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Die Erfindung betrifft eine Schalteinrichtung für hydromechanische Schaltgetriebe, insb. für Ackerschlepper oder ähnliche Nutzfahrzeuge mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
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Ein Getriebe dieser Art ist aus der DE-OS 23 28 218 (vgl. auch US-PS 37 74 475) bekannt. Das bekannte hydromechanische Schaltgetriebe umfaßt drei jeweils über Schaltglieder betätigbare Getriebeteile, nämlich ein Hauptgetriebe für mehrere Vorwärts- und Rückwärtsgänge, ein Gruppengetriebe, mit dessen Hilfe eine von mehreren Übersetzungsstufen ausgewählt werden kann, sowie ein Vorgelegegetriebe, das zwischen einer höheren und einer niedrigeren Übersetzung umschaltbar ist. Die Schalteinrichtung des bekannten Schaltgetriebes weist eine Schaltkulisse mit zwei getrennten Schaltgassen für zwei voneinander unabhängige Schalthebel auf, die wie die zugehörigen Schaltglieder um einen gemeinsamen Hauptlagerzapfen schwenkbar sind, wobei jeder Schalthebel zugleich um eine gegenüber dem Hauptlagerzapfen quer angeordnete Schwenkachse seitlich verschwenkbar ist. Die Schaltglieder für das Hauptgetriebe und das Gruppengetriebe weisen jeweils im Abstand zum Hauptlagerzapfen angeordnete Anschlüsse für zu den betreffenden Getriebeteilen führende Gestänge auf. Mit dem Schalthebel für das Gruppengetriebe ist außerdem ein stangenförmiges und etwa konzentrisch zur Achse des Hauptlagerzapfens angeordnetes Schaltglied verbunden, das über entsprechende Verbindungsglieder ein Ventil zur Umschaltung des Vorgelegegetriebes betätigt. Ferner weist die bekannte Schalteinrichtung eine Sperrvorrichtung mit einem um einen Zapfen an einer Seitenplatte des Schaltgehäuses schwenkbaren Sperrglied auf, welches durch den Schalthebel für das Gruppengetriebe betätigbar ist und mit einem Sperrglied zusammenwirkt, welches an dem Schaltglied für das Hauptgetriebe vorgesehen ist, um die Schaltung einzelner Getriebeteile bei vorbestimmten Schaltzuständen zu sperren. Die Anordnung ist so getroffen, daß wenigstens ein Teil der Schaltzustände unter Last schaltbar ist.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, die Schalteinrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 so weiterzubilden, daß für den Fahrer die Bedienung wesentlich vereinfacht ist und dennoch eine sichere fehlerfreie Schaltung ermöglicht wird, welche keine besondere Aufmerksamkeit des Fahrers benötigt, wobei die richtige Schaltfolge zwangsweise gewährleistet ist.
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Diese Aufgabe wird durch die Maßnahmen des Anspruchs 1 gelöst.
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Durch die Verwendung nur eines einzigen Schalthebels für alle drei Getriebeteile ist die Handhabung des Getriebes für den Fahrer außerordentlich einfach im Vergleich zur Betätigung von zwei voneinander unabhängigen Schalthebeln. Durch die Anordnung von zwei getrennten Schaltgassen für die getrennte Betätigung von Getriebeteilen und durch die Verbindung dieser beiden Schaltgassen durch eine einzige Quergasse wird der Schaltvorgang weiterhin so erleichtert, daß sich eine zwangsweise Schaltfolge ergibt und dadurch die Aufmerksamkeit des Fahrers durch den Schaltvorgang nicht übermäßig in Anspruch genommen wird. Bei der Umschaltung des Gruppengetriebes bzw. bei der Schaltung des Hauptgetriebes werden dabei für die Bewegung des einzigen Schalthebels jeweils Bewegungsmuster durch die Schaltgassen vorgegeben, wie sie der Fahrer von üblichen Schaltgetrieben her gewöhnt ist. Dadurch wird die Schaltsicherheit weiter erhöht und die Eingewöhnung des Fahrers auf die Schaltung der neuen Schalteinrichtung erleichtert.
