DE1453897B2 - Verfahren zur automatischen zielfuehrung motorisch angetriebener optischer geraete und/oder waffen - Google Patents
Verfahren zur automatischen zielfuehrung motorisch angetriebener optischer geraete und/oder waffenInfo
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Description
3 4
Vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, punktes für das schnellfliegende Flugziel mit Hilfe der
daß die Darstellung des Zieles in der Kotangenten- bereits genannten Recheneinrichtungen. Zu diesem
ebene dennoch ein wesentlich genaueres Verfahren zur Zweck sieht die Erfindung vor, daß in der ersten
automatischen Zielführung motorisch angetriebener Recheneinrichtung aus dem Seitenwinkel σ und dem
optischer Geräte und/oder Waffen ermöglicht, wenn 5 Lagewinkel β durch Differenzbildung der Kurswinkel κ
statt der früher angewandten Nachbildungen mit und in der zweiten Recheneinrichtung der Winkel-Hilfe
mechanischer Getriebe die für das schnell- funktionswert des Lagewinkels βτ des Treffpunktes
fliegende Flugziel maßgeblichen Größen rechnerisch durch Differenzieren der Zielgeschwindigkeit ve und
durch Aufstellen entsprechender Gleichungen er- Überlagern durch den Weg s des Zieles während der
mittelt werden, wobei das Aufstellen dieser aus natur- io Geschoßflugzeit /σ sowie Steuern nach einer Sinusgesetzlich gegebenen Größen zu. ermittelnden Glei- funktion ermittelt und zur Bestimmung des Winkeichungen
selbst nicht" Gegenstand der vorliegenden wertes στ vom Kurswinkel κ subtrahiert wird, und
Erfindung ist. daß zur Ermittlung des Höhenwinkels γτ des Treff-
Es ist vielmehr Aufgabe der vorliegenden Erfindung, punktes die Winkelfunktionswerte β τ und γ max verein
Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, 15 glichen und für die Antriebsmotoren der Waffe weiterweiches
auf Grund der sich durch die genannten geleitet werden.
Gleichungen ergebenden Größen und Zusammen- '■ -Zweckmäßig ist es gemäß einer bevorzugten Aushänge
zwischen den einzelnen rechnerischen Werten bildung des Verfahrens, wenn in einer dritten Rechengestattet,
daß bei einem sehr geringen Aufwand die für einrichtung die Zielgeschwindigkeit vc mit dem gedie
automatische Zielführung erforderlichen Daten 20 schätzten Faktor h\hc multipliziert und die Zielentlaufend
festgestellt und als Steuergrößen für den fernung ear ermittelt oder bei gemessener Zielentmotorischen
Antrieb verwendet werden können. fernung aus diesen Entfernungswerten und der Höhe h
Zur Lösung vorstehender Aufgabe sieht die Erfin- in einem an sich bekannten ballistischen Rechner der
dung ein Verfahren der eingangs genannten Art vor, Aufsatzwinkel α und die Geschoßflugzeit ta ermittelt
welches sich dadurch kennzeichnet, daß bei an sich 25 werden.
bekannter Darstellung der Zielbewegung in Polar- Das erfindungsgemäße Verfahren wird an Hand
koordinaten in einer in konstanter Höhe he ange- eines in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungs-
nommenen Kotangentenebene in einer ersten Rechen- beispieles erläutert, welches weitere fortschrittliche
einrichtung aus dem Höhenwinkel γ durch Differen- Wirkungen des Verfahrens und auch die Ausbildung
zieren und Steuern nach der Sinusfunktion der Aus- 30 der zur Durchführung des Verfahrens benutzbaren
druck coy/sin2/ mit ωΥ als der Höhenwinkelgeschwin- Einrichtungen erkennen läßt.
