DE138468C - - Google Patents

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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01KELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
    • H01K3/00Apparatus or processes adapted to the manufacture, installing, removal, or maintenance of incandescent lamps or parts thereof
    • H01K3/02Manufacture of incandescent bodies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Ceramic Products (AREA)

Description

Durch die bisher gebräuchlichen, aus Kohlenfäden bestehenden Glühkörper elektrischer Glühlampen wird die als Elektricität zugeführte Energie nur zum geringen Teile in Licht umgesetzt, während der gröfsere Teil als Wärme verloren geht. Dies hat seinen Grund darin, dafs der aus amorphem Kohlenstoff hergestellte Faden nicht auf intensive Weifsglut erhitzt werden darf, da er sehr rasch zerstört würde, indem bei der in der Weifsglut stattfindenden Umwandlung des amorphen Kohlenstoffes in Graphit von zunehmender Dichte das molekulare. Gefüge des Fadens verändert wird. Diese Veränderung findet bei den gebräuchlichen Glühlampen ebenfalls, aber nur allmählich statt, indem der durch das übliche Ausglühen teilweise in eine graphitähnliche Modification des Kohlenstoffes übergeführte Faden beim Gebrauche der Lampe stetig weiter in dichteren Graphit umgewandelt wird, was ein Brechen des Fadens zur Folge hat.
Man ist schon seit längerer Zeit bemüht, einen besseren und haltbaren Glühkörper für elektrische Glühlampen zu finden und hat auch erkannt, dafs nur die schwerstschmelzbaren Körper verwendbar sind. Ein brauchbares Resultat wurde trotz der vielfachen Bestrebungen bisher nicht erzielt, weil entweder zu gute Elektricitätsleiter versucht wurden, mit welchen der bei den bestehenden Anlagen zur Herbeiführung der Weifsglut erforderliche Widerstand nicht erreicht werden kann, oder weil bei GlUhkörpern, welche aus Mischungen von Leitern und Nichtleitern (bezw. Leitern zweiter Ordnung) hergestellt werden sollen, Binde- oder Sintermittel angewendet wurden, die beim Gebrauche der Glühkörper durch den elektrischen .Strom stetig verändert werden, oder endlich, weil die Körper, um ihren Zweck zu erfüllen, erst auf umständliche Weise auf jene Temperatur erhitzt werden müssen, bei welcher sie leitend werden.
Die Glühkörper, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden, ermöglichen die Umsetzung des gröfsten Teiles der zugeführten elektrischen Energie in Licht, da sie, ohne Schaden zu leiden, durch den elektrischen Strom in hellste Weifsglut versetzt werden können.
Diese Glühkörper bestehen aus einem die Elektricität nicht sehr gut leitenden, unschmelzbaren Metall, wie Thorium oder einem, sehr schwer schmelzbaren Metall, wie Titan.
Glühkörper der angegebenen Art haben, da sie eine relativ geringe Leitungsfähigkeit besitzen, den Vorteil, dafs sie in handlichen, nicht allzuleicht zerbrechlichen Dimensionen angefertigt werden können.
Solche Glühkörper können vorteilhaft durch einfache Oxydation ihrer Oberfläche mit einer Schicht des ein hohes Lichtemissionsvermögen besitzenden Thor- bezw. Titanoxydes versehen werden.
Eine solche Oxydbildung kann leicht und auf einfache Weise durch irgend eines der bekannten Verfahren hervorgebracht werden.
Um das unschmelzbare Thorium oder das sehr schwer schmelzbare Titanmetall zu Glühkörpern formen zu können, wird dasselbe mit geringen Mengen anderer, sehr schwer schmelzbarer Metalle, namentlich mit Chrom oder Wolfram gemischt. Diese Metalle nehmen das

Claims (3)

Thorium bezw. Titan auf, und es wird ihr Schmelzpunkt dadurch noch weiter erhöht, so dafs die aus solchen Gemischen gefertigten Körper hellste Weifsglut aushalten, ohne nennenswert zu erweichen. Die Herstellung der Glühkörper erfolgt der Erfindung gemäfs dadurch, dafs man Thorium oder Titanmetall allein oder mit geringen Zusätzen von anderen schwer schmelzbaren Metallen, wie Chrom oder Wolfram in feinstgepulvertem Zustande, ohne Zusatz eines Bindeoder Sintermittels durch hohen Druck zu festen Körpern formt. Zu- diesem Zwecke wird das trockene Pulver in eine Prefsform gebracht und mittels eines entsprechend geformten Stempels ein bedeutender Druck (bis 20 000 kg pro Quadratcentimeter) auf dasselbe ausgeübt. Es ist schon vielfach der Vorschlag gemacht worden, Glühkörper durch starken Druck herzustellen, aber immer hat man ein Binde- öder Sintermittel angewendet. Naturgemäfs mufs sich aber jedes Bindeoder Sintermittel bei den hohen Temperaturen, denen der Glühkörper während seiner späteren Verwendung ausgesetzt wird, verändern, und ebenso naturgemäfs wird dadurch das Gefüge und mit ihm die Festigkeit und der Leitungswiderstand verändert, so dafs sich alle diese Vorschläge nicht den Eingang in die Praxis verschaffen konnten. Nach dem oben angegebenen Verfahren wird der Glühkörper ohne Bindemittel hergestellt, und zwar durch Anwendung eines derart hohen Druckes, dafs durch molekulare Näherung eine Bindung hervorgebracht wird, deren Resultat dem eines Schmelzprocesses ähnlich ist. Pate ν τ-An Sprüche:
1. Glühkörper für elektrische Glühlampen, bestehend aus Thoriummetall allein, oder aus Gemischen von Thorium oder Titan mit schwer schmelzbaren Metallen, wie Chrom oder Wolfram.
2. Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die gepulverten Metalle der angegebenen Art oder auch Titanmetall unter hohem Druck ohne Zusatz eines Binde- oder Sinter-, mittels zu festen Körpern geprefst werden.
3. Glühkörper nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dafs die genannten Metalle an der Oberfläche oxydiert werden, zum Zweck, einen lichtemittierenden Ueberzug herzustellen.
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