DE137283C - - Google Patents

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DE137283C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H13/00Acetylene gas generation with combined dipping and drop-by-drop system

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

PATENTAMT.
M 137283 KLASSE 266.
Die den Gegenstand der Erfindung bildende Beschickungsvorrichtung gehört zu jener Art, bei welcher das Karbid in das Wasser eingebracht wird, und bietet gegenüber den bekannten Vorrichtungen den Vortheil, dafs nach Einbringen einer Karbidmenge die Zersetzung langsam, dabei aber vollständig vor sich geht und kein Entweichen von Acetylen aus der Beschickungsvorrichtung sowohl während der Beschickung als auch während der Gasentwicklung eintritt. Auch verbleiben die unvergasbaren Bestandtheile des Karbids in der Beschickungsvorrichtung und werden mit dieser nach vollendeter Zersetzung der Karbidportion aus dem Erzeuger entfernt, wodurch die Reinigung des letzteren erst nach längerer Dauer des Betriebes erforderlich wird.
Diese Beschickungsvorrichtung besteht aus einem in den Gassammler gedichtet einschiebbaren Kolben, welcher mit einer seitlichen Ausnehmung zur Aufnahme des Karbids oder eines Karbidbehälters versehen ist.
Beim Einsenken verdrängt der in einem Cylinder geführte Kolben das Wasser und bringt das Karbid erst unter der Wasseroberfläche in den Bereich des umgebenden Wassers, so dafs das 'sich entwickelnde Acetylen vorerst die darüberstehende Wassersäule durchdringen mufs und gereinigt wird, ehe es sich im oberen Theile des Erzeugers ansammeln kann. Das Karbid/Befindet sich vorteilhaft in einem gelöcherten Behälter, so dafs die Gasentwicklung, da das Wasser nur langsam zu der Karbidmasse zutreten kann, verlangsamt wird.
Der obere Theil des Kolbens ist hierbei im Cylinder genügend abgedichtet, so dafs kein Gas durch diesen entweichen kann.
Nach vollständiger Zersetzung des Karbids, deren Zeitdauer sich durch die Erfahrung feststellen läfst, wird der Kolben emporgezogen, bis die Ausnehmung sammt dem Karbid oberhalb des Cylinders steht und der Behälter sammt den Rückständen entfernt werden kann, während das mitgeführte Wasser ausfliefst und durch ein in den Erzeuger hinabreichendes Rohr in letzteren zurückgelangt. Hierbei bildet der untere Theil des Kolbens und die in den Cylinder durch Heben des Kolbens nachgesaugte Wassersäule einen hermetischen, das Austreten von Acetylengas verhindernden und den Eintritt von Luft ermöglichenden Abschlufs.
Die beiliegende Zeichnung stellt in den Fig. 1 und 2 eine Ausführungsform dieser Beschickungsvorrichtung bei eingesenktem und herausgehobenem Karbidbehälter in Längenschnitten dar.
Der Kolben a, welcher vortheilhaft hohl, aber allseitig geschlossen ist, besitzt eine Ausnehmung, in welche der Karbidbehälter b, der aus perforirtem Blech oder Drahtgewebe hergestellt sein kann, eingesetzt wird, so lange sich der Kolben in der gehobenen Stellung (Fig. 2) befindet.
Beim Herablassen des Kolbens, z. B. mittelst einer über eine Rolle gelegten Schnur c, in dem Cylinder d, welch letzterer in den Gaserzeuger f hineinreicht, verdrängt zunächst der untere Kolbentheil das Wasser, und hierauf gelangt der in der Ausnehmung des Kolbens
befindliche Karbidbehälter in den Bereich des Wassers.
Beim Ausheben des Kolbens, dessen oberer Theil während der Zersetzung in dem Cylinder abgedichtet ist und das Entweichen von Gas durch letzteren verhindert, saugt der Kolben Wasser in den Cylinder nach und sein unteres Ende bildet im Verein mit der im Cylinder stehenden Wassersäule einen Abschlufs gegen Gasaustritt, während der Karbidbehälter aus der freigelegten Ausnehmung entfernt und durch einen anderen Behälter mit frischer Füllung ersetzt wird.
Das hierbei tnitgehobene Wasser fliefst aus der Ausnehmung in eine den Cylinder d umgebende Rinne g und durch ein in letzterer mündendes Rohr h in den Gaserzeuger zurück.
Bei gröfseren Acetylenentwicklern können derartige Beschickungsvorrichtungen in beliebiger Anzahl, im Kreise oder in anderer geeigneter Weise gruppirt, angeordnet werden, um in entsprechenden Zeitabschnitten in Thätigkeit gesetzt zu werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Karbidbeschickungsvorrichtung, bei welcher das Karbid in einer Aussparung eines Kolbens enthalten ist, dadurch gekennzeichnet, dafs dieser Kolben in einem in den Erzeuger reichenden offenen Hohlcylinder abgedichtet auf- und abgeschoben werden kann, derart, dafs er beim Einsenken mit seinem unteren Theile Wasser verdrängt, ehe solches zum Karbid treten kann, wodurch die Gasentwicklung verlangsamt und das Gas gezwungen wird, eine Wasserschicht zu durchströmen, bevor es sich im oberen Theile des Erzeugers ansammelt, während beim Emporziehen des Kolbens eine Wassersäule in den Führungscylinder gesaugt wird, die im Vereine mit dem unteren Theile des Kolbens einen dichten Abschlufs herstellt und so das Entweichen von Gas hindert, wobei das bei dem ausgebrauchten Karbid befindliche Wasser in eine um den äufseren Rand des Führungscylinders angeordnete Rinne und aus dieser durch ein in den Erzeuger reichendes Rohr abfliefst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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