DE140448C - - Google Patents

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DE140448C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B1/00Sieving, screening, sifting, or sorting solid materials using networks, gratings, grids, or the like
    • B07B1/46Constructional details of screens in general; Cleaning or heating of screens
    • B07B1/50Cleaning
    • B07B1/52Cleaning with brushes or scrapers
    • B07B1/522Cleaning with brushes or scrapers with brushes

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  • Brushes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Bürstvorrichtung für Plansichter mit Parailelkurbelbewegung, und zwar insbesondere eine solche, bei welcher sich runde Bürsten selbsttätig unterhalb des zu reinigenden Siebes in der geschl.ossenen Bahn zweier paralleler, an den Enden vereinigter Siebkanäle fortbewegen und an den Enden umkehren.
Solche Vorrichtungen sind bekannt, z. B.
durch die amerikanische Patentschrift 559258. Während aber bei dieser die Bürsten durch an den Bürsten vorgesehene radiale Arme gegen Stifte von Führungsleisten anschlagen und dadurch schleudernd fortbewegt werden, kennzeichnet sich die Vorrichtung gemäß vorliegender Erfindung dadurch, daß die Rundbürsten eine regelmäßige und schnelle, im Sinne der Siebbewegung kreisende, in kurzen Intervallen unterbrochene Bewegung durch kurze, federnde Gleitstücke erhalten. Es wird hierdurch ein sicheres und schnelles Fortbewegen der Bürsten erreicht.
In der Zeichnung sind
Fig. ι und 2 Längsschnitte durch zwei Ausführungsformen der Vorrichtung, und zwar Fig. ι nach der Linie A-B, Fig. 2 nach der Linie C-D in Fig. 4.
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie G-H in Fig. 4.
Fig· 4 ist eine Oberansicht der Vorrichtung mit zwei Abteilungen des Siebkastens, von denen jede eine etwas abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung zeigt.
Fig. 5 und 6 sind Oberansicht und Seitenansicht der Rundbürste, welche zu der Ausführungsform nach Fig. 1 gehört.
Fig. 7 und 8 sind Oberansicht und Seitenansicht der Rundbürste, welche zu der Ausführungsform nach Fig. 2 gehört.
Fig. 9 ist eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Bürstenbewegung.
Aus den Fig. 1 bis 3 ist ersichtlich, daß in einem gewissen Abstand von den Wänden c und d der Siebkanäle e und gleichzeitig von dem Sammelboden f das Geleise für die Bürsten, bestehend aus den Schienen α und b angeordnet ist, die auf den Querleisten g bezw. an den Wänden d befestigt sind.
Die beiden Schienen α und b sind in den Kanälen einerseits so hoch über den Boden f angeordnet, daß sie für die Förderung des sich auf dem Boden f sammelnden gesiebten Gutes kein Hindernis bilden und andererseits in solchem Abstand von den Kanalwänden c und d, daß diese der Bürste eine sichere Führung in jedem eine geschlossene Bahn bildenden Kanal bieten.
Die federnden Gleitstücke, die die Fortbewegung der Bürsten auf den Schienen α und b regeln, sind wie folgt ausgebildet:
Der Durchmesser der runden Bürste h ist etwas kleiner als die Weite der Kanäle e, jedoch noch so groß, um bei dem Anstoßen an der einen Kanalwand bezw. Mittelleiste noch genügende Auflage auf der auf der anderen Seite angeordneten Schiene α oder b zu finden.
An beiden Seiten der Mittelwand c, welche die Bürste zu umlaufen hat, sind in geeigneter Höhe über der Bahn α Leisten i von keilförmigem Querschnitt angebracht, (die an der unteren Fläche gerippt sein können, um ein intensiveres Zusammenwirken der federnden oder elastischen Gleitstücke zu sichern als bei dem Zusammenwirken mit einer glatten Leiste), wie Fig. ι und 3 (in der rechten Hälfte) zeigt.