digkeit und in einer zweiten Recheneinrichtung aus F i g. 1 und 2 sind geometrische Darstellungen der
dem Seitenwinkel σ durch Differenzieren und dem Grundlage des erfindungsgemäßen Verfahrens. F i g. 1
Höhenwinkel γ durch Steuern nach einer Kotangens- zeigt die geometrische Darstellung der Kotangenten-
funktion der Ausdruck a>„/tgy gebildet wird, daß die 35 ebene, und F i g. 2 stellt das Geschwindigkeitsdreieck
Ausgangswerte der genannten Recheneinrichtungen und die Winkelbeziehungen in der Horizontalebene dar,
zur Bestimmung des Lagewinkels β in der Kotangenten- Fig. 3 ist ein schematisches Ausführungsbeispiel
ebene miteinander verglichen werden und — nach Ein- für die Bestimmung der Geschwindigkeit in der
speisen der Kosinus- bzw. Sinusfunktion des so ge- Kotangentenebene und des Kurswinkels,
wonnenen Lagewinkels β sowie der Höhe hc der 40 F i g. 4 ist die geometrische Darstellung des Meß-
Kotangentenebene — zur Bestimmung der Zielge- und Treffpunkts,
schwindigkeit vc in der Kotangentenebene vonein- F i g. 5 stellt ebenfalls schematisch eine aus Rechenander
subtrahiert werden, wobei weiterhin Winkel- getrieben bestehende Baugruppe dar, und zwar zur
funktionswerte des Höhenwinkels γ und des Lage- Berechnung der zu erwartenden Richtwerte der Waffe
winkeis/? zur Bestimmung der Wechselpunktent- 45 bzw. des Gerätes. Hierbei zeigen der obere Teil
fernung hccotymax und zur Bestimmung der Rieht- dieser Figur die Rechengruppe für den Meßpunkt
werte om und γ μ für die Visiereinrichtung mit den und der untere Teil der Figur die Rechengruppe für
Werten der Zielgeschwindigkeit vc des Lagewinkels β den Treffpunkt,
und der Wechselpunktentfernung hc cotymax in jeweils F i g. 6 zeigt schematisch die Rechengruppe für die
eine weitere Multiplikationseinrichtung eingespeist 50 Berechnung der Zielauswanderung während der Gewerden,
deren Ergebnisse miteinander verglichen schoßflugzeit.
und zur Ermittlung der Steuergrößen für die Antriebs- Grundlage des Verfahrens ist die bekannte Darstel-
motoren weitergeleitet werden. - lung des Flugweges in der Kotangentenebene, d. h. in
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird durch einer in der Höhe hc parallel zur Horizontalebene
das Darstellen der Zielbewegung in Übereinstimmung 55 liegenden Ebene nach F i g. 1. Dem Meßpunkt M
mit der Natur in Polarkoordinaten der Vorteil aus- auf dem wahren Flugweg entspricht der Meßpunkt M0
genutzt, daß sich für diese Darstellung der Zielbe- in der Kotangentenebene. Ebenso entspricht der Ge-
wegung Gleichungen finden lassen, in die unmittelbar schwindigkeit ν = MD die Geschwindigkeit vc = M0B.
die Meßwerte eingehen, wobei der gesuchte Geschwin- In der Horizontalebene erscheinen die Geschwindig-
digkeitswert in zwei verschiedenen Gleichungen er- 60 keit als vc = Mc' E und die Horizontalentfernung
scheint. Auftretende Differenzen der aus den Gleichun- als O Mc = hc coty, wenn γ der Höhenwinkel ist.