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Die Unteransprüche betreffen zweckmäßige Ausgestaltungen der Lehre des Anspruchs 1, die der Verwirklichung dieser Lehre durch einen einfachen Aufbau einerseits und der einfachen Gewährleistung eines vorbestimmten Schaltablaufes durch eine entsprechende Ausbildung der Sperreinrichtung andererseits dienen.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt
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Fig. 1 eine auseinandergezogene isometrische Ansicht der Schalteinrichtung.
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Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schaltkulisse der Schalteinrichtung, wobei Teile zur besseren Klarheit fortgelassen sind.
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Fig. 3 eine auseinandergezogene isometrische Darstellung der Schaltglieder und der zugehörigen Teile.
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Fig. 4 eine Stirnansicht der Schalteinrichtung nach Fig. 1, wobei wiederum Teile zur besseren Klarheit weggelassen sind.
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Fig. 5 eine Seitenansicht der Anordnung nach Fig. 4 und
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Fig. 6 in größerem Maßstabe und isometrischer Darstellung im Ausschnitt einen Zusatzteil zu der neuen Schalteinrichtung.
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In Fig. 1 ist die Schalteinrichtung für das hydromechanische Schaltgetriebe eines Ackerschleppers allgemein mit 10 bezeichnet. Der allgemeine Aufbau des hydromechanischen Getriebes entspricht dem gemäß der oben erwähnten US-Patentschrift 37 74 475. Es weist ein Hauptgetriebe für mehrere Vorwärtsgänge und wenigstens einen Rückwärtsgang, ein Gruppengetriebe zur Auswahl einer von mehr als zwei Übersetzungsstufen und ein vor- oder nachgeschaltetes, zwischen einer höheren und einer tieferen Übersetzungsstufe umschaltbares Vorgelege auf. Die Schalteinrichtung 10 weist ein Schaltgehäuse 12 auf, das aus zwei in Längsrichtung verlaufenden Seitenplatten 14 und 16 besteht, die über ein Querelement 18 miteinander verbunden sind. Weiterhin ist eine Schaltkulisse 20 vorgesehen, die man am besten auf Fig. 2 erkennen kann. Diese weist dem Gangschaltmuster entsprechende Schaltgassen 22 auf, die weiter unten im einzelnen noch beschrieben werden.
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Aus Fig. 1 erkennt man, daß das Schaltgehäuse 12 einen Hauptlagerzapfen 24 unterstützt. Auf diesem ist eine Schwenkeinheit 26 gelagert. Das Schaltgehäuse 12 weist auf der Seitenplatte 14 Lagerteile 28 und 30 und auf der Seitenplatte 16 einen Lagerteil 32 und einen Anschlag 34 auf. Ferner ist eine Sperreinrichtung 36 vorgesehen, die einen auf einem Lagerzapfen 40 schwenkbaren Arm 38 aufweist, der über einen Verbindungslenker 42 mit einem Arm 44 verbunden ist, der seinerseits auf einem Zapfen 46 schwenkbar gelagert ist. Die Schaltkulisse 20 trägt eine Sperreinrichtung 48, die dazu dient, zu hohe Rückfahrtgeschwindigkeiten zu verhindern. Diese umfaßt Stifte 50 und 52, die in entsprechende Schlitze 54 und 56 in der Schaltkulisse 20 eingreifen.
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Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß die Schaltgassen 22 der Schaltkulisse 20 durch eine Quergasse 58, die für die Neutralstellung dient, miteinander verbunden sind. Ferner ist ein Ausschnitt 60 für die Ruhestellung vorgesehen. Die verschiedenen Abschnitte der Schaltgassen 22, welche die verschiedenen Übersetzungsstufen des Gruppengetriebes bestimmen, sind mit den Buchstaben "A", "B", "C" und "D" bezeichnet. Die Stellungen der Stellglieder für das Hauptgetriebe werden durch Abschnitte der Schaltgassen bestimmt, die für vier Vorwärts- und zwei Rückwärtsgeschwindigkeiten durch die Ziffern "1", "2", "3", "4", "1 R" und "2 R" bezeichnet sind. Der Buchstabe "P" bezeichnet den Ruheanschlag. In Fig. 2 ist weiterhin ein Stifthalter 49 zu sehen, der zwei Stifte 50 und 52 einer Sperreinrichtung 48 für die Rückwärtsfahrt trägt. Über das Fenster 60 für den Ruheanschlag ragt eine Feder 62.
