DE1457789C - An das Hebegestänge einer Zugmaschine anbaubare, Laufräder aufweisende Drillmaschine oder ähnliche landwirtschaftliche Arbeitsmaschine - Google Patents

An das Hebegestänge einer Zugmaschine anbaubare, Laufräder aufweisende Drillmaschine oder ähnliche landwirtschaftliche Arbeitsmaschine

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DE1457789C
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Inventor
Jörg; Botsch Dieter Dipl.-Ing.; 6927 Bad Rappenau Botsch
Original Assignee
Gebr. Botsch, 6927 Bad Rappenau
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Description

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Die Erfindung betrifft eine an das Hebegestänge ändert. Auf Grund dieser Ausbildung braucht bei einer Zugmaschine anbaubare, Laufräder auf- der Konstruktion der Arbeitsmaschine nicht darauf weisende Drillmaschine oder ähnliche landwirtschaft- Rücksicht genommen zu werden, daß sich der liehe Arbeitsmaschine, die mit ihrem Schwerpunkt in Schwerpunkt möglichst weit vorn befindet, denn er einer ersten Phase des Anhebevorganges unter 5 wird ja vor dem Anheben mittels des Hebegestänges gleichzeitigem Anheben der Arbeitswerkzeuge vom so weit nach vorn bewegt, daß das Anheben und Boden auf die Zugmaschine zu bewegt wird und in Tragen durch die Zugmaschine wesentlich erleichtert einer zweiten Phase vom Boden abgehoben wird. ist. Bei der beschriebenen bekannten Drillmaschine Das Anheben der Arbeitsmaschine hat hauptsächlich wird letztere auf Grund der besonderen Gestängeden Zweck, das Wenden der Zugmaschine bei der io ausbildung beim Anheben der Säschare in ihrer GeArbeit auf dem Felde zu erleichtern.' samtheit ein kleines Stück auf die Zugmaschine zu
Es sind Drillmaschinen bekannt, bei denen der bewegt, bevor das Anheben erfolgt. Da eine land-Schwerpunkt etwa in einer durch die Laufradachse wirtschaftliche Arbeitsmaschine aber ohnehin nicht gehenden vertikalen Querebene etwas über oder mehr als nötig von der Zugmaschine entfernt angeunter der Achse liegt. Diese Schwerpunktanordnung 15 bracht wird, steht kaum Raum für das Heranziehen hat den Vorteil, daß die Maschine auch unabhängig der gesamten Arbeitsmaschine vor dem Anheben zur von der Zugmaschine von einer Person leicht ge- Verfügung. Erst die erfindungsgemäße Ausbildung handhabt werden kann. Ein Nachteil dieser be- gestattet eine wesentliche Entlastung der Zugkannten Bauart besteht jedoch darin, daß die Sä- maschine beim Anheben.
schare in Querrichtung meist nur bis zur Innenseite 20 Zweckmäßigerweise erfolgt die Schwerpunkt-
der Laufräder in Arbeitsstellung gebracht werden Verlagerung durch Schwenken der Arbeitsmaschine
können und in dieser Lage durch die sich unmittel- um eine horizontale Querachse. Die Querachse ist
bar daneben drehenden Räder in ihrem Arbeits- bevorzugt die Laufradachse,
vermögen behindert werden. Vorzugsweise wird der Schwerpunkt in der ersten
Um diesen Nachteil zu vermeiden, hat man bereits 25 Phase von einer hinter der Laufradachse liegenden
die Laufräder und Säschare in Fahrtrichtung der Ma- Stelle bis in die Nähe der durch die Laufradachse
schine zueinander derart versetzt, daß sich die Lauf- verlaufenden lotrechten Ebene vorgeschoben. Diese
räder vor oder hinter den Säscharen befinden. Bei Ausbildung schafft besonders günstige Gewichts-
dieser Bauart befindet sich jedoch der Schwerpunkt Verhältnisse in Verbindung mit guter Zugänglichkeit
der Maschine in einem beträchtlichen Abstand vor 30 und Handhabungsmöglichkeit,
oder hinter der Laufradachse, so daß die Hand- Weiter kann eine sich während der ersten Phase
