DE1503136C - Kappenförmiges Verschlußstück für ein durch eine Treibladung betätigtes Andrückwerkzeug zum Andrücken lötfreier Anschlußklemmen - Google Patents
Kappenförmiges Verschlußstück für ein durch eine Treibladung betätigtes Andrückwerkzeug zum Andrücken lötfreier AnschlußklemmenInfo
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Description
Durch die belgische Patentschrift 589 475 ist ein Andrückwerkzeug zum Andrücken lötfreier Anschlußklemmen
an elektrische Leiter bekanntgeworden, dessen Betätigung durch eine Patrone aus thermoplastischem
Material mit Treibladung erfolgt, deren Zündhütchen an einem in der Patronenhülse
verschiebbaren, die Treibladung abschließenden Stopfen vorgesehen ist und von einem innerhalb der
Hülse bewegbaren Schlagbolzen gezündet wird. Eine derartige Patrone ist in der vorveröffentlichten USA.-Patentschrift
3 007 409 beschrieben.
Bei dem bekannten Andrückwerkzeug wird die in die Explosionskammer eingesetzte Patrone durch eine
aufschraubbare Verschlußkappe gegen eine Schulterfläche des die Explosionskammer bildenden Endkeiles
des Werkzeuges dicht abschließend angepreßt.
Bei der bekannten Anordnung wird die zur Durchführung des Andrückvorganges erforderliche Schubkraft
auf den beweglichen Gesenkteil des Andrückwerkzeuges dadurch ausgeübt, daß dieser Gesenkteil
mit dem zugleich als Schlagbolzen wirkenden, sich in die Patronenhülse hinein erstreckenden Schubstößel
in Verbindung steht. Bei Beendigung des Arbeitshubes verschweißt sich der durch die Explosionsgase
vorgetriebene Stopfen der Patrone mehr oder minder stark am Vorderende der Patronenhülse, so daß die
bei der Zündung der Treibladung freigesetzten Gase eingeschlossen gehalten werden und nicht in diejenigen
Teile des Werkzeuges, dieselben korrodierend, eindringen können. Es ergibt sich zugleich, daß die
aus thermoplastischem Material bestehende Patronenhülse durch den Druck der in ihrem Inneren zurückgehaltenen
Gase, auch nach Abkühlung derselben, aufgeweitet wird und dadurch nur relativ schwer aus
der Patronenkammer herausziehbar ist.
Die Erfindung bezweckt, das Herausziehen der Patrone zu erleichtern.
Ein kappenförmiges Verschlußstück zum Aufsetzen auf das Ende der Explosionskammer eines Andrückwerkzeuges
zum Andrücken lötfreier Anschlußklemmen an elektrische Leiter, dessen Betätigung
durch eine Patrone aus thermoplastischem Material mit Treibladung erfolgt, deren Zündhütchen an einem
in der Patronenhülse verschiebbaren, die Treibladung abschließenden Stopfen vorgesehen ist und von einem
innerhalb der Hülse bewegbaren Schlagbolzen gezündet wird, kennzeichnet sich gemäß der Erfindung dadurch,
daß in der Kappe eine Spitze vorgesehen ist, die beim Aufsetzen der Kappe und Andrücken des
Bodenflansches der Patrone an eine Schulter des Verschlußstückes den Patronenboden durchstößt.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, daß die Kappe auf einen Gewindehals des
Werkzeugendes aufschraubbar ist und die Spitze sich in der Achse der Verschlußkappe erstreckt.
Der durch die Erfindung erzielte Fortschritt ist darin zu sehen, daß beim Aufschrauben der Verschlußkappe
der Boden der Patrone bereits durchbohrt wird, jedoch dabei nach wie vor der Innenraum
der Patrone abgeschlossen ist. Wird nach erfolgter Explosion die Verschlußkappe etwas zurückgedreht,
so tritt zunächst die Spitze aus dem Boden der Patrone aus, und es wird dadurch eine Austrittsöffnung
freigegeben, durch die die bereits abgekühlten Explosionsgase langsam austreten können, so daß
eine Druckentlastung des Innenraumes der Patronenhülse stattfindet und die Patrone nunmehr leichter
aus der Patronenkammer herausziehbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der nachfolgenden Beschreibung im Zusammenhang mit
den Figuren erörtert. Von den Figuren zeigt
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Verschlußstückes in teilweise
zusammengesetztem Zustand,
Fig. 2 eine ähnliche Darstellung in vollständig
zusammengesetztem Zustand.
Das in den Figuren nur teilweise dargestellte
ίο Werkzeug ist zur Betätigung durch eine Patrone 4
ausgebildet, die eine im wesentlichen zylindrische Wandung 5 hat und aus thermoplastischem organischem
Material besteht.
