DE83267C - - Google Patents

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DE83267C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G1/00Methods of preparing compounds of metals not covered by subclasses C01B, C01C, C01D, or C01F, in general
    • C01G1/06Halides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE
Apparate und Processe.
HERMANN THOFEHRN in PARIS. Verfahren zur Darstellung von Halogenmetallen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Mai 1893 ab.
Die Darstellung der Metalloxyde mittelst Hindurchtreibens eines unter Druck stehenden Gases durch einen Strahl geschmolzenen Metalles ist sowohl durch die deutsche Patentschrift Nr. 34653 (Klasse 12) als auch durch die amerikanische Patentschrift Nr. 404254 bekannt geworden.
Vorliegende Erfindung hat ein Verfahren zur gewerbsmäfsigen Darstellung von Halogenmetallen zum Gegenstande und kennzeichnet sich dadurch, dafs das geschmolzene Metall in feiner Vertheilung mit einem unter Druck stehenden, geeignet erhitzten Halogengas in innige Berührung gebracht wird. Beim Zusammentreffen des Metalles in Gestalt eines dünnen Bandes mit dem Halogengas wird eine feine Vertheilung des Metalles hervorgerufen, das letztere halogenisirt und dann aus dem Wirkungsbereiche des Gases befördert.
Nach diesem Verfahren kann man beispielsweise Eisenchlorid durch Einwirkung eines Chlorgasstrahles auf geschmolzenes Eisen darstellen, während man in gleicher Weise andere Halogenmetalle, z. B. Bromide, Jodide, durch entsprechende Wahl des Metalles gewinnt.
Der zur Ausführung des vorstehend angegebenen Verfahrens dienende Apparat kennzeichnet sich durch Anordnung eines Tiegels oder Schmelzofens oder Gefäfses und einer Windform oder Düse, welche das Halogengas durch das geschmolzene Metall hindurchtreibt.
Fig. ι zeigt im Querschnitt einen solchen Apparat, Fig. 2 einen ebensolchen Querschnitt eines etwas abgeänderten Apparates. Das im Ofen ι geschmolzene Metall läuft in einer Laufrinne 3 herab, deren unterer Theil eine Aushöhlung 4 bildet und welche mit einer Ausfütterung 5 zum Schütze des geschmolzenen Metalles versehen ist.
In der Aushöhlung 4 sind Löcher vorgesehen, die sich an eine Leitung 6 zur Durchführung des Halogengases durch die geschmolzene Metallschicht anschliefsen. Das Gas, dessen Druck durch eine Drosselklappe 7 geregelt werden kann, trifft bei seinem Austritt aus den Löchern gegen das geschmolzene Metall und reifst dasselbe in Richtung des Pfeiles 8 mit fort und halogenisirt dasselbe.
Je nach der Stärke des Gasstrahles ist die Zerstäubung des Metalles mehr oder weniger intensiv und erhält man dadurch das Halogenmetall in Form eines mehr oder weniger groben Pulvers, welches dann durch den Druck des Halogengasstrahles in eine Absatzkammer 10 gelangt, aus der es behufs weiterer Behandlung oder Verarbeitung herausgenommen werden kann.
Bei der Anordnung des Apparates nach Fig. 2 wird der, Halogengasstrahl durch eine Düse 9 mit runder oder plattgedrückter Mündung nach oben geworfen und trifft' in freier Bahn gegen das aus dem Ofen 1 ablaufende geschmolzene Metall an.
Der Halogengasstrahl kann auch in mehr oder weniger schräger Richtung über der Fläche des geschmolzenen Metalles hinweggeführt werden, wie auch der Strahl gleichzeitig über und durch das Metall geleitet werden kann.
In der Anordnung nach Fig. 3 wird der Halogengasstrahl von oben her auf die Oberfläche des geschmolzenen Metalles geleitet, wo-
bei der Strahl unter starkem Winkel gegen die flüssige Metallmasse antrifft, während bei der Anordnung nach Fig. 4 der aus Düse 9 tretende Halogengasstrahl nahezu parallel über der flüssigen Metallmasse hinwegstreicht.
Bei der Anordnung nach Fig. 5 (Längsschnitt) und Fig. 6 (Querschnitt) wird dagegen der Halogengasstrahl sowohl von unten als auch von der Seite her durch und über die flüssige Masse hinweggeleitet, zu welchem Zwecke die Rohre 9 zur Zuleitung des Gases sowohl im Boden als auch in den Seitenwänden der Rinne 4 vorgesehen sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Halogenmetallen, ■ dadurch gekennzeichnet, dafs ein unter Druck stehendes Halogengas durch einen Strahl des geschmolzenen Metalles hindurchgetrieben wird, wobei das Metall fein vertheilt, halogenisirt und aus dem Wirkungsbereiche des Gases fortbefördert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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