DE1292647C2 - Verfahren zur Polymerisation von Fettsaeuremischungen, die wenigstens 25 Gewichtsprozent Linolensaeure enthalten - Google Patents

Verfahren zur Polymerisation von Fettsaeuremischungen, die wenigstens 25 Gewichtsprozent Linolensaeure enthalten

Info

Publication number
DE1292647C2
DE1292647C2 DE1963U0010301 DEU0010301A DE1292647C2 DE 1292647 C2 DE1292647 C2 DE 1292647C2 DE 1963U0010301 DE1963U0010301 DE 1963U0010301 DE U0010301 A DEU0010301 A DE U0010301A DE 1292647 C2 DE1292647 C2 DE 1292647C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
polymerization
percent
weight
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1963U0010301
Other languages
English (en)
Other versions
DE1292647B (de
Inventor
Goebel Charles G
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Uniqema BV
Original Assignee
Uniqema BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Uniqema BV filed Critical Uniqema BV
Priority to DE1963U0010301 priority Critical patent/DE1292647C2/de
Publication of DE1292647B publication Critical patent/DE1292647B/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1292647C2 publication Critical patent/DE1292647C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G59/00Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
    • C08G59/18Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing
    • C08G59/40Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing characterised by the curing agents used
    • C08G59/42Polycarboxylic acids; Anhydrides, halides or low molecular weight esters thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

