DE130883C - - Google Patents
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-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
- G05D13/08—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover without auxiliary power
- G05D13/10—Centrifugal governors with fly-weights
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Description
no ίο
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Geschwindigkeitsregler, bei welchem die Umlaufszahl während des Ganges in sehr grofsen
Grenzen geändert werden kann, was dadurch erreicht ist, dafs die Pendelarme α zweiarmige
Hebel bilden, an deren einem freien Ende die Schwungmasse k und an dem anderen c.die
Feder i wirkt, während der zwischenliegende Drehpunkt b ■ verschoben werden kann, wodurch
eine Aenderung des wirksamen Hebelarmes in sehr weiten Grenzen schon bei geringer
Verschiebung eintritt. '
Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 und 2 trägt eine bewegliche Scheibe f, welche während
des Ganges beliebig in der Richtung der Reglerspindel h verschoben werden kann, die
beweglichen Drehpunkte b der Pendelarme, welche in diesem Falle als Kugelgelenke ausgebildet
sind und sich mittelst der Kulissensteine d in Schlitzen e (s. Grundrifs Fig. 2)
führen.
Die Verschiebung der Hebeldrehpunkte b der Pendelarme ändert die Umlaufszahl in
äufscrst wirksamer Weise; während bei der gezeichneten Stellung die Hebelarme k b und b c
sich wie 1 zu 1 verhalten, werden sich dieselben bei Verschiebung gegen c beispielsweise
bis 4 zu ι ändern lassen, dagegen bei der Verschiebung nach k hin z. B. bis zu 1 zu 4.
Das giebt eine Aenderung der Hebelübersetzung in den Grenzen 1 zu 16, oder eine
Aenderung der Umlaufszahl zwischen 1 und 4. Diese Veränderung wird noch dadurch gesteigert,
dafs die Eigengewichte der Hebelarme a, der Federn i und der Führungsschuhe, welche den-Angriff der Federn an den.
Hebelendpunkten c vermitteln, an der Beeinflussung
der Tourenzahl theilnehmen, und zwar im gleichen Sinne wirken.
Wenn man die Anordnung trifft, dafs die Pendelarme bei ihrer Mittelstellung parallel zur
Reglerspindel stehen, so wird durch die Verschiebung des Drehpunktes in gleicher Richtung
der Ungleichförmigkeitsgrad des Reglers in gröfseren Grenzen kaum merklich geändert.
Diese Eigenschaft macht den Regler, abweichend von bekannten Bauarten, auch für Motoren
brauchbar, welche elektrische Betriebe bethätigen und bei welchen- eine Aenderung der
Tourenzahl ohne bemerkenswerthe Aenderung des Ungleichförmigkeitsgrades sehr erwünscht
ist.
Dieser Regler kann mit Beharrungswirkung, also als Beharrungsleistungsregler wirken und
geniefst die Vortheile solcher Regler, dafs (um eine bestimmte Energie der Verstellung zu erzielen)
eine wesentlich schwächere Feder genügt, ferner dafs der Regler auch nahezu oder
vollständig astatisch j ja sogar labil sein kann und dafs die Beharrungsmasse durch ihre Trägheit
einen guten Schutz gegen Rückwirkung der Steuerung gewährt, so dafs der Regler ohne
Oelbremse arbeiten kann.
Erreicht wird das bei Fig. 1 in zweierlei Weise. Entweder benutzt man die Scheibe f
als Beharrungsscheibe, welche durch ihre schrägen Schlitze in bekannter Weise wirkt,
oder man gestattet der Scheibe f nur die Längsverschiebung in der Richtung der Reglerspindel
h, und wirken dann die Pendelarme a mit den Schwunggewichten k selbst als Beharrungsmasse
und stellen sich bei Abweichung
von der Mittellage entsprechend schräg; um das zu ermöglichen, sind dann bei c Kreuzoder
Kugelgelenke anzuordnen.
Wenn man sowohl bei/ als auch bei k auf die Beharrungswirkung verzichten will, so kann
man die Pendelarme a mit flachem Querschnitte ausführen und, wie Nebenfigur 3 zeigt, Rolle d
als Führung verwenden.
Die Verschiebung der .Halsgabel m durch den Regler, sowie die Verschiebung der Scheibe/
während des Ganges, sind ohne Weiteres aus der Zeichnung ersichtlich und können in verschiedener,
übrigens bekannter, Weise durchgeführt werden.
Fig. 4 zeigt, dafs die gerade Form der Pendelarme α nicht erforderlich ist, sondern dafs man
denselben auch eine andere Form geben kann, t. B. nach Kreisbogen und ist dann die Verschiebung
der beweglichen Drehpunkte b ebenfalls nach einem Kreisbogen vorzunehmen, der
sich mit dem Kreisbogen der Pendelarme bei Mittelstellung deckt, wenn man die Ungleichförmigkeit
möglichst wenig ändern will. Soll der Leistungsregler an Pumpen für Gase oder
Flüssigkeiten verwendet werden, so wird man die Verschiebung der Drehpunkte zweckentsprechend
so vornehmen, dafs gegen die kleinen Umlaufszahlen hin der Ungleichförmigkeitsgrad
gröfser wird.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Geschwindigkeitsregler mit veränderlicher Umlaufszahl, dadurch -gekennzeichnet, dafs der zwischen dem Schwungkörper (k) und der Reglerfeder (i) an dem Pendelarme (a) angebrachte Drehpunkt bezw. Stützpunkt (b d) in der Richtung des Armes verschoben wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT13726D AT13726B (de) | 1901-09-04 | 1902-06-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE130883C true DE130883C (de) |
Family
ID=399256
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1901130883D Expired - Lifetime DE130883C (de) | 1901-09-04 | 1901-09-04 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE130883C (de) |
-
1901
- 1901-09-04 DE DE1901130883D patent/DE130883C/de not_active Expired - Lifetime
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