DE140451C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE140451C DE140451C DENDAT140451D DE140451DA DE140451C DE 140451 C DE140451 C DE 140451C DE NDAT140451 D DENDAT140451 D DE NDAT140451D DE 140451D A DE140451D A DE 140451DA DE 140451 C DE140451 C DE 140451C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- suction
- valve
- slide
- piston
- water
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B53/00—Component parts, details or accessories not provided for in, or of interest apart from, groups F04B1/00 - F04B23/00 or F04B39/00 - F04B47/00
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B53/00—Component parts, details or accessories not provided for in, or of interest apart from, groups F04B1/00 - F04B23/00 or F04B39/00 - F04B47/00
- F04B53/10—Valves; Arrangement of valves
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Reciprocating Pumps (AREA)
- Details Of Reciprocating Pumps (AREA)
Description
f.
äff, t >- β, λ
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 59«.
Während bei Pumpen die hin- und hergehenden Massen des Kolbens, Gestänges und
die Beschleunigung der Wassermassen in der Druckperiode lediglich den Druck im Gestänge
beeinflussen, entstehen namentlich bei Eiloder Expreßpumpen, wo der Ventilhub gegen
den Kolbenhub verhältnismäßig groß ausfällt, Unterspannungen durch die Saughöhe und den
Einfluß der bewegten Wasser- und Ventilmassen, welche von schädlicher Wirkung auf
den Lieferungsgrad der Pumpe und auf ihren ruhigen Gang sind. Da zur Überwindung
dieser schädlichen Pressungen bekanntlich nur ι Atm. zur Verfugung steht, ist zugleich mit
dieser Erkenntnis der Weg gewonnen, auf welchem eine möglichst vollkommene Pumpenbauart
angestrebt werden muß, nämlich Vervollkommnung des Saugvorganges. Für eine beliebige
Saughöhe oder angesaugte Wassersäule, welche im Gleichgewicht gehalten werden soll,
ist immer eine ganz bestimmte Pressung nötig, während für die anderen Vorgänge beim Ansaugen
allerhand erschwerende Nebenumstände, wie Querschnittsänderungen, Reibung, Wirbelungen,
Undichtheiten und dergl. die endgültige Saughöhe beeinflussen. Dabei hat man
naturgemäß den Ventilausbildungen die meiste Aufmerksamkeit gewidmet und vor allem auch
die Verkleinerung derjenigen Wassersäule angestrebt, welche mit jedem Pumpenhube zur
Ruhe kommt, also denkbarste Verkleinerung bewegter Massen.
Ein Verbessern aller dieser Vorgänge wird durch Steuern der Ventilsitze möglich. Bei
Pumpen handelt es sich darum, vor Beginn des Ansaugens einer Wassersäule und dem
Ventil eine gewisse Beschleunigung zu erteilen, welche im Momente des Saugbeginns durch
Verzögerung kraftschlüssig frei wird und auf Ventilöffnen wirkt bezw. das Saugwasser dem
ansaugenden Kolben bereits zubringt, also gewissermaßen um eine Verbundpumpe.
Ein Vergleich der bisher üblichen Saug- und Druckvorgänge mit den neuen soll hier
näher klargelegt werden.
I. Saugen. Die größte Unterspannung während der Saugperiode möge bei Beginn derselben
herrschen. Diese Unterspannung zerfällt
1. in eine konstante, zur Erhaltung der Wassersäule im Saugrohr,
2. in eine solche, die zur Erteilung der Beschleunigung jener Saugwassermasse nötig ist,
welche mit jedem Pumpenhube zur Ruhe kommt,
3. in eine solche, welche nötig isf, das Ventil nebst darüber befindlicher Saugwassermasse
nicht nur von seinem Sitz zu heben, sondern auch zu beschleunigen,
4. in eine solche, welche die Reibung im Ventil usw. zu überwinden hat. Diese soll
vernachlässigt werden.
