DE14992C - Neuerungen an Chubb-Schlössern, bei welchen die Zuhaltungen nicht direkt, sondern durch unter Einwirkung des Schlüssels stehende Hebel bewegt werden - Google Patents

Neuerungen an Chubb-Schlössern, bei welchen die Zuhaltungen nicht direkt, sondern durch unter Einwirkung des Schlüssels stehende Hebel bewegt werden

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DE14992C
DE14992C DENDAT14992D DE14992DA DE14992C DE 14992 C DE14992 C DE 14992C DE NDAT14992 D DENDAT14992 D DE NDAT14992D DE 14992D A DE14992D A DE 14992DA DE 14992 C DE14992 C DE 14992C
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DE
Germany
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tumblers
key
chubb
locks
bolt
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DENDAT14992D
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Original Assignee
TH. HERSCHLEB in Hamburg
Publication of DE14992C publication Critical patent/DE14992C/de
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B21/00Locks with lamelliform tumblers which are not set by the insertion of the key and in which the tumblers do not follow the movement of the bolt e.g. Chubb-locks

Landscapes

  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 68: Schlosserei.
(S A
Der Zweck dieser Neuerung ist, dem Schlofs eine gröfsere Festigkeit und Sicherheit gegen gewaltsames und unbefugtes Oeffnen zu geben.
Dieses wird dadurch erreicht, dafs die Zuhaltungen gesondert zwischen festen Führungsstücken angeordnet sind und nur eine geradlinige Bewegung machen, die ihnen durch Hebel, welche einen gemeinschaftlichen Drehpunkt besitzen, ertheilt wird. Durch diese Hebelübertragung wird eine gröfsere Empfindlichkeit und präcise Bewegung der Zuhaltungen erzielt. Jede der letzteren besitzt zwei Ausschnitte. In dem unteren Ausschnitt, dessen Kanten abgeschrägt sind, haben die Hebelenden ihre Führung. Die oberen Ausschnitte decken sich bei dem geöffneten Schlofs und nehmen einen, auf dem Riegel genieteten Zuhaltungsstift in sich auf. Dieser Stift befindet sich in geschlossenem Zustande des Schlosses aufserhalb der Einschnitte und liegt gegen die Seitenkanten der Zuhaltungen an, welche wieder an die durch ein massives Eisenstück verstärkte Wand des Kastens anliegen und sich in einer Weise verschoben haben, dafs sie nur durch genau zusammenwirkende Bewegungen sämmtlicher Schlofstheile in solche Lage gebracht werden können, dafs der Zuhaltungsstift ungehindert in die Einschnitte eintreten kann, wodurch dann das Schlofs geöffnet ist.
Die Verstärkung der Schlofswand an der Stelle, wo die Zuhaltungen gegenliegen, hat den Zweck, das Zurücktreiben des Riegels unmöglich zu machen.
Beiliegende Zeichnung stellt ein Schubschlofs dar, welches nach dieser Erfindung construirt ist.
. Fig. ι zeigt das Schlofs in geöffnetem, Fig. 4 in geschlossenem Zustand. Fig. 2, 3 und 5 sind bezw. Grundrifs und Querschnitte des Schlosses im Zustand der Bewegung. Fig. 6 bis 9 sind Details des Schlosses.
A1 A3 . . sind die Zuhaltungen niit den Ausschnitten α und b. Jede Zuhaltung trägt am oberen Ende einen längeren, in einer geschlitzten Leiste geführten Stift c, auf welchem eine Schraubenfeder s angebracht ist, welche auf die Zuhaltung einen Druck nach unten ausübt.
Die oberste Zuhaltung A1 ist in Fig. 6 und 7 dargestellt, woraus zugleich die Art der Verbindung mit den Hebeln ersichtlich ist. Die unteren Zuhaltungen A2 As A^ und As sind so geformt, wie Fig. 8 und 9 zeigen. Jedoch unterscheiden sich dieselben dadurch von einander, dafs die Entfernungen des Ausschnittes a von b bei allen verschieden angeordnet sind.
