DE1504397C - Verfahren zur Herstellung eines auf der Oberfläche gemusterten Gießbandes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines auf der Oberfläche gemusterten Gießbandes

Info

Publication number
DE1504397C
DE1504397C DE1504397C DE 1504397 C DE1504397 C DE 1504397C DE 1504397 C DE1504397 C DE 1504397C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pattern
casting
model
coated
vulcanized
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alan Hyde Cheshire; Gourley Samuel Saltcoats Ayr Schottland; Duerden (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Publication date

Links

Description

i 504
Pie Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines auf tier Oberfläche gemusterten Gießbrandes, wobei dar, Gießband aus einem mit eint Schicht eines Silikanelastomers versehenen Trdgergi undstoff. besteht.
Kunststoffolien und mit Kunststoff beschichtete Gewebe werden im allgemeinen mit Hilfe eines ununterbrochenen, gewöhnlich aus Metall bestehenden Gießbandes hergestellt. Das Band ist mit einem Antrieb versehen, deres in gleichmäßiger und niclitschwingender Bewegung hält, und es hat eine Oberflächenausführung, welche das Negativ der auf der Kunststofffolie gewünschten Oberfläche ist. Diese Oberflächenausfiihrung wird auf dem Band nach üblichen Methoden, z. B. im Falle einer gemusterten Oberfläche durch »5 Gravierung aufgebracht.
Die ununterbrochene Kunstoffolie kann hergestellt werden, inde^ man eine thermoplastische Paste auf das sich bewegende Band gleichmäßig aufträgt. Die Bedingungen z. B. der Geschwindigkeit und der Viskosität der Masse werden derartig eingestellt. daß Ausnehmungen in der Bandoberfläche vollständig gefüllt werden. Die Masse wird durch Erhitzen geliert und die entstandene Folie kann vom Band leicht abgenommen werden. Die Oberfläche der Folie ist das Positiv der Oberllächcnausführung des Bandes. Die bei einem solchen Bandverfahren erzielte Wiedergabe ist im allgemeinen ausgezeichnet.
Abgesehen von den hohen Kosten zur Herstellung solcher Metallbänder treten br; ihrer Verwendung jetloch zahlreiche Schwierigkeiten auf. Da Metallbänder unelastisch sind, benötigt man .eure Einrichtungen, um sie in gleichmaßiger und nicht schwingender Bewegung zu halten F in anderer Nachteil ist der zur Auswechslung der Bänder erforderliche Aufwand und Zeitverlust, um folien mit verschiedener Oberfäehenmiisteriiiig herzustellen.
In der deutschen Patentschrift 1 105 HH ist ein Verführen /ur Herstellung eines Gießbandes beschrieben, das aus einem feinfädigen. enggewebten und appretierten Haumwnllgewche besteht, das mit einer tlünncn Schicht eines Silikonelastomers beschichtet ist. Ein solches Band kann jedoch nur /ur Herstellung von Kunststoffolien mit stoffähnlichcr Oberflächenstruktur verwendet werden.
Die deutsche Patentschrift 853 066 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von gemusterten Folien oder Bändern aus plastischen Kunststoffen mit Gitteroder Spitzenmustern u. dgl. Bei diesem Verfahren wird zunächst eine glatte Papierbahn zwischen miteinander korrespondierenden Musterwalzen hindurchgefiihrt, so daß die Papierbahn auf beiden Seiten mit Erhöhungen oder Vertiefungen versehen wird. Die so gemusterte Oberfläche wird dann an einer Streich* vorrichtung vorbeigeführt, wodurch die Vertiefungen der Oberfläche mit dem Kunststoff glatt ausgefüllt werden, der dann einer Wärmebehandlung unter· warfen wird, um ihn in einen dauerhaften Belag flberzuführen. Der Papierbelag auf der anderen Seite der Oberflache kann dann abgezogen oder belassen wer· Co den. Dieses Verfahren weist jedoch den Nachteil auf, daß nur Folien mit relativ grober Oberflächenstruktur hergestellt werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das ein· gong» genannte Verfahren dahingehend zu verbessern, «s daß beliebige, vor allem auch sehr feine Negativ· muster in die Oberfläche des Gießbandes eingebracht werden können.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß auf ein Mustermadell ein kontinuierlicher Belag einer Organopolysiloxankauischukmasse aufgebracht wird, die zunächst teilweise vulkanisiert wird, auf die dann eine TragerstolTschicht aufgebracht wird, und die Kautschukmasse vollständig vulkanisiert nnd von dem Miisttrmodell abgezogen wird.
