DE1430640C - Hilfskraftunterstützte Zweikreisbremsanlage für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Hilfskraftunterstützte Zweikreisbremsanlage für KraftfahrzeugeInfo
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Description
zwei Mittelstellungsfedern 29 und 30 in Mittelstellung gehalten wird. Ein Raum 31 zu einer Seite des
Schaltgliedes 27 ist mit dem Anschluß 26 und ein Raum 32 auf der anderen Schaltgliedseite mit dem
Anschluß 25 verbunden. Das Schaltglied 27 besitzt eine Stößelstange 33, die durch" eine Gehäusewand 34
in einen anderen Zylinder 35 hineinragt und dort ein Steuerglied 36 trägt, das wie eine Spule geformt ist
und steuerschieberartig mit entsprechenden Bohrungen bzw. Ausnehmungen im Schaltventilgehäuse zusammenarbeitet.
In Mittelstellung des Steuergliedes 36 ist eine freie Verbindung zwischen einem mit der.
Luftleitung 10 verbundenen Anschluß 37 und einem mit der Luftleitung 12 verbundenen Anschluß 38 hergestellt,
so daß die Hilfsbremsleitung 10, 12 offen ist. Ober- und unterhalb des Steuergliedes 36 liegt je eine
Außenliiftverbindung 39 und 40.
Die F i g. 3 bis 5 zeigen die verschiedenen Stellungen, die das Steuerglied 36 einnehmen kann. Fig. 3
zeigt das Steuerglied 36 in Normalstellung, die es auch einnimmt, wenn das Handbremsventil 9 im
Bremssinn betätigt wird, Fig. 4 zeigt das Steuerglied 36 bei Ausfall des Bremskreises 20, 21, 22 und
F i g. 5 das Steuerglied 36 bei Ausfall des Bremskreises 17,18,19.
Die beschriebene Bremsanlage wirkt wie Tölgt:
Während des Fahrbetriebs sind die beiden hydraulischen
Bremsleitungen 17 und 20 weitgehend drucklos und der Federspeichep-Arbeitszylinder 13 steht über
den nach den F i g. 2 urfd 3 freien Durchlaß und das offene Handbremsventil 9 unter Luftdruck vom Behälter
4. Die Speicherfeder 15 ist gespannt und das an den Kolben 14 angeschlossene Gestänge hat die
der Fahrzeughinterachse 16 zugeordnete mechanische Hinterradbremse gelöst.
Wird gebremst und dazu das fußbetätigte Servobremsgerät
6 eingesetzt, so wird Flüssigkeit mit Unterstützung durch die Drucklufthilfskraft von den beiden
Hauptbremszylindern des Tandemhauptzylinders 7 in die beiden Bremsleitungen 17 und 20 ge- 4»
preßt, und die Bremszylinder 18, 19, 21 und 22 werden im Bremssinn betätigt. Da der Druck in beiden
Bremsleitungen etwa gleich hoch ist, bleibt das Schaltglied 27 des Schaltventils 11 in Mittelstellung;
geringe Druckschwankungen beeinflussen das Schaltglied 27 nicht. Wird außerdem oder getrennt von der
Fußbetätigung das Handbremsventil 9 betätigt, so wird die Druckleitung 8 abgeriegelt und die Luftleitung
10 über das Handbremsventil 9 an Außenluft angeschlossen. Der Druckabfall in der Luftleitung 10
setzt sich über das offene Schaltventil Il und die Luftleitung 12 bis in den Federspeicher-Arbeitszylinder
13 fort. Nachdem auf diese Weise die gesamte Hilfsbremsleitung 10,12 entlüftet ist, wird die linke
Seite des Kolbens 14 drucklos, so daß die Speicherfeder 15 über das Gestänge die der Fahrzeughinterachse
16 zugeordnete mechanische Hinterradbremse anziehen kann.
Fällt aber einer der beiden hydraulischen Bremskreise 17, 18, 19 oder 20, 2I3 22 aus, so wird das
Schaltglied 27 von dem überwiegenden Druck des intakten anderen Bremskreises aus seiner Mittelstellung
gedrängt und das über die Stößelstange 33 mitbewegte Steuerglied 36 nimmt dann die eine oder andere
Endstellung nach den F i g. 4 oder 5 ein, in der die Luftleitung 12 mit einem der beiden am Schaltventil
11 angeordneten Außenluftanschlüsse 39 oder
40 verbunden ist. Dabei ist zu bemerken, daß mit der.
