DE1292275B - Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen der Benzthiazolreihe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen der BenzthiazolreiheInfo
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Description
worin R ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Oxyalkylgruppe mit
Die Herstellung von ähnlichen Monoazofarbstoffen, deren Benzthiazolring anstatt durch eine
Ν,Ν-Dialkylsulfonsäureamidgruppe durch eine Al- 15 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxyalkylgruppe kylsulfonyl- oder Allylsulfonylgruppe substituiert mit 3 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Cyanalkylist, ist des weiteren aus den deutschen Auslege- gruppe mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen, einen /J-Acetschriften 1 069 313, 1 065 542 und 1 113 772 sowie oxyäthylrest oder einen Carbomethoxymethyl-, Carden französischen Patentschriften 1 098 546 und boäthoxymethyl-, ß-Carbomethoxyäthyl- oder /ϊ-Car-
Ν,Ν-Dialkylsulfonsäureamidgruppe durch eine Al- 15 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxyalkylgruppe kylsulfonyl- oder Allylsulfonylgruppe substituiert mit 3 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Cyanalkylist, ist des weiteren aus den deutschen Auslege- gruppe mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen, einen /J-Acetschriften 1 069 313, 1 065 542 und 1 113 772 sowie oxyäthylrest oder einen Carbomethoxymethyl-, Carden französischen Patentschriften 1 098 546 und boäthoxymethyl-, ß-Carbomethoxyäthyl- oder /ϊ-Car-
boäthoxyäthylrest; Ri ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine
Oxyalkylgruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxyalkylgruppe mit 3 bis 4 Kohlenstoffatomen,
eine Cyanalkylgruppe mit 3 bis 5 Kohlenstoff-
Bei der Färbung von Textilgut, das teilweise aus 25 atomen, einen ß-Acetoxyäthyl-, Carbomethoxyme-Polyestern
und teilweise aus Wolle besteht, d. h. thyl-, Carboäthoxymethyl-, ß-Carbomethoxyäthyl-,
sogenannten Mischgespinsten, mit Dispersionsfarb- /i-Carboäthoxyäthyl-, /i-Phenylureidoäthyl-, y-Chlorstoffen
der beschriebenen Art soll die Wollkompo- /i-oxypropyl-, /^-Difluoräthyl-, /^-Difluor-n-pronente
möglichst wenig angefärbt werden. Auch soll pyl-, }',>'-Difluorpropyl-, /^,/J-Trifluoräthyl-. oder
sich der Farbstoff möglichst leicht von der WoIl- 30 ^,y.y-Trinuorpropylrest, eine
71 766 bekannt.
Aus den angegebenen Vorveröffentlichungen ist es auch bekannt, als Kupplungskomponenten solche
Amine zu verwenden, deren Aminogruppe durch eine oder zwei Cyanalkylgruppen substituiert ist.
CHoCHoNC — Alkyl-
Il
ο
(1 bis 2 Kohlenstoffatome), /i-Alkyl-(l bis 4 Kohlenstoffatome)-sulfonamidoäthyl-
oder eine ß-Alkyl-(1 bis 4 Kohlenstoffatome)-carbamoyläthylgruppe;
komponente abziehen lassen. Die Eignung eines Dispersionsfarbstoffes zum Färben von Mischgespinsten
der beschriebenen Art ist daher um so besser, je geringer seine Affinität zu Wolle ist.
