DE760108C - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
- F01K23/00—Plants characterised by more than one engine delivering power external to the plant, the engines being driven by different fluids
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Description
Kraftan
Priorität der schweizeriscjaefi Patentanmeldung vom 25.JuIi 1939
Tr. 52 8'/2).
Die Erfindung bezieht sich auf eine Kraftanlage mit mindestens einer Nutzarbeit leistenden Gasturbine und einer
Hilfsturbine, die zu ihrem Antrieb Dampf aus einem Dampferzeuger erhält, dem eine Teilmenge der für das Arbeitsmittel
der Nutzarbeit leistenden Gasturbine bestimmten Wärme zugeführt wird. Die Srfind«s^besteht darin, dass der Hilf sturbine
bei rasch ansteigender Belastung der Nutzarbeit leistenden Gasturbine Dampf aus einem Dampferzeuger zugeleitet wird, dem
die zur Dampferzeugung dienende Wärme durch einen über einen
Heizkörper führenden Kreislauf des Verdampfungsmittels zugeführt wird.
Durch die Erfindung wird die Wirkung erzielt, dass rasche Belastungssteigerungen der ^eaamtanlag» die Nutzarbeit
abgebende^ turbine verzögerungsfrei ausgeglichen werden
können.
Nach bekannten Vorschlägen sollen in Dampfkraftanlagen
Speicher vorgesehen sein, um einen möglichst unveränderlichen Betrieb der die Gesamtenergie liefernden Dampferzeuger
einhalten zu können. Die Dampferzeuger sind im wesentlichen
unverändert auf einen Mittelwert der Belastung eingestellt} nur Belastungen über dem Mittelwert werden von den
Dampfspeichern aufgenommen, während bei Belastungen unter dem
Mittelwert die Speicher wieder aufgeladen werden. Bei Gasturbinenanlagen
wird im Gegensatz zu den bekannten Dampfkraftanlagen die die Energie liefernde Verbrennun^sanlage in vollem
Umfang den Belastungsschwankungen der Gesamtanlage angepasst. Die mit Dampf arbeitende Hilfsturbine unterstützt hierbei
die Brennkraftturbine nur bei raschen Belastungssteigerungen,
bis die Gesamtanlage den neuen Belastungsverhältnissen angepasst ist, gleichgültig ob die Grosse der augenblicklichen
Belastung über oder unter dem Mittelwert der Belastung liegt«
Auch bei bekannten Brennkraftmascninenanlagen, bei denen die Abwärme des Kühlwassers und der Abgase zur Beheizung
eines Dampferzeugers herangezogen wird, wird ständig Dampf' zur Energieerzeugung herangezogen, gleichviel ob die Belastung
steigt oder fällt.Der Dampferzeuger wird auch nicht zur
Unterstützung der Brennkraftmascnine selbst herangezogen, sondern versorgt andere Anlagen, z.B. Hilfsmaschinen, mit Energie.
