DE1256508B - Verfahren zum Emaillieren von Eisenblech - Google Patents

Verfahren zum Emaillieren von Eisenblech

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DE1256508B
DE1256508B DE1965R0042059 DER0042059A DE1256508B DE 1256508 B DE1256508 B DE 1256508B DE 1965R0042059 DE1965R0042059 DE 1965R0042059 DE R0042059 A DER0042059 A DE R0042059A DE 1256508 B DE1256508 B DE 1256508B
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DE
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frit
enamel
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Pending
Application number
DE1965R0042059
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English (en)
Inventor
Joseph Wratil
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Reimbold und Strick GmbH and Co
Original Assignee
Reimbold und Strick GmbH and Co
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C4/00Compositions for glass with special properties

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

DEUTSCHES WTWWS PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsch« Kl.: 48 c - 5/00
Nummer: 1 256 508
Aktenzeichen: R 42059 VI b/48 c
508 Anmeldetag: 24. November 1965
Auslegetag: 14. Dezember 1967
Nach dem heutigen Stand der Technik muß die Rohware zum Emaillieren entweder rein mechanisch durch Sansdtrahlen oder chemisch durch Entfetten, Beizen und Neutralisieren zum Emaillieren verarbeitet werden.
Die Bleche, die aus dem Rohwerk kommen, sind in der Regel mit Fetten und Fettemulsionen behaftet, welche bei der Formgebung erforderlich sind. Außerdem können die Bleche aus Rostschutzgründen vom Walzwerk vorgefettet sein. Die Fettbestandteile müssen entfernt werden, damit die Beizsäuren die Blechoberfläche gleichmäßig angreifen können und der später aufzubringende wäßrige Emailschiicker die Bleche einwandfrei netzt. Die Ware wird im technischen Maßstab üblicherweise durch alkalische oder organische Entfettungsmittel oder durch Glühen entfettet. Beim Glühen und alkalischen Entfetten wird — auch der normalerweise auf der Ware auftretende Schmutz entfernt, bei organischen Entfettungsmitteln muß zur Schmutzentfernung eine alkalische Entfettung angeschlossen werden. Diese Verfahren kann man auch kombinieren.
Zweck des Beizens ist es, die haftungsfeindliche Oberflächenstörschicht des Bleches zu entfernen, das Blech gleichmäßig aufzurauhen und gegebenenfalls vorhandenen Rost zu beseitigen. Man verwendet zum Beizen vorwiegend Schwefelsäure und Salzsäure, es können aber auch andere Säuren eingesetzt werden. Um die vom Beizen auf den Blechen verbliebenen Säurereste zu entfernen, muß neutralisiert werden, damit die Bleche beim Lagern vor dem Emaillieren nicht nachrosten.
Zwischen den erwähnten Blechvorbehandlungen wird die Ware üblicherweise noch gewässert. Will man die Rohware anschließend mit Direktweiß oder Direktemails in hellen Farben emaillieren, dann werden in die Blechvorbehandlung noch zusätzlich Bäder, wie Nickeltauchbäder, Phosphatierungsbäder und andere Spezialbeizverfahren eingeschaltet.
Zum Grundemaillieren benutzt man üblicherweise eine Kombination von verschiedenen Fritten. Nur in Einzelfällen wird mit einer Fritte allein gearbeitet. Ein typischer Mühlenversatz besteht aus drei Fritten mit verschiedenen Eigenschaften. Die weichste Fritte ist als Netzgrund zu bezeichnen, während der härtesten Fritte die Aufgabe zufällt, ein Abzehren des Grundes während des Brandes zu verhindern. Eine mittelweiche Komponente bezeichnet man häufig als Füllgrund. Zur Mühle gibt man dann noch Ton, Quarz, Stellmittel und Wasser. Diese Komponenten werden so lange gemahlen und dadurch gleichzeitig innig miteinander vermischt, bis die gewünschte Verfahren zum Emaillieren von Eisenblech
Anmelder:
Reimbold & Strick, Köln-Kalk, Kunftstr. 4
Als Erfinder benannt:
Joseph Wratil, Schildgen
Mahlfeinheit erreicht ist. Stellmittel und Ton haben die Aufgabe, den EmaiIschlicker so zu beeinflussen, daß ein einwandfreies Aufbringen auf das Blech gewährleistet ist. Dieses Aufbringen geschieht durch Tauchen, Auftragen, Spritzen oder Anschütten. Die Gegenstände werden getrocknet, und anschließend wird das Grundemail eingebrannt.
Auch bei dunklen Direktemails und eingefärbten Grundsorten wird analog vorgegangen, wobei auch hier das Email aus Einzelfritten oder Frittenkombinationen in beliebiger Zahl bestehen kann. In allen Fällen ist es jedoch erforderlich, das Blech, wie oben geschildert, vorzubehandeln. Bei hellen Direktemails vornehmlich auf Titanbasis müssen nach dem Stand der derzeitigen Entwicklung noch spezielle Bäder zusätzlich eingeschaltet werden.
Es hat nicht an Versuchen gefehlt, das Beizen zu umgehen. Diese Versuche haben aber nicht zu brauchbaren Ergebnissen geführt, weil die nur entfettete Ware bezüglich Haftung und Oberfläche der anschließenden Emaillierung nicht der Qualität einer vorher gebeizten Ware entsprach.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Emaillieren von Eisenblech, insbesondere Stahlblech, durch Aufbrennen eines Grundemails, das dadurch gekennzeichnet ist, daß dem Mühlenversatz des Grundemails eine Fritte zugesetzt wird, in welcher der Anteil der RO2-Gruppe in der Segerformel kleiner als 1 ist. Diese Zusatzfritte kann in einer Menge von 1 bis 30 Gewichtsprozent, insbesondere 5 bis 20 Gewichtsprozent, dem Mühlenversatz des Grundemails zugesetzt werden. Die genauen Mengen hängen von der Zusammensetzung des Grundemails ab,
709 708/223

