DE1284635B - Verfahren zur Verbesserung der elektrischen Leitfaehigkeit von Aluminium - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der elektrischen Leitfaehigkeit von Aluminium

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DE1284635B
DE1284635B DE1964P0033669 DEP0033669A DE1284635B DE 1284635 B DE1284635 B DE 1284635B DE 1964P0033669 DE1964P0033669 DE 1964P0033669 DE P0033669 A DEP0033669 A DE P0033669A DE 1284635 B DE1284635 B DE 1284635B
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aluminum
electrical conductivity
improving
pure aluminum
annealing
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DE1964P0033669
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Chevigny Raymond
Develay Roger
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Pechiney SA
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Pechiney SA
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B1/00Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors
    • H01B1/02Conductors or conductive bodies characterised by the conductive materials; Selection of materials as conductors mainly consisting of metals or alloys
    • H01B1/023Alloys based on aluminium
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22FCHANGING THE PHYSICAL STRUCTURE OF NON-FERROUS METALS AND NON-FERROUS ALLOYS
    • C22F1/00Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working
    • C22F1/04Changing the physical structure of non-ferrous metals or alloys by heat treatment or by hot or cold working of aluminium or alloys based thereon

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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Verfahren zur Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit von Reinaluminium.
  • Es ist bekannt, daß Reinstaluminium eine ausgezeichnete elektrische Leitfähigkeit besitzt, während seine mechanischen Eigenschaften nur mittelmäßig sind. Reinaluminium mit verschiedenen zulässigen Beimengungen weist demgegenüber etwas bessere mechanische Eigenschaften auf, während seine elektrische Leitfähigkeit wesentlich geringer ist.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln, das eine merkliche Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit von Reinaluminium auf Kosten einer leichten Verminderung seiner mechanischen Eigenschaften gestattet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß man das gegossene Reinaluminium vor der Warm- oder Kaltverarbeitung einer Glühung bei einer Temperatur zwischen 400 und 600'C unterwirft. Vorzugsweise beträgt die Glühtemperatur etwa 460 bis 500 0 c.
  • Es ist zwar bereits bekannt, die elektrische Leitfähigkeit von Al-Mii-Legierungen mit etwa 1,25 0/, Mangan durch langes Glühen bei etwa 600'C zu verbessern. Hinsichtlich des Reinahiminiums herrschte dagegen in Fachkreisen die Auffassung, daß ein Glühen bei etwa 300 bis 350'C die beste Leitfähigkeit erzielen läßt, während sie nach Glühen bei höheren Temperaturen sinkt.
  • Einzelheiten der Erfindung gehen aus folgenden Ausführungsbeispielen hervor.
  • Der spezifische elektrische Widerstand des Aluminiums wird entweder unmittelbar in #t0 - cm angegeben oder mit Hilfe der elektrischen Leitfähigkeit ausgedrückt, die in Prozenten der (als Bezugsgröße gewählten) elektrischen Leitfähigkeit des Kupfers angegeben wird:
    Hierbei bedeutet o den spezifischen elektrischen Widerstand des Aluminiumleiters.
  • Beispiel 1 Aus Reinaluminium (Zusammensetzung 0,230/, Eisen, 0,08%Silicium, Rest Aluminium) werden Barren mit quadratischem Querschnitt von 100 - 100 nim oder Rundbolzen mit geringem Querschnitt von etwa 900 mm 2 kontinuierlich gegossen.
  • Durch eine Glühung bei etwa 500'C während einer Stunde vor der Verarbeitung des gegossenen Reinaluminiums erhält man eine Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit, die größer als 10/0 IACS ist, Beispiel 2 Aus Reinaluminium (Zusammensetzung 0,220/0 Eisen, 0,0650/, Silicium, Rest Aluminium) wird in einem kontinuierlichen Gießverfahren ein Block gegossen, der zu Draht mit einem Durchmesser von 9,5 mm warmgewalzt und anschließend kalt auf etwa 2 mm Durchmesser gezogen wird. Man erhält folgende Werte (Extremwerte für mehrere Messungen): Zugfestigkeit ............. * 19 bis 20,5 kp/mm' spezifischer elektrischer Widerstand ............. 2,833 bis 2,838 #t0 - cm Ein zweiter identischer Block wird bei 500'C während 5 Stunden geglüht, dann langsam abgekühlt und in der vorstehend erläuterten Weise warmgewalzt und kaltgezogen. Der Draht von 2 mm Durchmesser besitzt folgende Werte: Zugfestigkeit .............. 18 bis 18,7 kp/mm2 spezifischer elektrischer Widerstand ............. 2,765 bis 2,767 cm Man sieht, daß die bei den Barren oder Bolzen des Beispieles 1 festgestellte Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit auch nach einem Warmwalzen und einer Kaltverformung noch vorhanden ist: Die Glüh- behandlung hat den spezifischen elektrischen Widerstand des Endproduktes uni 0,07 #t0 - cm vermindert, was einer Verbesserung der Leitfähigkeit um 1,501, IACS entspricht. Auf der anderen Seite stellt man eine Verminderung der Zugfestigkeit um 1 kp/mnil fest. Beispiel 3 Aus Reinaluminium (Zusammensetzung 0,300/0 Eisen, 0,080/,Silicium, 0,03"/,Mangan, weniger als 0,002%Titan, weniger als 0,0020/,Vanadium, Rest Aluminium) werden Rundbolzen von 95 mm Durchinesser kontinuierlich gegossen. Jeweils ein Bolzen wird während 8 Stunden bei 460'C geglüht, während der darauffolgende Gußabschnitt ungeglüht bleibt. Alle Bolzen werden dann bei 350'C auf einen Durchmesser von 11 mm warmgewalzt und anschließend kalt auf einen Durchmesser von 3 mm gezogen.
  • Man erhält für den aus ungeglühten Bolzen hergestellten Draht folgende Werte: Zugfestigkeit ..................... 18,10 kp/mm 2 spezifischer elektrischer Widerstand 2,818 #t0 - cm während Draht aus geglühten Bolzen folgende Werte aufweist: Zugfestigkeit ..................... 17,30 kp/min2 spezifischer elektrischer Widerstand 2,769 #t92 - cm Auch hier stellt man eine beträchtliche Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit bei einer leichten Verminderung der Zugfestigkeit fest.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit von Reinaluminium auf Kosten einer leichten Verminderung der mechanischen Eigenschaften, dadurch gekennzeichnet, daß das gegossene Reinaliltninium vor der Warm-und Kaltverarbeitung bei einer Temperatur zwischen 400 und 600'C mindestens 1 Stunde lang geglüht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei etwa 460 bis 500'C geglüht wird.
DE1964P0033669 1963-02-26 1964-02-24 Verfahren zur Verbesserung der elektrischen Leitfaehigkeit von Aluminium Pending DE1284635B (de)

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