Schliesslich liegt nocli ein Vorschlag vor, nach, dem
in einer Gasturbinenanlage durch, unmittelbare Mischung eines
Wärmeträgers mit Wasser Dampf erzeugt und dann dem gasförmigen
Arbeitsmittel beigemengt wird. Nach der Erfindung wird jedoch der Dampf auf mittelbarem Weg durch Wärmeübertragung
erzeugt und der Dampf zur Beaufschlagung einer Hilfsturbine
benutzt·
Der Heizkörper im Kreislauf des Verdampfungsmittels
von den die Nutzleistung abgebende» Gasturbine» beaufschlagenden Treibgasen beheizt und im Verbrennungsraum
des der Erzeugung der Treibgase für die die Hutzleistung abgebende
Gasturbine dienenden aaserhitzers angeordnet sein·
Ein Beispiel des Erfindungsgegenstandes iat auf
der Zeichnung vereinfacht dargestellt·
Der Kreiselverdichter 1 saugt durch die leitung 2 Luft an, verdichtet sie und fördert sie durch die Leitung 3
in den Verbrennungsraum 4 eines Gaserhitzers. Die bei der Verbrennung entstehenden Treibgase strömen zum Teil durch
eine Leitung 5 in die Gasturbine 6, welche den Stromerzeuger 7 antreibt und damit Nützarbeit leistet· Die Abgase dieser
Turbine gelangen durch die Leitung 8 ins Freie· Ein anderer Teil der Treibgase strömt durch die Leitung 9 aus dem Verbrennungsraum
4 in die Turbine 10 und gelangt nach Arbeitsleistung durch die leitung 11 ins Freie. Die Turbine 10
treibt den Verdichter 1·
Die die Nutzarbeit leistende Gasturbine 6 ist mit einer als Dampfturbine ausgebildeten Hilfsmaschine 12 gekuppelt
Weiter ist auch der Verdichter 1 für die Verbrennungsluft mit einer als Turbine ausgebildeten Hilfsmaschine 13 gekuppelt»
Ein Dampfspeicher 14 versorgt bei raschen Belastungssteigerungen
die Hilf sturbinen 12 und 13 über die Leitung 15 mit Dampf. Der Abdampf der beiden Maschinen gelangt
durch die Leitung 1b in den Kondensator 17· Eine Pumpe 18 fördert das Kondensat wieder in den Dampfspeicher 14 zurück»
Der Speicher 14 liegt mit dem im Verbrennungsraum 4 angeordneten Heizkörper 19 über die Leitungen 20 und 21
im Kreislauf· Eine Pumpe 22 entnimmt dem Speicher Wasser und fördert es in den Heizkörper 19, aus welchem es in erhitztem
und unter Umständen teilweise verdampften Zustand wieder in den Speicher 14 zurückgelangte
Die Welle des Maschinenaggregats 6,?,12 treibt
einen Drehzahlregler 23, diejenige des liaschinenagsregats
1,10,13 einen Drehzahlregler 24. Der Drehzahlregler 23 beeinflusst
das Regeloreran 25 in der Dampfleitung 15 so, dass
bei fallender Drehzahl bzw« fallender Hülse der Durchströmquerschnitt vergrössert und bei steigender Drehzahl bzw· steigender
Hülse der Querschnitt verkleinert wird» Ferner wird durch den Drehzahlregler 23 mittels Übertragung durch das
Gestänge 26, 2? und 28 der Steuerschieber 29 des Servomotors
30 beeinflusst. Der Kolben 31 wird bei steigender Drehzahl angehoben
und bei sinkender Drehzahl nach unten gedrückt. Der Drehzahlregler 24 beeinflusst über das Gestänge 32 den Steuerschieber
33 des Servomotors 34· Der Kolben 35 wird bei steigender
Drehzahl nach unten gedrückt und bei fallender Drehzahl angehoben«
Mit dem Kolben 31 des Servomotors 30 ist eine Kurvenscheibe 3b über einen Hebel 37 verbunden. Mit dem He-
bei 5? stent wiederum über das Gestänge 38 das Regelorgan
39 der Brennstoffleitung 40 in Verbindung. Dem Brenner 41
des Brennraums 4 wird durch diese Verbindung bei steigender Last mehr Brennstoff, bei sinkender Last aber weniger Brennstoff
zugefünrt. Der Kolben 35 ist über den Hebel 42 mit einer Kurvenscheibe 43 verbunden. Auf den beiden Kurven«
scheiben 3b und 43 rollen die beiden Enden des Hebels 44, der
über einen Hebel 45 und ein Gestänge 46 mit dem Steuerschieber
47 des Servomotors 4ö in~VerDindung steht. Der Kolben
des Servomotors 48 beeinflusst das Regelorgan 50 in der Dampfleitung 15 derart, dass die Hilfsturbinen 12 und 13
Dampf zugeführt erhalten, w/enn der Sollwert der für den Brennraum
