DE136011C - - Google Patents
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- DE136011C DE136011C DENDAT136011D DE136011DA DE136011C DE 136011 C DE136011 C DE 136011C DE NDAT136011 D DENDAT136011 D DE NDAT136011D DE 136011D A DE136011D A DE 136011DA DE 136011 C DE136011 C DE 136011C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L19/00—Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
- B61L19/02—Interlocking devices having mechanical or fluid-pressure operation
- B61L19/023—Interlocking devices having mechanical or fluid-pressure operation purely mechanical
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezweckt eine Vereinfachung von Signal- und Fahrstrafsen -Verriegelungsvorrichtungen derjenigen Art, bei
welcher für jede Weiche bezw. jedes Signal eine Verriegelungsscheibe verwendet wird.
Den bekannten Bauarten gegenüber ist der Erfindungsgegenstand dadurch gekennzeichnet,
dafs die Verriegelungsscheiben mit einer der Anzahl der Fahrstrafsen entsprechenden Zahl
von Ausklinkungen versehen sind und mit einander derart zwangläufig verbunden sind, dafs
einerseits ihre Einstellung für jede Fahrstrafse und andererseits die Verriegelung der Weichenbezw.
Signalhebel durch Bewegung nur je eines Hebels erfolgen kann.
Auf beiliegenden Zeichnungen sind einige Ausführungsformen der Erfindung veranschaulicht,
und zwar zeigen: Die Fig. 1 bis 4 die eine, Fig. 5 die zweite und die Fig. 6 bis 9
und 9a die dritte Ausführungsform.
Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Ausführungsform
des Stellwerkes besteht aus einer in einem Gestell fest gelagerten wagerechten Achse α, auf welcher die zur Umstellung von
Signalen und Weichen dienenden Seilscheiben χ bezw. y drehbar angeordnet sind und durch
Seile mit den betreffenden Signalen bezw. Weichen in Verbindung stehen. Parallel mit
der Achse α ist in dem Gestell eine andere Achse d.gelagert, die drehbar und aufserdem
in der Längsrichtung verschiebbar ist, und auf welcher eine Anzahl Verschlufsscheiben, Segmente
oder dergl. e,f angeordnet sind, die den Seilscheiben x,y auf der Achse α entsprechen.
Die den Weichenseilscheiben y entsprechenden Scheiben f, welche die in Fig. 2 dargestellte
Lage zu den Scheiben x,y haben, wenn die Weichen nicht verriegelt sind,, sind am Umfange
mit hakenförmigen Einklinkungen g versehen, deren Anzahl der Zahl der Fahrstrafsen
(auf den Zeichnungen als vier angenommen) entspricht. Mit den Weichenseilscheiben (oder
ihren Hebeln) sind Scheiben c, Segmente oder dergl. verbunden, an deren Umfange zwei
hakenförmige Einklinkungen h h1 angeordnet sind, die nach entgegengesetzten Seiten gerichtet
sind (Fig. 3) und in einem Abstande von einander liegen, der den beiden Endstellungen des
Weichenhebels entspricht. Die genannten Einklinkungen /?, /21 sind von solcher Form, dafs
die eine (h) einem Theil der Einklinkungen g auf der entsprechenden Verschlufsscheibe f entspricht,
während die andere (hx) den übrigen Einklinkungen g auf derselben Scheibe entspricht.
Infolge dieser Anordnung müssen die Scheiben c (bezw. Hebel) in eine bestimmte.
Lage zu einander eingestellt werden, um die Verschlufsscheiben derart seitlich verschieben
zu können, dafs sie in die Scheiben c eingreifen (Fig. 2) und dieselben verriegeln. Dies bezieht
sich jedoch nicht auf die Ausklinkung g1 (Fig. 3), denn wenn diese gerade vor die Seilscheibe
gedreht wird, kann die Verschiebung doch erfolgen, welche Lage der Weichenhebel auch einnimmt; die Weiche wird aber auch
nicht dabei verriegelt; diese Ausklinkung ist für eine Weiche bestimmt, die für die Fahrstrafse
nicht in Betracht kommt und also nicht verriegelt zu werden braucht.
Wenn ein Signalhebel seine Haltlage (Fig. 4) einnimmt, so dringt die entsprechende Verschlufsscheibe
e mit einem Theile ihres kreis-
förmigen Umfanges in eine entsprechende Ausklinkung k in· dem Umfange der mit dem
Hebel oder dessen Seilscheibe χ verbundenen Scheibe b ein und verhindert dadurch die Umdrehung
dieser Scheibe, während sie selbst beliebig gedreht oder verschoben werden kann.
Um doch die Drehung des Signalhebels in Lage für »Fahrt« zu ermöglichen, wenn die Weichen
der entsprechenden Fahrstrafse in bestimmter Lage verriegelt sind (d.h. wenn die Achse d
nach links in Fig. 2 verschoben ist), ist im Umfange der Verschlufsscheibe e eine Aussparung
I vorgesehen (Fig. 4), die dabei gerade gegenüber dem Flansch m der Scheibe b kommt
und von einer solchen Form ist, dafs sie die Drehung der Scheibe b in einer Richtung gestattet.
