DE136256A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRI
136256 KLASSE 46 rf.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Abwärmekraftmaschinen,in welchen bei niederen
Temperaturen siedende, durch Abwärme (Abdampf, Abgase) erzeugte Dämpfe (Ammoniak,
schweflige Säure u. s. w.) arbeiten, welche aus dem Verdampfer in die Kaltdampfmaschine gelangen,
in einem Condensator niedergeschlagen und als Flüssigkeit dem Verdampfer wieder zugeführt
werden. Für eine vortheilhafte Verwerthung der Kaltdämpfe ist es angezeigt, den Druck im Verdampfer auf möglichst gleicher
Höhe zu erhalten, damit der Kraftmaschine stets dieselbe Admissionsspannung gegeben
werden kann.
Bei dem Erfindungsgegenstand ist vorausgesetzt, dafs die Abwärmemaschine und die
Hauptdampfmaschine auf ein und dieselbe Kurbelwelle, Transmission, elektrische Leitung
u. s. w. wirken, so dafs sich ihre Leistungen addiren, in welchem Falle der Regulator der
Wasserdampfmaschine die Regelung der gesammten Leistung übernimmt. Hierbei ist es
wünschenswerth, die Leistung, der Kaltdampfmaschine .entsprechend der Spannung im Kaltdämpferzeuger
zu regeln. Wenn nämlich die Kaltdämpfe durch den Abdampf der Wasserdampfmaschine
erzeugt werden, welcher, condensirend, die in dem Verdampfer enthaltene, leicht siedende Flüssigkeit verdampft, so wird
bei einer gröfseren Arbeitsleistung der Wasserdampfmaschine auch eine gröfsere Menge Kaltdampf
erzeugt, und der Druck im Verdampfer würde steigen, wenn die Abwä'rmemaschine
stets die gleiche Wärmemenge entnahme. Das Entgegengesetzte würde bei einer geringeren
Arbeitsleistung der Wasserdampfmaschine eintreten.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird der Druck im Verdampfer nun dadurch auf annähernd
gleicher Höhe erhalten, dafs derselbe direct auf einen Kolbenschieber oder dergl.
einwirkt, durch dessen Bewegung die Füllung der Kaltdampfmaschine durch Verstellen des
Steuerungsorganes mittelst eines Gestänges im entsprechenden Sinne verändert wird, so dafs
bei steigendem Druck der überschüssige Dampf aus dem Verdampfer in die Maschine übertritt
und bei sinkendem Druck die Maschine weniger Dampf entnimmt.
Eine Anlage, welche nach vorliegendem Verfahren arbeitet, ist auf der beiliegenden Zeichnung
schematisch dargestellt; hier erfolgt die Druckregelung durch einen Kolbenschieber in
Verbindung mit einer Ridersteuerung.
An den Verdampfer V (Fig. 1) einer Kaltdampfmaschine
ist ein Kolbenschieber angeschlossen, welcher im Wesentlichen aus einem Kolben b besteht, der sich in einem Cylinder
bewegt. Die Kolbenstange α desselben ist mit einem Hebel e verbunden, welcher mittelst
Kupplungsstange f die Drehung eines aufserhalb des Schieberkastens der Kaltdampfmaschine
befindlichen Hebels m (Fig. 1 und 2) veranlafst.
Letzterer steht mit der Schieberstange / des Expansionsschiebers g in Verbindung, so
dafs durch das Spiel des Kolbens b gleichzeitig eine Drehung des Expansionsschiebers g
bewirkt wird, wodurch die Füllung, der Maschine geändert wird. Sobald nun z. B. infolge
gröfserer Wärmezuführung im Verdampfer
mehr Kaltdampf erzeugt wird und der Druck dort steigt, wird der Kolben b in die Höhe
geschoben und dabei die Feder c zusammengedrückt. Hierdurch wird die Füllung des
Kaltdampfcylinders vergröfsert, also mehr Kaltdampf aus dem Verdampfer entnommen, und
der Druck in dem letzteren fällt wieder auf die frühere Höhe.
Anstatt die Kolbenbewegung auf die Steuerung der Kaltdampfmaschine einwirken zu
lassen, kann auch ein in das Zuleitungsrohr des Kaltdampfes zur Maschine eingeschaltetes
Ventil o. dergl. beeinflufst werden, wodurch ebenfalls eine Regelung des Druckes im Verdampfer
erreicht wird. An Stelle der Federn in dem Druckregler können andere Anordnungen,
z. B. Gewichte mit Hebeln u. s. w., verwendet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :
Verfahren zur Regelung der Verdampferspannung für Kaltdampfmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dafs der Druck im Verdampfer direct auf einen Kolbenschieber (b) o. dergl. einwirkt, durch dessen Bewegung die Füllung der Kaltdampfmaschine durch Verstellen des Steuerorganes (g) mittelst des Gestänges (a efmj verändert wird, zum Zwecke, den Druck im Verdampfer annähernd gleichbleibend zu erhalten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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