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Die Erfindung betrifft ein Lichtblitzstroboskop mit zwei steuerbaren
Blitzlampen.
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Es sind bereits Lichtblitzstroboskope bekannt, die als Lichtquelle
eine steuerbare Gasentladungslampe mit Xenonfüllung verwenden. Der Frequenzbereich
von bekannten Lichtblitzstroboskopen geht von etwa 3 bis 1000 Hz. Mit den verschiedensten
bekannten Lichtblitzstroboskopen können auch Einzelblitze erzeugt werden.
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Es ist bereits bekannt, einen Lampenkreis als bistabilen Kippkreis
auszubilden. Es ist weiterhin bekannt, ein Verfahren zur Steigerung der Blitzfrequenz
von elektrischen Lichtblitzstroboskopen, bei dem eine Spannungsquelle verwendet
wird, der mehrere Spannungen gleicher Frequenz, jedoch unterschiedlicher Phasenlage
entnehmbar sind, wobei diese Spannungen eine entsprechende Anzahl von Blitzlampen
periodisch steuern.
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Zur periodischen Erzeugung von Lichtblitzen wird im allgemeinen ein
speziell ausgebildeter astabiler Multivibrator verwendet. Zur Erzeugung eines Einzelblitzes
ist ein besonderer, über einen Widerstand aufgeladener Kondensator vorgesehen, der
über einen Schalter parallel zur Blitzlampe geschaltet wird. Tritt ein Zündimpuls
an der Zündelektrode der Blitzlampe auf, so entsteht ein Lichtblitz durch die Entladung
des Kondensators über die Blitzlampe.
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Ladekreise, bei denen der Kondensator über einen ohmschen Widerstand
aufgeladen wird, sind äußerst nachteilig, da bei einer relativ hohen Frequenz der
Impulse die Blitzlampe zum Durchzünden neigt. Dies rührt daher, daß während der
Entionisierungszeit der Blitzlampe der Kondensator bereits wieder aufgeladen wird.
Damit ist die obere Grenze für die erreichbare Blitzfrequenz festgelegt, die etwa
zwischen 300 und 500 Hz liegt. Eine gewisse Verbesserung läßt sich durch die Verwendung
einer Induktivität an Stelle des ohmschen Widerstandes erreichen, da dann nach der
Erzeugung eines Blitzes eine etwas verzögerte Aufladung des Kondensators erfolgt.
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Neben dem Nachteil der Möglichkeit des Durchzündens der Blitzlampe
besitzt die bekannte Schaltungsanordnung einen weiteren Nachteil: Die Verlustleistung
am Widerstand ist praktisch gleich der Leistung der Blitzlampe. Das bedeutet, daß
die , Speisequelle der Schaltungsanordnung für eine doppelte Leistung bemessen werden
muß.
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Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Verlustleistung
am ohmschen Widerstand zu vermeiden und dadurch eine größere Helligkeit ; und größere
Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Ferner sollen höhere Blitzfrequenzen möglich sein.
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Die Erfindung geht aus von einem Lichtblitzstroboskop mit zwei steuerbaren
Blitzlampen. Sie löst diese Aufgabe dadurch, daß nur ein Ladekondensator vorgesehen
ist, den die beiden Blitzlampen wechselweise auf- und entladen. Einer weiteren Ausbildung
entsprechend ist für die Erzeugung eines Einzelblitzes eine der Blitzlampen durch
einen Widerstand überbrückt, und der Auslöseimpuls ist nur an dem Zündkreis der
anderen Blitzlampe wirksam.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der F i g.1 bis
3 näher erläutert. In den Figuren haben gleiche Elemente gleiche Bezugszeichen.
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In der in Fig.1 dargestellten Schaltungsanordnung werden zwei in Reihe
geschaltete Blitzlampen L 1, L2 benutzt, die unmittelbar an eine relativ hohe Gleichspannung
-t- -f- geschaltet sind, die mit einem gegen den Ladekondensator C großen Kondensator
CG überbrückt ist. Der LadekondensatorC ist an den Verbindungspunkt der beiden Blitzlampen
und Erde geschaltet. Jeder Blitzlampe ist ein Zündtransformator T 1 bzw.
T 2 zugeordnet, denen jeweils ein Zündkreis Z1 bzw. Z2 vorgeschaltet ist.
An den Eingängen El bzw. E2 wirken Steuerspannungen.
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Die Wirkungsweise dieser Schaltungsanordnung ist folgende: In der
Ausgangsstellung der Anordnung sind beide Blitzlampen L1, L2 ungezündet.