Die Unterspannung bei 1. ist für alle Pumpen dieselbe. Die Unterspannung bei 2. und 3. ist
von der Kolbengeschwindigkeit bezw. Tourenzahl abhängig und wächst infolgedessen mit
dieser, so daß bei außergewöhnlich großer Kolbengeschwindigkeit wegen der beschränkten
Größe von 2. und 3. die Wassersäule abreißen muß, da die Unterspannungen 2. und 3. nicht
mehr groß genug sind, die Wassermassen rechtzeitig und fortwährend den vom Saugkolben
freigegebenen Raum ausfüllen zu lassen, sie
werden außer Zusammenhang mit denselben geraten und infolgedessen Stöße verursachen.
Ganz anders gestaltet sich die Sache, wenn die Ventil- und Wassermassen bereits vor
Saughubbeginn eine gewisse Geschwindigkeit im Bewegungssinne der angesaugten Wassersäule
besitzen und noch besser, wenn diese gesamte, in Bewegung befindliche Masse das Saugen unterstützt, indem sie unabhängig vom
ίο Kolben besonders gesteuert und gewissermaßen
im Bewegungssinne der angesaugten Wassermasse dem Saugkolben zugeführt, im Momente
des Saugbeginns ihre aufgespeicherten Massenkräfte durch Verzögerung frei werden und auf
Ventilöffnen wirken. Man erreicht dies alles durch einen entlasteten Kolbenschieber, in welchen
Ventile eingebaut werden. Er ist so zu steuern, daß er im Momente des Saugbeginns
seine größte Geschwindigkeit bereits verläßt und verzögert bewegt wird, aber immer noch
im Sinne der anzusaugenden Wassersäule läuft. Dieser Stellung entspricht in der Zeichnung SA.
Es ist daher die Schieberkurbel der Kolbenkurbel um einen gewissen Winkel voraus aufzukeilen.
Durch Voreilen ersterer wird erreicht, daß der Saugvorgang weich, elastisch und sicher, ohne
Unterspannungsverluste, ohne Ventilreibung und Kontraktion eingeleitet wird, weil eben wegen
abnehmender Schiebergeschwindigkeit und zunehmender Kolbengeschwindigkeit die beschleunigten
Massen auf Öffnen wirken und dabei die Richtung der Wassersäule mit dem Bewegungssinn des Schiebers und Kolbens zusammenfällt.
Bei den großen Kolbengeschwindigkeiten (also fortgeschrittenem Saugvorgang) bewegt sich die Schieberkurbel in der Nähe ihres
toten Punktes, in der Zeichnung B; die Pumpe arbeitet in dem Momente wie jede andere und
leitet dann aber mit abnehmender Kolbengeschwindigkeit (abnehmender Saugperiode), wo
sich bei entgegengesetzter Richtung von Wassersäule und Schieberbewegung die Geschwindigkeiten
addieren, eine annähernd gleichbleibende Dürchfiußgeschwindigkeit im Ventil ein, wodurch
dieses bis zuletzt seinen vollen Querschnitt behält und sich weich schließt, da beim
Druckwechsel (wo die Schiebergeschwindigkeit bereits wieder kleinere Werte annimmt und die
Kolbengeschwindigkeit Null geworden ist) der
Bewegungssinn des Ventils mit der Schieberrichtung zusammenfällt.
II. Das Drücken wird eingeleitet bei abnehmender Schiebergeschwindigkeit und entgegengesetztem
Bewegungssinn mit der Druck-Wassersäule. Dadurch geschieht wegen sich addierender Geschwindigkeiten von Kolben
und Wasser das Ventilöffnen rascher, präziser und zuverlässiger als bei anderen Ventilen,
eventuell unter Wegfall von Gummi- oder Federbelastung. Bei den großen Kolbengeschwindigkeiten
(also fortgeschrittenem Druckvorgang) sind bei gleichem Schieberbewegungssinn mit der Wassersäule die Reibung und
Kontraktion im Ventil auf ein minimales Maß gebracht. Mit abnehmendem Druckvorgang
(abnehmender Kolbengeschwindigkeit), wo auch die Schiebergeschwindigkeit anfängt abzunehmen,
wird wegen der entgegengesetzten Bewegungsrichtung von Ventil und Schieber ein abermaliger rascher Ventilschluß entstehen, auch
hier ohne Feder- und Gummibelastung.
