DE124705C - - Google Patents
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B13/00—Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
- C03B13/12—Rolling glass with enclosures, e.g. wire, bubbles, fibres, particles or asbestos
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 124705 KLASSE 32 a.
PAUL THEODOR SIEVERT in DRESDEN. Verfahren zum Verzieren von Glastafeln.
Zusatz zum Patente 1035.15 vom 4. Dezember 1897.*)
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. September 1900 ab.
Längste Dauer: 3. Dezember 1912.
Im Patent 103515 ist ein Verfahren zur Herstellung
verzierter Glastafeln in einem Walzvorgange unter Anwendung zweier unmittelbar auf einander folgenden Walzen geschützt worden.
Die erste der beiden Walzen bewirkt die Einebnung der flüssigen Glasmasse zu einer
Glastafel, die nachfolgende das Anwalzen der Verzierungsmittel (gepulvertes oder gekörntes
Glas) auf die bildsame Glasmasse.
Dieses Verfahren ist nach dem Zusatz-Patent 107788 dahin vereinfacht worden, dafs eine
einzige Walze zur Anwendung kam, welche in einem Walzvorgange die Einebnung der flüssigen Glasmasse und die Aufbringung des
Verzierungsmittels in einem Walzvorgange bewerkstelligen sollte. Beiden Verfahren und
auch dem vorliegenden liegt der gemeinschaftliche Erfindungsgedanke zu Grunde, die auf
die Glastafel aufzubringenden Glaskörner u. dgl. auf der Umfläche einer Walze unmittelbar oder
an einer auf der Walze befestigten Lage eines leicht verbrennlichen Stoffes, z. B. Papier, zu
befestigen und durch Ueberwalzen auf die kurz vorher ausgewalzte (Patent 103 515) oder in
demselben Augenblick entstehende Glastafel (Patent 107788) zu übertragen. Dabei ist aber
stets zu beobachten, dafs die beiden Vorgänge, das Auswalzen der Glastafel und das Anwalzen
der Körnerschicht, einander störend beeinflussen.
Es ist nämlich bei Ausführung dieser Verfahren beobachtet worden, dafs bei Anwendung zweier
*) Früheres Zusatzpatent 107788.
Walzen (Patent 103 515) stets nach dem Auswalzen
noch eine verziehende Wirkung der ersten Walze auf die eingeebnete, aber noch plastische Masse stattfindet, welche Wirkung sich,
namentlich bei dickeren Tafeln, bis an die Stelle geltend macht, an der die Aufbringung des
Verzierungsmittels erfolgt, und hier noch störend einwirkt, indem das Muster verzerrt wird..
Die zweite Herstellung (nach dem Zusatz 107788) mit einer Walze hat ebenfalls die gewünschten
Resultate nicht allemal ergeben, weil bei der mit der Einebnung der Masse gleichzeitig
erfolgenden Aufbringung der Verzierungsmittel die Wiedergabe des Musters vielfach zu
wünschen übrig liefs, namentlich wenn es sich um Herstellung einer Glasfläche handelte, auf
der das Muster mit scharfem Korn zu lebhafter Strahlenbrechung in der Durchsicht vorhanden
sein sollte. Die Weiterbildung des Verfahrens hat dazu geführt, das Verfahren in
der Weise auszuführen, dafs die Einebnung der Glasmasse durch den Lauf der Walze in
der einen Richtung, das Aufbringen der Verzierungsmittel dagegen durch den unmittelbar
darauf erfolgenden Rücklauf derselben Walze erfolgt.
Die Walze ebnet also in gewöhnlicher Weise die flüssige Glasmasse ein; unmittelbar nach
Vollendung dieses Laufes wird ihr das Muster in der auch im Patent 103515 angegebenen
Weise durch auf Papier, Leinwand oder sonsti-
Claims (1)
- gen leichtverbrennbaren Stoffen aufgebrachte Verzierungsmittel in der Weise dargeboten, dafs sie bei ihrem sofort erfolgenden Rücklaufe die Verzierungsmittel mit der noch plastischen Glasfläche verbindet. Durch diese Trennung des Vorganges in zwei Abschnitte, die jedoch durch dieselbe Walze in Vor- und Rücklauf zur Ausführung gebracht werden, gelingt die Herstellung des Musters in der genauesten Weise, was sich auch namentlich dann bewährt, wenn die Tafeln in erheblicher Stärke hergestellt werden sollen.Das Einführen des Papiers mit dem Glaskörnermuster kann im Augenblick des Beginnes des Rücklaufs der Walze mit der Hand erfolgen. Zur bequemen und sicheren Ausführung des Verfahrens kann jedoch die Einrichtung so getroffen werden, dafs mit der Walze bei ihrem Vorlauf zur Einebnung der Masse eine Führungsplatte über den Walztisch entlang gezogen wird, auf die das Papier aufgelegt und . im geeigneten Augenblick vorgeschoben wird, so dafs es beim Rücklauf der' Walze zwischen dieser und der plastischen Masse gefafst und mitgenommen wird.Fig. ι zeigt die Stellung der Theile im Beginn der Einebnung der Glasmasse und Fig. 2 die Stellung im Beginn der Einführung der Verzierungsfläche.α ist der Walztisch, b die Walze, c die Führungsplatte, e die Verzierungsfläche und d die Glasmasse bezw. Glastafel. Die Führungsplatte c kann durch eine Stütze mit der Walze b verbunden und dadurch fahrbar sein.Patent-A ν Spruch:
Ausführungsform des durch Patent 103515 und Zusatz-Patent 107788 geschützten Verfahrens zum Verzieren von Glastafeln, dadurch gekennzeichnet, dafs das Einebnen der flüssigen Glasmasse durch eine Walze im Vorlaufe erfolgt und die Aufbringung der Verzierungsmittel auf die noch plastische Gläsmasse durch den Rücklauf der Walze bewirkt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE124705C true DE124705C (de) |
Family
ID=393474
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT124705D Active DE124705C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE124705C (de) |
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