4 des Gaserhitzers notwendigen Brennstoffmenge grosser
ist als die augenblicklich dem Brennraum zugeführte Brennstoffmenge. Zu grosse Regelausschläge werden durch die Anschläge
98 und 99 vermieden·
Steigt die Belastung des Stromerzeugers 7 langsam, so wird durch den Regler 23 durch entsprechend langsame beeinflussung
des Organs 39 in der Brennstoffleitung 40 dem Brenner 41 allmählich menr Brennstoff zugeführt, sodass die
Drehzahl des Maschinenaggregats 6,7}12 durch die vermehrte
Treibgaserzeugung innerhalb des zulässigen Ungleichförmigkeitsgrades
aufrechterhalten bleibt. Entsprechend der vermehrten Treibgaserzeugung steigt die Drehzahl des Maschinenaggregats
1,10,13» wodurch ein Sinken des Servomotorkolbens 35 eingeleitet
wird. Bei diesem Regelvorgang sinken sowohl die Kurvenscheibe 36 als auch die Kurvenscheibe 43 ungefähr gleichzeitig
nach unten, sodass am Gelenkpunkt zwischen den Hebeln und 45 keine nennenswerte Verschiebung entsteht und deshalb
das Regelorgan 50 in der Dampfleitung 15 nach wie vor geschlossen bleibt· Die Hilfsturbinen 12 und 13 erhalten also
bei langsamem Anstieg der Belastung keinen Dampf zugeführt· Steigt die Belastung des Stromerzeugers rasch, so
erfolgt ein stärkeres Absinken der Drehzahl, sodass das Regelorgan
25 in der Dampfleitung 15 zunächst geöffnet wird«, Gleichzeitig wird auch der Kolben 351 des Servomotors 30 rasch
nach unten gedrückt. Ein zu grosser Ausschlag wird aber durch
die Anschläge 98 und 99 verhindert. Dem Brenner 41 wird dann
eine im zulässigen lass vermehrte Brennstoffmenge zugeleitet·
Mit Hilfe der Kurvenscheibe 36 wird über die Hebel 44, 45 und
das Gestänge 46 der Steuerschieber 47 angehoben, sodass der Steuerschieber 49 nach unten gedrückt wird und damit das Organ
50 in der Dampfleitung öffnet. Dadurch erhalten sowohl die Hilfsturbine 12 als auch die Hilfsturbine 13 Dampf zugeführt.
Die Hilfsturbine 12 unterstützt die Gasturbine 6, sodass die rasch vergrösserte Belastung des Stromerzeugers ohneunzulässigen drehzahl abfall aufgenommen werden kann. Durch die
Hilfsturbine 1,3 wird gleichzeitig der Verdichter 1 beschleunigt, sodass zur Verbrennung der vermehrten Brennstoffmenge
eine vermehrte Luft menge zur Verfügung steht. Das Anast eigen
der Drehzahl des läaschinenaggregats 1,10,13 verursacht ein
Sinken des Kolbens 35f sodass über die Kurvenscheibe 43 die
Hebel 44 und 45 und das Gestänge 46 nach Massgabe des neuen, sich nunmehr einstellenden Gleichgewichts die Dampfzufuhr zu
den Hilfsturbinen 12 und 13 durch Abdrosseln des Regelorgans 50 wieder vermindert wird. Bei Erreichung des neuen Gleichgewichtszustandes
ist das Organ 50 vollständig geschlossen»
Claims (3)
1. Kraftanlage mit mindestens einer Nutzarbeit leistenden Gasturbine und einer Hilfsturbine, die zu ihrem
Antrieb Dampf aus einem Dampferzeuger erhält, dem eine feilmenge der für das Arbeitsmittel der Hutzarbeit leistenden
Gasturbine bestimmten Wärme zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Hilf sturbine (12) bei rasch ansteigender
Belastung der Hutzarbeit leistenden Gasturbine (6) Dampf aus
einem Dampferzeuger (14) zugeleitet wird, dem die zur Dampferzeugung dienende ^ärme durch einen über einen Heizkörper
(19) führenden Kreislauf des Verdampfungsmittels zugeführt wird.
2. Kraftanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Heizkörper (19) von den die Nutzarbeit leistende« Gasturbine (6) beaufschlagenden Treibgasen beheizt wird»
3. Kraftanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Heizkörper (19) im Verbrennungsraum des der Erzeugung
der Treibgase für die Hutzarbeit leistende Gasturbine (6) dienenden uaserhitzers (4) angeordnet ist.
Patentanwalt·
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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ID=577342
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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