habung der Maschine unabhängig von der Zug- aufstellende und beim Anfahren abknickende Stütze
maschine und insbesondere ihr An- oder Abbau an vor der Laufradachse vorgesehen sein, um nach dem
der Zugmaschine erschwert sind. Absetzen der Arbeitsmaschine durch die Zug-
Schließlich. ist bereits eine Drillmaschine der ein- 35 maschine zunächst das Aufsetzen der Arbeitswerkgangs genannten Gattung bekannt (dänische Patent- zeuge auf den Boden zu vermeiden. Sobald die Zugschrift 90 952), bei der in einer ersten Phase die Sä- maschine anfährt, kippt die Stütze ab und gibt die schare vom Boden angehoben werden. Dieser An- Arbeitswerkzeuge zur Arbeit im Boden frei,
hebevorgang ist auf Grund der besonderen Gestänge- Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der nachausbildung mit einem leichten Heranziehen der 40 folgenden Beschreibung mehrerer Ausführungs-Drillmaschine an die Zugmaschine und mit einer ge- beispiele zu entnehmen. Hierbei zeigt jeweils in ringen Schwenkung nach hinten verbunden. Je nach Seitenansicht einer an eine Zugmaschine angeden Maßen und der Anordnung der einzelnen Teile schlossenen Drillmaschine
der Drillmaschine sowie deren Füllungsgrad kann F i g. 1 eine Ausführungsform, bei der die Arbeits-
während der ersten Phase eine leichte Verlagerung 45 maschine mittels zweier kniegelenkartig zwischen
des Schwerpunktes auf die Zugmaschine zu erfolgen. Tragsystem und Arbeitsmaschine zwischengeschalte-
In einer zweiten Phase wird dann die Drillmaschine ter Lenker geschwenkt wird,
durch das Hebegestänge der Zugmaschine vom F i g. 2 eine Ausführungsform, bei welcher das
Boden abgehoben. Der Nachteil der bekannten Drill- Tragsystem selbst kniegelenkartig ausgebildet ist, und
maschine besteht darin, daß das Hebegestänge der 50 F i g. 3 eine Ausführungsform, bei der das Trag-
Zugmaschine beträchtliche Kräfte zum Anheben der gestell der Arbeitsmaschine selbst, in Verbindung mit
Drillmaschine in der zweiten Phase aufbringen muß zusätzlichen Lenkern, als Teil eines Tragsystems
und daß die Zugmaschine nach dem Anheben der ausgebildet ist und das Anheben der Arbeitsmaschine
Drillmaschine im zweiten Arbeitsgang ein starkes durch einen Seilzug erfolgt.
Übergewicht nach hinten besitzt, was insbesondere 55 In F i g. 1 ist die Zugmaschine schematisch mit 10
für volle Behälter gilt, da dann der, Schwerpunkt be- angedeutet. Zum Anschluß der Arbeitsmaschine
sonders hoch liegt. dienen zwei zu beiden Seiten der lotrechten Längs-
Ziel der' Erfindung ist eine Drillmaschine oder mittelebene der Zugmaschine angeordnete untere ähnliche landwirtschaftliche Arbeitsmaschine der Anschluß- oder Hebelenker 11 sowie ein oberer, uneingangs genannten Gattung, welche von der Zug- 60 gefähr in der lotrechten Längsmittelebene der Mamaschine leichter angehoben und getragen werden schine angeordneter, z. B. längeneinstellbarer Ankann, schlußlenker 12. An diese drei Lenker 11 bzw. 12 ist
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung die Arbeitsmaschine in drei Punkten mittels eines
vor, daß der Schwerpunkt der Arbeitsmaschine in als Dreipunkthalter ausgebildeten und das Trag-
der ersten Phase des Anhebens relativ zu der durch 65 system der Arbeitsmaschine bildenden Tragelementes
die Laufradachse und den Anlenkpunkt des Ober- 13 angeschlossen. Letzteres weist zu diesem Zweck
lenkers aufgespannten Ebene so verlagert wird, daß ein mit ihm fest verbundenes Anschlußstück 14 mit
sich der Abstand des Schwerpunktes zu dieser Ebene einem Anschlußgelenkbolzen 15 sowie einen bzw.