gen ermittelten Geschwindigkeitswerte können mit Der durch Me' gehende Zielweg ist dem durch M'
Hilfe einer einzigen Regelgröße ausgeglichen werden, gehenden parallel, so daß der Kurswinkel für beide
so daß also eine relativ einfache Regelung bei äußerst derselbe ist, während die Geschwindigkeiten
geringem Aufwand an Recheneinrichtungen ermöglicht 65
wird. n λ., , ,
Das neue Verfahren gestattet auch eine relativ Zi- = UMc = *"'cot Y = _««_
einfache Ermittlung der maßgeblichen Werte des Treff- ν OM' h · cot 7 h
5 6
sich verhalten wie die für die Kotangentenebene Baugruppe. In dieser werden die aus den beiden Gegeltende
Höhe he zur wirklichen Höhe h. trieben 5 und 6 kommenden Funktionswerte im
Es können also durch Annahme einer konstanten Differential 8 voneinander subtrahiert und die Diffe-Höhe
hc und Darstellung des aus der Kotangenten- renz zum Antrieb der Doppelkurvenscheibe 7 verebene
in die Horizontalebene projizierten Flugweges 5 wendet. Die Differenz wird Null, wenn die Kurvendie
linearen Bewegungsgrößen des Zieles nämlich der scheibe? nach dem Lagewinkel/? so eingestellt wird, i
Kurswinkel κ und die Geschwindigkeit ve bestimmt daß die aus den beiden Getrieben 5 und 6 heraus- '·
werden. kommenden Funktionswerts gleich sind. Sie geben j Von diesen bekannten geometrischen Zusammen- dann beide die Zislgeschwindigkeit vc an, dia als j
hängen wird im folgenden Gebrauch gemacht. io Summe der beiden Funktionswerte aus dem Diffe- ί
Die Zielgeschwindigkeit vc in der Kotangentenebene ' rential 9 herausgegeben wird. J
zerlegt sich in die beiden Komponenten vac = Mc' C Der Lagswinkel β wird in dem Differential 10 von
und Vcoty = C B. Für diese gilt dem Seitenwinkel σ subtrahiert und liefert den Kurswinkel
κ, der an der Skala 11 angezeigt wird. Als
v„e = (ωσ cot γ) hc, is weitere Konstante, die für die anschließenden Be
rechnungen von Vorteil ist, wird in dem Multipli-
wobei ωσ die Seitenwinkelgeschwindigkeit in der kationsgetriebe 12 aus den Funktionswerten sin β und
Horizontalebene bedeutet, und cot/ die in der Kotangentenebene liegende kürzeste
Entfernung (Wechselpunktentfernung O W0') berechnet
_ 1 f 20 und vor der Teilung 13 angezeigt.
CCty sin2/ C Zielgeschwindigkeit vc, Kurswinkel« und kürzeste
Entfernung (cotymax) hc in der Kotangentenebene sind
mit ωγ als der Höhenwinkelgeschwindigkeit. Die die Eingangsgrößen in die zweite Baugruppe, die die
Komponenten erscheinen in gleicher Größe auch in der zu erwartenden Richtwerte für die Optik und die
Horizontalebene. F i g. 2 zeigt die Verhältnisse in 25 Waffe liefert.
dieser Ebene. F i g. 4 erläutert die geometrischen Verhältnisse.
Wird der »Lagewinkel« des Zieles zum Beobachter O Auf dem Zielweg in der Höhs h liegen die Punkte M, T
mit β bezeichnet, so gilt zwischen Seitenwinkel σ, und W, auf der Projektion in die Horizontalebene die
Kurswinkel κ und Lagewinkel β die Beziehung entsprechenden Punkte M', T' und W. Punkt Wist der
30 Wechselpunkt, Punkt M ist der Meßpunkt, in dem
κ = σ — ß. sich zu einem bestimmten Zeitpunkt das Ziel befindet.
Die Winkelwerte Höhenwinkel γ μ und Seitenwinkel om
Bei gegebener Nullrichtung (z. B. Norden) der geben die Richtung zum Ziel an und sind maßgebend
Seitenwinkelzählung ist σ bekannt, so daß durch β für die Verfolgung des Ziels mit Hilfe des Zielfernauch
der Kurswinkel κ gegeben ist. Zwischen den 35 rohres. Der Treffpunkt T gibt den Punkt an, in dem
Geschwindigkeitskomponenten bestehen die Be- sich das Ziel nach Ablauf der Geschoßfiugzeit /<?