1 AV t-lvtischen Verfahrens mit Ton hergestellt
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Poly- d"n^^ „geben gehärtete Epoxyharze mit verhältnis-
merisation von Fettsäuremischungen mit einem Gehalt wurden ergoe j|ehnungseigenschaften, obgleich .hre
von wenigstens 25 Gewichtsprozent Linolensäure, T^SSe* zufriedensteUend ist. .
besonders von Linolensäure und Mischungen aus ^ Ζϋ£"χ6^Γ Erfindung ist die Schaffung eines Ver-.
ungesättigten Fettsäuren, die z. B. aus Leinö!, das yer- 5 ™atJ polymerisation von Fettsauremischungen,
St* rdch an ünoleÄ * "^ÄÄ^X
Bei Polymerisationen dieser Art werden ungesättigte das zum na Biegsamkeit geeignet ist, in
Fettsäuren, hauptsächlich solche der Cie-Reihe, in Zugtougk^ erhalten wird. . .
Polycarbonsäuren übergeführt, die zwei, drei oder auch io hoher s der Erfi„dung zur Polymerisation
noch mehr Cie-Säureeinheiten enthalten. Das Q.-D.- ^JJJ* mischungen. die wenigstens 25 Gewichts-
carbonsäurepolymerisat wird gewöhnlich als d.mere ^2^nolensäure enthalten, ,st dadurch ge<enn-
Säure und das CVTricarbonsäurepolymensat als Prozent uno ^ Mischung ,/f bis 4 Stunden,
trimere Säure bezeichnet. Es sind zwei Hauptarbeits- ™et;ejce χ, bis ι Stunde bei Temperaturen von
weisen zur Durchführung solcher Polymerisationen 15 vorau^e'f 3^0c vorzugsweise etwa 290 bis,32O0C
von Fettsäuren bekannt. Gemäß der einen Arbeitt- etwa 26Ujrdrflcken oberhalb etwa 2,8 kg/cm»,
weise werden die Fettsäuren auf Temperaturen über und^WW ^aIb etwa 14kg/cm1, thermisch
2600C in Gegenwart von Wasserdampf bei Drucken vonup*<£ Polymerisation durch Erhitzen
von über etwa 2,8 kg/cm» erhitzt, bis die gewünschte Ρ$™"*"™ηη von etwa 180 bis 260° C wahrend
Fettsäurepolymerisation stattgefunden hat. Nach dieser »0 auf lemperd ^ vorzugsweise unter Druck, in
Arbeitsweise können polyungesättigte Fettsäuren poly- ^n'?"?ns ^«„wart von etwa 0,5 bis 5 Gewicht*, merisiert werden. Dieses »thermische« Ρ°^ε»^_η,8: ^Jt Wasser und etwa 1 bis 20 Gewichtsprozent, verfahren ist z. B. in der USA.-Patentschrift 2 482 761 Po°^gsweise 2 bis 10 Gewichtsprozent, eines kmtalli-
"SaS1 andere Polymerisationsverfahren, bei welchem »5 ne"T°"m|ll"^S endung dieses mehrstufigen Polymeri-
Wasser und ein Tonkatalysator zur Anwendung DurcE^ ^ ^ möglich> Lemölfettsäuren und
gelangen, ist in den USA.-Patentschriften 2 793 219, sat onsver ischungen, die reich an L.nolen-
2 793 220 und 2 955 121 beschrieben. Bei der Aus- andere c Erzielung von Ausbauten von etwa
führung der Polymerisation nach diesen katalytischen saure si.ω. merisieren. Es werden dabei PoIy-
Verfahren ist es möglich,sowohl mono- als auchpo y- 30 βϋι bis oa .0 1 deren Verwendung zur Härtung
ungesättigte Fettsäuren zu polymerisieren. Die Poly- ™n^° "vhprzen den sich ergebenden Produkten
merisation wird ausgeführt, indem man die Fettsauren von W*>; festigkeit*- und Biegsamke.tseigen-
bei Temperaturen von 180 bis 260"C während einer ^«^Πι wwlen.
Dauer von wenigstens einer haloen Stunde m Gegen- sctiaiie" ^ der Erfindung kann bei einer Vielwart von Wasser und eines oberflächenaktiven kristal- 35 Ljas ve hun ungesättigter Fettsäuren Anlinen Tonminerals erhitzt. Die Reaktion wird normaler- zan1 vra ^ ^ wenigstens 25 Gewichtsprozent weise unter erhöhtem (Wasserdampf-) Druck m einem wendung^ nn ^ wobei def Rest der Mlschun. Autoklav durchgeführt. „i"Tus anderen ungesättigten, gewöhnlich C18-FeU-Von den beiden Arbeitsweisen ist die katalytische, gen aus aiweren β ^ 20 GewichtsprO2ent ge.