Da die Oberflüche des Gießbandc·; aus einem Organopolysiloxan besteht, erhält die darauf aufgegossene Plastikbahn ein Oberflächenmuster, das eine vollkommene Wiedergabe des ursprünglichen Mustermodclls darstellt. Die Art des Musters kann also von vornherein bestimmt und durch entsprechende Auswahl des ursprünglichen Mustermodells verändert werden.
Der Trägergrundstoff kann aus gewebtem oder gewirktem Material oder Füllmaterial, Metallband oder -gaze oder aus Glasfaserbahnen oder -gaze bestehen. Doppeltgewebte Gewebe sind als Trägergrundstoffe besonders geeignet. Die Oberfläche des Trägergrundstoffes, die von der Gießoberfläche entfernt ist, kann z. B. mit einer Elastomerschicht versehen werden. Abgesehen von der Verbesserung der Zugeigenschaften des Bandes verhindert eine solche Schicht eine Verformung, d. h. eine Wellung des Bandes während des Betriebes. Die Elastomerschicht kann zweckmäßig aus einem Silikonelastomer bestehen, das auf den Trägersti ff in Form einer Organopolysiloxankautschukmasse aufgebracht und anschließend vulkanisiert werden kann. Andererseits kann man den Trägerstoff mit einer fertigen Folie aus Silikonelastomer in jeder geeigneten Weise kaschieren.
Ein Mustermodcll ist ein Material mit glatter, mit Konturen versehener oder genarbter Oberfläche, das auf dem tnermoplastischen Folienmaterial wiedergegeben werden soll Das Material, aus dem das Mustermodell besteht, kann ein natürlicher oder synthetischer Stoff und gegebenenfalls mit einem Trägermaterial versehen sein. Beispiele lür solche Materialien sind Gewebe /. B. aus Polyamid oder Polyäthylenglykoltercphthalat. genarbte thermoplastische Folien, plattes oder genarbtes Papier.
Zur Herstellung eines Gießbandes der Erfindung wird ein Mustermodell mit einer Organopolysiloxankautschukrrusse in an sich bekannter Weise beschichtet, beispielsweise mit Hilfe einer Rakel oder einer Aufwalzvoirichtung oder durch Anstreichen oder Aufspritzen. Die Kautschukmasse wird bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperatur zu einem Elastomer vulkanisiert, welches man vom Mustermodcll in teilweisem oder vollständig vulkanisiertem Zustand abnehmen kann.
Bei Herstellung des Gießbandes trägt man vorzugsweise die Kautschukmasse auf das Mustermodell in mindestens zwei getrennten Arbeitsgängen auf. Der erste Auftrag kann mit Hilfe einer Rakel oder durch Aufstreichen oder «spritzen auf das Mustermodell erfolgen. Die Auftragsgeschwindigkeit and die Viskosität der verwendeten OrganopoIvsHoxanmasse werden so eingestellt, daß die Ausnehmungen in dem Muster völlig angefüllt werden. Typische Organopotysiloxanmassen sind in dem Aueführungebeispiel angegeben. Ein zweiter Auftrag und gegebenenfalls ein dritter Auftrag der Paste, die gegebenenfalls eine andere Zusammensetzung haben kann, als die beim ersten Auftrag verwendete, wird z. B. mit Hilfe eines Riikels mit festem Abstand bis tu jeder gewünschten Starke vorgenommen. Die Organopulysiloxan·
I 504 397 /
knnlscluikmnsse wird entsprechend dem verwendeten Härter bei Raumtemperatur oder erhöhter Temperotur vulkanisiert,
DnsGießbnnd ktuin vom Mtistermodell unbeschädigt abgenommen werben. Im Fülle eines endlosen Hundes zeigt dieGieüoherflächc nach innen, und das Gießbund muß umgekehrt werden, damit die Gießoberllfiche außen liegt. In bestimmten Fällen, beispielsweise wenn das Musicrmitdell die Form von wimpernarligcn Fasert, hat, kann es notwendig sein, das Gießbund aufz.us.-heniden, um es leichter vom Mustermodell abzunehmen, In diesem Falle kann man das Hand anschließend derartig wieder vereinigen, daß die Gießober(1äche nach außen zeigt.
Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Gießbandes kann man Für das Mustermodell jedes Material verwenden. Vorzugsweise wird im Falle von genarbten Mustern normaler Tiefe oder matter Oberfläche Papier verwendet. Diese·» kann genarbt oder ungenurbt sein. Die Oberfläche des verwendeten Papiers kann beispielsweise durch Beschichten mit '. iner Mischung von Stärke und Natriumalginat behandelt werden, um die Trenneigeiiichaften des Mustermodells zu verbessern. Bei Verwendung von Stärke-Natriumalginat als Trennmittel trägt man vorzugsweise etwa 10 g/m- auf. tine derartige Beschichtung zeigt keine Neigung vom Mustermndell abzugehen, wenn die SilikonelasU-mer-Narhungsoberfläche von diesem abgezogen wird. Andere auf das Papier auftragbare Trennmittel sind Polymethylmethacrylat, Carboxymetin !cellulose. Nitrocellulose und Polyvinylchlorid. Fin solches Mustermodell aus Papier kann in üblicher Weise mit einer N;irhung bzw. einem Prägemuster versehen werden I in geeignetes Verfahren besteht darin, eine Papierbahn durch den Spalt eines Paares von l'rägewal/en /u führen, wie sie normalerweise verwendet werden, um in üblicher Weise hergestelltes beschiel.tclcs Gewebe mit einem Muster zu versehen. Fs wurde festgestellt, daß man mit Hilfe eines solchen Miistermodells ein Gießband mit ausgezeichneter Obcrflüchenausführung herstellen kann. Die Verwendung eines Musiermodells aus Papier ist besonders günstig, wenn man ein Gießband mit glatter, matter Oberfläche herstellen will. Mit üblichen Gießoberflächen aus Metall war es bisher nicht möglich, eine solche Oberflächenausführung zu erzielen. Dies kann nunmehr mit einem Mustermodell aus Papier mit einer glatten, matten Oberfläche erreicht werden. Mit einem erlimliinjsgcmäß hergestellten Gießband aus einem Silikonclastomer kann man dann ein thermoplastisches Folienmaterial mit ähnlich glatter, matter Oberfläche wie bei dem Muster herstellen.
Einer der Vorzüge der Verwendung des erfindungsgemäß hergestellten Gießbandes ist die ausgezeichnete Trenneigensclhaft dieser Bänder. Das heiße thermoplastische Material klebt nicht am Gießband, wie es bei Verwendung üblicher Gießbänder der Fall ist. Bei den bisher bekannten GieBoberflflchcn kann die thermoplastische Polte nicht leicht abgenommen werden, de sie an der Gießoberfläche klebt. Diese Schwierigkeit tritt bei Oberflächen aus Silikonelastomer nicht auf. Deshalb ist es möglich, das Material bei höheren Temperaturen als Üblich verarbeiten zu können. Dien hat den Vorteil, daß man Kunststoffe verwenden kann, die sich zur Herstellung von genarbten Produkten eignen, welche ihre Narbung bei viel höheren Temperaturen beibehalten als es bei üblicher Verarbeitung möglich ist. Weiterhin knnn mitn bei Verwendung von Gießbündern «us Siliconelastomer das Material bei höheren Unufgeschwindigkeiten verarbeiten uls es mich üblichen Methoden der FrII ist.
Ein anderer Vorteil der erfindiingsgemilßen Gicßbünder besteht darin, daß sie bei normtiler oder anormaler Verwendung nicht ohne weiteres beschädigt werden. Die erfindungsgemftß hergestellten Gießbfuuler haben den weiteren Vorteil, verhältnismäßig billig herstellbar zu sein, und sie können mit einem einfacheren Antrieb verwendet werden ;i!s Metallbänder, da sie elastisch sind. -Somit ermöglicht die Erfindung wegen dieses verhältnismäßig niedrigen Aufwandes an Einrichtungen eine billigere Herstellung von thermoplastischem Folienmaterial, als es bisher möglich war.
