DE1424924C - Einrichtung zur Steuerung von Rechenmaschinen - Google Patents
Einrichtung zur Steuerung von RechenmaschinenInfo
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Description
das Steuerwerk 4 weiter. Wird in diesem durch den Befehlsentschlüsseier 42 das Zusatzgerät 43 angewählt,
so wird nicht in üblicher Weise ein Steuerbefehl an das Rechenwerk 5 weitergegeben, sondern
der Adressenwähler 2 wählt nur die in diesem Befehl enthaltene Adresse im Speicher 3 an. Die in dieser
Speicherzelle enthaltene Information gelangt auf dem strichpunktierten Wege über die Weiche 6, die auf
Grund eines Befehls des Zusatzgerätes 43 in ihrer
werk 5, in welchem nunmehr der vorbereitete Rechenvorgang abläuft. Nach Beendigung desselben erfolgt
die Rückmeldung, wodurch nunmehr ein erneuter Rechenzyklus ausgelöst wird.
Diese übliche Schaltung an Rechenmaschinen ist auf direkte Informationen angewiesen, so daß die
Heranholung von Recheninformationen aus indirekt adressierten Quellen bzw. ihre Ausrechnung z. B. mit
Adresse« oder Adressensubstitution bezeichnet (siehe die deutsche Patentschrift 1 093 593).
Es stellt sich daher die Aufgabe, Möglichkeiten zu
fehl) über eine Weiche 6 zum Steuerwerk 4 gelangt. io vorgenannten Grundstellung festgehalten wurde, er-In
diesem wird die Information entschlüsselt und ein neut ins Steuerwerk 4 und wird in dem an diesen anentsprechendes
Kommando an das Rechenwerk 5 geschlossenen Diskriminator 41 daraufhin untersucht,
weitergegeben, wodurch dort wiederum Steuervor- ob ein Befehl vorliegt. Enthält die Information eine
gänge ausgelöst werden. Gleichzeitig wird normaler- Zahl, so stellt der Diskriminator 41 die Weiche 7 auf
weise der Adressenwähler 2 zum zweiten Mal ange- 15 Durchgang, so daß die Zahl direkt zum Rechenwerk 5
sprachen, der dann eine durch den Adressenteil des gelangt.
Befehls gekennzeichnete Zelle des Speichers 3 an- Liegt jedoch ein Befehl vor, so läuft der Vorgang
wählt. Bei den hier interessierenden Befehlen gelangt wie üblich ab, d. h., der Befehlsentschlüsseier spricht
der Informationsinhalt dieser Zelle, normalerweise in normaler Weise das Rechenwerks an, außerdem
ein Rechenwert, über die inzwischen vom Steuer- 20 wird der Speicher 3 nochmals angewählt und gibt
werk 4 umgestellte Weiche 6 direkt zum Rechen- nunmehr seine Information in Form eines Rechenwertes
über die inzwischen umgestellte Weiche 6 an das Rechenwerk 5 direkt weiter. Die Beendigung der
Rechenoperation wird in gewohnter Weise dann an 25 das Befehlszählregister zurückgemeldet, das nun seinerseits
wieder einen neuen Rechenvorgang in der vorgeschriebenen Weise auslöst.
Eine andere Möglichkeit zur Erhöhung der Flexibilität der Rechenanlage besteht nach F i g. 3 darin,
Hilfe von Subroutinen sehr umständlich sein kann. 30 daß an das Rechenwerk 5 ein Diskriminator 51 an-Ein
solches Verfahren wird auch als »Adresse von geschlossen ist und in der zusätzlichen Verbindungsleitung zwischen Rechenwerk 5 und Steuerwerk 4 eine
Weiche 7 angeordnet ist, die nur dann auf Durchgang schaltet, wenn ein entsprechendes Signal des
schaffen, in einem vorgegebenen Programm eine neue 35 Diskriminator 51 und des Zusatzgerätes 43 vorliegt.
Folge von Befehlen aufzunehmen, ohne dieses selbst Der Vorgang läuft dann wie folgt ab:
zu ändern. Dies wird erfindungsgemäß dadurch er- Nach dem Auftrag des Befehlszählregisters 1, an
reicht, daß im Steuerwerk ein nur auf einen beson- den Adressenwähler 2 eine bestimmte Speicherzelle
ders gekennzeichneten Befehl ansprechendes Zusatz- aufzurufen, wandert die Information über die Weiche 6
gerät als Teil des Befehlsentschlüßlers vorgesehen ist, 40 zum Steuerwerk 4. Wird dann durch den Befehlsentdas
Steuerwerk bzw. das Rechenwerk einen Diskri- schlüßler des Steuerwerks 4 das Zusatzgerät 43 anminator
zur Unterscheidung des Charakters einer mit gerufen, so gibt dieses die in dieser Information entHilfe
des Zusatzgerätes erhaltenen Information nach haltene Adresse an den Adressenwähler 2 weiter, der
ihrem Inhalt — Befehl oder Zahl — enthält und das dementsprechend den Inhalt einer neuen Speicher-Zusatzgerät
besondere Steuerleitungen zu einer wei- 45 zelle aufruft.