in Gegenwart von Ton, bei vielen Beschickungen 40 sau«»' u™ ^ ^8ΐεη1. Die Erfindung ist von (z. B. Tallöl oder Sojabohnenfettsäure) insofern wirk- satt'^n ^ Brauchbarkeit, wenn sie auf Fettsäuresamer, als sie normalerweise Ausbeuten von etwa besonderer . def Druckspaltung von Leinöl
60 bis 65 ·/„ an Säurepolymerisat ergibt. Die thermische "'"^,^^ a,s Ausgangsmatenal angewendet Arbeitsweise liefert dagegen Ausbeuten von etwa «Jjte"e*3 wird nachstehend das Verfahren der 40 bis 50 »/0, wobei die höheren Ausbeuten innerhalb 45 ^^f^ polymerisation von Leinölfettsämen dieses Bereichs grundsätzlich mit solchen Massen Erefd U estilliert); gegebenenfalls in Vermischung wie Leinölfettsäuren, erhalten werden, die reich an (roti °?er ungesättigter Fettsauren,
dreifach ungesättigter Linolsäure sind. Jedoch ,st aus mit M™g« » Sojabohnenö, oder Tallöl ernicht bekannten Gründen das katalytische Verfahren z. H1. s0'cnen' äher eriäutert. Leinölfettsäuren entnicht wirksamer als das thermische Verfahren, wenn 50 ha en J^J^J. etwa 45 bis 50 Gewichtsprozent Leinölfettsäuren oder andere Mischungen von unge- falte"jabh^erwe
sättigten Fettsäuren, welche einen beachtlichen Anteil, "JP^JJT Erfindung werden die Leinölfettsäuren d. h. wenigstens 25 Gewichtsprozent, an Linolensäure "™T ™et thermischen Polymerisation der in der
enthalten, polymerisiert werden. ™»* Patentschrift 2 482 761 beschriebenen Art un-'
Fettsäurepolyrnerisate werden in einer Vielzahl von 53 "^ΪΓ^^ιΛ kann zweckmäßig dadurch austechnischen Anwendungsgebieten benutzt, wobei eine ^flhrtWdeT daß man die Säuren in einen Autobesonders wichtige Anwendung auf dem Gebiet der g^J^nS mit einer geringen Menge Wasser, Epoxyharze liegt Die Fettsäurepolymensate reagieren klav ™«"™J ^ at> Abringt und auf etwa
mit der Epoxygruppe des Harzes unter Bildung eine ^1J" bis I2O0C erhitzt. Nachdem der Autoklav zur Esterbindung, wodurch das Harz zu einem Produkt 60 110^ bis 120 C era ^ wird das ΕΑη
gehärtet wird, das üblicherweise ausreichende Zug- Entf«nung aer ^6 Temperatur und der
festigkeit sowie zufriedenstellende Biegsamkeit^und Io JJ^jJm saie fd fdruck erreicht ist. Dazu Elastizität besitzt. Wenn jedoch nach dem thermischen er 0J^f Jn 7t a des Gef F äßes auf einer Temperatur Verfahren hergestellte linolensäurereiche Polymerisate wird der inhau ae 3 ^^ 4Stunden
d Hä Epoxyharzen eingesetzt werden 65 Jj^™^ d Gfäß i Wt
Verfahren hergestellte linolensäurereiche Poly 3 ^^ 4Stunden
bei der Härtun« von Epoxyharzen eingesetzt werden 65 Jj^™,^ in dem Gefäß einen Wert weisen die Produkte eine unerwünscht niedrige gehalten woMi 0 ähd d Ehitzungs
hinsichtlich der Festigkeit von Epoxyharzen, die mit dem Säurepolymerisat gehärtet werden) können erzielt werden, wenn man die thermische Polymerisation unter etwas milderen Bedingungen ausführt, welche eine Polymerisatausbeute ergeben, die etwa 40 bis 85°/o derjenigen beträgt, die bei der vorstehend angeführten kräftigeren Behandlung erhalten wird. Während beim Erhitzen von Leinöifetisäurtn bei 340 C während 4 Stunden bei einem Wasserdampf-
Temperaturbereich erstreckt sich von etwa 220 bis 250° C. Ein zufriedenstellendes Produkt wird innerhalb einer Reaktionsdauer von etwa 2 bis ό Stunden unter diesen bevorzugten Temperaturbedingungen erhalten, wobei das Erhitzen zweckmäßig fortgeführt wird, bis die Säurezahl des Produkts einen hohen und stabilen Wert erreicht hat.