Der Erfindung lag nun die überraschende Er- 35
kenntnis zugrunde, daß man zu Monoazofarbstoffen
der Benzthiazolreihe, deren Eignung zur Färbung
von Polyesterwollgespinsten gegenüber den bekannten Farbstoffen weiter verbessert ist, dann
gelangt, wenn man bei der Herstellung der Farbstoffe 40 X ein Wasserstoffatom, ein Bromatom, ein Chlorvon 2-Aminobenzthiazolen ausgeht, die in 6-Stellung atom oder eine Methyl-, Äthyl-, Methoxy-, Äthoxy-, durch eine Cyanalkylthio- oder Cyanalkylsulfonyl- Acetylamino-, n-Propionylamino- oder n-Butyrylgruppe substituiert sind. aminogruppe und Y ein Wasserstoffatom, eine
kenntnis zugrunde, daß man zu Monoazofarbstoffen
der Benzthiazolreihe, deren Eignung zur Färbung
von Polyesterwollgespinsten gegenüber den bekannten Farbstoffen weiter verbessert ist, dann
gelangt, wenn man bei der Herstellung der Farbstoffe 40 X ein Wasserstoffatom, ein Bromatom, ein Chlorvon 2-Aminobenzthiazolen ausgeht, die in 6-Stellung atom oder eine Methyl-, Äthyl-, Methoxy-, Äthoxy-, durch eine Cyanalkylthio- oder Cyanalkylsulfonyl- Acetylamino-, n-Propionylamino- oder n-Butyrylgruppe substituiert sind. aminogruppe und Y ein Wasserstoffatom, eine
Demzufolge betrifft die Erfindung ein Verfahren Methyl-, Äthyl-, Methoxy- oder Äthoxygruppe
zur Herstellung von Monoazofarbstoffen der Benz- 45 bedeutet.
thiazolreihe, welches dadurch gekennzeichnet ist, Die nach dem Verfahren der Erfindung herstell-
daß man ein 2-Amino-6-cyanalkylthio-oder 2-Amino- baren Farbstoffe sind insbesondere zum Färben von
6-cyanalkylsulfonylbenzthiazol mit jeweils 1 bis Cellulosecarbonsäureestern, insbesondere solchen mit
4 Kohlenstoffatomen in den Alkylresten diazotiert 2 bis 4 Kohlenstoffatomen in den Säuregruppen,
und in an sich bekannter Weise mit einer einen 50 sowie zum Färben von linearen Polyestern geeignet,
Benzolkern enthaltenden Aminoverbindung mit zur Die Farbstoffe liefern bei Textilien aus diesen
Grundstoffen klare Färbungen von ausgezeichneter Licht-, Gas-, Wasch- und Sublimationsechtheit.
Zu den besonders gut anfärbbaren Cellulosealkylcarbonsäureestern
mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen in den Säuregruppen gehören z. B. hydrolysiertes und
Aminogruppe freier. p-Stellung zu Monoazofarbstoffen der Benzthiazolreihe der allgemeinen Formeln
ZO2S
C-N = N-Q (I)
C-N = N-Q (II)
kuppelt, worin Z eine Cyanalkylgruppe mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen und Q den Rest eines Amins
der Benzolreihe, dessen Benzolring in p-Stellung zur
nicht hydrolysiertes Celluloseacetat, Cellulosepropionat, Cellulosebutyrat, Cclluloseacetatpropionat
und Celluloseacetatbutyrat.
Zu den Azofarbstoffen der Formel II kann man selbstverständlich auch dadurch gelangen, daß man
einen Azofarbstoff der Formel I zum Farbstoff der Formelll oxydiert. Die Oxydation kann beispielsweise
mit den für die Oxydation einer Thioverbindung zu einer Sulfonylverbindung gebräuchlichen
Oxydationsmitteln, beispielsweise mit Wasserstoffperoxyd in organisch saurem Medium, etwa in
Essigsäure, ausgeführt werden.
Beispielhaft für die durch R und Ri in der allgemeinen
Formel III dargestellten Alkylgruppen sind Methyl-, Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl- und n-Butylgruppen.
Ähnlich sind die ß-Oxyäthyl-, /2-Oxypropyl-,
/i,y-Dioxypropyl-, /J-Methyl-^y-dioxypropyl- und die
n-Oxybutylgruppe Beispiele für die durch R und Ri
dargestellten Oxyalkylgruppen. Beispiele für die durch R und Ri dargestellten Alkoxyalkylgruppen
sind die /3-Methoxyäthyl- und ß-Äthoxyäthylgruppe.
Ähnlich sind die ß-Cyanäthyl-, y-Cyanpropyl- und
die (5-Cyanbutylgruppe Beispiele für die durch R
und Ri dargestellten Cyanalkylgruppen.