Claims (1)

  1. 3 4
    die notwendige Mindestmenge der erfindungsge- Na2O 0,7367
    mäßen Zusatzfritte ist die Menge, bei der Fehl- CaO 0,2248
    erscheinungen aus Fettrückständen erstmalig deutlich MnO 0,0133
    vermieden werden. Auch die obere Grenze hängt von NiO 0,0126
    der Zusammensetzung der übrigen Fritten ab, aber 5 CoO 0,0126
    schon aus wirtschaftlichen Gründen empfiehlt es sich Al2O3 0,0890
    nicht, die untere Grenze um mehr als wenige Pro- 0,6511
    zente zu überschreiten, weil dann der einmal er- SiO2 0,8099
    reichte otipmale Effekt nicht mehr verbessert wird. ,^a -n- ^ j- r,
    Die Fritte wird einem üblichen technisch brauch- 10 Dje. rohstofltaaßige Zusammensetzung dieser Zubaren Grundmühlenversatz in den erwähnten Mengen satzfntte lst nachstehend wiedergegeben:
    zugefügt. Durch diesen Zusatz wird erreicht, daß die Borax entwässert 38,1
    Ware, bestehend aus Eisen oder Stahlblechen oder Quarz 21,2
    Gegenständen, so wie sie aus dem Rohwerk kommt, Soda 23,2
    emailliert werden kann. Es ist also möglich, auf die 15 Salpeter 3,0
    gesamte Blechvorbehandlung einschließlich des Ent- Flußspat 10,1
    fettens, Beizens und der Neutralisation zu verzichten. Kaolin 14,0
    Da größere Fettreste oder deren Zersetzungspro- Kobaltoxid 0,5
    dukte beim Tauchen oder Auftragen der Rohware Nickeloxid 0,5
    eine einwandfreie Benetzung der Bleche mit dem 20 Manganoxid 0,5
    wäßrigen Emailschlicker verhindern oder den Emailschlicker selbst verunreinigen können, ist es in diesen Diese Zusatzfritte kann einer üblichen Grundfritte Fällen ratsam, eine Entfettung der üblichen Art ein- in einer Menge von beispielsweise 10%, bezogen auf zuschalten, die jedoch nicht alle Fettreste und deren den Grundmühlenversatz, zugegeben werden.
    Zersetzungsprodukte restlos zu entfernen braucht. 25 Es hat sich gezeigt, daß in allen Fällen die Fehler-Der in diesen Fällen gegebene Nachteil der unge- erscheinungen, die bei üblichen Grundfritten aufnügenden Benetzung kann auch durch den Zusatz treten, wenn diese auf ein gefettetes, nicht vorbehanvon an sich bekannten Netzmitteln zu dem wäßrigen deltes Blech aufgetragen werden, bei einem Zusatz Emailschlicker behoben werden. der erfmdungsgeniäßen Zusatzfritte sicher vermieden
    Das erfindungsgemäße Verfahren bringt also eine 30 wurden. Außerdem wird bei den Versätzen mit der wesentliche Vereinfachung des gesamten technischen Zusatzfritte ein Email mit besserer Haftung erhalten. Prozesses der Blechvorbehandlung. Mit dem Wegfallen des Beizens mit Säuren entfallen auch die be- Patentansprüche:
    kannten Schwierigkeiten der Wasseraufbereitung und 1. Verfahren zum Emaillieren von Eisenblech, der Korrosion der Werkshallen, in denen die Blech- 35 insbesondere Stahlblech, durch Aufbrennen eines vorbehandlung erfolgte. Auch die beim Beizen mit Grundemails, dadurch gekennzeichnet, Säuren eintretende schädliche Aufladung der Bleche daß dem Mühlenversatz des Grundemails eine mit Wasserstoff entfällt bei dem erfindungsgemäßen Fritte zugesetzt wird, in welcher der Anteil der Verfahren. RO2-Gruppe nach der Segerformel kleiner als 1 ist.
    Die erfindungsgemäße Zusatzfritte macht keine 40 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch geÄnderung der üblichen Bedingungen des Aufbren- kennzeichnet, daß der Zusatz der Fritte 1 bis nens notwendig, die bevorzugte Brenntemperatur 30 Gewichtsprozent, insbesondere 5 bis 20 Geliegt bei 800 bis 860° C. wichtsprozent, bezogen auf den Mühlenversatz
    Ein Beispiel für die Erfindung gibt eine Zusatzfritte des Grundemails, beträgt,
    der folgenden Zusammensezung in der Segerformel 45 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
    nach Andrews (»Porcelain Enamels«, Andrew 1. gekennzeichnet, daß dem wäßrigen Schlicker des
    Andrews, The Garrad Press, Publishers, Champaign, Grundemails nichtschäumende Netzmittel zuge-
    IHinois, USA, insbesondere Seite 230). setzt werden.
    709 708/223 12.67 0 Bundesdruckerei Berlin
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CH473909A (de) 1969-06-15
FR1502288A (fr) 1967-11-18
NL6616528A (de) 1967-05-25

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