Wenn die Reaktion vollendet 'ist, wird die Beschickung gekühlt und (bei unter erhöhten Drücken
druck von etwa 35 kg/cm* eine Polymerisatausbeuie io durchgeführten Ansätzen) der Druck abgelassen, um von etwa 50% {nach Abstreifen der monomeren das Verdampfen des Wassers durch Entspannung zu Säuren und anderer niedrigersiedender Produkte ermöglichen. Die Reaktionsmischung wird dann mit durch Erhitzen der Reaktionsmischung auf 2903C Phosphorsäure, Schwefelsäure, Oxalsäure oder einer bei i bis 2 Torr) erhalten wird, wird die Ausbeute auf anderen Säure angesäuert, die zur Umwandlung von etwa 41°/o verringert, wenn man bei 320 C während 15 vorhandener Seife in die freie Säure und in im wesent-1 Siunde bei einem Wasserdampfdruck von etwa liehen in Fettsäure unlösliche Salze geeignet ist. Zur 24 kg/cm1 erhitzt, auf 37% bei Erhitzen bei 3000C
Wal.rend 1 Stunde bei einem Wasserdampfdruck von
etwa 21 kg/cm* und auf 22% bei Erhitzen bei 29O0C
Entfernung des Tonminerals und etwa vorhandener anderer fester Bestandteile wird das Reaktionsgemisch filtriert. Das Filtrat wird dann einer üblichen Vakuumii
während einer halben Siunde bei einem Wasser- ao destillation zum Entfernen des nichtpolymerisierten
dampfdruck von etwa 21 kg/cm2. Bei einer bevorzugen Ausführungsform der Erfindung kann die erste Stufe (thermische Polymerisation) zweckmäßig so ausgeführt werden, daß man die Beschickung bei 290 bis 320 C während 0,5 bis 1 Stunde bei Wasserdampfdrücken von über etwa 14 kg/cm* erhitzt. Die genauen Beü ngungen, welche bei einer bestimmten Beschickung zur Erzielung von optimalen Ergebnissen geeignet sind, können leicht durch einen Versuch ermittelt werden. Das gesamte Produkt, das durch die thermische Behandlung erhalten wurde, wird anschließend bei Temperaturen von etwa 180 bis 260° C während einer Dauer von wenigstens Vi Stunde in Gegenwart von Wasser und einem kristallinen Tonmineral erhitzt.
py
Anteils unterworfen, wobei die gewünschte Säurepolymerisatfraktion als Rückstand erhalten wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Beispielen näher erläutert.
Beispiel
Versuch A: Nichtdestillierte Leinölspaltfettsäuren (SZ. = 186, VZ. = 198, JZ. = 181) wurden einer milden thermischen Polymerisation in einem Autoklav unterworfen, wobei die Säuren zusammen mit etwa 1 bis 2 Gewichtsprozent Wasser bei 3000C während einer Stunde unter einem Wasserdampfdruck
Bei der Durchführung dieser Stufe wird ein geeignetes 35 von etwa 21 kg/cm1 erhitzt wurden. Am Ende dieser Reaktionsgefäß, das mit dem Produkt der ersten Erhitzungsdauer wurde das Produkt gekühlt und dann Stufe, einem Tonmineral und Wasser beschickt ist, aus dem Autoklav auf Trockeneis gegossen, um eine wobei das Wasser auch als Komponente des Tons Schutzatmosphäre von CO4 über dem Zwischenvorhanden sein kann, auf Polymerisationstemperatur, produkt zu dessen Überführung in das Reaktorgefäß vorzugsweise unter erhöhtem Druck, um wenigstens 40 für die katalytische Arbeitsweise zu schaffen. Eine einen Teil des vorhandenen Wassers in der Reaktions- Probe des so hergestellten Produktes ergab nach dem mischung zurückzuhalten, erhitzt. Geeignete Ton- ' -·-·-·-
mineralien sind die kristallinen oberflächenaktiven Tonmineralien, wie Montmorillonit, Hectorit, Halloysit, Attapulgit und Sepiolit. Die technischen, an Montmorillcuit reichen Bentonite können ebenfalls verwendet werden. Tonmineralien der Montmorillonitart werden im allgemeinen bevorzugt. Die in der Reaktionsmischung verwendete Menge an Tonmineral