Ziehungen befinden wird. Der Abstand zwischen dem Meß-
v punkt M und dem Treffpunkt ist gleich der Strecke s,
sin β = -JjL = ωσΟοί"/ . hc t die das Ziel während der Geschoßflugzeit ta auf Grund
vc vc 40 seiner Geschwindigkeit ν zurücklegt. Die Winkelwerte
Höhenwinkel γτ und Seitenwinkel στ geben demnach
cos β = Vcoty = 60V . fr die Richtung zum Treffpunkt an und sind maßgebend
Vc (sin2 γ) V0 '' für die Verfolgung des Ziels mit der Waffe.
Ein Ausführungsbeispiel der zweiten Rechnerbau-Aus beiden ergibt sich 45 Smppe zeigt die nachfolgend beschriebene F i g. 5.
Der Funktionswert für die Zielgeschwindigkeit vc
(ω cot v) h ω h treibt die Kurvenscheibe 14 an, die den Verlauf des
vc = — = ^--—. Lagewinkels β für den ganzen Flugweg enthält. Der
sin β sin2 γ cos β Lagewinkel β gelangt über das Differential 15 auf den
50 Folgezeiger 16 der Anzeigevorrichtung 10 für den
Diese Beziehung dient zur Bestimmung des Lage- konstanten Kurswinkel. Die Differenz zwischen den
winkeis β und — nach Kürzen um die Größe hc, die beiden Zeigern steuert einen elektrischen oder hyauch
gleich 1 gesetzt werden kann — der Geschwindig- draulischen Motor 16' so, daß die beiden Zeiger
keit Vc in der in F i g. 3 als Beispiel schematisch dar- immer die gleiche Stellung haben. Der Motor dreht
gestellten Weise. 55 sich dadurch nach dem Seitenwinkel om des Meß-
Der Höhenwinkel γ wird in dem Reibscheiben- punkts M.
getriebe 1, in dem die Reibrolle nach dem aus der Die Zielgeschwindigkeit ve dient weiterhin zum An-
Kurvenscheibe 2 kommenden Funktionswert sin2y trieb der Kurvenscheibe 17, die nach dem Funktionsverschoben
wird, differenziert, so daß der Funktions- wert sin β μ geformt ist. Der Funktionswert gsht über
wert cuy/sin2/ gebildet wird. Der Höhenwinkel γ dreht 60 das Multiplikationsgetriebe 18 auf den Folgezeiger 19
weiterhin die nach dem Funktionswert cot/ geformte der Anzeigevorrichtung 13 für die Konstante cotymax.
Kurvenscheibe 3, deren Ausgangswert in das Reib- Die Differenz steuert wieder, wie bei der Anzeigevorscheibengetriebe
4 geht, in der mit dem Seitenwinkel σ richtung 10, einen Motor 20, dessen Drehwert gleich
das Produkt ωσ cot γ gebildet wird. Die Funktions- dem Höhenwinkel yu ist, wenn das mit dem Funkwerte coy/sin2/ und ωαοοΧγ dienen zur Bestimmung 65 tionswert cot/j/ der Kurvenscheibe21 im Multider
Geschwindigkeit vc und des Lagewinkels β in der plikationsgetriebe 18 gebildete Produkt mit dem
aus den beiden Reibscheibengetrieben 5 und 6 und der Wert cotymax der Anzeigevorrichtung 13 überein-Doppelkurvenscheibe
7 für sin/S und cos/3 bestehenden stimmt. Seitenwinkel gm und Höhenwinkel γ μ sind
7 8
die Ausgangswerte, die für den Meßpunkt gelten und und wird diese an der Anzeigeeinrichtung 33 ange-
die Richtung des Zielfernrohrs angeben. zeigt, so erübrigt sich die Schätzung der Zielgeschwin-