Die mit den neuen Monoazofarbstoffen gefärbten
Materialien liegen gewöhnlich in Form eines Textilmaterials vor, d. h. als Faser, endloser Faden, Garn
oder Gewebe. Die erfindungsgemäß herstellbaren Farbstoffe sind besonders brauchbar zum Färben
von linearen Polyestern, die aus einem Glykol und einer aromatischen Dicarbonsäure, die gegebenenfalls
untergeordnete Mengen von Modifizierungsmitteln, beispielsweise aliphatische Dicarbonsäuren,
enthalten kann, hergestellt sind. Beispiele für derartige Polyester sind Poly-l^-cyclohexylendimethylenterephthalat
und Polyäthylenterephthalat.
Die für die Herstellung der neuen Monoazofarbstoffe gemäß der Erfindung benutzten 2-Amino-6-cyanalkylsulfonylbenzthiazolverbindungen
können durch Oxydation der entsprechenden 2-Amino-6-cyanalkylthiobenzthiazolvefbindungen
nach bekannten Verfahren erhalten werden. Beispielsweise liefert die Umsetzung von 2-Amino-6-thiocyanbenzthiazol,
Natriumsulfid und 2-Chlorpropionitril in unter Rückfluß siedendem Äthanol 2-Amino-6-/i-cyanäthylthiobenzthiazol,
das sich in Essigsäure leicht mit Wasserstoffperoxyd zum 2-Amino-6-ß-cyanäthylsulfonylbenzthiazol
vom Schmelzpunkt 219 bis 221°C oxydieren läßt. Bei Ersatz des 2-Chlorpropionitrils
durch 4-Chlor-l-cyanbutan unter anschließender Oxydation des gebildeten Thiobenzthiazols
wird 2-Amino-6-(5-cyanbutylsulfonylbenzthiazol vom Schmelzpunkt 122 bis 124°C erhalten. Bei langsamem
Zusatz von Brom in Essigsäure zu einer essigsauren Lösung von p-Aminophenylcyanmethylsulfon, Rühren
der erhaltenen Mischung über Nacht, Abfiltrieren des ausgefallenen gelben Niederschlages,
Lösen des Niederschlages in Wasser, Zugabe von Natriumacetat, bis kein weiterer Niederschlag mehr
ausfällt, und Abfiltrieren des Niederschlages wurde 2 - Amino - 6 - cyanmethylsulfonylbenzthiazol vom
Schmelzpunkt 237 bis 239° C (Zersetzung) erhalten.
2 - Amino - 6 - cyanmethylsulfonylbenzthiazol kann auch hergestellt werden, indem 2-Amino-6-mercaptobenzthiazol
mit Chloracetonitril zu 2-Amino-6-cyanmethylthiobenzthiazol umgesetzt wird, das dann
durch Behandeln mit 30%igem Wasserstoffsuperoxyd in Anwesenheit von Essigsäure zu 2-Amino-6-cyanmethylsulfonylbenzthiazol
oxydiert wird.
Die erfindungsgemäß herstellbaren Azofarbstoffe besitzen, wie bereits eingangs angedeutet, keine
große Affinität für Wolle, d. h., sie färben Wolle weniger stark an als die entsprechenden Azofarbstoffe,
die eine — SOo-Alkylgruppe, z. B. eine1
— SOoCHs-Gruppe, beispielsweise in 6-Stellung des
Benzthiazolkerns, enthalten.· Wegen dieser Eigenschaften
sind die erfindungsgemäß herstellbaren Monoazofarbstoffe insbesondere dann zum Färben
von Mischungen aus Polyester und Wolle geeignet, wenn eine Färbung der Wolle unerwünscht ist.
Mit den erfindungsgemäß herstellbaren Azofarbstoffen können lineare Polyester- und Celluloseestermaterialien
nach bekannten Färbeverfahren gefärbt werden.