liegt im Bereich von etwa 1 bis 20%, bezogen auf das 50 prozent Wasser und 4 Gewichtsprozent eines natür-Gewicht der Reaktionsteilnehmer, wobei praktisch liehen sauren Montmorillonittons (»Grade 20 Filtrol«) 2 bis 10% bevorzugt werden. eingebracht. Die Reaktionsmischung wurde dann in
Die Menge an Wasser liegt im Bereich von etwa dem verschlossenen Autoklav auf 2300C erhitzt und 0,5 bis 5%, bezogen auf das Gewicht der Reaktions- der Wasserdampf im Gefäß abgelassen, bis ein Druck teilnehmer; gute Ergebnisse können auch mit etwas 55 von etwa 6 bis 7 kg/cm' erreicht war. Das verschlossene geringeren Mengen erzielt werden, besonders, wenn Gefäß wurde dann auf 2400C erhitzt und bei dieser der freie Raum in dem Gefäß auf einem Minimum Temperatur 4 Stunden unter einem Wasserdampfgehalten wird. Gegebenenfalls kann der Wassergehalt druck von etwa 7 bis 8 kg/cm1 gehalten. Die Mischung des Tons selbst ausreichend sein, um die Reaktion zu wurde dann auf 15O0C gekühlt und in dem Autoklav fördern. Bei einer praktischen Ausführung wird das 60 mit 0,1 Gewichtsprozent einer 75%igen Phosphor-Wasser in der Reaktionsmischung gehalten, indem säure, H,PO4, behandelt. Das Produkt wurde entfernt, man das Gefäß verschließt und einen Wasserdampf- mit 0,2 Gewichtsprozent zusätzlicher H1PO4 gerührt, druck bei der Arbeitstemperatur sich bilden läßt; es filtriert und dann bei 290°C unter einem Druck von können jedoch auch andere geeignete Mittel, z. B. ein 1 bis 2 Torr destilliert, um monomere Säuren zu ent-Rückflußkühler, angewendet werden. 65 fernen, die eine Säurezahl von 188, eine Verseifungs-
Die Polymerisation in Gegenwart eines Ton- zahl von 196 und eine Jodzahl von 65 hatten. Es verminerals wird bei Temperaturen im Bereich von etwa blieb ein polymerer Rückstand in einer Ausbeute von 180 bis 2600C durchgeführt werden, ein bevorzugter 63,1% (SZ. = 184 und VZ. = 187).
Erhitzen auf 2900C unter einem Druck von 1 bis 2 Torr zur Abdestillation der monomeren Säuren einen Gehalt von 37,2% Polymerisat (SZ. = 143, VZ. = 190). Das Destillat zeigte eine Säurezahl von 199, eine Verseifungszahl von 200 und eine Jodzahl von 140.
Das thermisch polymerisierte Produkt wurde dann in einen Autoklav zusammen mit etwa 3 Gewichts-
Vergleichsversuche
Versuche B und C: In entsprechender Weise wurde ein Feitsäuregemisch avs Leinöl, welches einer Druckspaltung unterworfen worden war, im Versuch B lediglich einer gebräuchlichen thermischen Polymerisation und im Versuch C einer Polymerisation unter Verwendung eines Tonkatalysators unterworfen. Die thermische und die katalytische Polymerisation wurden jeweils in derselben Weise wie die entsprechenden so Arbeitsgänge bei Versuch A mit der Abänderung durchgeführt, daß bei der thermischen Polymerisation (Versuch B) die Fettsäuren während 4 Stunden unter einem Wasserdampfdruck von etwa 35 bis 39 kg/cm2 auf 340"C erhitzt wurden. Bei dieser Behandlung wurde eine Ausbeute an polymerer Säure von 50,81V0 erhalten, wobei das Produkt eine Säurezahl von 178, eine Verseif ungszah! von 191 und eine Jodzahl von 111 besaß. Das Destillat hatte eine Säurezahl von 200, eine Verseifungszahl von 204 und eine Jodzahl von 85. Die katalytische Arbeitsweise (Versuch C) wurde ausgeführt, indem die Säuren bei 240' C während 4 Stunden bei einem Wasserdampfdruck von etwa 7 bis 9 kg/cm2 in Gegenwart von 2 Gewichtsprozent Wasser und 6 Gewichtsprozent eines säureaktivierten Montmorillonittons (»Grade 20 Filtrol«) erhitzt wurden. Diese Arbeitsweise führte zu einer Polymerisatausbeute von 51,6 °/o. wobei das Produkt eine Säurezahl von 179, eine Verseifungszahl von 190 und eine .lodzahl von 102 besaß. Das Destillat hatte eine Säurezahl von 193, eine Verseifungszahl von 200 und eine Jodzahl von 80.