ρ p1 pt sin(j Führungsstücke für die Zuhaltungen, F2 ist gleichzeitig die Verstärkung an der hinteren Schlofswand, welche das Zurücktreiben des Riegels verhindert. Bx B2 . . sind die die Zuhaltungen bewegenden Hebel. R ist der Schlofsriegel, welcher, da das gezeichnete Schlofs ein zweitouriges ist, mit zwei Angriffsnuthen m und n versehen ist. Auf dem Riegel ist der Zuhaltungsstift C festgenietet. Der Riegel besitzt aufserdem einen Schlitz 0, um den Stift D1 an welchem die Hebel ihren ge-
meinschaftlichen Drehpunkt haben und welcher durch den Riegel hindurchtritt, durchzulassen.
Fig. i, 2 und 4 stellen Ansichten des Schlosses von der Rückseite dar.
Um das Schlofs zu schliefsen, wird der in beiliegender Zeichnung auf einem Dorn geführte Schlüssel .S in der Richtung des Pfeiles herumgedreht, worauf die Abstufungen des Bartes wie folgt eingreifen.
Zuerst wird der Hebel B1 gehoben und durch diesen die Zuhaltung A1. Bei der höchsten Stellung von A 1 beginnt die seitliche Bewegung des Riegels, indem dann der entsprechende Theil des Bartes gegen eine Seitenfläche des Ausschnitts m anstöfst. Aufserdem bewegt sich A1 abwärts infolge der abgeschrägten Form des Zuhaltungsstiftes C und des Zuhaltungsausschnitts α (s. Fig. 2).
Nach der ersten Tour hat dann A1 seine Anfangsstellung eingenommen und C ist in die in Fig. 2 punktirte Stellung gebracht worden, der Riegel also halb aus dem Schlofs herausgetreten.
Die Zuhaltungen A 2 A 3 Ai A 5 werden durch den Stift C in ihrer Lage festgehalten, und die Ausschnitte der zugehörigen Hebel sind so angeordnet, dafs die entsprechenden Absätze des Bartes sich frei in ihnen bewegen.
Bei der zweiten Tour wird wieder, wie bei der ersten Tour, zunächst A1 gehoben und dann der Riegel bei gleichzeitiger Niederbewegung von Al so weit seitwärts vorgeschoben, dafs C frei von den Zuhaltungen wird. Diese folgen dem Druck der Federn s und bewegen sich abwärts, bis die Hebelenden gegen F stofsen und nun die Ausschnitte b sich decken, wie Fig. 4 zeigt. Jetzt befindet sich das Schlofs in geschlossenem Zustand, und ist es dabei unmöglich, den Riegel in das Schlofs zurückzutreiben, weil derselbe mit dem Stift C gegen die Zuhaltungen stöfst, welche nach keiner Seite ausweichen können.
Soll das Schlofs geöffnet werden, so müssen die Schlofstheile die eben beschriebenen Bewegungen in umgekehrter Reihenfolge ausführen. Zunächst werden die Hebel B1 2?2 . . gehoben und dadurch A 2 A 3 Ai und A 5 in die Anfangslage gebracht. A1 und B' machen die zur Aufnahme des Stiftes C in den Schlitz α nöthigen Bewegungen, bis der Riegel nach zwei Touren ganz in das Schlofs eingetreten, dieses also geöffnet ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH:
    An Chubb-Schlössern die vom Schlüssel getrennten Zuhaltungen A1A2. ., welche mit den hinteren Kanten gegen eine Verstärkung F2 des Schlofskastens ruhen und durch die freien Enden der Hebel B1B2. . geradlinig bewegt werden, welche durch Drehung des Schlüssels gehoben werden und deren Drehaxe D durch einen Schlitz ο des Riegels hindurchtritt, zum Zweck, den Zuhaltungen durch Uebersetzung eine grofse Bewegung zu ertheilen und den Riegel gegen gewaltsames Zurücktreiben zu schützen.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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