Eine im Aufbau gleiche Gruppe liefert die für den digkeit. Sie ergibt sich in diesem Falle zwangläufig, wenn
Treffpunkt geltenden Winkelwerte στ und γτ, die zur der im Eingangsrechner nach F i g. 3 z. B. durch eine
Steuerung der Waffe dienen (unterer Teil Fig. 5). S Kurvenscheibe 100 bestimmte Funktionswert l/sin γ
Sie unterscheidet sich dadurch von der Gruppe für den im Multiplikator 35 der F i g. 6 mit dem am Hand-Meßpunkt,
daß die /?-Kurvenscheibe 22 gegenüber der rad 31' eingestellten Wert multipliziert wird, der dem
Kurvenscheibe 14 um den der Auswanderungsstrecke an der Anzeigeeinrichtung 33 angezeigten Entfernungs-Ve
tß entsprechenden Betrag zusätzlich gedreht wird, wert gleich ist. Für den Übergang zu den für den wirkwobei
Ig die Geschoßflugzeit bedeutet, und zwar durch xo liehen Zielweg geltenden Werten dient also entweder
Überlagern von s = veta im Differential 23. Der — wenn die Entfernung nicht bekannt ist — die geor-Rechenstrang
besteht wieder aus dem Motor 24, schätzte Zielgeschwindigkeit, durch die dann auch die
der von dem an die Stelle der Folgezeigeranordnung 16 Entfernung bekannt ist, oder die Entfernung, durch die
getretenen Differential 25 gesteuert wird, und dem dann auch die wahre Zielgeschwindigkeit bekannt ist.
Summengetriebe 26 für κ = σ—β. Der yr-Rechen- 15 Aus der Höhe h und der Entfernung en ergeben sich
strang besteht aus dem Motor 27, dem cot y-Getriebe in an sich bekannter Weise in dem ballistischen
28, dem Multiplikator 29 für sin β coty und der Ver- Rechner 36 der Aufsatzwinkel oc. und die Geschoßfluggleichseinrichtung
30 zum Steuern des Motors 27. zeit /<?. Der Aufsatzwinkel wird in nicht dargestellter
Die dritte Baugruppe dient zur Berechnung der Weise zu dem Höhenwinkel γτ hinzuaddiert, und die
ballistischen Werte und der Auswanderungsstrecke 20 Geschoßflugzeit tG wird in dem Multiplikator 37 mit
s = Vc tG des Ziels während der Geschoßflugzeit tG· der Geschwindigkeit vc multipliziert. Das Produkt ist
Den schematischen Aufbau zeigt F i g. 6. die Auswanderungsstrecke s, die in der in F i g. 5
Die Zielgeschwindigkeit vc gelangt in den Multi- dargestellten Rechengruppe als Eingangswert durch
plikator 31, in dem sie mit dem z. B. am Handrad 31' das Differential 23 in den Rechner für die Treffpunkteingestellten unbekannten Umrechnungsfaktor h/he 25 werte στ und γτ geht. Die Zielentfernung wird somit
multipliziert wird, so daß an der Anzeigeeinrichtung 32 nur zum Ermitteln des Aufsatzwinkels bzw. der Geder
geschätzte Wert der wirklichen Zielgeschwindig- schoßflugzeit benötigt, nicht jedoch beim einmaligen
keit erscheint. Ist aus einem Radar- oder sonstigen Ansteuern des Flugziels beim Beginn der Zielver-Entfernungsmeßgerät