Die neuen Azofarbstoffe sind verhältnismäßig unlöslich in Wasser. Sie können direkt auf lineare
Polyester- und Celluloseestermaterialien, insbesondere daraus hergestellte Textilmaterialien, in Form
einer wäßrigen Suspension appliziert werden. Diese wäßrige Suspension kann einfach durch Vermählen
der betreffenden Farbstoffe in Anwesenheit eines sulfonierten Öls, von Natriumligninsulfonat oder in
Anwesenheit eines anderen geeigneten Dispersionsmittels und anschließendem Dispergieren der erhaltenen
Paste in Wasser hergestellt werden. Für den Fall, daß Polyestertextilmaterialien, z. B. lineare
aromatische Polyester mit einem Schmelzpunkt von mindestens 2000C damit gefärbt werden, wird gewöhnlich
ein Färbehilfsmittel, das auch als »Träger« bezeichnet wird, benutzt. Hierfür können Butylbenzoat,
o-Phenylphenol, p-Phenylphenol, Salicylsäure,
Methylsalicylat und Benzosäure benutzt werden.
67 g 2 - Amino - 6 - β - cyanäthylsulfonylbenzthiazol wurden in 1250 g 50°/oiger Schwefelsäure gelöst. Die
erhaltene Lösung wurde auf — 100C gekühlt und eine Lösung von 17,5 g Natriumnitrit in 125 g konzentrierter
Schwefelsäure unter Rühren zugesetzt, wobei die Temperatur unter —3°C gehalten wurde.
Die Mischung wurde dann bei —5 bis O0C gerührt, bis die Diazotierung vollständig war, und dann
unter Rühren zu einer Lösung von 47 g N-Äthyl-N-/?-cyanäthyl-m-toluidin
in 1250 g 10%iger Schwefelsäure bei -5°C zugegeben. Danach wurde das
Gemisch, ohne weiter zu kühlen, 2 Stunden stehengelassen und dann filtriert. Das abgetrennte feste
Material wurde mit 6000 ml Wasser 30 Minuten gerührt, worauf das gereinigte Material erneut abfiltriert,
mit Wasser gewaschen und getrocknet wurde. Der erhaltene Azofarbstoffe hat die Formel
NCCH2CH2O2S
Nn
C-N = N
CH3
/CH2CH3
CH,CH,CN
Er färbt Polyäthylenterephthalat-Textilmaterialien 65 Nach dem Verfahren von Beispiel 1 wurden
in klaren, echten, roten Farbtönen, während Cellu- jeweils für sich N - Äthyl - N - β - cyanäthylanilin,
loseacetat-Textilmaterialien damit in etwas blaueren N-ß-acetoxyäthyl-N-Zi-cyanäthylanilm, N-jtf-Acet-
Rottönen gefärbt werden. oxyäthyl-N-^-cyanäthyl-m-toluidin, N-/?-Oxyäthyl-
5 6
N-jÖ-cyanäthylanilin. und N-ß-Cyanäthyl-o-toluidin bindung mit 43,5 g N-Äthyl-N-jS-chloräthylanilin
mit diazotierten! 2-Amino-6-/5-cyanäthylsulfonylbenz- gekuppelt. Das Diazotieren, Kuppeln und Abthiazol
gekuppelt. Die erhaltenen Azofarbstoffe scheiden des erhaltenen Azofarbstoffes kann nach
färbten lineare Polyestertextilmaterialien in echten, den Angaben im Beispiel 1 oder Beispiel 2 ausklaren,
roten Farbtönen und Celluloseacetattextil- 5 geführt werden. Der erhaltene Azofarbstoff färbt
materialien in etwas blaueren, roten Farbtönen an. lineare Polyester- und Celluloseacetattextilmaterialien
■ _. . . , . in klaren Rottönen echt an.