Die Lebensdauer eines erfindungsgemäßen Gießbaiivles hängt hauptsächlich von dem in der thermoplastischen Masse verwe.i-ieten Weichmacher ab. Bestimmte Weichmacher, wie Di-Alphanvlphthalate, schadigen Sihkonelastomere. In diesen fallen ist es zweckmäßig, die Oberfläche des Gießbjndes mit einer dünnen Schutzschicht aus einem geeigneten Material zu versehen. Hierfür eignen sich Polytetrafliioräthylen und Metalle, wie Nickel oder Molybdän, f-inegeiegnete Stärke für eine metallische Schutzschicht beträgt etwa (U 3 bis 0.25 mm.
Fin Metallüberzug in einer solchen Stärke kann nach an sich bekannten Methoden, z. B. durch Elektroplattieren. Aufdampfen im Vakuum. Aufspritzen oder Galvanisieren auf nassem Wege erfolgen.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
I i g. I zeigt einen Schnitt diirch einen mit einem Silikonelastomer beschichteten Trägergrundstoff;
F i g. 2 zeigt einen Schnitt eines Miistermodells, das mit einer Organopolysiloxanjcautschukmasse beschichtet ist;
1 1 g. 3 zeigt schematisch eine Vorrichtung zum Aufbringen des beschichteten Grundstoffes auf das beschichtete Mustermodell;
F i g. 4 zeigt einen Schnitt durch den auf der Vorrichtung nach E i g. 3 hergestellten Schichtstoff;
F i g. 5 zeigt einen Schnitt durch das in F i g. 4 dargestellte Material nach dem Aufbringen einer weiteren Schicht einer Organopolysiloxankautschukmasse auf die unbeschichtete Oberfläche des Substrats;
F i g. 6 zeigt einen Schintt durch ein fertiges Gießband.
Fig. 1 zeigt einen endlosen Trägergrundstoff 1 aus Gewebe oder einem anderen geeigneten Material, der mit einer Organopolysiloxankautschukmasse 2 beschichtet und unter Bildung eines Elastomerträgergrundstoffes 3 vulkanisiert worden ist.
F i g. 2 zeigt ein Mustermodell 4 mit genarbter Oberfläche 5, das mit einer Organopolysiloxan- katitschukmasse 6 beschichtet und unter Bildung eines Elastomers vulkanisiert worden ist, das ein zusammen* gesetztes M ustetmodell 7 bildet
In der in F i g. 3 dargestellten Vorrichtung «vird das Muslerrnodcü7 gemäß Fig. 2 unter einer Rakel 20 hindurchgeführt, wobei die ürganopolysiloxan· kautschukmasse 6 zuoberst liegt, so daß eine Organo· polysiloxankautschukmassc 14 auf der Silikonelasto· merschicht verteilt wird. Der in F i g. 1 dargestellte, beschichtete' £lastofliertr3gergrundstoiT 3 wird nun mit nach außen liegender Kautschukmasse 2 von einer
5 6
Vorratswalze IS abgespult und durch den von den ähnlichen Narbung versehen und bildet sodas Muster· Walzen 11, 13 gebildeten SHt hindurchgeführt, modeil.
wodurch der Flastomerträgergfundstoff 3 gegen die Die Organopolysiloxankautsehukmasse wurde an*
Organopolysildxarikautschukmasee 14 gedrückt wird, schließend auf die gemusterte Seite des Mustermodells
wekhe vorher auf das Mustermodell 7 aufgetragen 5 in zwei Arbeitsgängen verteilt. Im ersten Arbeitsgang
worden ist, Det so erhaltene Verbundstoff wird nun wurden etwa 67,8 g/m* und im unmittelbar darauf·
durch eine Kammer 16 geführt, in welcher eine solche folgenden zweiten Arbeltsgang etwa 152.6 g/m2 auf*
Temperatur herrscht, daß sämtliche Organopoly- getragen. Der erste Auftrag wurde mit einer Rakel
siloxanzwischenschichten vulkanisiert werden und und der zweite mit einer Rakel mit festem Abstand
einen Schichtstoff bilden, wie er in F i g. 4 dargestellt io vom Mustermodell vorgenommen. Der Organo-
jsl polysiloxanauftrag wurde unter Bildung eines filasto-
Der in F i g. 4 gezeigte Verbundstoff besteht aus fflers bei Rautemperatur etwa 8 Stunden gehärtet, dem endlosen Trägergrundstoff I. den Organopoly- Fs wurde ein Trägersloff hergestellt, indem man siloxankautschukmassen 2.14 und 6 und dem Muster- die gleiche Silkonkautschukmas«e. wie sie auf das modell 4. Die Bindung zwischen dem Trägergrund- is Mustermodcll aufgebracht wurde, auf eine endlose stoff 1 und den drei Kautschukmassen 2, 14, 6 ist Länge eines 140 cm breiten Gewebes mit einem Gewicht bleibend, während die Bindung zwischen dem Muster- von etwa 237,3 g/m* auftrug. Der Auftrag wurde modell 4 und der Kautschukmasse 6 nur eine vor- zweckmäßig in zwei hintereinander erfolgenden läufige ist, da man das Mustermodell 4 von dem Arbeitsschritten durchgeführt, und es wurden ins-Schichtstoff leicht abziehen kann und die gemusterte *o gesamt etwa 203,4 g/m* der Kautschukmasse aufOberfläche der Kautschukmasseo hierbei frei liegt gebracht. Der Organopolysiloxanauftrag wurde bei (s. F i g. 6). Zur Verstärkung des Trägergrundstoffes 1 Raumtemperatur etwa 8 Stunden zu einem Elastomer und zur Vermeidung einer Wellung während der Ver- vulkanisiert.
Wendung des gemusterten Gießbandes kann es er- Der beschichtete Trägergrundstoff und das bewünschl sein, den Trägergrundstoff 1 an der Rückseite »5 schichtete Mustermodell wurden hierauf aneinander des Gewebes auch noch mit einer Organopolysiloxan- verklebt, indem das beschichtete Mustermodell und kautschukmassc zn beschichten. Die Kautschukmasse der beschichtete Trägergrundstoff mit aneinander wird bei erhöhter Temperatur vulkanisiert. Fin der- liegenden Silikonelastomerflächcn durch den Spalt artiges Mehrschichtenmaterial ist in F i g. 5 im Schnitt eines Druckwalzenpaares geführt wurden. 7ur Erdargestellt. Das in F i g. 4 gezeigte Schichtstoff- 3» zeugung einer starken Bindung zwischen diesen beiden gebilde ist hierbei mit einer Verstärkungsschicht 18 Schichten wurde eine weitere Schicht der oben veraus einem Silikonelastomer auf der Rückseite des wendeten Organopolysiloxankautschukmassc auf die Trägergrund·.t iffcs 1 versehen. Abgesehen von der Silikonseite des beschichteten Miistcrmodclis unVerstärkung des Trägergrundstoffes I unter Ver- mittelbar vor der Berührung mit dem beschichteten meidung von Welliingen verbessert die Vcrstärkungs- 35 Trägergrundstoff aufgetragen. Das Gewicht der schicht 18 auch noch die Zugeigenschaften des Bandes Organopolysiloxankauischukmassc. die auf das bewährend des Betriebes. schichtete Mustermodell aufgebracht wurde, betrug
Das Gießband ist^nunmehr fertiggestellt, doch haftet etwa 135,6 g/m*. Der Verbundstoff wurde dann in es noch am Mustermodell. Das Mustcrmodell kann eine Vulkanisierzone eingebracht, in der ei etwa vom Band leicht abgez«>gen werden, wobei eine ge- 4° 8 Stunden bei Raumtemperatur verblieh, um die musterte Oberflächenschicht 19 aus Silikonelastomer Vulkanisation zu vervollständigen, freigelegt wird (s. Fig. 6). Die Oberflächenschicht 19 Nunmehr wurde eine weitere Schicht der oben verist die Arbeilsobcrfläche des Bandes, auf die eine wendeten Organopolysiloxankautschukmassc auf die Paste einer thermoplastischen Masse zu einer Folie freie (iewebeoberfläche des Verbundstoffes aufgegossen werden kann. 45 getragen (die andere Ofläche ist die Ruckst <"c des
Das nachfolgende Beispiel beschreibt eine Masse. McKlcllmusters). Diese Beschichtung erfolgte in einem
die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Ver- einzigen Arbeitsgang. T:s wurden etwa 135.6 g/ms
fahrens verwendet »erden kann. Die angegebenen der Masse aufgetragen, und die Masse wurde bei
1 eile beziehen sich auf das Gewicht. Raumtemperatur 8 Stunden vulkanisiert. Nunmehr
Ls wurde eine Masse aus 100Teilen eines durch 5° mußte lediglich noch das Mustcrmodell vom Gieü- Hydroxylendgruppen blockierten Polydimethylsiloxans band abgezogen werden, um die gemusterte Ober-
cincr Viskosität von 600OcSt bei 25CC. 50Teilen fläche des Silikonelastomers, das Negativ des Muster.'
Calciumcarbonal. 25 Teilen Zinkoxyd und 3 Teilen auf dem Mustermodcll. freizulegen. Um sicherz.u- Kicselsäureäthylestcr hergestellt. Unmittelbar vor der stellen, daß alle Silikonclaslomcrschichtcn vollständig Verwendung wurden 0.5 Gewichtsprozent Dihiityl- 55 Milkanisiert sind, wurde das Band nochmals durcl·
zinndilaurat zugesetzt. Nach Zugabc dieses Härters eine auf etwa 200 C erhitzte Kammer geführt unc
hatte die Masse eine Viskosität von etwa 70OcSt. dieser Vorgang viermal wiederholt. Das Hand konnte
Gleichzeitig mit der Herstellung dieser Masse wurde nun verwendet werden.
ein Mustermodell hergestellt. 0.13 mm dickes Papier Im vorliegenden Fall wurde die Kautschukmassc
wurde mit einem Trennmittel auf Basis Stärkc-Na- 6o zwar im Streichverfahren aufgetragen, doch kann die!
triumalginat in einer Menge von etwa 10g,m3 be- auch durch Spritzen. Aufwalzen oder Anstreicher
schichtet. Das beschichtete Papier wurde durch erfolgen. In diesen Fällen kann es erforderlich sein
den von einer Mctallprägewalze und einer mit Stärke die Viskosität der Masse und mögliche!weise dii
imprägnierten Baumwqllgegenwalzc gebildeten Spalt Härtungsmethode entsprechend der Aufbtingungs
geführt. 65 art /u variieren. Man kann sogar eine teilwci-»e vul
Der erforderliche Prägedruck lag in der Gröftcn- lanisiertc. * nrgcbildctc Folie aus Silikonriastome
ordnunr von 3.9 kg mm1. Hierdurch Wurde die Ix-- auf den 1 rägcrgrundstofT kleben, doch ist ersichtlich
schichtete Obeifläche des Papiers mit einer leder- IaI", es /ui Diiichdringung der I ΐΐκ-liunj'.on line
Vertiefungen irn Mustermodell erwünscht ist, eine flüssige oder pastöse Masse zu verwenden.
Für das MustermodeH können die verschiedensten Materialien verwendet werden, tn einigen Fällen liefere die Oberfläche des Materials, t. B. eines Ge* S webes, das Musler desselben, und es ist keine weitere Narbung erforderlich. Bin Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß man eine hochglänzende Ober* fläche auf dem Gießband und damit auf der thermo* plastischen Folie unter Verwendung eines stark ie glänzenden Mustermodells, z. B. aus einem kalen* inerten Kunstdruckpapier, herstellen kann.
