DE127932C - - Google Patents

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DE127932C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/30Details of blowing glass; Use of materials for the moulds
    • C03B9/48Use of materials for the moulds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/30Details of blowing glass; Use of materials for the moulds
    • C03B9/34Glass-blowing moulds not otherwise provided for
    • C03B9/347Construction of the blank or blow mould

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVS 127932 KLASSE 32 a.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. April 1900 ab.
Die Herstellung von Prefs- und Blasformen für die Glasfabrikation ist bisher ebenso umständlich wie kostspielig. Für jeden anders geformten Gegenstand mufs auch eine neue Form beschafft werden.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Glasform, die, aus vielen gegen einander verschiebbaren Elementen (Stäben, Drähten) aufgebaut, zur Formung der verschiedenartigsten Gegenstände dienen kann.
Das hier erwähnte Princip ist früher schon mehrfach und zu verschiedenen Zwecken angewendet worden. So hat man Bündel von lose an einander gelagerten Stäben mit der Stirn gegen abzuformende Flächen geführt, die Stäbe so verschoben, dafs jeder die abzuformende Fläche berührte, die Stäbe in ihrer gegenseitigen Lage fixirt und nun das durch die Stabstirnen gebildete Negativ zur Erzeugung von Abgüssen benutzt.
Von der zum Ausgiefsen mit breiigem Material bestimmten Form unterscheidet sich aber die hier zu beschreibende Form dadurch, dafs die von den Stabenden gebildete Fläche nicht glatt zu sein braucht, um eine glatte Oberfläche des zu erblasenden Glaskörpers zu erzielen. Besonders bei Flaschen wird die allgemein übliche Drehung des Külbels in der Form eine glatte Oberfläche auch dann erzielen lassen, wenn die die Oberfläche begrenzenden Stabenden ungleichmäfsig geformt sind. Wären sie dies bei einer zur Herstellung von Gipsabgüssen bestimmten Form, so würde die Ungleichheit der Stabenden sich deutlich auf der Abgufsoberfläche bemerkbar machen.
Noch Γη anderer Hinsicht wird hier aber eine neue Wirkung erzielt. Dem eingeblasenen oder eingeprefsten Glase wird eine aus einer grofsen Anzahl von Metallstäben bestehende Form — nach dem bei den sogen. Rippenheizkörpern verwendeten Princip — mit grofser Schnelligkeit und überaus gleichmäfsig Wärme entziehen. Solche Formen können daher bei der Herstellung von Hartglas unter gewissen Umständen mit besonderem Vortheil zur Verwendung gelangen.
Derartig aufgebaute Formen sind in beiliegender Zeichnung schematisch dargestellt, und zwar zeigen
Fig. ι und 2 einen Stempel für Prefsformen,
Fig. 3 bis 6 zwei Arten von feststehenden Formen im Längs- und Querschnitt.
Dieselben bestehen aus beliebig vielen neben einander gestellten, z. B. durch einen Ring b (Fig. 1) zu einem Bündel vereinigten Stäben oder Drähten a. Ist die den geschlitzten Ring zusammenhaltende Schraube c gelöst, so lassen die nur lose neben einander stehenden Drähte sich leicht in ihrer Längsrichtung gegen einander verschieben. Stellt man dieselben nun z. B. auf eine gewölbte Fläche, so wird die Unterseite des Drahtbündels durch entsprechende Verschiebung der Drähte einen vertieften Abdruck der Wölbung zeigen. Sind sämmtliche Drähte gleich lang, so zeigt die Oberseite des Drahtbündels die Wölbung in ihrer ursprünglichen Form. Es genügt jetzt, durch Anziehen der Schraube die Drähte fest an einander zu pressen, um nun einen widerstandsfähigen Prefsstempel zu haben.
In Fig. 3 und 4 ist die Bildung der Formfläche für ein konisches Prefsstück mit ab-
gerundeter Spitze schematisch veranschaulicht. Von den mittelsten Stäben α liegen nur die Endflächen (Spitzen) d, von den seitlichen Stäben auch die der Spitze benachbarten Seitenflächen e in der Formebene.
Diese Formen bieten auch werthvollen Ersatz für die hölzernen Vorformen der Luxusglasfabrikation.
Eine andere Ausführungsform stellen Fig. 5 und 6 dar. Soll ein längerer cylindrischer oder konischer Körper geformt werden, so ist es unvortheilhaft, die die Fonnfläche begrenzenden Stäbe in der Längsrichtung des betreffenden Gegenstandes zu lagern, da sie so zum Theil auf einer Seite frei liegen würden. In diesem Fall wird eine mehrtheilige, durch Scharniere zusammengehaltene Form benutzt, bei der die Stäbe quer zur Mittellinie des zu formenden Körpers —■ radial, tangential oder schräg zu derselben — gelagert sind.
Bei dem in Fig. 5 und 6 dargestellten Beispiel liegen sich zwei Stabbündel f und g gegenüber, die durch Platten h, welche durch Scharniere i mit einander verbunden sind, und durch Querstäbe k zusammengehalten werden.
Wird zwischen die beiden Bündel z. B. eine Glasflasche eingeschoben, so wird, wenn die Schrauben m gelockert sind, eine Verschiebung der Stäbe nach aufsen und eine getreue Abformung des Flaschenäufseren, wie es Fig. 5 in schematischem Querschnitt zeigt, stattfinden. Verzierungen werden dabei mit abgeformt werden. Handelt es sich darum, feine Verzierungen und Schriften besonders deutlich darzustellen, so kann an der betreffenden Stelle der Form eine massive gravirte Platte an Stelle der Stäbe eingefügt werden.
Die Körnung der Formfläche kann durch beliebige Mittel (Ausdrehen. Poliren, Ausgiefsen, Ausschmieren u. s. w.) verfeinert, auch die Festlegung der Stäbe durch Hintergiefsen, durch Einführung von Bindemitteln in ihre Zwischenräume u. s. w. gesichert werden.
Aufser Metallstäben können auch solche aus beliebigem anderen Material (Holz, Stein, Papiermache u. s. w.) zu manchen Zwecken "Verwendung finden. Die Formen können hinter einander für beliebig viele verschiedene Formgebungen Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Formen von Glas, gekennzeichnet durch die Anwendung von Formen, bestehend aus derart neben, einander gelagerten Stäben beliebigen Querschnittes, dafs die Stabenden die formende Fläche bilden, und durch geeignete Mittel (Klammern, Bindemittel) gegen einander festgelegt werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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