Beisp ι el 2 —
Eine Lösung von 18 g Natriumnitrit in 125 g Beispiel 4
konzentrierter Schwefelsäure wurde bei einer Tem- id 71 g 2-Amino-6-y-cyanpropylsulfonylbenzthiazol
peratur unter 5°C zu 250 g Essigsäure—Propionsäure wurden diazotiert und die erhaltene Diazonium ver-(6
: 1) zugesetzt. Dazu wurden dann 63,3 g 2-Amino- bindung mit 43,5 g N-Äthyl-N-jS-cyanäthylanilin
6-cyanmethylsulfonylbenzthiazol unter Rühren zu- gekuppelt. Das Diazotieren, Kuppeln und Abgegeben
und das Reaktionsgemisch langsam mit scheiden des gebildeten Azofarbstoffes erfolgte ge-800
g Essigsäure—Propionsäure (6 : 1) bei einer 15 maß den Angaben im Beispiel 2. Der erhaltene
Temperatur unter 100C verdünnt. Die so erhaltene Azofarbstoff färbt lineare Polyester- und Cellulose-Diazoniumlösung
wurde langsam in eine Lösung acetattextilmaterialien echt in klaren roten Tönen,
von 66,3 g N,N-Di-(/3-acetoxyäthyl)-anilin in 1000 g In den folgenden Tabellen 1 bis einschließlich
Essigsäure—Propionsäure (6 : 1) einlaufen gelassen. sind weitere für die Kupplung nach dem erfindungs-Die
Mineralsäure wurde durch Zugabe von Ammo- 20 gemäßen Verfahren benutzte Azokomponenten soniumacetat
bis zur kongorotneutralen Reaktion ab- wie die Farbe der mit den so erhaltenen Monoazogestumpft
und das Reaktionsgemisch 2 Stunden bei farbstoffen gefärbten Poly-äthylenterephthalat-Textil-5CC.
weiter gerührt. Darauf wurde in das 20fache materialien angegeben, wobei die Diazotierung, das
Volumen kalten Wassers eingegossen und das aus- Kuppeln und die Abscheidung der gebildeten Farbgefallte
Produkt abfiltriert, mit Wasser gewaschen 25 stoffe jeweils entsprechend den in den obigen Bei-
und getrocknet. Der so erhaltene Azofarbstoff färbt spielen beschriebenen Verfahren durchgeführt wurde.
Poly -1,4 - cyclohexylendimethylenterephthalat- und
Poly-äthylenterephthalat-Textilmaterialien in klären, Tabelle 1
roten Tönen echt an, während Celluloseacetattextil- Diazokomponente: 2-Amino-6-^-cyanäthyl-
S * 3° sulfonylbenzthiazol
Der Ausdruck »Essigsäure—Propionsäure (6 :1)«, Azokotaponente Farbe
der hier wieder benutzt wird, bedeutet ein Gemisch 1. 2,5-Dimethoxyanilin Rot
von 6 Volumteilen Essigsäure und 1 Volumteil Pro- 2. N-Äthylanilin Rot
pionsäure. 35 3. N-Isopropylanilin Rot
Nach dem Verfahren dieses Beispiels wurden 4. N-Äthyl-N-/S-oxyäthylanilin Rosa
jeweils fur sich tyN-Butyl-N-Zf-methoxyathylanilin, 5. N-Äthyl-N-jS-oxypropylanilin Rosa