Herstellung dieser Außenliiftverbindung die Luftleitung 10 abgeriegelt wird, damit der in dieser*Leitung
über das offene Handbremsventil 9 gewöhnlich herrschende Behäjf erdruck erhalten bleibt.
Ist aus irgendeinem Grund der Luftdruck im Behälter 4 oder in den Luftleitungen 10 und 12 gesunken,
so kann über den Fußhebel noch hydraulisch ohne Hilfskraft gebremst werden. Da diese Bremskraft
zum sicheren Bremsen des Fahrzeuges aber nicht ausreichen dürfte, ist es vorteilhaft, daß die beschriebene
Bremsanlage derart arbeitet, daß nach einigem Druckabfall in dem pneumatischen Bremssystem
die Federspeicherbremse zur Wirkung kommt. Damit steht auch bei Ausfall der Hilfskraft noch eine
ausreichende Bremskraft zur Verfügung. Schließlich ist es auch möglich, an dem Schaltventil 11 Kontakte
41 und 42 anzubringen, die mit dem Schaltglied 27 zusammenwirken und bei Ausfall eines hydraulischen
Bremskreises 17, 18, 19 oder 20, 21, 22 durch Kontaktgabe einen Stromkreis schließen, in dem eine im
Sichtbereich des Fahrers angeordnete Warnlampe 43 liegt, die dann aufleuchtet und den Fahrer informiert,
daß die hydraulische Bremse nicht mehr voll arbeitsfähig ist. \
Claims (5)
1. Hilfskraftunterstützte Zweikreisbremsanlage für Kraftfahrzeuge mit einer von einem Hilfsbremsventil
(Handbremsventil) betätigten pneumatischen Federspeicherbremse für eine Hilfsbetätigungseinrichtung
einer Bremsengruppe, mit je einem Druckgeber für zwei Hauptbremskreise und mit an diesen über je einen Leitungskreis angeschlossenen,
den Rädern der verschiedenen Fahrzeugachsen zugeordneten Bremszylindern
und mit einem vom Druck beider Hauptbremskreise gesteuerten, nur bei Druckausfall in einem
Bremskreis ansprechenden Schaltventil, dadurch gekennzeichnet, daß das Schalt-
■ ventil (11) in der vom Hilfsbremsventil (Handbremsventil
9) zu einem Arbeitszylinder (13) der Federspeicherbremse führenden Hilfsbremsleitung
(10, 12) liegt und gewöhnlich diese Leitung offenhält, bei Ausfall eines der beiden Hauptbremskreise
(17, 18, 19 oder 20, 21, 22) jedoch selbsttätig umschaltet und zum Einsetzen der
Hilfsbetätigungseinrichtung eine Verbindung von dem Federspeicher-Arbeitszylinder (13) zur
Außenluft herstellt.
2. Zweikreisbremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltventil (11)
ein von Mittelstellungsfedern (29 und 30) in einer neutralen Mittelstellung gehaltenes, auf jeder
Seite von dem Druck in einem hydraulischen Bremskreis (17, 18, 19 oder 20, 21, 22) belastetes
Schaltglied (27) und ein mit diesem verbundenes, die Hilfsbremsleitung (10, 12) überwachendes
Steuerglied (36) besitzt.
3. Zweikreisbremsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerglied (36)
bei intakten Bremskreisen (17, 18, 19 und 20, 21, 22) der Hauptbremse einen Luftdurchgang durch
die Hilfsbremsleitung (10, 12) ermöglicht, bei Ausfall eines Hauptbremskreises (17, 18, 19 oder
20, 21, 22) aber eine Verbindung der federspeicherseitigen Luftleitung (12) der Hilfsbremsleitung
(10, 12) mit einem Außenluftanschluß (39 oder 40) herstellt und die hilfsbremsventilseitige
Luftleitung (10) der Hilfsbremsleitung (10, 12) abschließt.
4. Zweikreisbremsanlage nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Steuerglied (36) ein spulenförmiger Körper ist und zwei durch eine Verjüngung verbundene, mit
Kanälen und Ausnehmungen in einer Zylinderwand zusammenarbeitende Steuerschieberteile
besitzt, von denen jeweils einer bei Ausfall eines Hauptbremskreises (17, 18, 19 oder 20, 21, 22)
die hilfsbremsventilseitige Luftleitung (10) der Hilfsbremsleitung (10, 12) abschließt.