3 . 4
zwei seitliche Anbaubolzen 16 auf, welche jeweils in zogen, wobei sie mittels ihrer Laufräder 27 auf dem einem lotrechten Schlitz 17 gleiten können und zum Boden fährt. Das durch die Lenker 32, 33 gebildete Anschluß an den oder die unteren Lenker 11 der Kniehebellenkerpaar ist gestreckt und die Arbeits-Zugmaschine 10 dienen. Das Anschlußstück 14 kann maschine mit dem Tragrahmen 22 um die Laufradmit dem Tragelement 13 bei 18 im Winkel einstell- 5 achse 21 nach hinten abwärts in Pfeilrichtung b gebar verbunden sein. schwenkt. Stützglied 39 α und Stützhebel 41 sind in
An einem bzw. an zwei nach hinten gerichteten an sich bekannter Weise im Gelenk 40 gegeneinander
Armen 19 des Tragelementes ist der Gerätetrag- eingeknickt.
körper 20 in einem Gelenk 21 angelenkt. Die Ar- Soll die Arbeitsmaschine unabhängig von der Zugbeitsmaschine weist einen Gerätetragkörper 20 auf, io maschine 10, z. B. unter Verwendung einer Deichsel der aus einem bei 21 an das Tragelement 13 ange- 38, transportiert werden, werden zunächst, während lenkten Tragrahmen 22 bzw. einem entsprechenden die Arbeitsmaschine noch an die Zugmaschine an-Traggestellteil und einem Saatgutbehälter 23 besteht, geschlossen ist, durch Betätigen des Krafthebers die an dessen unteren Teil ein Sämechanismus 24 ange- Lenker 11 in Pfeilrichtung χ hochgeschwenkt, wobaut ist. Aus diesem Sämechanismus wird das Saat- 15 durch die Anbaubolzen 16 im Schlitz 17 nach oben gut über die z. B. abwechselnd im Winkel zueinander in die Lage 16' gleiten, hierbei den Druckarm 36 in versetzten Rohre 25 verteilt, die ihrerseits zu den die Lage 36' mitnehmen und dadurch das Knieentsprechend in Fahrt-und Querrichtung zueinander gelenk 35 unter Einknicken der beiden Lenker 32 versetzten Säscharen 26 führen. Die Anordnung ist und 33 gegeneinander in die Lage 35' hebt. Das hierbei so getroffen, daß die Säschare26 hinter den ao den Lenker 33 mit dem Tragrahmen 22 der Arbeits-Laufrädern 27 der Arbeits- oder Drillmaschine maschine verbindende Gelenk 33 α gelangt dadurch liegen, wobei die Laufradachse der z. B. in Achs- in die Lage 33 a' bzw. wird der Tragrahmen 22 in die richtung einstellbaren Räder 27 mit der Gelenkachse Lage 22' und der Gerätetragkörper 20 der Arbeits-21 der Arbeitsmaschine zusammenfällt. maschine in die Lage 20' um die mit der Laufrad-
Am Tragrahmen 22 oder einem anderen ge- 35 achse 21 zusammenfallende waagerechte Schwenkeigneten Teil der Arbeitsmaschine können an Aus- achse 21 geschwenkt. Die Säschare 26 werden vom legern 28 weitere Bodenbearbeitungswerkzeuge, wie Boden in die Lage 26' gehoben und der Schwerz. B. eine Egge 29, angeordnet sein. Die Säschare 26 punktS der schwenkbaren Arbeitsmaschine in Pfeilwerden durch Halteeisen 30 abgestützt, die z. B. richtung s etwa in eine Lage S' geschwenkt. Der ebenfalls mit dem Tragrahmen 22 oder einem ent- 30 Schwerpunkt liegt alsdann etwa über der Laufradsprechenden Teil bzw. an der Laufradachse 21 oder achse 21, so daß das Gewicht der Maschine mit Beeiner besonderen Achse abgestützt sind. Die Halte- zug auf die Laufradachse im wesentlichen ausgeeisen können zur Anbringung weiterer Arbeitswerk- glichen ist. Die Festhalteeinrichtung 37 hält die Arzeuge dienen, wie z. B. bei 31 angedeutet ist. beitsmaschine 20 in der strichpunktiert dargestellten