N-Methyl-N-0-cyanäthyl-m-toluidin, N-Äthyl- 6. N-n-Propyl-N-/3-oxyäthylanilin Rosa
N-ß-carbomethoxyäthyl-m-chloranilin, N-Äthyl- 7. N-Isobutyl-N-0-oxyäthylanilin Rosa
N-(y-chlor-0-oxypropyl)-anilin und N-/i-Öxyäthyl- 40 8. N-n-Butyl-N-y-oxypropylanilin Rosa
N-(/3,/J-difluoräthyl)-anilin mit diazotiertem 2-Amino- 9. N-0-Oxyäthylanilin Rot
6-cyanmethylsulfonylbenzthiazol gekuppelt. Die er- 10. N-/S,y-Dioxypropylanilin Rot
haltcnen Azofarbstoffe ßrbten lineare Polyester- 11. N-/J-Oxypropylanilin Rot
textilmatcrialien und Celluloseacettttextilmaterialien 12. N-o-Oxybutylanilin Rot
in klaren, roten Tönen echt an. Ähnlich wurden 45 13. N,N-Di-/?-acetoxyäthylanilin Rot
Ν,Ν-Diäthyl-m-anisidin, N-0-Oxyäthyl-N-äthyl- 14. N-Äthyl-N-0-cyanäthyl-m-toluidin Rosa
m-acetamidoanilin, N-^y-Dioxypropyl-l-methoxy- 15. N-Äthyl-N-zS-cyanpropylanilin Rosa
5-acetylaminoanilin, N-0-Methylsulfonamidoäthyl- 16. N-Äthyl-N-y-cyanpropylanilin Rosa
N-äthyl-m-toluidin und N-/i-Propionylamidoäthyl- 17. N-Äthyl-N-o-cyanbutylanilin Rosa
N-äthyl-m-toluidin mit diazotiertem 2-Amino- 50 18. N-Äthyl-N-^-cyanäthyl-m-toluidin Rosa
6-/?-cyanpropylsulfonylbenzthiazol jeweils für sich 19. Ν,Ν-Di-zi-acetoxyäthyl-m-toluidin Rot
gekuppelt. Die erhaltenen Azofarbstoffe färbten 20. N,N-Di-/f-oxyäthylanilin Rosa
lineare Polyestertextilmaterialien und Celluloseace- 21. N,N-Di-/i-oxypropylanilin Rosa
tattextilmaterialien in klaren, rötlichblauen Tönen 22. N.N-Di-y-oxypropylanilin Rosa
echt an. 55 23. Ν,Ν-Di-o-oxybutylanilin · Rosa
Weiter wurden durch Kuppeln von diazotiertem 24. N-/i-Methoxyäthylanilin Rot
2 - Amino - 6 - β - cyanäthylsulfonylbenzthiazol mit 25. N-/?-Äthoxyäthylanilin Rot
N-0-Methylsulfonamidoäthyl-N-äthyl-m-toluidin, 26. N,N-Di-/J-methoxyäthylanilin Rot
N-^-Phenylureidoäthyl-N-äthylanilin, m-Toluidin, 27. N,N-Di-/J-äthoxyäthylanilin Rot
N-^-Cyanithyl-N-^-methoxyäthylanilin und N-Äthyl- 60 28. N-Athyl-N-zJ-carboathoxyathylanilin Rot
N-/3-n-butylcarbamoyläthyl-m-toluidin Azofarbstoffe 29. N,N-Di-/Jn:arboäthoxyäthylaniHn... Rot
erhalten, mit denen lineare Polyester- und Cellulose- 30. N-/J-Phenylureidoäthylanilin Rot
acetattextilmaterialien in klaren roten Tönen echt 31. N-zJ-Oxyathyl-N-zM-difluor-
angefarbt werden können. n-propylanilin Rot
Beispiels · 65 31 N-^yäthyl-N-^y-difluor-
u y. a μ j propylanilin Rot
74 g 2-Amino-6-(()-cyanbutylsulfonyl)-benzthiazol 33. N-^-Oxyathyl-N-^./i^-trifluorwurden