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In Fig. 3 ist die Schwenkeinheit 26 in perspektivischer und auseinandergezogener Stellung gezeigt. Sie besteht aus folgenden Hauptteilen: einem Schaltglied 64 für das Gruppengetriebe, einem Tragteil 66 für den Schalthebel, einer Querachse 68, einem Lagerteil 70, einem Schaltglied 72 für das Hauptgetriebe und einem Schaltglied 136 für das Vorgelegegetriebe.
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Das Schaltglied 64 in Form eines Quadranten ist mit Lagern 74 auf dem Hauptlagerzapfen 24 schwenkbar gelagert. Unterhalb der Lager 74 sind vier Verriegelungsausnehmungen 75 bis 78 vorgesehen. Oberhalb des Lagers ist ein gekrümmter Abschnitt vorgesehen, der an einem Ende eine Anschlußstelle 80 für den Schaltkragen des Gruppengetriebes und am anderen Ende eine Stirnfläche 82 aufweist. Zwischen den beiden Enden sind ein Schlitz 84 für den Schalthebel und eine Steuernut 86 vorgesehen. Das Schaltglied 64 weist eine Nabe mit einer Hauptlagerfläche 88 auf.
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Auf dieser ist eines von zwei Hauptlagern 90 angeordnet, von denen nur eines gezeigt ist. Mit diesen Hauptlagern ist das Lagerteil 70 konzentrisch zu dem Hauptlagerzapfen 24 schwenkbar gelagert. Das Lagerteil 70 weist zwei Paare von in entgegengesetzte Richtungen weisenden Rastabschnitten 92 und 94 auf, die jeweils über Schultern 96 miteinander verbunden sind. Die Rastabschnitte 92 weisen einen geringeren gegenseitigen Abstand auf als die Rastabschnitte 94. In den Rastabschnitten sind Bohrungen 98 eingesenkt, die gegeneinander in seitlicher Richtung ein wenig versetzt sind, wie dies weiter unten noch näher erläutert wird.
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Das Lagerteil 70 ist mit einer Lagerbohrung 100 versehen, in der eine Feder 102 und als Querachse 68 ein Zapfen angeordnet sind, der den Tragteil 66 unterstützt. Dieser weist den einzigen, etwa senkrecht aufragenden Schalthebel 104 und gekrümmte, stangenförmige Steuernocken 106 und 108 auf, die beiderseits von miteinander fluchtenden Lagerbohrungen 110 und 112 für die Querachse 68 angeordnet sind. Auf die Steuernocken 106 und 108 sind jeweils Verriegelungsglieder 114 und 116 gleitend aufgefädelt, die ihrerseits in den Lagerteilen 28 und 32 der Seitenplatten 14 und 16 schwenkbar gelagert sind.
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Zwischen den Steuernocken 106 und 108 und dem Schalthebel 104 sind zwei Rastorgane 118 und 120 vorgesehen, die mit den Rastabschnitten 92 bis 98 zusammenwirken. Jedes Rastorgan weist eine Kugel 122 auf, die über einen Gleitstopfen 124 von einer Feder 126 beaufschlagt ist, die sich an einer Schraubkappe 128 abstützt.
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Unterhalb der Bohrungen 110, 112 ist ein Anschlaghalter 130 vorgesehen. Dieser weist zwei fingerförmige Anschläge 132, 134 auf, die mit dem Anschlag 34 an der Seitenplatte 16zusammenwirken. Unterhalb des Anschlaghalters 130 ist das stangenförmige Schaltglied 136 vorgesehen, das ständig an einem Hebel 138 gemäß Fig. 4 anliegt. Dieser weist unter der Hebelfläche 142 an der das Schaltglied 136 anliegt, eine Verbindung 140 zu einem hydraulischen Ventil für das Vorgelegegetriebe auf. Der Hebel 138 ist um einen Stift 144 des Lagerteils 30 an der Seitenplatte 14 schwenkbar und weist einen aufragenden Abschnitt 146 auf, an den sich das Schaltglied 136 zum Verschwenken des Hebels anlegt.