teren auch vom Diskriminator beeinflußte Weiche, Wie im sonst üblichen Fall, wird die Weiche 6 zwi-
die in der Verbindung zwischen dem Rechenwerk sehen Rechenwerk 5 und Eifehlswerk 4 umgestellt
und dem Steuerwerk liegt und/oder zum Adressen- und außerdem ein Signal an die Weiche 7 gegeben,
wähler sowie auch zur bereits bisher vorhandenen Die neue Information aus dem Speicher 3 wandert
Weiche besitzt, die der Weiterleitung der aus einem 50 nun direkt in das Rechenwerk 5 und wird in dem an
Speicher kommenden Information zum Rechenwerk diesen angeschlossenen Diskriminator Sl nach ihrem
bzw. zum Steuerwerk dient. Charakter — Befehl oder Zahl — untersucht. Ist es
Die F i g. 2 und 3 zeigen verschiedene Ausbildungs- eine Zahl, so verbleibt diese im Rechenwerk und wird
formen solcher Einrichtungen. Dabei sind gleiche in üblicher Weise weiterverarbeitet, ist es dagegen
Teile wie in F i g. 1 mit denselben Bezugszeichen ver- 55 ein Befehl, so gibt der Diskriminator 51 ebenfalls ein
sehen. · Signal an die Weiche 7, worauf diese auf Durchgang
Nach F i g. 2 ist am Steuerwerk ein Diskriminator schaltet und der Befehl in das Steuerwerk 4 gelangt,
41 angeschlossen, außerdem befindet sich im Befehls- dort aufs neue entschlüsselt und in entsprechender
entschlüssler 42 des Steuerwerks 4 ein Zusatzgerät Form an das Rechenwerk 5 weitergeleitet wird bzw.
43. Weiterhin ist eine Weiche 7 in einer zusätzlichen 60 erneut das Zusatzgerät 43 zur Ermittlung der ge-Vcrbindungsleitung
zwischen dem Rechenwerk 5 und wünschten Daten in Tätigkeit setzt. Die Weiche 7
dem Steuerwerk 4 angeordnet. Diese Einrichtung öffnet in diesem Beispiel jeweils nur dann, wenn
wirkt folgendermaßen: sowohl ein Signal aus dem Zusatzgerät 43 als
Wie in der bekannten Rechenmaschinensteuerung auch ein Signal aus dem Diskriminator 41 eingewird
vom Adressenwähler 2 — entsprechend dem 65 laufen ist.
Stand des Befehlszählregisters 1 — eine Zelle des Durch die genannten zusätzlichen Einrichtungen
Speichers 3 angewählt. Diese gibt ihre Information ist es möglich, die Programmierung einer Rechenüber
die in Grundstellung befindliche Weiche 6 an maschine flexibler zu halten, da durch einen einzigen
Befehl nicht nur zwei Arbeitsabläufe innerhalb der genannten Bauelementengruppe der Programmsteuerung
sondern sogar mehr als zwei ausgelöst werden können, indem das Zusatzgerät 43 mehrmals hintereinander
durch Informationen aus dem Speicher 3 angesprochen wird.
Selbstverständlich besteht dabei auch die Möglichkeit, in eine andere Routine abzuspringen, wenn die
erforderlichen Daten erst durch eine gesonderte Rechenoperation erhalten werden müssen. Mit den be- ίο
schriebenen Mitteln können auch anders geartete Programmsteuerungen von Rechenmaschinen flexibler
gestaltet werden. Diese Einrichtungen sind besonders dann von großem Vorteil, wenn bei der Programmierung
einer Rechenaufgabe noch nicht alle Werte bekannt sind, eine sich öfters wiederholende
Rechenoperation als flexibles Unterprogramm aufgestellt oder wenn »Ausnahmefälle« programmiert
werden sollen.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß auch ohne vorhergehenden Befehl an das zusätzliche Steuerelement
43 aus dem Speicher eingehende Informationen, die im Diskriminator 41 als Zahl erkannt werden,
sofort dem Rechenwerk 5 zugeleitet werden.
Die geschilderte Einrichtung soll die bekannte »5 Technik der Adressenmodifikation nicht ersetzen,
sondern ergänzen.
Für seine Anwendung ist es vorteilhaft, wenn das Register, das bei Ansprechen der geschilderten Anordnung
die Zahl schließlich aufnimmt (normalerweise der Akkumulator im Rechenwerk) wenigstens
als Schrittregister adressierbar ist.
Claims (2)
1. Einrichtung zur Steuerung von Rechenmaschinen mit Befehlszählregister, Adressenwähler,
Speicher, Steuerwerk und Rechenwerk oder entsprechenden Bauelementen, dadurch gekennzeichnet,
daß im Steuerwerk (4) ein nur auf einen besonders gekennzeichneten Befehl ansprechendes
Zusatzgerät (43) als Teil des Befehlsentschlüßlers (42) vorgesehen ist, das Steuerwerk
(4) bzw. das Rechenwerk (5) einen Diskriminator (41 bzw. 51) zur Unterscheidung des Charakters
einer mit Hilfe des Zusatzgerätes erhaltenen Information nach ihrem Inhalt. — Befehl oder
Zahl — enthält und das Zusatzgerät (43) besondere Steuerleitungen zu einer weiteren auch vom
Diskriminator (41 bzw. 51) beeinflußten Weiche (7), die in der Verbindung zwischen dem Rechenwerk
(5) und dem Steuerwerk (4) liegt und/oder zum Adressenwähler (2) sowie auch zur bereits
vorhandenen Weiche (6) besitzt, die der Weiterleitung der aus einem Speicher (3) kommenden
Information zum Rechenwerk (5) bzw. zum Steuerwerk (4) dient.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an das Rechenwerk (5) ein Diskriminator
(51) sowie eine Verbindungsleitung einer Weiche (7) zum Steuerwerk (4) angeschlossen
und Einrichtungen vorgesehen sind, die diese Weiche (7) nur dann öffnen, wenn gleichzeitig ein
entsprechendes Signal sowohl des Diskriminators (51) als auch des Zusatzgerätes (43) vorliegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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