Es wurde eine Versuchsreihe durchgeführt, um die Eigenschaften von Epoxyharzen zu bestimmen, welche durch die Umsetzung einer Epoxyverbindung mit dem gemäß den Versuchen A, B' und C hergestellten Polymerisaten in stöchiometrischen Anteilen gebildet wurden. In jedem Fall wurde das Polymerisat mit der Epoxyverbindung (Diglycidyläther von Bisphenol A) in Gegenwart von Dimethylbenzylamin als Kataly- +u sator umgesetzt. Zur Bildung des Harzes wurde die Mischung langsam auf 1000C erhitzt, dann rasch auf 110- bis 12O0C gebracht und 1 bis 3 Minuten auf dieser Temperatur gehalten. Anschließend wurde das Harz in eine Form gegossen und bei 1250C während 4 Stunden gehärtet. Es wurden dann Proben aus dem gehärteten Produkt, geschnitten und Standardprüfmethoden zur Bestimmung der Zugfestigkeit sow;e der Dehnung bei 21,TC unterworfen. Die Ergebnisse sind in der nachstehenden Tabelle zusammengestellt.
Zugfestigkeit
Versuch A
Versuch B
Versuche.
159,5
99,45
176,5
Dehnung
320
225
250
Aus der Tabelle ist ersichtlich, daß das unter Verwendung des Polymerisats aus Versuch A gebildete Produkt Dehnungseigenschaften zeigte, welche denjenigen der beiden anderen Produkte weit überlegen waren. Die Zu'festigkeit des Produkts mit dem Polymerisat aus Versuch A waren ebenfalls sehr gut.
Gemäß dem Beispiel 1 wurden die thermische und die katalytische Polymerisationsstufe in getrennten Gefäßen ausgeführt. Bei Durchführung des Verfahrens im technischen Maßslab kann jedoch ein einziges Reaktionsgefäß zur Anwendung gelangen, wobei die erforderliche Menge an Ton und etwaige weitere Mengen an Wasser am Schluß der thermischen Stufe zugegeben werden, nachdem der Inhalt des Gefäßes auf die entsprechende Temperatur gebrach: worden ist.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Polymerisation von Fettsäuremischungen, die wenigstens 25 Gewichtsprozent Linolensäure enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Mischung Va b's 4 Stunden, vorzugsweise V2 bis 1 Stunde, bei Temperaturen von etwa 260 bis 340°C, vorzugsweise etwa 290 bis 320 C und Wasserdampfdaicken oberhalb etwa 2,8 kg/cm2, vorzugsweise oberhalb etwa 14 kg/cm2, thermisch polymerisiert und die Polymerisation durch Erhitzen auf Temperaturen von etwa 180 bis 260cC während wenigstens Va Stunde, vorzugsweise unter Druck, in dauernder Gegenwart von etwa 0,5 bis 5 Gewichtsprozent Wasser und etwa 1 bis 20 Gewichtsprozent, vorzugsweise 2 bis 10 Gewichtsprozent, eines kristallinen Tonminerals zu Ende führt.
DE1963U0010301 1963-11-26 1963-11-26 Verfahren zur Polymerisation von Fettsaeuremischungen, die wenigstens 25 Gewichtsprozent Linolensaeure enthalten Expired DE1292647C2 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1963U0010301 DE1292647C2 (de) 1963-11-26 1963-11-26 Verfahren zur Polymerisation von Fettsaeuremischungen, die wenigstens 25 Gewichtsprozent Linolensaeure enthalten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1963U0010301 DE1292647C2 (de) 1963-11-26 1963-11-26 Verfahren zur Polymerisation von Fettsaeuremischungen, die wenigstens 25 Gewichtsprozent Linolensaeure enthalten