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Vor dem Schalthebel 104 ist gemäß Fig. 3 ein Halter 148 vorgesehen.
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Das andere der beiden Hauptlager 90 für das Lagerteil 70 ist schwenkbar auf einer Hauptlagerfläche 150 des Schaltgliedes 72 für das Hauptgetriebe angeordnet und trägt seinerseits Lager 152, mit denen das Schaltglied 72 auf dem Hauptlagerzapfen 24 gelagert ist. Die Oberseite des Schaltgliedes ist gekrümmt und weist an einem Ende einen Anschluß 156 für eine Verbindung zu der Synchronisiereinrichtung des Hauptgetriebes auf. Am anderen Ende ist eine Randausnehmung 158 vorgesehen. Zwischen den beiden Enden sind ein Schlitz 160 für den Schalthebel 104 und eine Ausnehmung 192 vorgesehen. Unterhalb der Hauptlagerfläche 150 ist eine einzige Verriegelungsausnehmung 154 vorgesehen.
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In Fig. 5 ist die Sperreinrichtung 36 in ihrer Eingriffsstellung gezeigt. Dabei liegt das Betätigungsglied 148 an dem einen Arm 38 an, um den zweiten Arm 44 anzuheben und das Getriebe zu sperren.
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In Fig. 6 ist eine Sperreinrichtung 170 für eine Geschwindigkeitsbegrenzung gezeigt. Diese ist normalerweise an der Schalteinrichtung 10 auf Ackerschleppern vorgesehen, welche in einigen europäischen Ländern mit bestimmten Vorschriften für Geschwindigkeitsbegrenzungen bei Straßenfahrt eingesetzt werden. Die Sperreinrichtung 170 ist auf dem Lagerzapfen 40 mit Hilfe eines Gewindeteils 172 montiert. Ein Halter 174 ist um den Lagerzapfen 40 schwenkbar und weist einen einstellbaren Bolzen 176 auf, derart, daß bei einer vollen Bewegung des Schaltgliedes die Sperrfläche 82 auf den Kopf des Bolzens trifft und den Halter 174 verschwenkt. Die Rückstellung des Schaltgliedes 64 läßt den Halter 174 unter der Wirkung einer Feder 178 zurückschwenken. Der Halter 174 trägt weiterhin einen Betätigungsstift 180 , der in einen abgestuften Schlitz 182 eines Sperrarmes 184 eingreift. Dieser weist eine Sperrfläche 186 auf, die in eine Sperrstellung in einen Bereich der Schaltgassen 22 bewegbar ist.
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Die Arbeitsweise der Schalteinrichtungen ist folgende:
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Ausgehend von der Ruhestellung 60 kann der Schalthebel 104 seitlich gegen die Wirkung der Feder 62 in einer sich in Längsrichtung erstreckenden senkrechten Ebene in die Stellung nach Fig. 1 verschwenkt werden. In dieser Stellung ist der Schalthebel 104 für Verschwenkungen um den Hauptlagerzapfen 24 frei, ohne daß eines der Schaltglieder 64 oder 72 beeinflußt wird. Dabei können die stangenförmigen gekrümmten Schaltnocken 106 und 108durch die entsprechenden Verriegelungsglieder 114 bzw. 116 gleiten, die jeweils in Eingriff mit einem der Verriegelungsausnehmungen 75 bis 78 bzw. 154 stehen.