Der Steuerungsvorgang- gewährleistet somit nicht nur rasches und sicheres Offnen der
Saug- und Druckventile, sondern gestattet auch die Reibungs- und Ventilwiderstände beim
Einleiten der Arbeitsvorgänge (Saugperiode) und bei Entfaltung der größten Kolbengeschwindigkeit
(Druckperiode) auf ein Maß zu bringen, welches an Null streift. Der dynamische Wirkungsgrad solcher gesteuerter
Pumpen gewinnt, da einmal der Schieberweg klein und die zu leistende Arbeit gering ist,
wegen der vollkommenen Entlastung des Schiebers. Für bestimmte Druckhöhen werden
die kritischen Durchmesser des Schiebers so gewählt, daß er nicht nur von der Druckwassersäule,
sondern auch von seinem Eigengewicht und dem Druckunterschied von Atmosphärenüber-
und Unterdruck entlastet ist. Wo mehrere Pumpen nebeneinander arbeiten, kann go er, liegend angeordnet, ohne Stopfbüchse ausgeführt
werden; auch stehend in derselben Weise, indem der in der Figur gezeichnete Schieber beliebig viele Male aneinander gesetzt
wird; sowie die Zahl der aneinander gereihten Schieberkammern (deren jede ein Saug- und
ein Druckventil und einen Arbeitskolbeh enthält) durch 2 teilbar ist, wird ohne Benutzung
der vorerwähnten kritischen Durchmesser eine vollendete Druckausgleichung ebenfalls möglich.
Die Reibungsarbeit des Schiebers als Plunger kann natürlich nicht beseitigt werden, dürfte
jedoch verschwindend gering ausfallen und Null erscheinen wegen des elastischen Arbeitens,
da in den heutigen Pumpen durch Erschütterungen mehr Arbeit verloren geht als hier die Reibung ausmacht. ,
Der volumetrische Gütegrad . ist wegen der verbesserten Bewegungsvorgänge an den Ventilen
und wegen der senkrechten Aufhängung des Schiebers, welche eine einseitige Abnutzung
ausschließt, ebenfalls gesichert. Die Pumpe wird sich auch für dicke und breiige Flüssigkeiten
eignen. In bezug auf Gesamtwirkungsgrad wird sie die bisherigen Bauarten übertreffen,
auch in bezug auf Herstellung und Aufstellung und Anschaffung.
Die Zugänglichkeit der Ventile und ihre Beaufsichtigung geschieht durch Herausnehmen
des Schiebers, wobei gleichzeitig seine Laufflächen und Ventilsitze! nachgesehen werden
können. Für hohe Drücke, z. B. Wasser-
hallungen mit 700 m Druckhöhe, ist mit Bereithaltung eines Reserveschiebers eine Pumpe
von großer Zuverlässigkeit geschaffen. Das Pumpengehäuse wird ohne Verschraubungen
und Verflanschungen ausführbar, es setzt sich aus einem vertikalen und einem horizontalen
Rotationskörper zusammen, gestattet also spannungsfreien Guß und leichte Bearbeitung. Der
Schieberhub wird durch zwei Anschläge fixiert, so daß bei Bruch einer Antriebsstange, des
Exzenters oder dergl. der Schieber sich auf diese Anschläge aufsetzt und ein Arbeiten als
langsam laufende Pumpe in der üblichen Weise stattfinden kann. Die Unterbringung der Windkessel
kann sowohl im Schieber stattfinden, indem er verlängert wird, als auch außerhalb;
die zum Auffüllen der Windkessel nötige Luft wird sich im Schieber leicht ausscheiden und
kann in üblicher Weise mittels eines kleinen Kompressors, welcher seinen Antrieb vom
Schieber erhalten kann, leicht aufgefüllt werden. Am oberen Ende des Schiebers etwa
austretendes Druckwasser wird eine Art Wasserdichtung bilden, ein Hahn nebst Rohr führt
das überschüssige Dichtungswasser in den Saugraum ab. Die Pumpe eignet sich des
weiteren für Wasserwerke, Säuren, Preßpumpen. Desgleichen bei Vakuumpumpen und Kondensatoren zwecks Erzielung einer mögliehst
tiefen Luftleere. Bei Dampfmaschinen wird sich das dadurch zeigen, daß die bekannte
unschöne, abfallende Kurve der Luftleere in eine Gerade übergeht. Namentlich bei schon bestehenden schnellaufenden Dampfmaschinen
mit engen Kanälen für den Abdampf dürfte sich der Nutzen der gesteuerten Pumpenventile ausweisen.