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1292647B DE1292647B (de) 1969-04-17
DE1292647C2 true DE1292647C2 (de) 1974-01-17

Family

ID=7567167

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1963U0010301 Expired DE1292647C2 (de) 1963-11-26 1963-11-26 Verfahren zur Polymerisation von Fettsaeuremischungen, die wenigstens 25 Gewichtsprozent Linolensaeure enthalten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1292647C2 (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2482761A (en) * 1946-07-06 1949-09-27 Emery Industries Inc Polymerization of unsaturated fatty acids
US2793219A (en) * 1954-12-13 1957-05-21 Emery Industries Inc Process of dimerizing monounsaturated fatty acids
US2793220A (en) * 1954-12-13 1957-05-21 Emery Industries Inc Method of making polymeric acids
US2955121A (en) * 1959-08-24 1960-10-04 Emery Industries Inc Polymerization of unsaturated fatty acids

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2482761A (en) * 1946-07-06 1949-09-27 Emery Industries Inc Polymerization of unsaturated fatty acids
US2793219A (en) * 1954-12-13 1957-05-21 Emery Industries Inc Process of dimerizing monounsaturated fatty acids
US2793220A (en) * 1954-12-13 1957-05-21 Emery Industries Inc Method of making polymeric acids
US2955121A (en) * 1959-08-24 1960-10-04 Emery Industries Inc Polymerization of unsaturated fatty acids

Also Published As

Publication number Publication date
DE1292647B (de) 1969-04-17

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2359502C2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von ungesättigten Polyestern
DE665369C (de) Verfahren zur Herstellung von Estern der Methacrylsaeure
DE69501437T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Methylmethacrylat ohne Diacethyl
EP0008096A2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-(Perfluoralkyl)-äthanolen
DE4019781A1 (de) Verfahren zur herstellung von monoethylenisch ungesaettigten carbonsaeureestern
US3100784A (en) Method of producing polymers of linolenic acid
DE1292647C2 (de) Verfahren zur Polymerisation von Fettsaeuremischungen, die wenigstens 25 Gewichtsprozent Linolensaeure enthalten
DE3319651A1 (de) Verfahren zur destillativen gewinnung von ameisensaeure
DE885542C (de) Verfahren zur Herstellung von Acrylsaeuremethylester
DE4318258A1 (de) Verfahren zur Rückgewinnung von fluorierten Carbonsäuren
DE69418793T2 (de) Herstellung von Polymeren mit hohem Feststoffgehalt durch In-Situ-Isomerisation
DE1103031B (de) Verfahren zur Herstellung von Polykondensationsprodukten aus endstaendige Hydroxylgruppen aufweisenden Polyaethylenglykolaethern und Sauerstoffsaeuren des Phosphors
DE703896C (de) Verfahren zur Polymerisation von Olefinen
DE4342448C1 (de) Verfahren zur Herstellung von Acryl- und Methacrylsäureesternteil fluorierter Alkohole
DE2118702A1 (de)
DE1280853B (de) Verfahren zur Herstellung von Fettsaeurepolymerisaten durch Erhitzen von ungesaettigten hoeheren Fettsaeuren in Gegenwart von Friedel-Crafts-Katalysatoren
DE1939827A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Trialkylphosphaten
DE3128869A1 (de) Kohlenwasserstoffharze mit einer oh-zahl groesser als 6 und mit schwachem phenolgeruch sowie verfahren zu ihrer herstellung
AT271895B (de) Verfahren zur Herstellung von linearen Polyestern
DE577947C (de) Verfahren zur Herstellung von Dialkylsulfaten aus Olefinen
DE3435699C2 (de)
DE1443725A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfoestern
DE2812348C2 (de)
DE843582C (de) Verfahren zum Polymerisieren von Harzen
AT209558B (de) Verfahren zur Herstellung fester Äthylenpolymerisate

Legal Events

Date Code Title Description
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8339 Ceased/non-payment of the annual fee