Der um die Laufradachse 21 schwenkbare Geräte- 35 hoch- bzw. nach vorn geschwenkten Lage fest, so tragkörper 20 der Arbeitsmaschine ist des weiteren daß diese auch nach Abkuppeln des Traggestells 13 durch ein Lenkerpaar 32, 33 mit einem Arm 34 am in den Gelenkpunkten 15 und 16 von der Zug-Tragelement 13 bzw. am Anschlußstück 14 ver- maschine 10 in der hochgeschwenkten Lage gehalten bunden. Die beiden Lenker 32 und 33 bilden ein wird. Die Funktion der Festhalteeinrichtung 37 kann Kniehebellenkerpaar, dessen Lenker durch ein Ge- 4° auch von der Deichsel 38 übernommen werden,
lenk 35 miteinander verbunden sind. Im Gelenk 35 Es kann nunmehr in dieser Transportstellung beist des weiteren ein Stützarm oder Druckstab 36 an- quem auf seinen Rädern 27 fortgefahren werden,
gelenkt, welcher mit dem Anbaubolzen 16 fest ver- Es sei nochmals angenommen, daß die Arbeitsbunden bzw. auf diesem abgestützt ist. Eine schema- maschine an die Zugmaschine 10 angeschlossen ist tisch angedeutete Festhalteeinrichtung 37 dient dazu, 45 und die Maschine eine Saatreihe hergestellt hat. Um die Arbeitsmaschine bzw. deren Gerätetragkörper 20 das Wenden der Maschine zur Herstellung der bein der nach vorn in Pfeilrichtung α geschwenkten, ^. nachbarten nächsten Saatreihe zu ermöglichen, muß strichpunktiert dargestellten Lage 20' festzuhalten; die gesamte Arbeitsmaschine einschließlich der Laufletzteres insbesondere dann, wenn die Maschine räder 27 vom Boden abgehoben werden. Dies genicht an die Zugmaschine angeschlossen ist, sondern s° schieht wiederum zunächst dadurch, daß mittels des an eine besondere, strichpunktiert angedeutete auf der Zugmaschine angeordneten Krafthebers die Deichsel 38, welche mit den Anbaugelenkbolzen 15 unteren Lenker 11 in Pfeilrichtung χ hochgeschwenkt bzw. einem besonderen Gelenkbolzen 15 α einerseits werden. Dadurch tritt zunächst das bereits be- und 16 in dessen Lage 16' oder in sonstiger Weise schriebene Schwenken des Gerätetragkörpers 20 um mit dem Tragelement 13 zu verbinden ist und dazu 55 die Laufradachse 21 ein, bis dieser die Lage 20' erdient, die Arbeitsmaschine unabhängig von der Zug- reicht hat. Werden nunmehr die Lenker 11 mittels maschine von Hand oder auf eine sonstige Weise auf des Krafthebers weiter in Pfeilrichtung χ geschwenkt, dem Boden zu fahren. Am Kniegelenk 35 kann des nimmt der in der Lage 16' am oberen Ende des weiteren eine Stütze 39 mit einem Stützglied 39 α an- Schlitzes 17 befindliche Anbaubolzen 16 das Traggelenkt sein, an deren unterem Ende mittels eines 60 element 13 in Pfeilrichtung χ in Höhenrichtung mit, Gelenkes 40 ein Stützhebel 41 angelenkt ist, derart, wodurch die gesamte Arbeitsmaschine in Pfeildaß bei hochgeschwenktem Gelenk 35 in dessen richtung angehoben wird. Die relative Lage des Ge-Lage 35' Stützglied 39 α und Stützhebel 41 in deren rätetragkörpers 20 bzw. der Arbeitsmaschine zu dem Lagen 39 a! und 41' in gestrecktem Zustande sich auf Tragelement 13 bleibt hierbei unverändert. Während dem Boden abstützen können. 65 sich, wie bereits;beschrieben, der Schwerpunkts des