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Es wird angenommen, daß das Gruppengetriebe sich im "B"-Bereich gemäß Fig. 2 befindet und eine Umschaltung in den "A"-Bereich erfolgen soll, welcher der niedrigste ist. Dazu wird der Schalthebel 104 seitlich um die Querachse 68 in Eingriff mit dem Schalthebelschlitz 84 des Schaltgliedes 64 gebracht. Dadurch werden das Verriegelungsglied 116 in tieferen Eingriff mit der Verriegelungsausnehmung 154 und das Verriegelungsglied 114 außer Eingriff mit der Verriegelungsausnehmung 77 gebracht. Der Schalthebel 104 wird dann um den Hauptlagerzapfen 24 in die "A"- Bereichsstellung bewegt. Dadurch werden das Schaltglied 64 verschwenkt, die Anschlußstelle 80 nach unten bewegt und daß Gruppengetriebe in den "A"-Bereich überführt.
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Der Schalthebel 104 wird dann aus dem Schlitz 84 seitlich herausbewegt, wobei das Schaltglied 64 durch Eingreifen des Verriegelungsgliedes 114 in die Verriegelungsausnehmung 78 verriegelt. Der Schalthebel 104 wird dann seitlich in Fluchtung mit der der Neutralstellung entsprechenden Quergasse 58 und durch seitliches Schwenken um die Querachse 68 in Eingriff mit dem Schlitz 160 des Schaltgliedes 72 gebracht, wobei das Verriegelungsglied 116 außer Eingriff mit der Verriegelungsausnehmung 154 gelangt.
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Um die unteren und Rückwärtsfahrtgeschwindigkeiten anzusteuern, wird der Schalthebel 104 so verschwenkt, daß der Anschluß 156an dem Schaltglied 72 angehoben wird. Das Hauptgetriebe schaltet dabei zuerst durch die Stellung des zweiten Ganges "2" und aufgrund einer seitlichen Bewegung des Schalthebels 104 in die erste Gangstellung "1". In dieser Stellung befindet sich der Anschluß 156 in einer ersten Stellung, in der das Schaltglied 136 an der Hebelfläche 142 anliegt, so daß die hydraulische Ventileinrichtung 138 sich in niedrigen Übersetzungsstellungen des Vorgelegegetriebes befindet.
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Der Schalthebel 104 braucht lediglich seitlich in die Stellung "2" bewegt zu werden, um für die nächste größere Geschwindigkeit das Schaltglied 136 seitlich zu verschwenken und zur Anlage gegen den aufragenden Teil 146 des Hebels 138 zu bringen, um diesen zu verschwenken und das Vorgelegegetriebe in die höhere Übersetzung umzuschalten.
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Die seitlichen Schwenkstellungen des Schalthebels 104 können gefühlt werden. In der niedrigeren Übersetzungsstellung greift das Rastorgan 118 in die Vertiefungen 98 ein. Bei der Umschaltung muß das Rastorgan 118 zunächst aus der Bohrung 98 herausgedrückt werden, bevor der Schalthebel 104 seitlich bewegt werden kann, bis das Rastorgan 120 in die andere Bohrung 98 einfallen kann, die auf der entgegengesetzten Fläche und seitlich versetzt zu der ersten Bohrung 98 angeordnet ist.
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Die Rückwärtsfahrtstellungen werden von der ersten Gangstellung "1" dadurch erhalten, daß man den Schalthebel 104 in Längsrichtung der Schaltgasse bis zu der ersten Rückwärtsfahrtstellung bewegt. Hierdurch wird der Anschluß 156 des Schaltgetriebes 72 weiter nach oben bewegt und das Hauptgetriebe in die niedrige Rückwärtsfahrtgeschwindigkeit eingeschaltet. Ein seitliches Verschwenken in Richtung auf die zweite Rückwärtsfahrtstellung "2 R" führt dazu, daß das Schaltglied 136 das Vorgelegegetriebe in die höhere Übersetzung der Rückwärtsfahrt umschaltet.