Werden die beiden in der Figur gezeichneten Ventile einander um so viel genähert, als
es ein genügend großer Durchflußquerschnitt für das Steuerprodukt irgend möglich macht,
also ein möglichst kleiner sogen, schädlicher Raum geschaffen, so eignet sich die Neuerung
auch für Luftpumpen, Kompressoren und Gebläse.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Steuerung von Pumpenventilen, dadurch gekennzeichnet, daß Saug- und Druck-Ventilsitze in vom Wasser entlastete Kolbenschieber eingebaut werden, deren Steuerung in der Weise stattfindet, daß in der Saugwassersäule und dem Saugventil bei Beginn der Saugperiode durch Verzögerung der Schiebergeschwindigkeit Beschleunigungsdrücke frei werden, welche ein Abreißen der Wassersäule vom Kolben verhindern und sicheres, schnelles Ventilöffnen gewährleisten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,Berlin, gedruckt in der üeichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE140451C true DE140451C (de) |
Family
ID=408129
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT140451D Active DE140451C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE140451C (de) |
-
0
- DE DENDAT140451D patent/DE140451C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2462651C3 (de) | Betonpumpe | |
| DE2008684C3 (de) | Steuerung für einen doppelt wirken den Pneumatik Kolbenmotor | |
| DE2245485C3 (de) | Hydraulischer Aufzug | |
| US4203359A (en) | Hydraulically driven press | |
| DE19616191A1 (de) | Steuerventil für eine Membranpumpe | |
| DE140451C (de) | ||
| DE1966459A1 (de) | Vorrichtung zum foerdern einer fluessigkeit | |
| DE2743772C2 (de) | Gegenschlaghämmermaschine | |
| EP0417753B1 (de) | Mechanische oder hydraulische Presse mit Zieheinrichtung oder Ziehstufe einer Stufenpresse | |
| DE2537742C3 (de) | Schmiereinrichtung für eine Kolbenbrennkraftmaschine | |
| DE631233C (de) | Verfahren zum Betrieb einer schwungradlosen Kolbenkraftmaschine zum Antrieb einer Kolbenpumpe | |
| DE60750C (de) | Vacuumpumpe | |
| DE892273C (de) | Ventillose hydraulische Kolbenpumpe zum Antrieb hydraulischer Arbeitsmaschinen | |
| DE53533C (de) | ||
| DE47543C (de) | Kohlensäure-Kompressor für Kältemaschinen | |
| DE145691C (de) | ||
| DE282126C (de) | ||
| DE16968C (de) | Neuerungen an Pumpen mit hydraulischem Gestänge | |
| DE198281C (de) | ||
| DE66035C (de) | Hydraulischer Widder, dessen Treibwasser unabhängig von dem zu fördernden Wasser ist | |
| US870685A (en) | Means for maintaining flow in water-columns. | |
| DE148066C (de) | ||
| DE68827C (de) | Einspritzvorrichtung für Dampfvacuumpumpen | |
| DE284524C (de) | ||
| DE114355C (de) |