Der Flansch m greift hierbei in die Aussparung Z ein und verhindert die Verschiebung
der Achse d in der Längsrichtung. Hierdurch wird die Umstellung der Weichenhebel
(bezw. der Weichen) verhindert, so lange der Signalhebel die Stellung für »Fahrt« einnimmt.
Die Umstellung der Weichen kann erst dann geschehen, wenn der Signalhebel in Haltlage
mit der Ausklinkung k gerade gegenüber der Verschlufsscheibe zurückgedreht worden ist,
worauf die Achse d zurückgezogen werden kann, so dafs die Scheiben / nicht in die
Scheiben c eingreifen.
Wie vorher erwähnt, ist angenommen worden, dafs das Stellwerk nach den Fig. 1 bis 4
für vier Fährstrafsen eingerichtet ist. Die einer bestimmten Fahrstrafse entsprechenden Ausklinkungen
in den Scheiben e, / liegen am geeignetsten in derselben Linie und mufs die
Achse d deshalb in vier verschiedene Lagen gedreht1 werden können, wozu jede beliebige
Vorrichtung in Anwendung kommen kann. In vorliegender Ausführungsform erfolgt die Verstellung
mittelst eines auf der Achse d sitzenden Zahnrades r, das verschiebbar aber nicht
drehbar auf derselben angeordnet ist. Das Zahnrad r greift in ein auf der Achte a drehbar
angebrachtes grofseres Zahnrad s ein, welches mit einem Hebel ρ (Fahrstrafsenhebel) verbunden
ist, durch dessen Umstellung in eine der Lagen I, II, III, IV (Fig. 1) die Achse d und deren
Scheiben für die entsprechende Fahrstrafse eingestellt wird. Die Verschiebung der Achse d
in der Längsrichtung erfolgt mittelst eines Hebels q, der in bekannter Weise mit der Achse
derart verbunden ist, dafs die Umdrehung der letzteren durch den Hebel nicht behindert wird.
Die Verschlufsscheiben e,/ können aus einem Stück mit der Achse d hergestellt sein und. nur
Vorsprünge auf derselben bilden oder aus auf der Achse befestigten Sektoren mit je einem
oder mehreren Verschlufshaken'bestehen. Auch können die Scheiben b, c ' fortfallen und ihre
Ausklinkungen k, h, hl in den Flanschen' der
Seilscheiben oder in den Naben der Hebel angeordnet werden. Ferner können die Hebel
nebst ihren Seilscheiben auf einer besonderen Achse angebracht sein, wobei die Achse α nur
die mit Ausklinkungen k, h, h1 versehenen Scheiben
b, c trägt und jede derselben mittelst eines Gelenkes oder dergl. mit ihrem Hebel oder
Seilscheibe verbunden ist. Die Ausklinkungen k, h, h1 brauchen hierbei nicht an drehbaren
Seilscheiben angebracht zu sein, sondern können, wie in Fig. 5 schematisch gezeigt ist, in geradlinig
geführten Riegelschienen b1, c1 angeordnet
werden, die durch Gelenkstangen mit den Seilscheiben oder Hebeln verbunden sind.
In der in Fig. 6 bis 9a dargestellten Ausführungsform sind die Verschlufsscheiben e, /
in einer Ebene drehbar angeordnet, die rechtwinklig zu der Drehungsebene der Seilscheiben
liegt und durch eine Gelenkstange t so mit einander verbunden, dafs sie gleichzeitig mittelst
des auf der Seilscheibenachse α angebrachten Hebels ρ gedreht werden können. Diese Einrichtung
ist für zwei Fährstrafsen vorgesehen, aus welchem Grunde die Verschlufsscheiben nur
zwei Verschlufslagen haben. Wie aus Fig. 9 und 9 a ersichtlich ist, hat die Verschlufsscheibe/
im Umfange eine Ausklinkung g-2, in welche
der vorspringende Flansch der Seilscheibe eintritt. Die letztere kann hierbei in beiden Richtungen
frei bewegt werden. Auf jeder Seite der Ausklinkung g'2 hat die Scheibe längs des
Umfanges eine Ausnehmung 11, m1, von welchen
sich die eine (u) auf der Oberseite und die andere (u1) auf der Unterseite befindet.
In dem Flansche der Seilscheibe sind zwei Ausklinkungen /2, h1 vorgesehen, die in einem
Abstande von einander angeordnet sind, der dem Abstande der beiden Endstellungen des
Weichenhebels entspricht; h entspricht dem durch die Ausnehmung u entstandenen Profile
und h1 dem durch die Ausnehmung κ1 gebildeten
Profile der Scheibe /. Um nun die Scheibe/ in der Pfeilrichtung drehen zu können
(Fig. 9 a), mufs erst die Seilscheibe derart gedreht werden, dafs die Ausklinkung h in die
Ausklinkung g1 in der Verschlufsscheibe eintritt.