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In ähnlicher Weise wird von der ersten Gangstellung "1" die dritte und vierte Gangstellung "3" und "4" erreicht. Dazu wird der Schalthebel 104 durch die Schaltgasse 22 seitlich in die zweite Gangstellung "2" und dann in Längsrichtug zur dritten Gangstellung "3" und wiederum seitlich zur vierten Gangstellung "4" bewegt. Die Schaltgasse 22 weist einen seitlich geneigten Abschnitt in einer Längsrichtung zwischen der zweiten Stellung "2" und der dritten Stellung "3" auf, so daß der Hebel 138 aus seiner oberen Stellung in die untere Stellung verschwenkt wird, wenn vom zweiten in den dritten Gang geschaltet wird.
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Aufgrund der Ausbildung der Schaltgasse 22 müssen der Schalthebel 104 und das Schaltglied 72 in die Neutralstellung in Fluchtung mit der Quergasse 58 bewegt werden, bevor der Schalthebel 104 aus dem Schalthebelschlitz 160 herausbewegt werden kann. Dies verhindert eine Schaltung des Gruppengetriebes, solange das Schaltglied 72 anzeigt, daß sich das Hauptgetriebe in einer Gangstellung und nicht in der Neutralstellung befindet.
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Um das Gruppengetriebe zu schalten, wird der Schalthebel 104 seitlich durch die Quergasse 58 und dann in Längsrichtung verschwenkt, bis sich der Schalthebel in einer Fluchtungsstellung mit dem Schlitz 84 des Schaltgetriebes 64 befindet. Wenn der Schalthebel 104 in die Quergasse 58 bewegt wird, greift das Verriegelungsglied 116 in die Verriegelungsausnehmung 154 ein, um das Schaltglied 72 in seiner Stellung zu verriegeln. Wenn der Schalthebel 104 in den Schlitz 84 eingreift, wird das Verriegelungsglied 114 außer Eingriff mit der Verriegelungsausnehmung 78 bewegt, um das Schaltglied 64 freizugeben.
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Ein Schalten vom "A"-Bereich in den "B"-Bereich erfolgt durch eine gerade Längsbewegung des Schalthebels 104 in der Schaltgasse, bis er am Bereichsanschlag "B" anschlägt. Während eine gewisse seitliche Bewegung des Schalthebels 104 möglich ist, wird jedoch zuverlässig verhindert, daß der Schalthebel 104 vollständig vom Schaltglied 64 zwischen den Bereichen freikommt, da das Verriegelungsglied gegen das Schaltglied 64 zwischen den Schlitzen 75 bis 78 anschlägt, statt in einen dieser Schlitze einzugreifen.
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Wenn der Schalthebel 104 in den Schalthebelschlitz 84 im Schaltglied 64 eingreift, kann ein Einschnappen des Schalthebels 104 in seine Position gespürt werden, da die Rastorgane 118, 120 des Tragteils 66 auf den schräggestellten Schultern 96 zwischen den Rastabschnitten 92, 94 herabgleiten. Umgekehrt ist ein spürbarer Kraftaufwand erforderlich, wenn der Schalthebel 104 außer Eingriff gebracht wird, da die Rastorgane 118, 120 die Schrägschultern 96 hinaufgleiten müssen.
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Um vom "B"-Bereich in den "C"-Bereich oder von diesem zum "D"-Bereich zu schalten, ist es notwendig, den Schalthebel geringfügig seitlich zu bewegen, um vom Bereichsanschlag, der durch die Umrißform der Schaltgasse 22 gegeben ist, freizukommen, worauf der Schalthebel in Längsrichtung bewegt werden kann, bis er wieder an einem Anschlag der Schaltgasse 22 zum Stillstand kommt. Der Schalthebel 104 muß also in einer doppelten Z-Bahn bewegt werden, wenn eine Schaltung vom Bereich "B" bis in den Bereich "D" erfolgt. Da es wünschenswert ist, dieses Z-förmige Schaltgassenmuster auch für die Abwärtsschaltung beizubehalten, so daß die Bedienungsperson jeweils darauf aufmerksam gemacht wird, wenn der Schalthebel eine vorgegebene Stellung passiert, ist der Anschlagshalter 130 mit dem zugehörigen Anschlag 34 an der Seitenplatte 16 vorgesehen. Beim Herabschalten von der Stellung "D" wird der Schalthebel 104 in Längsrichtung bewegt, bis er sich in Fluchtung mit dem Bereichsanschlag "C" befindet. An diesem Punkt legt sich der Anschlag 132 an den Anschlag 34 an. Es ist somit eine seitliche Bewegung gegenüber dem Bereichsanschlag "C" notwenig, um ein weiteres Schalten nach unten zu ermöglichen. Ähnliches geschieht beim Herabschalten vom Bereich "C" in den Bereich "B". Hierbei legt sich der Anschlag 134 gegen den Anschlag 34, um erneut ein seitliches Verschwenken des Schalthebels 104 erforderlich zu machen.