Der Kondensator C ist entladen. Zwecks Aufladung des Kondensators C wird die Blitzlampe
L1 gezündet und damit der Kondensator C schlagartig aufgeladen, unter gleichzeitiger
Abgabe eines Blitzes durch die Blitzlampe L 1. Ein zweiter Blitz wird danach durch
die Zündung der Blitzlampe L 2 erzeugt, die den Kondensator C entlädt. Danach wird
wiederum die Blitzlampe L 1 gezündet, wodurch ein weiterer Blitz erzeugt und der
Kondensator C wieder aufgeladen wird. Der nächste Blitz und die folgenden werden
wie oben beschrieben erzeugt.
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Offensichtlich hat die Anordnung nach der F i g.1 bistabiles Verhalten.
An Stelle der Blitzlampe L 1 könnte sinngemäß auch eine steuerbare Entladungsstrecke
verwendet werden. F i g. 2 zeigt den Verlauf der Kondensatorspannung Uc.
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Wie ersichtlich, ist der bisher verwendete ohmsche Ladewiderstand
oder eine Induktivität bei der erfindungsgemäßen Anordnung vollständig vermieden.
Von der Gleichspannungsquelle -h + muß also nur die Lampenleistung aufgebracht werden.
Der durch den bisherigen ohmschen Widerstand auftretende Leistungsverlust ist demnach
vollständig vermieden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß praktisch keine zusätzliche
Wärme auftritt, wie dies bisher durch den ohmschen Widerstand auftrat. Der Wirkungsgrad
der erfindungsgemäßen Anordnung ist also gegenüber der bekannten praktisch verdoppelt.
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Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Anordnung besteht darin,
daß ein Durchzünden der Blitzlampen nicht mehr möglich ist. Die Aufladung des Kondensators
C erfolgt nunmehr zu einer Zeit, zu der z. B. die Blitzlampe L2 sicher entionisiert
ist. Die Blitzfrequenz der erfindungsgemäßen Anordnung kann gegenüber der bekannten
ohne weiteres um das Doppelte erhöht werden.
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Durch die Erfindung wird auch eine größere Helligkeit erreicht. Da
jede Blitzlampe L1, L2 nur mit halber Frequenz blitzt, kann jeder Blitz bei den
Lampentypen, die bisher verwendet sind, doppelte Energie haben, da als Grenzwert
für die Lampen der zeitliche Mittelwert der aufgenommenen Leistung gilt.
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In der F i g. 3 ist ein bistabiler Multivibrator M vorgesehen, der
an seinem Eingang E von den Impulsen 1' der einzigen Impulsfolge angesteuert wird.
Die am Ausgang des bistabilen Kreises M auftretenden Rechteckspannungen sind einem
Impulsübertrager DS zugeführt, der die Rechteckimpulse sowohl differenziert als
auch symmetriert. Um Rückwirkungen auszuschließen, kann der Impulsübertrager DS
auch durch eine Reihenschaltung zweier einfacher Impulsübertrager ersetzt werden.
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Die Ausgangsimpulse des Kreises DS sind über Dioden D 1,
D 2 steuerbaren Siliziumzellen ST 1, ST 2
zugeführt. Diese steuerbaren
Siliziumzellen sind Bestandteil je eines Zündkreises für jede BlitzlampeLl,
L2.
Der Zündkreis besteht neben diesen steuerbaren Siliziumzellen jeweils aus einem
Zündtransformator T 1 bzw. T2, einem Kondensator C 1 bzw. C 2 und einem Ladewiderstand
R 1 bzw. R 2.
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Die Ausbildung nach der F i g. 3 ist sowohl für die Erzeugung von
periodischen Blitzen als auch zur Erzeugung eines Einzelblitzes geeignet. Gemäß
einer Weiterbildung der Erfindung wird für die Erzeugung eines Einzelblitzes die
Blitzlampe L 1 nach der F i g. 3 durch einen Widerstand R mittels eines Schalters
SE
überbrückt. Mit diesem Schalter SE ist ein weiterer Schalter
SE' mechanisch gekuppelt, der bei überbrückung der Blitzlampe L 1 durch den
Widerstand R geschlossen ist. Es ist dann eine Diode D 3 in den Ausgang des Kreises
DS geschaltet, die bewirkt, daß alle Auslöseimpulse am der Blitzlampe L 2 zugeordneten
Zündkreis wirken. Diese Ausbildung hat gegenüber der bekannten den Vorzug, daß sich
der Kondensator C auch bei beliebig langer Wartezeit zwischen Freigabe und Auslösung
selbsttätig entladen kann.