die Zielentfernung eu bekannt folgung.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur automatischen Zielführung matischen Zielführung motorisch angetriebener
motorisch angetriebener optischer Geräte und/oder optischer Geräte und/oder Waffen auf in gleich-Waffen
auf in gleichbleibender Höhe geradlinig bleibender Höhe geradlinig schnellfiiegende Flugziele,
schnellfliegende Flugziele, bei dem das Gerät 5 bei dem das Gerät bzw. die Waffe durch eine Bedie-
bzw. die Waffe durch eine Bedienungsperson mit nungsperson mit einer Visiereinrichtung unter Messung
einer Visiereinrichtung unter Messung des Höhen- des Höhenwinkels und des Seitenwinkels und ohne
winkeis und des Seitenwinkels und ohne Kenntnis Kenntnis der Zielentfernung einmalig angesteuert wird
der Zielentfernung einmalig angesteuert wird und und die gemessenen Werte Rechenbaugruppen zur
die gemessenen Werte Rechenbaugruppen zur auto- io automatischen, laufenden Ableitung von Steuergrößen
matischen, laufenden Ableitung von Steuergrößen. . für die Antriebsmotoren des Gerätes bzw. der Waffen
für die Antriebsmotoren des Gerätes bzw. der zugeleitet werden. ■
Waffen zugeleitet werden, dadurchgekenn- Es sind Verfahren der einleitend genannten Art
ze'ichnet, daß bei an sich bekannter Dar- sowie Vorrichtungen zur Durchführung dieser Verstellung
der Zielbewegung in Polarkoordinaten in 15 fahren bekannt, welche von der Darstellung der Zieleiner
in konstanter Höhe hc angenommenen Ko- bewegung auf einer Kugel ausgehen und in denen nur
tangentenebene in einer ersten Recheneinrichtung Winkel und Winkelgeschwindigkeiten auftreten,
aus dem Höhenwinkel γ durch Differenzieren und Die Darstellung von bewegten Flugzielen auf einer
aus dem Höhenwinkel γ durch Differenzieren und Die Darstellung von bewegten Flugzielen auf einer
Steuern nach der Sinusfunktion der Ausdruck Kugel hat den Nachteil, daß eine mehrfache Umwandcüy/sin2/
mit ωΥ als der Höhenwinkelgeschwindig- 20 lung der Koordinatensysteme notwendig ist. Es sind
keit und in einer zweiten Recheneinrichtung aus nämlich zunächst die am Gerät für die Rechnung
dem Seitenwinkel σ durch Differenzieren und dem entnommenen Winkelwerte vom azimutalen Koordi-Höhenwinkely
durch Steuern nach einer Kotan- natensystem in das der Flugebene umzuwandeln, in
gensfunktion der Ausdruck coa/tg γ gebildet wird, diesen die Extrapolation der Bewegung zu berechnen
daß die Ausgangswerte der genannten Rechenein- 25 und die extrapolierten Werte von den Flugebenenrichtungen
zur Bestimmung des Lagewinkels/? in Koordinaten wieder in die azimutalen Koordinaten
der Kotangentenebene miteinander verglichen wer- umzuwandeln. Die mehrfachen Umwandlungen erden
und — nach Einspeisen der Kosinus- bzw. fordern einen entsprechend großen Aufwand an
Sinusfunktion des so gewonnenen Lagewinkels β Rechenelementen.
