht wurde, betrug
Das Gießband ist^nunmehr fertiggestellt, doch haftet etwa 135,6 g/m*. Der Verbundstoff wurde dann in
es noch am Mustermodell. Das Mustcrmodell kann eine Vulkanisierzone eingebracht, in der ei etwa
vom Band leicht abgez«>gen werden, wobei eine ge- 4° 8 Stunden bei Raumtemperatur verblieh, um die
musterte Oberflächenschicht 19 aus Silikonelastomer Vulkanisation zu vervollständigen,
freigelegt wird (s. Fig. 6). Die Oberflächenschicht 19 Nunmehr wurde eine weitere Schicht der oben verist die Arbeilsobcrfläche des Bandes, auf die eine wendeten Organopolysiloxankautschukmassc auf die
Paste einer thermoplastischen Masse zu einer Folie freie (iewebeoberfläche des Verbundstoffes aufgegossen werden kann. 45 getragen (die andere Ofläche ist die Ruckst
<"c des
die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Ver- einzigen Arbeitsgang. T:s wurden etwa 135.6 g/ms
fahrens verwendet »erden kann. Die angegebenen der Masse aufgetragen, und die Masse wurde bei
1 eile beziehen sich auf das Gewicht. Raumtemperatur 8 Stunden vulkanisiert. Nunmehr
cincr Viskosität von 600OcSt bei 25CC. 50Teilen fläche des Silikonelastomers, das Negativ des Muster.'
zinndilaurat zugesetzt. Nach Zugabc dieses Härters eine auf etwa 200 C erhitzte Kammer geführt unc
hatte die Masse eine Viskosität von etwa 70OcSt. dieser Vorgang viermal wiederholt. Das Hand konnte
ein Mustermodell hergestellt. 0.13 mm dickes Papier Im vorliegenden Fall wurde die Kautschukmassc
wurde mit einem Trennmittel auf Basis Stärkc-Na- 6o zwar im Streichverfahren aufgetragen, doch kann die!
triumalginat in einer Menge von etwa 10g,m3 be- auch durch Spritzen. Aufwalzen oder Anstreicher
schichtet. Das beschichtete Papier wurde durch erfolgen. In diesen Fällen kann es erforderlich sein
den von einer Mctallprägewalze und einer mit Stärke die Viskosität der Masse und mögliche!weise dii
imprägnierten Baumwqllgegenwalzc gebildeten Spalt Härtungsmethode entsprechend der Aufbtingungs
geführt. 65 art /u variieren. Man kann sogar eine teilwci-»e vul
ordnunr von 3.9 kg mm1. Hierdurch Wurde die Ix-- auf den 1 rägcrgrundstofT kleben, doch ist ersichtlich
schichtete Obeifläche des Papiers mit einer leder- IaI", es /ui Diiichdringung der I ΐΐκ-liunj'.on line
Vertiefungen irn Mustermodell erwünscht ist, eine
flüssige oder pastöse Masse zu verwenden.
Für das MustermodeH können die verschiedensten Materialien verwendet werden, tn einigen Fällen
liefere die Oberfläche des Materials, t. B. eines Ge* S
webes, das Musler desselben, und es ist keine weitere Narbung erforderlich. Bin Vorteil dieses Verfahrens
besteht darin, daß man eine hochglänzende Ober* fläche auf dem Gießband und damit auf der thermo*
plastischen Folie unter Verwendung eines stark ie glänzenden Mustermodells, z. B. aus einem kalen*
inerten Kunstdruckpapier, herstellen kann.
Obwohl im vorlegenden Fall der Trägergrunditoff mit einer Schicht aus einem Silikonelastomer
versehen worden war, bevor man ihn mit dem be* •chichteten Mustermodel! verklebte, ist ersichtlich,
daß der unbeschichtete Trägergrundstoff unmittelbar mit dem beschichteten Mustermodell verklebt werden
kann.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines auf der Oberfläche gemusterten Gießbandes, wobei das
Gießband aus einem mit einer Schicht eines Silikon* elastomers versehenen Trägergrundsteff besteht,
dadurch gekennzeichnet, daß auf ein Mustermodell ein kontinuierlicher Belag einer
Örganopolysiloxankautsehukmasse aufgebracht
wird, die zunächst teilweise vulkanisiert wird, auf
die dann eine Trägerstoffschicht aufgebracht wird, und die Kautschukmasse vollständig vulkanisiert
und von dem Mustermodell abgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge* kennzeichnet, daß der Trägerstoff mit einer
Organopolysiloaankautschukmasse beschichtet wird, hierauf teilweise vulkanisiert wird, bevor die
der Trägerstoff mit seiner beschichteten Oberfläche auf die auf das Mustermodell aufgebrachte, teil'
weise vulkanisierte Kautschukmasse aufgelegt wird
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3405985A1 (de) | 1983-09-14 | 1985-03-28 | J.H. Benecke Gmbh, 3000 Hannover | Vorrichtung zum kontinuierlichen praegen der oberflaeche einer thermoplastischen folie mit einer narbung sowie verfahren zur herstellung einer praegewalze dafuer sowie verfahren zur herstellung einer kunststoffolie mit einer narbung |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3405985A1 (de) | 1983-09-14 | 1985-03-28 | J.H. Benecke Gmbh, 3000 Hannover | Vorrichtung zum kontinuierlichen praegen der oberflaeche einer thermoplastischen folie mit einer narbung sowie verfahren zur herstellung einer praegewalze dafuer sowie verfahren zur herstellung einer kunststoffolie mit einer narbung |
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