DE148104C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
- C10J3/00—Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
- C10J3/58—Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels combined with pre-distillation of the fuel
- C10J3/60—Processes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein neues Verfahren samt Vorrichtung zur Erzeugung
von Mischgas durch die Verbrennung einer Säule rohen oder bituminösen
Brennstoffes, dessen Erzeugnisse durch eine weißglühende Koks- oder Holzkohlensäule
angereichert und gereinigt werden.
Wie bekannt, entsteht durch die Verbrennung der Säule rohen Brennstoffes unter
ίο Einwirkung eines am Fuße der Säule einge-.
blasenen, gegebenenfalls mit Wasser oder Wasserdampf gemischten Luftstromes ein
Gemisch der eigentlichen Verbrennungsgase und des Wassergases, welches durch die Einwirkung
der eigenen Feuchtigkeit des Brennstoffes oder des eingespritzten Wassers auf
den im Überschuß vorhandenen Kohlenstoff entsteht, mit den durch die teilweise Destillation
des rohen Brennmaterials erzeugten Gasen.
Diese Mischung durchstreicht eine weißglühende Kokssäule von unten nach oben
und wird dabei angereichert und gereinigt. Durch diese Kokssäule werden die Gase reduziert
und die Rauchgase zersetzt, so daß nur beständige, filtrierte und von ihren staubartigen
Verunreinigungen befreite Gase entweichen.
Das Neue besteht in Hilfsmitteln, durch welche in vollständigerer Weise die Zerstörung
der Teerprodukte gesichert und in vollkommenerer Weise das Verstopfen der Kokssäule
durch Schlacke vermieden wird. Diese Wirkung wird dadurch erzielt, daß man zwischen
der die Gase erzeugenden Säule rohen Brennstoffes und der Reinigungssäule eine
von Kohle freie Kammer anordnet, in welcher die teerigen Bestandteile durch Einblasen
eines besonderen Luftstromes verbrannt werden, und in der die Schlacken sich ablag'ern,
ohne die Kokssäule zu erreichen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines derartigen im Schnitt gezeichneten
Gaserzeugers dargestellt.
A ist die Beschickungsöffnung, durch welche der Hohlraum B mit rohem Brennstoff
gefüllt wird. Der untere Teil dieses Hohlraumes bildet den Herd C', der durch
einen Deckel j abgeschlossen wird und mit einem Aschenfall d nebst Überlauf c versehen
ist. Bei α befindet sich ein Rohransatz, der gestattet, Wasser auf die stufenartig
übereinander angeordneten Platten b, bl, b2 usw. zu leiten. Das Gebläserohr e dient
zur Einleitung der nötigen Verbrennungsluft in den unteren Teil der Säule des rohen
Brennstoffes.
Neben dem Brennstoffschacht B ist ein hoher senkrechter Schacht E angeordnet, der
durch die Beschickungsöffnung k mit Koks gefüllt wird. Oberhalb dieses Schachtes befindet
sich der zur Ableitung der Gase dienende Rohransatz i, und unterhalb des Schachtes ist die Reinigungsöffnung g vorgesehen.