5. Zweikreisbremsanlage nach einem der An-Sprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schaltglied (27) mit dem Steuerglied (36) über eine Stößelstange (33) verbunden ist und zur Zusammcnarbeit
mit zwei gehäusefesten Kontakten (41 und 42) bestimmt ist, die in an sich bekannter
Weise zusammen mit einer Warnlampe (43) in einem Stromkreis liegen, der bei Ausfall eines
Hauptbremskreises (17, 18, 19 oder 20, 21, 22) durch das Schaltglied (27) geschlossen wird.
Die Erfindung bezieht sich auf eine hilfskraftunterstützte Zweikreisbremsanlage für Kraftfahrzeuge mit
einer von einem Hilfsbremsventil (Handbremsventil) betätigten pneumatischen Federspeicherbremse für
eine Hilfsbetätigungseinrichtung einer Bremsengruppe, mit je einem Druckgeber für zwei Hauptbremskreise
und mit an diesen über je einen Leitungskreis angeschlossenen, den Rädern der verschiedenen
Fahrzeugachsen zugeordneten Bremszylindern und mit einem vom Druck beider Hauptbremskreise
gesteuerten, nur bei Druckausfall in einem Bremskreis ansprechenden Schaltventil.
Derartige Bremsanlagen sind bekannt. Mit ihnen wird erreicht, daß der Ausfall eines Bremskreises
durch das Schließen eines an dem Schaltventil angeordneten Kontaktes angezeigt wird.
Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein vom Druck beider Bremskreise gesteuertes
Schaltventil derart auszubilden,' daß es nach seinem
Umschalten bei Ausfall eines Bremskreises eine Ersatzbremskraft wirksam werden läßt. Dadurch soll
erreicht werden, daß der Ausfall eines Bremsjkreises keine gefährliche Verminderung der Gesamtbremskraft
des Fahrzeuges nach sich zieht. f
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Schaltventil in der vom Hilfsbremsventil
zu einem Arbeitszylinder der Federspeicherbremse führenden Hilfsbremsleitung liegt und gewöhnlich
diese Leitung offenhält, bei Ausfall eines der beiden Hauptbremskreise jedoch selbsttätig umschaltet
und zum Einsetzen der Hilfsbetätigungseinrichtung eine Verbindung von dem Federspeicher-Arbeitszylinder
zur Außenluft herstellt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 ein Schema der Bremsanlage,
F i g. 2 ein Schnittbild des Schaltventils und die
Fig. 3 bis 5 die verschiedenen Stellungen des Steuerventilteils
des Schaltventils.
Eine hilfskraftunterstützte hydraulische Zweikreisbremsanlage besitzt einen Verdichter 1, der über eine
Reifenfüllflasche 2 und einen Druckregler 3 einen Behälter 4 mit Druckluft auffüllt. Von dem Behälter
4 geht eine Leitung 5 zu einem Servobremsgerät 6, das mit einem hydraulischen Tandemhauptzylinder
7 zu einer Einheit zusammengebaut ist. Eine andere Druckluftleitung 8 führt zu einem Handbremsventil
9, das über eine weitere Luftleitung 10, über ein Schaltventil 11 und eine Luftleitung 12 an
einen Arbeitszylinder 13 einer Federspeicherbremse angeschlossen ist. Die Luftleitungen 10 und 12 sind
die Hilfsbremsleitung des Fahrzeugs. Ein Kolben 14 des Arbeitszylinders 13 unterliegt einseitig dem
Druck einer Speicherfeder 15 und ist über ein Gestänge mit den mechanischen Bremsen einer Fahrzeughinterachse
16 verbunden. Von dem Tandemhauptzylinder 7 führt eine den einen Leitungskreis
darstellende hydraulische Bremsleitung 17 zu Bremszylindern 18 und 19 der Vorderräder und eine den
zweiten Leitungskreis bildende hydraulische Bremsleitung 20 zu Bremszylindern 21 und 22 der Hinterräder.
Von den hydraulischen Bremsleitungen 17 und 20 beider Bremskreise ist je eine Leitung 23 und 24
abgezeigt, die zu Anschlüssen 25 und 26 des Schaltventils 11 führen, wie in F i g. 2 dargestellt ist.
In dieser Figur ist zu erkennen, daß das Schaltventil 11 ein als Kolben ausgebildetes Schaltglied 27 besitzt,
das in einem Zylinder 28 beweglich ist und von
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