Obwohl im vorlegenden Fall der Trägergrunditoff mit einer Schicht aus einem Silikonelastomer versehen worden war, bevor man ihn mit dem be* •chichteten Mustermodel! verklebte, ist ersichtlich, daß der unbeschichtete Trägergrundstoff unmittelbar mit dem beschichteten Mustermodell verklebt werden kann.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines auf der Oberfläche gemusterten Gießbandes, wobei das Gießband aus einem mit einer Schicht eines Silikon* elastomers versehenen Trägergrundsteff besteht, dadurch gekennzeichnet, daß auf ein Mustermodell ein kontinuierlicher Belag einer Örganopolysiloxankautsehukmasse aufgebracht wird, die zunächst teilweise vulkanisiert wird, auf die dann eine Trägerstoffschicht aufgebracht wird, und die Kautschukmasse vollständig vulkanisiert und von dem Mustermodell abgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge* kennzeichnet, daß der Trägerstoff mit einer Organopolysiloaankautschukmasse beschichtet wird, hierauf teilweise vulkanisiert wird, bevor die der Trägerstoff mit seiner beschichteten Oberfläche auf die auf das Mustermodell aufgebrachte, teil' weise vulkanisierte Kautschukmasse aufgelegt wird
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3405985A1 (de) 1983-09-14 1985-03-28 J.H. Benecke Gmbh, 3000 Hannover Vorrichtung zum kontinuierlichen praegen der oberflaeche einer thermoplastischen folie mit einer narbung sowie verfahren zur herstellung einer praegewalze dafuer sowie verfahren zur herstellung einer kunststoffolie mit einer narbung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3405985A1 (de) 1983-09-14 1985-03-28 J.H. Benecke Gmbh, 3000 Hannover Vorrichtung zum kontinuierlichen praegen der oberflaeche einer thermoplastischen folie mit einer narbung sowie verfahren zur herstellung einer praegewalze dafuer sowie verfahren zur herstellung einer kunststoffolie mit einer narbung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2419962C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten Belages in Relief
DE2326518C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines in Reliefform zusammengesetzten Belages
DE2602839A1 (de) Herstellungsverfahren von geformten platten aus pappe und schaumstoff, und so hergestellte platten
EP0300118A2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Giessbandes aus Silikon zum Giessen einer Kunststoffolie mit einer Narbung, insbesondere einer natürlichen Ledernarbung
DE2413225C3 (de) Verfahren zum Übertragen einer Dekorationsschicht von einer Trägerbahn auf eine Kunststoffbahn, insbesondere eine Verpackungsmaterialbahn
DE1769981C3 (de)
DE3009976A1 (de) Nassanzugmaterial und daraus hergestellter nassanzug
EP0105046A2 (de) Verfahren zum Zurichten von Spaltleder oder Vliesen, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und nach dem Verfahren zugerichtetes Spaltleder oder Vlies
DE3141756A1 (de) Schichtkoerper und verfahren zu dessen herstellung
DE2743809A1 (de) Boden- oder wandbelag
DE2539497A1 (de) Kompressibles drucktuch
DE1794235C3 (de) Praegeeinlage und Verfahren zu deren Herstellung
DE1504351C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines aus aufeinanderliegenden Bahnen bestehenden Verbundkörpers
DE2146309C3 (de) Verfahren zum Herstellen einer Bahn für faserverstärkte elastomere Hochdruckdichtungen
DE2539970A1 (de) Folienartiges verkleidungsmaterial und dessen herstellungsverfahren
DE1504397C (de) Verfahren zur Herstellung eines auf der Oberfläche gemusterten Gießbandes
DE1504397B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines auf der Oberflaeche gemusterten Giessbandes
DE2128475B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines geprägten Verbundmaterials mit WiIdledernarbung
DE2124779A1 (en) Two-layered shoe material - comprising a lining and a layer of thermoplastic
DE29908503U1 (de) An seiner Oberfläche mit einer Zurichtung versehenes Leder
DE202011004252U1 (de) Ein wasserfester Verbundwerkstoff
DE817251C (de) UEberzug fuer Satteldecken
DE2801228A1 (de) Boden- oder wandbelag und verfahren zu seiner herstellung
DE1479908C3 (de) Tiefgepragte Kunststoffolie und Ver fahren zu ihrer Herstellung
DE202018006061U1 (de) Vorrichtung für die Nachbehandlung eines homogenen Bodenbelags