Zwischen den Schächten B und E ist ein wagerechter Kanal D angeordnet, in den huf
Luft eingeführt werden kann. Dieser Kanal zwingt die .beiden Säulen des rohen Brenn-
Claims (2)
- materials und des Kokses sich zu böschen und läßt zwischen diesen Böschungen einen freien Raum, in den das Gebläse/"einmündet.Der Gaserzeuger wird in Betrieb gesetzt, indem man anfangs durch das Gebläse eeinen Überschuß von Luft einleitet, und zwar so lange, bis die Kokssäule im Schachte E weißglühend geworden ist. Alsdann regelt man den Lufteintritt bei e auf den normalenίο Betrieb. Ist der Feuchtigkeitsgehalt des Brennstoffes nicht genügend hoch, so führt man durch α Wasser ein.Das im unteren Teile der Säule im Schachte B erzeugte gasförmige Gemisch gelangt mit hoher Temperatur und beladen mit teerigen und reduzierbaren Bestandtteilen sowie mit festen Teilchen in den Raum D. Bevor das Gemisch jedoch zur Kokssäule gelangt, wird ihm nochmals Luft zugeführt, die durch teilweise Verbrennung und Zersetzung den größten Teil der teerigen Bestandteile zerstört. Die Geschwindigkeit der Gase in der Kammer D wird infolge des großen freien Querschnittes der letzteren verlangsamt, was das Absetzen der Staubteilchen bewirkt. Die durch die Kokssäule bewirkte Reinigung wird also, beträchtlich erleichtert. Da in dem wagerechten Kanäle die Teerprodukte und Kohleteilchen vor ihrem Eintritt in das Koksfilter verbrannt werden, so wird letzteres niemals durch Staubteilchen und Schlacke verunreinigt. Seine Rolle wird nur darauf beschränkt, den Wasserdampf und die Kohlensäure in den Zustand brennbarer Gase überzuführen. Der noch nicht verbrannte oder zersetzte Teil der Teerprodukte wird in beständige Gase übergeführt. Die bei der Verbrennung in der Kammer D erzeugte Wärme erhält die Kokssäule im Glühzustande.Es ist z\veckmäßig, hervorzuheben, wie wichtig es ist, daß gerade unter den hier angeführten besonderen Bedingungen die nochmalige Zuführung von Luft sich vollzieht.Es würde auf jeden Fall für die gute Arbeitsweise der Vorrichtung nachteilig sein, die zweite Luftzuführung inmitten der kohlehaltigen Masse der Zersetzungssäule vorzunehmen. Man würde dadurch nur erreichen, daß in der Säule eine große Menge Kohle verbrannt wird, und daß eine besondere Strömung für die sehr armen Gase der zweiten Verbrennung geschaffen wird. Die von dem Herde herkommenden Gase, die zerlegt und gereinigt werden sollen, würden nicht an der so erzeugten unbeabsichtigten Bewegung teilnehmen , sondern ihren eigenen Weg gehen, auf dem sie wenig oder gar nicht der Hitze der zweiten Verbrennung ausgesetzt sein wurden. Die Zersetzungssäule würde also nicht die beabsichtigte Wirkung auf die Gase, der ersten Brennstoffsäule ausüben.Der wagerechte Kanal, der die beiden Säulen miteinander verbindet und der in jedem Falle genügend hoch sein muß, um die Entstehung freier, die Kammer D eingrenzender Böschungen zu ermöglichen, gestattet ein Mischen der Gase und Teerprodukte durch das zweite Gebläse. Die in der Kammer D erzeugten Verbrennungen führen der Zersetzungssäule die zum Ersetzen der durch die Reduktion entstandenen Wärmeverluste notwendige Temperatur wieder zu. >Der beschriebene Gaserzeuger ist, wie erwähnt, nur ein Ausführungsbeispiel, dessen Einzelheiten abgeändert werden können, jedoch mit dem Vorbehalt, daß die beiden Säulen und die mit Luftzuführung versehene Kammer zwischen der Säule des Brennstoffes und der Kokssäule beibehalten bleibt. Die Luftzuführung kann übrigens durch Einblasen oder Ansaugen erfolgen.Pate nt-Ak Sprüche:ι. Verfahren zur Erzeugung von Mischgas durch Verbrennung rohen Brennstoffes am Fuße einer aus diesem gebildeten Säule und Reduktion der so erhaltenen Gase in einer weißglühenden Kokssäule, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Säule des rohen Brennstoffes kommenden Gase und Dämpfe, bevor sie mit der Reinigungssäule in Berührung kommen, in einem zwischen den beiden Säulen angeordneten freien Räume durch Zuführen von Luft teilweise verbrannt werden.
- 2. Eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem zur Aufnahme des rohen Brennstoffs dienenden Behälter und dem die Redukti'onssäule aufnehmenden Schachte ein wagerechter Kanal angeordnet ist, der genügende Länge besitzt, um zwischen den Böschungen der beiden Brennstoffsäulen einen freien Raum oder eine Kammer entstehen zu lassen, in die durch ein zweites Gebläse Luft eingeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Country Status (1)
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