Die bereits vorbekannte Patrone 5 ist an ihrem Ende 6 offen und hat an ihrem Patronenboden 7 einen Flansch 8, der mit der zylindrischen Wandung 5 der Patrone zusammenhängt. In der Patrone ist ein Stopfen 9 vorgesehen, der das Zündhütchen 10 enthält, welches die Pulverladung 11, die sich zwischen dem Stopfen 9 und dem Boden 7 befindet, zur Explosion bringt, wenn durch den innerhalb der Zylinderhülse 5 beweglichen Schlagbolzen das Zündhütchen 10 zur Explosion gebracht wird.
Die bereits vorbekannte Patrone 5 ist an ihrem Ende 6 offen und hat an ihrem Patronenboden 7 einen Flansch 8, der mit der zylindrischen Wandung 5 der Patrone zusammenhängt. In der Patrone ist ein Stopfen 9 vorgesehen, der das Zündhütchen 10 enthält, welches die Pulverladung 11, die sich zwischen dem Stopfen 9 und dem Boden 7 befindet, zur Explosion bringt, wenn durch den innerhalb der Zylinderhülse 5 beweglichen Schlagbolzen das Zündhütchen 10 zur Explosion gebracht wird.
Die auf das die Explosionskammer 3 bildende Ende 3 des Werkzeuges aufschraubbare Verschlußkappe
12 hat eine Aushöhlung 13 mit einer Spitze 14 an der Bodenfläche 15, auf die sie sich in axialer
Richtung erstreckt.
Wenn das Werkzeug geladen werden soll, wird die Kappe 12 abgeschraubt und die Patrone eingesetzt,
bis der Flansch 8 an der Schulter des Werkzeugendes 2 abschließt. Es wird darauf die Kappe 12 so
aufgeschraubt, daß die Spitze 14 den Patronenboden 7 durchstößt und der Flansch 8 zwischen der
Bodenfläche 15 der Kappe und der Schulter des Werkzeugendes 2 eingeschlossen wird, wobei das
Ende der Spitze 14 in den Innenraum der Patronenhülse 5 eindringt.
Darauf wird die Ladung 11 durch Ausübung eines Schlages des Zündbolzens auf das Zündhütchen 10
zur Zündung gebracht, so daß die Gase, die sich durch das Abbrennen der Ladung 11 ergeben, den
Stopfen 9 in der Patronenhülse 5 nach vorn schieben, wobei die Patronenhülse 5 durch die Gase gegen die
Bohrung des Verschlußstückes 3 gedrückt wird.
Schließlich verschweißt sich der Stopfen 9 mit der Patronenhülse 5. Dadurch können die im Inneren der
Patronenhülse entwickelten Gase nicht abweichen.
Um die abgefeuerte Patrone aus dem Verschlußstück zu entfernen, wird die Kappe 12 abgeschraubt,
so daß die Spitze 14 aus der öffnung 16 herausgezogen
wird, welche sie in dem Boden der Patronenhülse 5 verursacht hatte, so daß die Gase aus der
Patronenhülse 5 durch die gebildete öffnung 16 austreten können. Da nunmehr die Patronenhülse 5 nicht
langer unter Gasdruck gegen die Wandung der Bohrung der Explosionskammer 3 gepreßt wird, kann
leicht die Patrone von Hand entfernt werden.
Dadurch, daß die Spitze 14 konisch ist, wird zunächst ein gasdichter Verschluß zwischen der Spitze
14 und der Wandung der eingestochenen öffnung 16 aufrechterhalten.
Claims (2)
1. Kappenförmiges Verschlußstück zum Aufsetzen auf das Ende der Explosionskammer eines
Andrückwerkzeuges zum Andrücken lötfreier An-
schlußklemmen an elektrische Leiter, dessen Betätigung durch eine Patrone aus thermoplastischem
Material mit Treibladung erfolgt, deren Zündhütchen an einem in der Patronenhülse verschiebbaren,
die Treibladung abschließenden Stopfen vorgesehen ist und von einem innerhalb der Hülse bewegbaren Schlagbolzen gezündet
wird, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kappe (12) eine Spitze (14) vorgesehen ist, die
beim Aufsetzen der Kappe (12) und Andrücken des Bodenflansches (8) der Patrone (5) an eine
Schulter des Verschlußstückes (1) den Patronenboden durchstößt.
2. Verschlußstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe (12) auf einen
Gewindehals (2) des Werkzeugendes (1) aufschraubbar ist und die Spitze (14) sich in der
Achse der Verschlußkappe (12) erstreckt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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