sowie der Höhe/zc der Kotangentenebene — zur 30 Es sind weiterhin Verfahren und Vorrichtungen
Bestimmung der Zielgeschwindigkeit vc in der bekannt, bei denen von einer Zerlegung der Zielge-Kotangentenebene
voneinander subtrahiert werden, schwindigkeit in die Komponenten eines kartesischen
wobei weiterhin Winkelfunktionswerte des Höhen- Koordinatensystems ausgegangen wird. Diese bewinkels
γ und des Lagewinkels β zur Bestimmung kannten Vorrichtungen haben den Nachteil der
der Wechselpunktentfernung hc cotyOTaa und zur 35 geringen Anschaulichkeit und der dadurch bedingten
Bestimmung der Richtwerte au und jm für die Erschwerung der Korrekturgabe. Dem Bedienenden
Visiereinrichtung mit den Werten der Zielgeschwin- der Vorrichtung sind Geschwindigkeitskomponenten
digkeit vc des Lagewinkels β und der Wechsel- weniger gut vorstellbar als Kurswinkel und Fluggepunktentfernung
hc cot yma% in jeweils eine weitere schwindigkeit. Er kann leichter beurteilen, ob die be-Multiplikationseinrichtung
eingespeist werden, 40 rechneten Werte in ihrer Größe und ihrem zeitlichen
deren Ergebnisse miteinander verglichen und zur Verhalten mit denen des wirklichen Ziels überein-Ermittlung
der Steuergrößen für die Antriebs- stimmen,
motoren weitergeleitet werden. Schließlich sind auch Vorhaltrechner bekanntge-
motoren weitergeleitet werden. Schließlich sind auch Vorhaltrechner bekanntge-
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- worden, denen sowohl Winkelwerte als auch die Werte
zeichnet, daß in der ersten Recheneinrichtung aus 45 einer ermittelten Schrägentfernung zum jeweiligen
dem Seitenwinkel σ und dem Lagewinkel β durch Meßpunkt unter der Annahme konstanter Flughöhe
Differenzbildung der Kurswinkel κ und in der zugeführt werden, jedoch ergibt sich für derartige
zweiten Recheneinrichtung der Winkelfunktions- Rechner die Notwendigkeit, relativ komplizierte und
wert des Lagewinkels β τ des Treffpunktes durch umfangreiche Gleichungen zu lösen, so daß ein sehr
Differenzieren der Zielgeschwindigkeit vc und Über- 50 erheblicher Aufwand für die einzelnen Recheneinlagern
durch den Weg s des Zieles während der richtungen unvermeidbar ist. Trotz dieses Aufwandes
Geschoßflugzeit ta sowie Steuern nach einer Sinus- können diese von einer Schrägentfernung zum jefunktion
ermittelt und zur Bestimmung des Winkel- weiligen Meßpunkt abhängig arbeitenden Rechner
wertes στ vom Kurswinkel κ subtrahiert wird, und nur relativ ungenaue Ergebnisse liefern.
daß zur Ermittlung des Höhenwinkels γτ des 55 Schließlich ist es auch bereits bekanntgeworden,
Treffpunktes die Winkelfunktionswerte βτ und die Zielbewegung in Polarkoordinaten in einer in
ymax verglichen und für die Antriebsmotoren der konstanter Höhe angenommenen Ebene (Kotangenten-Waffe
weitergeleitet werden. ebene) darzustellen, und durch geometrische Nach-
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch bildung der Bewegung mit Hilfe von Getrieben den
gekennzeichnet, daß in einer dritten Rechenein- 60 Kurswinkel und die Geschwindigkeit des Flugzieles
richtung die Zielgeschwindigkeit vc mit dem ge- zu ermitteln, jedoch ist das Ergebnis dieser Arbeitsschätzten
Faktor h\hc multipliziert und die Ziel- weise sehr unbefriedigend, da die ermittelten Werte
entfernung eni ermittelt oder bei gemessener Ziel- viel zu ungenau sind. Aus dem vorstehenden Grunde
entfernung aus diesen Entfernungswerten und der konnte das letztgenannte, seit mehr als zwei Jahr-Höhe
h in einem an sich bekannten ballistischen 65 zehnten bekannte Verfahren in der Praxis keine Be-Rechner
der Aufsatzwinkel« und die Geschoß- deutung finden, sondern wurde durch Anwendung
flugzeit te ermittelt werden. der einleitend näher beschriebenen Verfahren ver-
drängt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK0054921 | 1965-01-02 | ||
| DEK0054921 | 1965-01-02 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1453897A1 DE1453897A1 (de) | 1970-05-27 |
| DE1453897B2 true DE1453897B2 (de) | 1972-12-07 |
| DE1453897C DE1453897C (de) | 1973-06-28 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1453897A1 (de) | 1970-05-27 |
| US3452184A (en) | 1969-06-24 |
| AT253241B (de) | 1967-03-28 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |