DE12955C - Neuerungen an selbstthätigen Gasanzündern - Google Patents

Neuerungen an selbstthätigen Gasanzündern

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DE12955C
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membrane
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CH. WESTPHAL in Frankfurt a. M
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

1880.
Klasse 26.
CHRISTIAN WESTPHAL in FRANKFURT a. M. Neuerungen an s e I b s 11 Ii ä t i g e η Gasanzündern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1880 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind nachstehend beschriebene Combinationen an pneumatischen Gasanzündern, welche durch die beliebige Steigerung oder Verminderung des Gasdruckes von der Centralstelle aus zur gewünschten Thätigkeit gebracht werden.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnung stellt eine der erwähnten Combinationen dar. Der Apparat besteht im wesentlichen aus zwei Kammern A und B; in jeder derselben ist zwischen die horizontale Theilfuge und zwischen zwei dünne Metallringe eine sehr biegsame Membraii i bezw. k eingeschraubt. Durch die Mitte der Membranen, und in der Axe des Apparates liegend, geht ein aus zwei Theilen c und d bestehendes Röhrchen durch und mündet in eine dritte Kammer C ein. Das Röhrchen ist mit den Membranen durch Schraubenmuttern und zwischengelegte dünne Metallringe in passender Weise verschraubt. Die äufseren Metallringe, zwischen denen die Membranen eingeschraubt sind, haben noch den besonderen Zweck, die Gröfse des Drucks auf die Membran den örtlichen Druckverhältnissen anzupassen, indem man den inneren Durchmesser enger oder weiter wählt oder nach Bedürfhifs das Verhältnifs der beiden Durchmesser ändert.
In der dritten Kammer C sitzt auf einem eingeschraubten Ringe ζ ein kleines Ventil x. Dasselbe soll zur Erzielung eines besseren Schlusses eine gewisse Beweglichkeit besitzen und hat daher oben ein Zäpfchen 0, das mit genügendem Spielraum in einer Bohrung an der Decke der Kammer geht. Der Ring, auf dem das Ventil sitzt, hat kleine Rinnen t, Fig. 1 a, durch welche das Gas nach dem Zündröhrchen gelangen kann. Die Oeffhung des Zündröhrchens kann in gewöhnlicher Weise durch eine Schraube ί regulirt werden. Bei ν und w ist das Röhrchen gasdicht abgeschliffen und eingepafst. Es kann daher kein Gas durch die Oeffnungen P und P der Kammer B und die Oeffnungen I1 und / in der Kammer A ins Freie strömen, welche Oeffnungen, wie aus der Zeichnung ersichtlich, mit der freien Luft in Verbindung stehen. Aus dem Räume unterhalb der Membran k in Kammer B geht eine Röhre u nach dem Leuchtbrenner D. Durch dieses Röhrchen strömt nur dann Gas, wenn das Ventil b von seinem Sitze in der Kammer B abgehoben wird. Das Gas gelangt dann durch die Oeffhung α der Röhre c unter die Membran in jene Röhre u.
Der Apparat wirkt nun folgendermafsen:
Die Fig. 1 stellt denselben in seinem Zustande bei Tagesdruck dar, und gelangt das Gas dabei durch das Röhrchen c d und die Rinnen t im Ventilringe ζ nach dem Zündröhrchen u1 zu der während der Tageszeit immerwährend brennenden Zündflamme. Wird nun Zünddruck gegeben, so schlägt die Zündflamme in die Höhe, das Ventil b hebt sich zugleich und es strömt dann Gas durch α und u nach dem. Leuchtbrenner, wobei es sich an der in die Höhe geschlagenen Zündflamme entzündet. Sobald nun aber Gas unter die Membran k treten kann, drückt dieses auch auf diese Membran und der gleichzeitige Druck des Gases auf die beiden Membranen k und i treibt die Röhre c d so weit in die Höhe, bis die obere als Ventilsitz gestaltete Oeffhung an das Ventil χ anstöfst und somit diese Röhre geschlossen wird. Es kann dann kein Gas mehr zur Zündflamme gelangen und rrrafs diese deshalb" erlöschen. Der Druck des Gases kann nun auf den Normaldruck herabgemindert werden, ohne dafs dabei das Röhrchen c d sinkt, weil der Druck auf die beiden Membranen i und k noch grofs genug ist, um dieses gegen das Ventil zu pressen. (Selbstverständlich mufs das Gewicht des Röhrchens sammt der damit- verschraubten Theile, die Gröfse der Membran dem Gasdruck entsprechend genommen werden.) Wird nun der Gasdruck auf den Löschdruck herabgemindert, so sinkt die Röhre cd langsam herunter, es kann wieder Gas zu dem Zündröhrchen w1 gelangen und es entzündet sich dasselbe hierauf wieder an dem Leuchtbrenner. Allmälig sinkt aber das Röhrchen c d weiter herab, bis das Ventil b wieder aufsitzt, dann aber erlischt der Hauptbrenner, weil nun kein Gas mehr zu ihm hinströmen kann, während der Zündbrenner weiter brennt, da fortwährend Gas auf die beschriebene Weise zu ihm gelangen kann. Da-
mit das Gas nicht zu schnell zurückströme, ist die Oeffnung 5 angebracht, damit dasselbe einigen Widerstand hierbei findet. Die Gröfse dieser Oeffnung wird je nach dem Standorte des Brenners veränderlich sein.
Der Apparat, Fig. 2, ist eine Modification des in Fig. ι dargestellten Apparates, und zwar ist hierbei von allen Abdichtungen der Röhre c d durch Einschleifen in die Durchgangsöffnimg Abstand genommen. Die Abdichtung ist eine absolut sichere, indem sie durch die Membranen ν und w selbst geschieht. Gleiche Buchstaben bezeichnen in dieser Figur die gleichen Theile, wie in Fig. 1. Der Apparat functionirt auf dieselbe Weise, wie der in Fig. 1 gezeichnete, und ist sofort verständlich, wenn man die Membranen ν und w nur als Ersatz für die Einschliffe bei ν und -w, Fig. 1, ansieht; die aufsteigenden Hülsen p und q sollen dazu dienen, Staub, der bei /, i1, P und /3 eintreten könnte, in dem ringförmigen Sacke ablagern zu lassen, woraus er beim Aufsteigen der Membranen wieder hinausgeblasen wird. Die TÄäntelM und N dienen zur besseren Abhaltung des Staubes und sind mit Oeffnungen r versehen, durch welche die Luft ein- und austreten kann.