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Um eine Rückwärtsfahrt bei höheren Geschwindigkeiten zu unterbinden und in der bevorzugten Ausführungsform die Rückwärtsfahrt nur in den Bereichen "A", "B" oder "C" zu ermöglichen, ist die Sperrvorrichtung 48 vorgesehen. Wenn der Schalthebel 104 dagegen an den Bereichsanschlag "D" bewegt wird, gleitet der Stift 50 in der Steuernut 86, so daß er sich seitlich in dem Schlitz 56 in eine Stellung bewegt, in der er in Fluchtung mit der Randausnehmung 158 steht. Das Schaltglied 72 kann somit in alle Stellungen geschwenkt werden mit Ausnahme derjenigen für die Rückwärtsfahrt, bei der die Verriegelungsausnehmung 158 an dem Stift 52 anliegt und jede weitere Bewegung verhindert. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß durch Änderung der Nut 86 andere Geschwindigkeitsstellungen in anderen Bereichen nach Wunsch gesperrt werden können.
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Eine der Sperrvorrichtungen 48 im wesentlichen entsprechende Einrichtung kann auch zum Sperren höherer Geschwindigkeiten in anderen Bereichen verwendet werden. So kann z. B. der dritte und vierte Gang im Bereich "D" für den Einsatz des Ackerschleppers in bestimmte europäische Länder gesperrt werden.
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In Ländern, in denen die Maximalgeschwindigkeit von Ackerschleppern begrenzt werden muß, kann die Sperreinrichtung 170 zusätzlich vorgesehen sein. Wenn das Schaltglied 64 in den "D"-Bereich bewegt wird, schlägt die Fläche 82 gegen den Bolzen 176 und bewegt den Stift 180 in den abgestuften Schlitz 182, um eine Drehung des Armes 184 um den Stummel 172 zu bewirken. Dadurch kommt die Sperrfläche 186 in eine Stellung, in der die Schaltgasse 22 im Bereich des vierten Ganges "4" gesperrt ist. Wenn versucht wird, den Schalthebel 104 seitlich zu verschieben, wird die an die Fläche 186 angesetzte Belastung seitlich auf den Stift 180 übertragen, ohne daß eine Kraftkomponente den Halter 174 belastet, die den Stift 180 in dem Schlitz 182 aus seiner Stellung bewegen könnte. Eine Bewegung des Stiftes ist nur möglich, wenn das Schaltglied 64 vom "D"-Bereich weg bewegt wird und die Feder 178 den Halter 174 verschwenkt.
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Wenn das Fahrzeug angehalten wird und das Getriebe in die Ruhestellung überführt werden soll, wird der Schalthebel 104 erneut in die senkrechte und in Längsrichtung verlaufende Ebene bewegt und längsverschwenkt, bis der Hebel in die Ausnehmung 60 gelangt, wobei die Feder 62 den Hebel 104 seitlich in die Stellung "P" drängt. Das Betätigungsglied 148 bleibt während der gesamten seitlichen Bewegung in Kontakt mit dem Arm 38. In dieser Stellung greift der Schalthebel 104 in die Ausnehmung 162 ein, wodurch verhindert wird, daß das Schaltglied 72 aus der Neutralstellung bewegt wird. Aus Fig. 5 ist weiter ersichtlich, daß das Betätigungsglied 148 an dem Arm 38 anliegt und diesen so verschwenkt, daß der Arm 44 angehoben wird.