diazotiert und die erhaltene Diazoniumver- äthylanilin Scharlach
34. N-/i-Oxyäthyl-N-y,)',)'-trifluorpropylanilin
Scharlach
35. N-/i-Acetylaminoäthyl-m-brom-
anilin Rot
36. N'/i-Acetylaminoäthyl-N-äthylm-chloranilin
Scharlach
37. N-^-Propionylaminoäthyl-2,5-dimethoxyanilin
Rot
38. N-zi-Äthylcarbarrioyläthyl-N-äthylanilin
Rot
39. N-^-n-Butylcarbamoylathylanilin .. Rot
40. N'/i-Methylsulfonamidoathylanilin Rot
41. N-^-Methylcarbamoyläthylm-anisidin
„ Rosa
Diazokomponente: 2-Amino-6-cyanmethylsulfonylbenzthiazol
Azokomponente
1. Anilin
2. N-Methylanilin
3. N-n-Butylanilin
4. N-Äthyl-N-ß-cyanäthylanilin
5. N-Äthyl-N'/i-cyanäthylm-chloranilin
6. N,N-Di-ß-cyanäthyl-2-methoxy-5-methylanilin
7. N,N-Di-/i-oxyäthyIanilin
8. N-Carbomethoxymethy!anilin
9. N-Carboäthoxymethyl-m-chloranilin
10. N-Äthyl-N-ß-äthoxyäthylanilin
11. N-Äthyl-N-ß-methoxyäthylm-bromanilin
12. N-n-Propyl-N-^-cyanäthyl-2,5-diäthoxyanilin
13. N-^-Oxyäthyl-N-^-äthoxyäthylm-toluidin
14. N-/i-Oxyäthyl-2,5-dimethylanilin ...
15. N-/i,5'-Dioxypropyl-2,5-diäthylanilin
16. N-zi-Carboathoxyathyl-zi-oxyathylanilin
Farbe
Orange Scharlach Scharlach Rot
Rot
Rot
Rosa
Scharlach
Scharlach
Rot
Rot Rot
Rosa
Scharlach
Rot
Rot
Diazokomponente: 2-Amino-6-/i-cyanpropylsulfonylbenzthiazol
Azokomponente Farbe
1. 2,5-Diäthoxyanilin Rot
2. 2-Methoxy-5-äthylanilin Scharlach
3. N-Äthyl-N-^-cyanäthylanilin Rot
4. N-Äthyl-N-^-cyanäthyl-m-toluidin Rosa
5. N-^i-Acetoxyäthyl-N-pt-cyanäthyl-
anilin Rot
6. N'/J-Methoxyathyl-N-zi-oxyathyl-
anilin Rosa
7. N-^-Athoxyathyl-N-^-cyanathyl-
anilin Rot
8. N'/i-Oxypropyl-m-acetylamino-
anilin Scharlach
9. N-Äthyl-N-o-cyanbutylanilin Rot
10. N-Methyl-N-(;'-chlor-/i-oxypropyl)-
anilin Rot
Diazokomponente: 2-Amino-6-y-cyanpropylsulfonylbenzthiazol
Azokomponente Farbe
1. o-Anisidin Orange
2. N-Äthyl-N-ß-cyanäthylanilin Rot
3. N-Äthyl-N-ß-cyanäthyl-m-toluidin Rosa
4. N-/:J-Acetoxyäthyl-N-/3-cyanäthyl-
anilin Rot
5. N-/f-Acetoxyäthyl-N-^-cyanäthylm-toluidin
Rot
6. N,N-Di-/:i-acetoxyäthylanilin Rot
7. N-/i-Oxyäthyl-N-/3-cyanäthylanilin Rot
8. N-(5-Oxybutyl-N-/ü-cyanäthylanilin Rot
9. N-Äthyl-N-^,y-dioxypropylanilin .. Rot
10. N-Methyl-N-o-cyanbutyl-
m-toluidin Rot
11. N-(y-Chlor-jä-oxypropyl)-
m-toluidin Rot
Diazokomponente: 2-Amino-6-<5-cyanbutylsulfonylbenzthiazol
Azokomponente Farbe
1. o-Bromanilin Orange
2. o-Chloranilin Orange
3. o-Phenetidin Scharlach
4. N-Äthyl-N-ß-cyanäthylanilin Rot
5. N-Äthyl-N-^-cyanäthyl-m-toluidin Rosa
6. N-/3-Acetoxyäthyl-N-/?-cyanäthj'l-
anilin Rot
7. N-iÖ-Acetoxyäthyl-N-iS-cyanäthylm-toluidin
Rot
8. N,N-Di-/3-acetoxyäthylanilin Rot
9. N,N-Di-(carbomethoxymethyl)-
m-toluidin Scharlach
10. N,N-Di-(carboäthoxymethyl)-m-chloranilin
Scharlach
11. N-Athyl-N-zS-oxyathyl-m-anisidin... Rosa
12. N-Äthyl-N-jS-oxypropyl-
m-phentidin Rosa
13. N-^-Phenylureido-N-^-oxyäthyl-
anilin Rot
14. N-zJ-Cyanathyl-N-zS-athoxyathyl-
anilin Rot
15. N-Athyl-N-^-carbomethoxyathyl-
anilin Rot
16. N-^/f-Difluoräthylanilin Orange