In Fig. 1 befindet sich die Arbeitsmaschine in Ar- Gerätetragkörpers20 beim Schwenken desselben um beitsstelhrag, z.B. wird Saatgut in Pfeilrichtung c die Achse 21 nach S verlagert hat, hat eine entausgesät. Sie wird durch die Zugmaschine 10 ge- sprechende Verlagerung des Gesamtschwerpunktes 5
der im wesentlichen aus dem Gerätetragkörper 20 mit den Arbeitswerkzeugen, dem Fahrgestell mit den Rädern 27 einschließlich Tragelement 13 bestehenden Arbeitsmaschine von S0 in Pfeilrichtung i0' nach S0' stattgefunden. Entsprechend der dadurch bewirkten Annäherung des Schwerpunktes S0 an die Zugmaschine 10 ist damit auch der Hebelarm verringert worden, mit dem beim nunmehr nachfolgenden Anheben der Arbeitsmaschine diese im Sinne eines Kippens um die hintere Laufradachse der Zugmaschine 10 auf diese wirkt. Die Arbeitsmaschine kann infolgedessen mit wesentlich größerer Sicherheit von der Zugmaschine angehoben werden, wobei sich im weiteren Verlaufe des Hebens der Schwerpunkt der Arbeitsmaschine weiter von S0' nach vorn verlagert.
Soll nach erfolgter Wendung der Zugmaschine 10 die Arbeitsmaschine bei noch stehender Zugmaschine wieder auf den Boden aufgesetzt werden, indem durch Senken der Anschlußlenker 11 die Ar- ao beitsmaschine wieder auf den Boden aufgesetzt wird, so verhindert zunächst die gestreckte Stütze 39 in an sich bekannter Weise das Aufsetzen der Säschare 26 auf den Boden, damit die Austrittsöffnungen für das Saatgut nicht durch Erde oder Schlamm zugesetzt werden und dadurch die nachfolgende Sä-. arbeit verhindert wird. Beginnt die Zugmaschine 10 zu fahren, kippt der Stützhebel 41 um und gibt die Säschare 26 zur Arbeit auf dem Boden frei.
Im .Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen wie in F i g. 1 bezeichnet. Die Arbeitsmaschine ist die gleiche wie in Fig. 1. Unterschiedlich ist jedoch die Ausbildung des Tragsystems und dessen Verbindung mit der Arbeitsmaschine bzw. deren Gerätetragkörper 20. Die durch den Kraftheber betätigten unteren Lenker 11 sind durch die Anbaubolzen 16 ohne oder mit begrenztem Spiel (d. h. mit im Verhältnis zur Ausführung nach F i g. 1 geringerem Spiel) mit dem Tragsystem 50 verbunden, das aus den beiden Teilen 51 und 52 besteht, die durch einen Kniegelenkbolzen
53 gelenkig miteinander verbunden sind. Ein Lenker
54 verbindet das Tragsystem mit dem Gerätetragkörper 20, wobei er durch ein Gelenk 55 mit dem lenkerartigen Oberteil 52 des Tragsystems und durch ein Gelenk 56 mit dem Tragrahmen 22 des Gerätetragkörpers 20 verbunden ist.
Werden die Lenker 11 durch den Kraftheber in Pfeilrichtung χ angehoben, dreht sich zunächst das Tragsystemunterteil 51 um die Laufradachse 21 der Räder 27 in die Lage 51', während gleichzeitig unter der Zugwirkung des oberen Lenkers 12 das lenker-1 artige Oberteil 52 durch Einknicken im Gelenk 53, das dadurch z. B. nach 53' gelangt, in die Lage 52' nach vorn umgeklappt wird. Der Lenker 54 gelangt in die Lage 54' und der Gerätetragkörper 20 der Arbeitsmaschine in die Lage 20'.
