DE136902C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B08—CLEANING
- B08B—CLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
- B08B9/00—Cleaning hollow articles by methods or apparatus specially adapted thereto
- B08B9/08—Cleaning containers, e.g. tanks
- B08B9/20—Cleaning containers, e.g. tanks by using apparatus into or on to which containers, e.g. bottles, jars, cans are brought
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 646.
Flascheneinweichvorrichtung.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung an Flascheneinweichapparaten,
die aus einer im Einweichbehälter angebrachten, hin- und hergehenden Unterlage besteht, auf
welcher die Flaschen sich von der Einführungsstelle zu der Entnahmestelle im Einweichbehälter
bewegen. Wenn die Vorrichtung arbeitet, werden die aufzuweichenden Flaschen immer an der Einführungsstelle hineingelegt
und die aufgeweichten Flaschen in demselben Mafs an der Entnahmestelle aus der Vorrichtung
herausgenommen. Hierbei üben die zuletzt eingeführten Flaschen einen Druck auf die früher eingelegten aus, so dafs die Flaschen
das Bestreben haben, sich über den ganzen Einweichbehälter auszubreiten und sich in einem
Strom nach der Entnahmestelle hinzubewegen. Bei der Vorwärtsbewegung der Unterlage wird
diese Bewegung der Flaschen erleichtert. Bei der Rückwärtsbewegung der Unterlage werden
die Flaschen infolge der zwischen den letzteren und der Unterlage entstehenden Reibung
in ihrer Vorwärtsbewegung ein wenig gehemmt. Die Flaschen werden jedoch gehindert,
an der Rückwärtsbewegung der Unterlage vollständig theilzunehmen, weil einerseits, wie oben
erwähnt, stets neue Flaschen in den Einweichbehälter an der Einführungsstelle hineingelegt
werden und dieselben einen Druck auf die im Einweichbehältef bereits befindlichen Flaschen
ausüben und andererseits Flaschen aus dem Einweichbehälter an der Entnahmestelle in demselben
Mafse herausgenommen werden. Die nächste Vorwärtsbewegung der Unterlage hilft zum Vorwärtstreiben der Flaschen u. s. w. Infolge
dieses ruck- und stofsweisen Vorwärtstreibens der Flaschen kann ein Anhalten des
Flaschenstromes nicht so leicht eintreten, und aufserdem- geräth die Aufweichflüssigkeit in
Wallung, wodurch die Flaschen wirksamer geweicht werden. Die bewegliche Unterlage
kann waagerecht angebracht sein oder zu der Richtung des Flaschenstromes schräg stehen.
Die Unterlage kann auch aus mehreren Längstheilen bestehen, von denen sich einige vorwärts,
die anderen dagegen rückwärts bewegen. Hierdurch erhalten die Flaschen eine solche
Bewegung, dafs dieselben im Einweichbehälter besser vertheilt werden und ein Anhalten des
Flaschenstromes somit beseitigt wird. Die hin- und hergehende Bewegung der Unterlage
kann entweder einfach sein, d. h. nur aus einer geradlinigen Bewegung bestehen, oder sie
kann auch zusammengesetzt sein, d. h. gleichzeitig aus einer geradlinigen Bewegung und
aus einer Drehbewegung um eine zur Richtung des Flaschenstromes senkrechte, waagerechte
Welle bestehen. Die hin- und hergehenden Bewegungen können beliebige, constante oder veränderliche Geschwindigkeit haben.
Auf der beiliegenden Zeichnung wird als Beispiel eine nach vorliegender Erfindung ausgebildete
Flascheneinweichvorrichtung veranschaulicht.
Fig. ι zeigt dieselbe von oben gesehen,
Fig. 2 in Seitenansicht, wobei eine der Seitenwände weggenommen ist, und
Fig. 3 eine Ansicht von vorn ohne Stirnwand.
Der Einweichbehälter 1 hat einen Einführungskanal 2, dessen Längsschnitt die in Fig. 2
gezeigte Form mit schräger Stirnwand hat, um das Hinaufdrücken der Flaschen zu verhindern.
