DE14103C - Neuerungen an Eisenbahnweichen-1 Stell-Apparaten - Google Patents
Neuerungen an Eisenbahnweichen-1 Stell-ApparatenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L5/00—Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. November 1879 ab.
Damit bei einem Auffahren der Weiche durch ein Fahrzeug weder der Verschlufs noch ein
anderer Theil der Leitung beschädigt oder das Fahrzeug selbst zum Entgleisen gebracht werden
kann, und um eine daraus folgende Betriebsstörung zu vermeiden, ist der Regulirhebel aus
zwei Theilen α und b, Fig. 1 bis 4, zusammengesetzt
und durch eine Schraube ί verbunden, die nur so stark ist, dafs sie den Druck des
eigentlichen Weichenstellens hinreichend auszuhalten vermag, hingegen bei einem Auffahren
der Weiche bezw. dem Zurückschlagen des Schenkels b durch diesen abgescheert wird, ohne
dafs irgend ein anderer Theil dabei in Mitleidenschaft gezogen wird.
Um ein glattes Abscheeren der Schraube zu erzielen, werden in beiden Hebelschenkeln die
Schraubenlöcher mit harten Stahlbüchsen versehen und dadurch zugleich ein Verwürgen der
Löcher vermieden.
Den Zustand der Weiche dann, wenn durch Auffahren der Spitzenverschlufs aufser Thätigkeit
bezw. in Unordnung versetzt worden ist, zu bezeichnen, dienen die in Fig. 3 und 4 dargestellten
Theile in Verbindung mit eigenartigen Laternen, Fig. 5 bis 12.
Der Theil b, Fig. 3 und 4, hat den winkelhebelartig angesetzten Schenkel k und der
Theil α den Schenkel f. So lange alles in Ordnung, also α und b durch den Bolzen s verbunden
sind, liegt Schenkel f über der Mitte des Schenkels k, so dafs die beiden nach der
Signallaterne führenden Zugstangen a' und b' sich decken, wogegen, wenn die Weiche aufgefahren,
der Bolzen j also abgescheert ist, die beiden Schenkel f und k entweder die in Fig. 4
angedeutete Stellung oder die entgegengesetzte einnehmen, so dafs der von der Feder f' angedrückte
Stifte in das rechts oder links am Schenkel k angebrachte Loch z' eingreift, je
nachdem nämlich die Weiche nach der einen oder anderen Seite geschlossen war.
Die in Fig. 5 bis 8 dargestellte Laterne, welche rund gedacht ist, ruht auf einem aus
zwei Röhren r und r1 bestehenden Fufs, deren
eine durch den Hebel a', die andere durch den Hebel b' vermittelst je einer Kurbel in
drehende Bewegung versetzt wird. So lange nun Hebel α und b, mit einander durch Stift s
verbunden, sich zugleich bewegen, ebenso also, auch die Schenkel f und k, werden sich auch
die beiden, den Fufs der Laterne bildenden Röhren r und r' gleichzeitig zusammen bewegen,
und die Laterne wird, wie eine gewöhnliche Signallaterne wirkend, die jeweilige Stellung der
Weiche angeben. Wird nun aber beim Auffahren der Weiche die Schraube ί abgeschnitten,
so dafs sich also nur Hebel a, dagegen Hebel b nicht dreht, so wird sich auch nur die damit
durch Zugstange a' verbundene äufsere Fufsröhre r' der Laterne drehen, mit ihr die auf ihr
ruhende bezw. mit ihr verbundene, den unteren Theil der Laterne verdeckende äufsere Trommel
T, wogegen die innere .S ruhig stehen bleibt, wodurch zwei so lange von der äufseren
Trommel geblendete rothe Scheiben sichtbar werden und somit das Geschehene anzeigen.
Da in diesem Falle der Stift ζ in eines der Löcher z1 auf dem Schenkel k eingedrungen,
eine weitere Bewegung also somit verhindert ist, so ist damit auch ein Klaffen der Weichen
und ein Zurückspringen derselben verhindert,
und der Wärter erkennt durch das Gefühl, dafs die Weiche in Unordnung ist. Er kann dann
eine Umstellung der Weiche nicht vornehmen, sondern ist gezwungen, zuvor durch Ausheben
der Feder /' und Einziehen einer neuen Schraube s den Verschlufs in Ordnung zu
bringen.