Jede der hier offenbarten Diazokomponenten kann mit jeder der hier offenbarten Azokomponenten zu
erfindungsgemäß herstellbaren Azofarbstoffen gekuppelt werden. Die mit den Komponenten der
Tabellen 1 bis 5 erhaltenen Monoazofarbstoffe färben Celluloseestermaterialien, z. B. Celluloseacetattextilmaterialien,
in klaren Farbtönen an, die im allgemeinen denjenigen ähnlich sind, die auf Polyestertextilmaterialien erhalten werden.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen der Benzthiazolreihe, dadurch
gekennzeichnet, daß man ein 2-Amino-6-cyanalkylthio-
bzw. 2-Amino-6-cyanalkylsulfonylbenzthiazol mit jeweils 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in den Alkylgruppen diazotiert und mit
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einem einen Benzolkern enthaltenden Amin mit zur Aminogruppe freier p-Stellung zu Monoazofarbstoffen
der Benzthiazolreihe der allgemeinen Formeln
C-N = N-Q (I)
C-N = N-Q (II)
kuppelt, worin Z einen Cyanalkylrest mit 2 bis 5 Kohlenstoffatomen und Q den Rest eines
Amins der Benzolreihe, dessen Benzolring in p-Stellung zur Aminogruppe an die Azogruppe
gebunden ist, bedeutet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als einen Benzolkern
enthaltendes Amin mit zur Aminogruppe freier p-Stellung ein Amin der allgemeinen Formel
(III)
verwendet, worin R ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine
Oxyalkylgruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxyalkylgruppe mit 3 bis 4 Kohlenstoff-
atomen, eine Cyanalkylgruppe mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen, einen jö-Acetoxyäthylrest oder
einen Carbomethoxymethyl-, Carboäthoxymethyl-, /J-Carbomethoxyäthyl- oder |S-Carboäthoxyäthylrest;
Ri ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine
Oxyalkylgruppe mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Alkoxyalkylgruppe mit 3 bis 4 Kohlenstoffatomen,
eine Cyanalkylgruppe mit 3 bis 5 Kohlenstoffatomen, einen jtf-Acetoxyäthyl-, Carbomethoxymethyl-,
Carboäthoxymethyl-, jtf-Carbomethoxyäthyl-, /f-Carboäthoxyäthyl-, /J-Phenylureidoäthyl-,
y-Chlor-ß-oxypropyl-, ß,ß-O\ß.uoT-äthyl-,
/S^-Difluor-n-propyl-, y,y-Difluorpropyl-,
β, β, β -Trifluoräthyl- oder γ, γ, γ -Trifluorpropylrest,
eine — CH2 — CH2NHCO — Alkyl- (I bis
2 Kohlenstoffatome), /i-Alkyl- (1 bis 4 Kohlenstoffatome)
-sulfonamidoäthyl- oder eine /S-Alkyl-(1 bis 4 Kohlenstoffatome) -carbamoyläthylgruppe;
X ein Wasserstoffatom, ein Bromatom, ein Chloratom oder eine Methyl-, Äthyl-, Methoxy-,
Äthoxy-, Acetylamino-, n-Propionylamino- oder n-Butyrylaminogruppe und Y ein Wasserstoffatom,
eine Methyl-, Äthyl-, Methoxy- oder Äthoxygruppe bedeutet.
3. Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen der Benzthiazolreihe der im Anspruch
1 angegebenen allgemeinen Formel II in Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Monoazofarbstoff der im Anspruch 1 angegebenen allgemeinen
Formel I zu einem Monoazofarbstoff der im Anspruch 1 angegebenen allgemeinen Formel II
oxydiert wird.
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