Die Fortbewegung der Bürste h unter dem Einfluß der kreisenden Siebbewegung wird einesteils durch die Leisten i und anderenteils durch auf der oberen Seite der Bürste h an deren Umfang angeordnete federnde oder elastische Gleitstücke k hervorgebracht (Fig. 4, 5 und 6). Diese Gleitstücke k sind so angeordnet, daß sie unter die Leisten i greifen können und durch den entstehenden beiderseitig elastischen Anschlag die Drehung der Bürste in dem Moment des Eingreifens verhindern. Statt getrennter Gleitstücke k in Form trapezförmig gebogener Blattfedern (Fig. 5 obere Hälfte) kann auch eine zusammenhängende elastische Wulst (Fig. 5 untere Hälfte) angeordnet sein. Durch diese Vorrichtung wird die Bürste veranlaßt, eine drehend fortschreitende Bewegungsrichtung entlang der Kanalwand c anzunehmen. Dieses Wandern der Bürste erklärt sich wie folgt:
Eine frei auf der Siebfläche liegende Bürste wird unter dem Einfluß der Kreisschwingbewegungen des Sichters ebenfalls das Bestreben haben, eine Kreisbewegung auf dem Siebe auszuführen. Die Kreisbewegung wird nun durch den Einfluß der Wände c und d, die mit den Rundbürsten zusammenwirken, in eine fortschreitende Bewegung in folgender Weise umgesetzt. Wenn der Kurbelzapfen des Sichters den Teil ρ q r des Kurbelkreises (Fig. 9) durchläuft, der eine Bewegung der Bürste, wenn sie sich in dem vorderen Kanal befindet, nach der Wand d hin bewirkt, so findet ein gleichzeitiges Fortschreiten der Bürste im Sinne dieser Bewegung statt, da die Wand d diesem Fortschreiten kein Hindernis entgegensetzt, die Bürste vielmehr an derselben fortrollen kann. Durchläuft hingegen der Kurbelzapfen die andere Hälfte r t ρ des Kurbelkreises, so wird die Bürste nach der Wand c hinbewegt und sobald sie dieselbe erreicht hat, von den an derselben angebrachten Hindernissen festgehalten, infolgedessen eine Rückwärtsbewegung der Bürste im Sinne dieses Teiles der Kurbelzapfenbewegung nicht eintreten kann. Der Mittelpunkt der Rundbürste wird also eine Art Cykloidenbewegung ausführen, also stetig fortschreiten. Hierbei dreht sich die Bürste gleichzeitig um ihren Mittelpunkt. Dieses Fortschreiten der Bürste in den geraden Kanälen erleidet keine Störung in den Übergängen zwischen den Kanälen, da auch hier die Wände c und d fortgesetzt sind und in derselben Weise wie in den geraden Kanälen mit der Bürste zusammenwirken.
Eine etwas abgeänderte Anordnung der Gleitstücke als Mittel zur Fortbewegung der Bürste ist in Fig. 2 und in der einen Hälfte des Siebes der Fig. 2 und 3 dargestellt. Statt der Leiste i ist die Kanalwand c auf beiden Seiten mit einer entsprechenden Stiftreihe t versehen, welche in der Längsrichtung der Kanalwand bis an die Enden derselben verläuft und ebenso wie vorher die Leiste i in geeigneter Höhe über der Schiene α angeordnet ist. Einen Kranz ähnlicher Stifte trägt, in entsprechender Entfernung von der Peripherie angebracht, die Bürste (Fig. 3, 7 und 8,). Der Stiftenkranz der Bürste kann aus einzelnen federnden Stiften (Fig. 8 untere Hälfte) oder aus Stiften von mehreren, in kleinen Bündeln zusammengestellten federnden Stiften (Fig. 8 obere Hälfte) bestehen. Soll unter Anwendung solcher Stiftgruppen s die Leiste i statt der Stiftreihe if an der Mittelwand c verwendet werden, so sind die einzelnen Stiftbündel s so auszubilden, daß ihre Höhe entsprechend der unteren Schräge der keilförmigen Leiste i von der Mitte der Bürstenscheibe nach deren Umfang zu abnimmt, wie dies in Fig. 7 oben dargestellt ist. go
Bei allen Ausführungsformen können die Gleitstücke aus beliebigem geeigneten federnden bezw. elastischen Material (Stahl, elastischem Horn, Celluloid, Kautschuk, federnden Faserstoffen, starken Borsten und dergl.) bestehen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Bürstvorrichtung für Plansichter mit Parallelkurbelbewegung mit unterhalb der zu reinigenden Siebfläche in der geschlossenen Bahn zweier paralleler, an den Enden vereinigter Kanäle selbsttätig wandernden Rundbürsten, dadurch gekennzeichnet, daß behufs schneller und regelmäßiger Fortbewegung der Bürsten die die Breite des Kanals annähernd ausfüllenden Bürstenscheiben an ihrem Umfang mit federnden Gleitstücken versehen sind, welche mit einer keilförmigen elastischen Leiste oder einzelnen Anschlagstiften der mittleren Kanalwand in der Weise zusammen arbeiten, daß die Rundbürsten eine fortschreitende, in kurzen Intervallen unterbrochene Cykloidenbewegung im Sinne der Parallelkurbelbewegung erhalten.
  2. 2. Eine Ausführungsform der Bürstvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der Bürsten-
    scheibe nahe dem Rand angeordneten elastischen Gleitstücke aus trapezförmig gebogenen Blattfedern bezw. einer trapezförmigen elastischen Wulst (A, Fig. 5 und 6) oder aus aufrechten elastischen Stiften bezw. Stiftbündeln fs) oder aus Bündeln eines sich eignenden federnden Materials (Fig. 7 und 8), bestehen, welche an einer an der Mittelwand (c) angeordneten keilförmigen Leiste ß) bezw. Stiftenreihe ft) gleiten (Fig. 1 bis 8).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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