Der Einweichbehälter ist zwischen der Einführungs- und Entnahmestelle mit einem auf
der Zeichnung nicht dargestellten Metallnetz abgedeckt. Die Unterlage 3, die in der Richtung
des Flaschenstromes schräg steht, ist an der
Unterseite der Länge nach mit drei parallelen U-Eisen 4 versehen, von denen das mittlere
auf der Zeichnung nicht dargestellt ist. Auf jeder von drei in den Seitenwänden des Einweichbehälters
drehbar gelagerten Wellen 5 sind drei Rollen 6 befestigt, auf denen die Unterlage vermittelst der erwähnten U-Eisen
läuft. An einem Ende der Unterlage 3 sind zwischen derselben und dem Boden des Einweichbehälters
Spiralfedern 7 gespannt, welche in der Richtung des Flaschenstromes schräg angebracht sind und somit das Bestreben haben,
die Unterlage 3 vorwärts zu ziehen. Nahe am anderen Ende der Unterlage ist mitten an
ihrer Unterseite ein im Querschnitt U-förmiges Stück 8 befestigt. Auf dieses wirkt ein an
einer drehbaren Welle 9 angebrachtes Rad oder eine Scheibe 10 ein, welche mit drei an
beiden Seiten derselben hervorragenden Stiften 11 versehen ist. An diesen Stiften sitzen
Laufrollen 12, die beim Umdrehen der Welle 9 gegen die Stirn des Stückes 8 stofsen, so dafs
die Unterlage 3, so oft ein Paar Laufrollen 12 gegen das Stück 8 stöfst, rückwärts entgegen
der Wirkung der Federn 7 geschoben und nachher von diesen Federn vorwärts gegen Anschläge 13 im Einweichbehälter getrieben
wird. Um ein Schaukeln der Unterlage 3 während ihrer Bewegung zu verhindern, sind
an den Seitenwänden des Einweichbehälters Vorsprünge 14 vorgesehen, welche die Oberseite
der Unterlage 3 niederhalten. Eine Platte 15 dient dazu, das Herunterfallen der
eingeführten Flaschen zwischen der hinteren Kante der Unterlage und der Hinterwand des
Einweichhehälters zu verhindern. Die Federn 7 können statt an dem nächst der Einführungsstelle
befindlichen Ende der Unterlage 3 auch an irgend einer anderen passenden Stelle derselben angebracht sein. Auch können
die Scheibe 10 und das Stück 8 statt an dem nächst der Entnahmestelle befindlichen Ende
der Unterlage 3 an irgend einer anderen geeigneten Stelle derselben angebracht sein. Die
Federn 7, die Scheibe 10 und das Stück 8 können auch so angebracht sein, dafs die Federn
7 die Unterlage 3 rückwärts ziehen und die Scheibe 10 dieselbe vorwärts treibt. Die
Anschläge 13 und die Vorsprünge 14 müssen in diesem Falle entsprechend anders angeordnet
sein. Die Vorrichtungen zur Führung der Unterlage 3 können in verschiedener Weise
abgeändert werden. An der Entnahmestelle hat der Einweichbehälter eine Vertiefung 16
zum Aufsammeln von Glasscherben u. s. w., die mittels eines geeigneten, auf der Zeichnungnicht
dargestellten Gitters von dem oberen Theile des Einweichbehälters getrennt ist. Der
Boden der Vertiefung fällt zweckmäfsig zu einer Luke an einer der Seitenwände ab, und
die Seiten derselben sind abgeschrägt. An der Stirnwand des Einweichbehälters ist eine
sich drehende, waagerechte Scheibe 17 angebracht. Diese ist mit Löchern von geeigneter
Gröfse versehen, in die die Flaschen umgekehrt eingesetzt werden, je nachdem sie aus
dem Einweichbehälter entnommen werden. Von dieser Scheibe werden die Flaschen nach
und nach weggenommen, um einem anderen Vorgang unterworfen zu werden. Die Federn
7 sind, um von der Aufweichflüssigkeit nicht angegriffen zu werden, zweckmäfsig aus
Neusilber hergestellt. Durch das Metallnetz kann bemerkt werden, wie die unter demselben
befindlichen Flaschen ruckweise vorwärts nach der Entnahmestelle getrieben werden. Diese
Erfindung kann auch bei Einweichbehältern von cylindrischer oder anderer Form Anwendung
finden.
Die dargestellte Ausführungsform der Antriebsvorrichtung für die Rüttelbewegung ist
zwar an sich bereits bei Flaschenspülmaschinen bekannt, jedoch nicht in der vorliegenden Anwendung
zur Erreichung einer selbstthätigen Weiterbewegung der Flaschen, welche einen Theil der vorliegenden Erfindung bildet.
Claims (4)
1. Flascheneinweichvorrichtung, gekennzeichnet durch eine im Einweichbehälter angebrachte,
hin- und hergehende Unterlage, welche durch ihre Bewegung das Weiterrollen der Flaschen von der Einführungszu
der Entnahmestelle im Einweichbehälter bewirkt.
2. Eine Ausführungsform der das Weiterrollen der Flaschen bewirkenden Unterlage nach
Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs dieselbe aus mehreren parallelen Längstheilen
besteht, von denen sich die einen vorwärts bewegen, während sich die anderen rückwärts bewegen und umgekehrt.
3. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs
die Unterlage (3) mittels Räder und Schienen geführt wird, von welchen Elementen die
einen mit der Unterlage (3), die anderen mit dem Einweichbehälter (1) verbunden sind.
4. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs
die Bewegung der Unterlage in der einen Richtung durch stofsweise wirkende Treibvorrichtungen,
in der anderen Richtung durch Federn (7) bewirkt wird, wobei letztere Bewegung durch am Einweichbehälter befestigte
Anschläge (13) begrenzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE136902C true DE136902C (de) |
Family
ID=404824
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE136902C (de) |
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