Im übrigen ist die Wirkungsweise die gleiche wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 unter- 6c scheidet sich von den vorhergehenden dadurch, daß ein von der Arbeitsmaschine bzw. von deren Gerätetragkörper 20 gesondertes Tragsystem nicht vorhanden ist. Der Gerätetragkörper 20 bildet vielmehr teilweise selbst einen Teil des Tragsystems. Der Tragrahmen 22 des Gerätetragkörpers 20 ist über die Laufradachse bzw. Schwenkachse 21 nach vorn verlängert, wobei die Verlängerung 57 mittels eines vorderen Zapfens 58 einen doppelarmigen Hebel 59 sowie ferner mittels eines Gelenkzapfens 60 einen / weiteren Hebelarm oder Lenker 61 trägt. An das untere Ende des Hebels 59 ist mittels Anbauzapfens 62 der von dem Kraftheber auf der Zugmaschine betätigte Lenker 11 und an das obere Ende des Lenkers 61 mittels eines Anbauzapfens 63 der obere '; Lenker 12 der Zugmaschine angeschlossen. Am * oberen Ende des Hebels 59 ist ferner ein Seilzug 64 f befestigt, dessen anderes Ende bei 65 an den Tragrahmen 22 der Arbeitsmaschine angeschlossen ist. Er t ist über eine Rolle 66 geführt, welche am Lenker 61 gelagert ist. '' ;".-
Die Verlängerung 57 des Tragrahmens 22 bildet f zusammen mit dem Hebel 59 und dem Lenker 61 ·* das zur Befestigung der Arbeitsmaschine an der Zug- J maschine dienende Tragsystem. |
Werden die Hebelenker 11 in Pfeilrichtung χ auf- ΐ wärts geschwenkt, was eine Schwenkbewegung des ; Hebels 59 in Pfeilrichtung y bewirkt, wird der Seil- t zug 64 angezogen und Gerätetragkörper 20 in Pfeil- ί richtung α verschwenkt. Der Hebel 59 gelangt hierbei beispielsweise in die Lage 59', die Verlängerung i 57 des Tragrahmens 22 in die Lage 57'. Der An- i schlußzapfen 67 für den Seilzug 64 wird stark nach unten in die Lage 67' geschwenkt, so daß der Ge- ■ rätetragkörper 20 der Arbeitsmaschine in die Lage .■ 20' kommt, wobei der Lenker 61 die Lage 61' ein- ; nimmt. ;
Die Ausführungsformen nach den F i g. 1 bis 3 i zeigen, daß die Drehachsen des Gerätetragkörpers 20 sowie des als Dreipunkthalter dienenden Tragelementes 13 oder der Tragsystemteile 51, 52 bzw. 59, 61 beliebig gelegt werden können und dadurch bestimmte Relativbewegungen der Arbeitsmaschine bzw. des Gerätetragkörpers derselben mit Bezug auf die Zugmaschine bzw. die Anschlußstellen zwischen Zugmaschine und Arbeitsmaschine erzielbar sind.
Die Erfindung hat zwar besondere Bedeutung für Drillmaschinen, kann jedoch auch bei anderen Arbeitsmaschinen, bei denen ähnliche Arbeitsbedingungen und kinematische Verhältnisse vorliegen, zur Anwendung kommen.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. An das Hebegestänge einer Zugmaschine anbaubare, Laufräder aufweisende Drillmaschine oder ähnliche landwirtschaftliche Arbeitsmaschine, die mit ihrem Schwerpunkt in einer ersten Phase des Anhebevorganges unter gleichzeitigem Abheben der Arbeitswerkzeuge vom Boden auf die Zugmaschine zu bewegt wird und in einer zweiten Phase vom Boden abgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwerpunkt der Arbeitsmaschine (20) in der ersten Phase des Anhebens relativ zu der durch die Laufradachse (21) und den Anlenkpunkt (15, 63) des Oberlenkers aufgespannten Ebene (70) so verlagert wird, daß sich der Abstand des Schwerpunktes zu dieser Ebene ändert.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwerpunktverlagerung durch Schwenken der Arbeitsmaschine (20) um eine horizontale Querachse (21) erfolgt.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Querachse die Laufradachse (21) ist.
4. Maschine nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwerpunkt in der ersten Phase von einer hinter der Laufradachse (21) liegenden Stelle bis in die Nähe der durch die Laufradachse verlaufenden lotrechten Ebene vorgeschoben wird.
5. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich während der ersten Phase aufstellende und beim Anfahren abknickende Stütze (39,41) vor der Laufradachse (21) vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
109 652/43

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