DE1286C - Verfahren und Apparat, um der Ammoniaksoda eine gröfsere Dichtigkeit zu geben und dieselbe theilweise in kaustische Soda umzuwandeln - Google Patents

Verfahren und Apparat, um der Ammoniaksoda eine gröfsere Dichtigkeit zu geben und dieselbe theilweise in kaustische Soda umzuwandeln

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DE1286C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D7/38Preparation in the form of granules, pieces or other shaped products

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Paper (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Erzeugung der Soda wird, je nach der angewendeten Fabrikationsmethode, ein mehr oder weniger dichtes bezw. mehr oder weniger kaustisches Product erzielt. Die durch den Ammoniakprocefs gewonnene Soda ist gewöhnlich locker und besteht in der Regel ganz aus kohlensaurem Natron.
Da manche Industriezweige eine sehr dichte, andere eine mehr oder weniger kaustische Soda erfordern, so ist es das Bestreben des Erfinders gewesen, Mittel aufzufinden, um der durch das erwähnte Verfahren erzeugten Soda diese Eigenschaften zu ertheilen.
Zur Erzielung gröfserer Dichtigkeit der Soda wird das gewonnene lockere Salz geschmolzen und in Platten, Blöcken oder andere Formen ausgegossen oder aber granulirt.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 ein Apparat dargestellt, .welcher sich besonders zu diesem Zweck eignet. Die gewonnene noch feuchte Soda wird continuirlich oder mit Unterbrechungen in den Trichter E des Apparates gebracht. Vorausgesetzt, dafs der Apparat nahezu gefüllt ist, enthalt die Mulde C neben dem doppeltkohlensauren Salz einfachkohlensaures, welches aus der Zersetzung des ersteren hervorgeht; Kohlensäure, Ammoniak und Wasserdampf werden durch das Rohr T abgeleitet.
Eine durch das Zahnrad B bewegte und bei D gelagerte Welle A trägt zwei Arme FF, auf welche die Messer der Kratzer R drehbar aufgesteckt sind; diese dienen dazu, das Ansetzen der Masse an der Mulde zu verhindern. Während die Soda in der Retorte G heruntersinkt, wird sie allmälig derart erhitzt, dafs sie schmilzt und alsdann durch eine der beiden Oefmungen O und O1 abgelassen werden kann. Läfst man sie durch die obere Oeffnung O1 abfliefsen, so setzen sich beigemengte Unreinigkeiten vor der unteren Oeffnung O ab und können durch diese entfernt werden.
H ist der Feuerrost und J und K sind Rauchabzüge.
Die Fig.- 2 und 3 zeigen eine andere Anordnung des Apparates, bei welcher die Retorte anders gestaltet und mit dem Abflufsrohr t für die Soda versehen ist. b b sind feuerfeste Ziegel, welche die Flammen vertheilen sollen, um eine Gleichförmigkeit der Temperatur im oberen Theile des Apparates zu erzielen.
Fig. 4 zeigt einen Apparat ohne Bewegungsmechanismus. Die Soda bezw. das doppeltkohlensaure Natron wird durch den Trichter E eingeführt, bis das Gefäfs C voll ist. Die geschmolzene Masse fliefst durch das Rohr t ab. Ammoniak und Kohlensäure werden nebst dem beigemischten Wasserdampf durch das Rohr T abgeleitet. X ist eine Glocke, welche in das Gefäfs C gestellt werden kann, um die Dicke der zu erhitzenden Sodaschicht zu verringern.
Diese Apparate lassen sich noch in mancherlei Weise abändern, ohne deren besonderen Zweck zu beeinträchtigen. Die Gefäfse, in denen die Soda geschmolzen wird, können aus Gufseisen, Schmiedeisen, Stahl oder auch aus einem anderen Metall hergestellt werden. Auch kann man sie durch einen Ueberzug von
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Claims (2)

  1. feuerfestem Thon gegen die oxydirende Wirkung der Flamme schützen. Ein Anstrich mit-Boraxlösung hat ebenfalls ein gutes Resultat ergeben. Ein anderes Mittel, um die rasche Zerstörung des Metalls zu verhindern, besteht in der Anwendung einer nicht oxydirenden Flamme, wie solche u.a. durch einen Siemensschen Ofen erzeugt wird. Endlich kann man noch den Theil des Apparates, in welchem die Soda schmilzt, aus Silber herstellen oder innen versilbern.
    Um die ausgeflossene Soda rasch zu kühlen, kann man verschiedene Mittel anwenden; das einfachste Verfahren besteht aber in dem Aufspritzen von Wasser, aber in so geringer Menge, dafs solches sofort verdampft und nicht von der Soda aufgenommen wird.
    Soll die Soda granulirt werden, so läfst man sie auf eine rotirende Metallplatte fliefsen und gleichzeitig Wasser in einem feinen Strahl oder als Regen hinzutreten, aber nur in der wie vorstehend angegebenen geringen Menge.
    Um eine Soda zu erzeugen, welche eine gewisse Menge Aetznatron enthält und dadurch ein für manche Zwecke geeigneteres Product zu gewinnen, treibt man einen Dampf- oder Wasserstrahl durch die geschmolzene Soda oder auf die Oberfläche derselben. Das Wasser verbindet sich dabei sowohl im flüssigen wie dampfförmigen Zustande mit dem Natron zu einem Hydrat, so dafs die Kohlensäure ausgetrieben wird. Wenn man die Umwandlung in Aetznatron für ausreichend erachtet, unterbricht man die Wasser- oder Dampfinjection und giefst die Soda in der bereits oben angegebenen Weise in Formen. In den continuirlich arbeitenden Apparaten ist auch der Dampfstrahl continuirlich und mufs alsdann dessen Stärke nach dem verlangten Grade der Kausticität bemessen werden.
    Was die Ausführung des Verfahrens anbetrifft, so können dazu verschiedenartige Apparate verwendet werden. Der in Fig. ι dargestellte und bereits beschriebene leistet auch hier gute Dienste. Der Dampf oder das Wasser wird durch ein Rohr P zugeleitet, welches an seinem Ende, soweit dieses in die flüssige Soda eintaucht, mit feinen Löchern versehen ist. Das fertige Product läfst man durch die obere Oeffnung abfliefsen. Man könnte auch die Soda zunächst in ein Gefäfs leiten, ,in welchem sie flüssig erhalten wird, und sie alsdann hier der beschriebenen Behandlung unterwerfen. Letzteres Verfahren würde besonders bei Anwendung der Apparate Fig. 2 oder 4 geeignet sein.
    Pateντ-Ansρrüche:
    ι . Die Methode der Umwandlung der durch den Ammoniakprocefs erzeugten lockeren Soda in ein dichtes Fabrikat mittelst Schmelzung.
  2. 2. Das Verfahren der gänzlichen oder theilweisen Umwandlung der durch den Ammoniakprocefs gewonnenen Soda in Aetznatron, indem man einen Dampf- oder Wasserstrahl in oder auf die geschmolzene Masse leitet und dadurch die Kohlensäure austreibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1286DA 1877-11-30 1877-11-30 Verfahren und Apparat, um der Ammoniaksoda eine gröfsere Dichtigkeit zu geben und dieselbe theilweise in kaustische Soda umzuwandeln Expired - Lifetime DE1286C (de)

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