Die in Fig. 9 bis 12 dargestellte Anordnung der Signallaterne ist ein aus zwei Hälften bestehender,
deshalb auch etwas höher angeordneter Laternenkasten und ist vier- oder mehreckig
gestaltet. (In der Zeichnung viereckig dargestellt.) Die obere Hälfte hat vier rothe
Scheiben, die untere zwei grüne und zwei weifse. Die rothen Scheiben sind im normalen Zustande
der Weiche und des Verschlusses durch vier in Scharnieren (an der unteren Grenze derselben
angeordnete) hängende Blechklappen η geblendet, welche durch Klammern g in dieser Stellung
festgehalten werden. Diese Blechklappen sind in derselben Farbe lackirt oder angestrichen,
wie die darunter befindlichen Scheiben der unteren Laternenhälfte, zwei also grün und
zwei weifs. Die ganze Laterne ruht auf einer Nabe 5 an der äufseren der beiden Röhren des
Laternenfufses, der genau so wie die in Fig. 5 bis 8 dargestellte Anordnung ebenfalls aus zwei
Röhren etc. besteht.
Die innere der beiden Röhren reicht bis in den Laternenkasten hinein und trägt dort die
mit einer ausgefrästen Curve versehene Curvenscheibe S1, in deren Curve die am Ende der
Hebel ο angeordneten Führungskugeln laufen, so dafs bei jeder Bewegung der inneren Röhre
mit der Curvenscheibe S' gegenüber der äufseren mit der die Laterne tragenden Nabe S diese
Führungskugeln der Hebel 0 sich senken, diese Hebel 0 am anderen Ende also in die Höhe
gedrückt werden. Hierdurch werden die verticalen, in der Laterne geführten Stangen// gehoben,
welche oben die Klammern^ tragen, durch die die oberen Laternenscheiben verdeckenden
Blechklappen festgehalten werden.
Sobald nun beim Auffahren der Weiche durch die Hebel a' und b' die innere Röhre
des Laternenfufses gegenüber der äufseren bewegt wird, werden somit auch durch die Hebel
ο die Stangen / mit den Klammern g gehoben, und die Klappen dadurch von letzteren
befreit, so dafs sie herabfallen und die unteren Scheibenhälften blenden. Das Herabfallen der
Klappen kann auch durch Federn, etwa wie die bei g' angegebenen, unterstützt werden. Die
Stangen/ werden durch Spiralfedern auf denselben, welche sich einerseits gegen den Laternenboden,
andererseits gegen einen am unteren Ende der Stangen p aufgesetzten Knopf stützen,
an die Aufsenflächen der Scheibe S' angedrückt, auch braucht letztere statt der vollständigen
Curve nur vier nach unten drückende, auf die Enden der Hebel ο wirkende Knaggen zu haben,
um die bezeichnete Wirkung auszuüben.
Durch das Herunterfallen der oberen Klappen sind somit die unteren Scheiben (grün und
weifs) geblendet, so dafs, wenn die Weiche aufgefahren ist, nur die oberen rothen Laternenscheiben
und die herabhängenden, ebenfalls auf der jetzt sichtbaren Seite roth angestrichenen
Klappen zu sehen sind, also nur rothes Licht erscheint, das Zeichen, dafs die Weiche in Unordnung
ist, also überall hin sichtbar ist, worauf sie durch' den Wärter wieder in Ordnung gebracht
werden kann, und ehe dies geschehen, der Führer eines etwa ankommenden Zuges gewarnt
ist.
Claims (3)
1. An Weichenstellapparaten der aus zwei Theilen α und b bestehende Regulirhebel,
bei welchem die Theile α und b durch die Schraube ί derartig verbunden sind, dafs
beim Auffahren der Weiche die Schraube s abgescheert wird, Fig. 1 bis 4.
2. Die Arretirung der aufgefahrenen Weiche durch den Zapfen ζ in Verbindung mit der
Blattfeder /' und den beiden Hebeln / und k, Fig. 3 und 4.
3. Die Verbindung der Hebel f und k mit
den beiden, die Signallaternentheile tragenden Röhren zur Anzeige der aufgefahrenen
Weiche.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE14103C true DE14103C (de) |
Family
ID=291215
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT14103D Active DE14103C (de) | Neuerungen an Eisenbahnweichen-1 Stell-Apparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE14103C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6296209B1 (en) * | 1999-04-20 | 2001-10-02 | Frank P. Bobb | Railroad switch stand |
-
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- DE DENDAT14103D patent/DE14103C/de active Active
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|---|---|---|---|---|
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