Claims (5)

  1. P ATENT-An Sprüche:
    i. In dem Apparate, Fig. 1, die Combination der Membran i in Kammer A mit Mem-' bran k in Kammer B, beide Membranen verbunden durch eine Röhre c d, durch welche hindurch das Gas nach der dritten Kammer C strömt, mit einem Ventil b unterhalb der Membran k, welches die Communication mit dem Leuchtbrenner durch eine seitwärts des Apparates von Kammer B hinführende Röhre u herstellt oder abschliefst.
  2. 2. In dem Apparate, Fig. 1, die beschriebene Combination der Membranen i und k mit dem Ventil x, dessen Ring z, welches Ventil lose und frei sich auf den oberen, als Ventilsitz gestalteten Rand der Röhre c d setzen kann, zu dem beschriebenen Zweck.
  3. 3. In Fig. 2 die Combination der Röhre c d mit dem Ventil b und den Membranen i,v, k und w zu dem beschriebenen Zweck.
  4. 4. Die Regulirung der Membran en querschnitte durch die dünnen ,Metallringe, zwischen welchen diese in den Kammern eingeklemmt sind.
  5. 5. Die Modification des in Fig. 1 dargestellten Apparates in der in Fig. 2 dargestellten Weise, wobei an Stelle der in Fig. 1 durch Einschleifen hergestellten Dichtungen bei ν und w diese Dichtung durch die beiden Membranen ν und w, Fig. 2, selbst bewerkstelligt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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