Wenn die Scheibe / in der Pfeilrichtung gedreht wird, so tritt sie mit ihrem Profil u
in die Ausklinkung h der Seilscheibe ein und verhindert die Umdrehung derselben, bis die
Scheibe / in ihre ursprüngliche Lage zurückgedreht worden ist. Die Weichenseilscheibe ist
also verriegelt.
Die Signalscheibe χ (Fig. 8 und 8 a) ist beispielsweise
für zwei Signale vorgesehen, aus welchem Grunde sie nach- beiden Seiten der Haltlage einstellbar sein mufs. In der Haltlage
tritt in eine Ausklinkung kl die winkelrecht dagegen drehbare Verschlufsscheibe e ein, die
zwei Ausklinkungen Z1 Z2 besitzt, welche von verschiedener Form sind, aber dem Profile der
auf beiden Seiten der Ausklinkung A*1 befind-
lichen Theile des Seilscheibenumfanges entsprechen.
In der in Fig. 8 a dargestellten Lage ist die Seilscheibe verriegelt; wenn aber die
Verschlufsscheibe derart gedreht wird, dafs die Ausklinkung/2 gerade gegenüber der Seilscheibe
zu liegen kommt, kann dieselbe aufwärts gedreht werden (und also das entsprechende Signal
auf »Fahrt« einstellen), während sie, wenn die Einkerbung /' gerade gegenüber der Seilscheibe
zu liegen kommt, nur abwärts gedreht werden kann (zur Einstellung des anderen Signals auf
»Fahrt«).
Aus Vorstehendem geht hervor, dafs bei der in Fig. 6 und η dargestellten Ausführungsform
die Signalscheibe χ nicht eher auf »Fahrt« gedreht werden kann, als bis die Weichenseilscheiben
y in die eine oder andere Endlage eingestellt sind, so dafs die mit einander verbundenen
Verschlufsscheiben e, f in eine solche Lage gedreht werden können, dafs die dem
Signale entsprechende Ausklinkung in der Scheibe e gerade gegenüber der Signalseilscheibe
zu liegen kommt. Bei dieser Drehung werden aber die Weichenseilscheiben in ihrer
Lage verriegelt und und bei der darauf folgenden Umdrehung der Signalscheibe auf »Fahrt«
werden auch die Verschlufsscheiben verriegelt, und infolge dessen können die Weichenseilscheiben
nicht ausgelöst werden, bevor die Signalseilscheibe wieder auf »Halt« gedreht ist.
Wenn die soeben beschriebene Ausführungsform für mehrere Fahrstrafsen verwendet werden
soll, ist es nur nöthig, mehrere Verschlufsscheiben über einander auf jedem Zapfen anzuordnen und sämmtliche Verschlufsscheiben
derart unter einander zu verbinden, dafs die eine oder andere Reihe derselben durch Verschiebung
auf den Zapfen in Eingriff mit den betreffenden Weichen- und Signalhebeln bezw. deren Scheiben gebracht werden können.
Es ist für die vorliegende Einrichtung gleichgültig, auf welche Weise die Weichen und Signale
durch die Hebel umgestellt werden. Hier ist Seilübertragung angenommen; es könnte
aber auch pneumatischer, hydraulischer oder elektrischer Antrieb verwendet werden.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Stellwerk mit Signal- und Fahrstrafsenverriegelung, welche durch mit Ausklinkungen oder Vorsprüngen versehene Scheiben erfolgt, die in entsprechend ausgebildete Organe der Weichen- bezw. Signalhebel eingreifen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Verschlufsscheiben mit einer der Anzahl der Fahrstrafsen entsprechenden Zahl von Ausklinkungen oder Vorsprängen versehen und so mit einander zwangläufig verbunden sind, dafs einerseits ihre Einstellung für jede Fahrstrafse und andererseits die Verriegelung der Weichen bezw. Signalhebel nur durch je einen Hebel erfolgt.
- 2. Eine Ausführungsform des Stellwerks nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Verschlufsscheiben (e, f) auf einer gemeinsamen drehbar und verschiebbar angeordneten Welle (^befestigt sind, durch deren Drehung die Verschlufsscheiben für die verschiedenen Fahrstrafsen eingestellt werden, während die Verriegelung durch Verschiebung der Welle (d) bewirkt wird.
- 3. Eine Ausführungsform des Stellwerks nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs mit jedem Signal- bezw. Weichenhebel eine bei Umstellung der Hebel mitbewegte, mit Ausklinkungen (k bezw. h, h1) versehene Schiene verbunden ist, welche zwecks Verriegelung der Fahrstrafse mit Ausklinkungen der Verschlufsscheiben (e,f) in Eingriff gebracht wird.
- 4. Eine Ausführungsform der Fahrstrafsen -Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs jede Verschlufsscheibe (e,f) um eine senkrechte Achse drehbar angeordnet ist und sämmtliche Verschlufsscheiben derartig mit einander verbunden sind, dafs sie sich nur gemeinsam drehen können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE136011C true DE136011C (de) |
Family
ID=403995
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT136011D Active DE136011C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE136011C (de) |
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