DE1246C - Neuerungen an Apparaten zur Erzeugung des elektrischen Lichts - Google Patents

Neuerungen an Apparaten zur Erzeugung des elektrischen Lichts

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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K23/00DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors

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Description

1877.
Klasse 21.
SAMUEL ALFRED VARLEY in HATFIELD (England). Neuerungen an Apparaten zur Erzeugung des elektrischen Lichts.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Juli 1877 ab.
Die Leistungsfähigkeit der Maschinen zur Erzeugung des elektrischen Lichts, wie sie bisher construirt λν^αεη, ist beschränkt, weil die durch Ertheilung von Bewegung an die Maschine verbrauchte Kraft in Magnetismus und Elektricität zu gleicher Zeit verwandelt wird. Die producirte Elektricität neutralisirt — wenn die magnetische Polarität umgekehrt wird — den Magnetismus der Spulen zum Theil. Die Folge davon ist, dafs, wenn die nächste Umkehr stattfindet, und der vorher gewonnene Magnetimus auf diese Weise in elektrische Kraft verwandelt wird, die producirte Elektricität geringer ist, als sie hätte sein können, wenn der Magnetismus eben vor der Umkehr grö'fser gewesen wäre.
Des ErfindersNeuerung besteht in der Trennung der Entwicklung der elektrischen und magnetischen Kräfte bis auf einen hohen Grad, wobei eine sehr vermehrte magnetische Leistungsfähigkeit in den Spulen gewonnen wird, welche in einem späteren Zeitabschnitt in Elektricität verwandelt wird.
Der Erfinder erzielt dies durch Eintheilen der Spulen in Gruppen, wobei die Abwechslungen von Nord- und Südpolen, zwischen welchen die Spulen rotiren, correspondiren mit der Anzahl der Gruppen, und nicht, wie in früheren Maschinen, mit der eifectiven Anzahl der Spulen; so dafs, wenn die Maschine sechs Gruppen hat, und jede Gruppe aus drei Spulen besteht, nur sechs Paar Weicheisen-Magnete vorhanden sind, abwechselnd Nord- und Südpole darbietend, anstatt achtzehn, wie es in den früheren Maschinen der Fall sein würde. Die Anzahl von Spulen in jeder Gruppe kann 2, 3, 4 oder mehr sein. Die Anzahl der angewendeten Commutatoren kann gleich der Anzahl der, eine Gruppe bildenden Spulen oder gröfser sein, und wenn Elektricität von sehr hohem Wirkungsvermögen verlangt wird, können die Commutatoren vermehrt werden bis auf die Zahl sämmtlicher Spulen.
Der Vereinfachung der Beschreibung halber sind im folgenden nur zwei Paar Weicheisen-Magnete und zwei Gruppen Spulen, jede Gruppe zu drei Spulen, angenommen. Die erste Spule der Gruppe entwickelt, wenn ihr Magnetismus umgekehrt wird, Elektricität durch die ganze Leitung. Nachdem sie um eine bestimmte Strecke vorgegangen, und alle oder der gröfsere Theil der Elektricität entwickelt worden, wird diese Spule durch die Thätigkeit des Commutators aus derLeitung ausgeschieden und empfängt nur Magnetismus. Etwas weiter- hin werden die Verbindungen bezüglich der elektrischen Leitung umgekehrt, und wird diese Spule dann wieder in die Leitung eingeschaltet. Die entwickelte Elektricität in der Spule der Gruppe, deren magnetische Polarität zunächst umgekehrt ' wird, geht durch den isolirten Draht der ersten Spule und hebt deren magnetisches Wirkungsvermögen auf einen sehr hohen Grad. Die erste Spule geht sodann zu den magnetischen Polen der entgegengesetzten Polarität über, und das hohe magnetische, vorher erlangte Wirkung'svermögen entwickelt einen correspondirenden Gleichwerth von Elektricität und erhöht die magnetische Wirkung der darauffolgenden Spule. Auf diese Weise wird die magnetische Wirkung von jeder der Spulen auf einen sehr hohen Grad erhöht, eben vor Umkehr ihrer Polarität.
Was soeben als in den Spulen einer Gruppe vor sich gehend beschrieben ist, findet gleichzeitig in der anderen Gruppe statt, mit dem einzigen Unterschied, dafs die entwickelte Elektricität in den Spulen der ersten Gruppe entgegengesetzt derjenigen ist, welche in den entsprechenden Spulen der anderen Gruppe entwickelt wird. Die isolirten Drähte der Spulen der zwei Gruppen sind indefs so verbunden, dafs die in beiden entwickelte Elektricität um die Weicheisen-Magnete und durch die elektrische Leitung in derselben Richtung strömt. Durch diese Einrichtung wird nicht nur eine höhere magnetische und folglich eine höhere elektrische Wirkung erzielt, als es in den alten Maschinen möglich war, sondern, da die Umkehr der Spulenverbindungen stattfindet, wenn sie nur Magnetismus aufnehmen, und vor der Umkehr ihrer magnetischen Polarität, so geht die ganze zur Zeit der Umkehr producirte Elektricität durch die elektrische Leitung.
Die Enden der isolirten Drähte der Spulen sind mit auf der Axe der Maschine angebrachten metallischen Scheiben verbunden, jedoch von der Axe und auch von einander isolirt. Es können auf jeden Commutator drei Scheiben kommen, von denen zwei zum Wechseln der Verbindungen und eine zum Ausschalten der Spulen aus der elektrischen Leitung dienen.
Wenn die Anzahl der Commutatoren mit der Anzahl der Spulen einer Gruppe übereinstimmt, dann werden die Enden der isolirten Drähte der correspondirenden Spulen von jeder der Gruppen neben einander verbunden und mit ihren bezw. Scheiben der Commutatoren verknüpft; oder sie werden in Serien verbunden. Z. B. wenn die Maschine aus sechs Gruppen besteht, so können die Enden der isolirten Drähte der leitenden Spulen von jeder Gruppe nebeneinander zusammengelegt und mit einem Commutator verbunden werden.. Die Enden der zweiten und folgenden Spulen von jeder der Gruppen können auf dieselbe Art zusammengefügt und mit dem zweiten Commutator verbunden werden, und die dritten und letzten Spulen von jeder Gruppe können miteinander und mit dem dritten Commutator vereinigt werden.
Die Federn, welche gegen die Commutatoren ruhen, sind so verbunden, dafs sie eine continuirliche, elektrische Leitung von einer zur anderen durch die metallischen Scheiben der Commutatoren bilden. Das Wechseln der Verbindungen und das Ausschalten der Spulen aus der elektrischen Leitung in regelmäfsigen Zwischenräumen wird durch Aussparungen an den Scheiben bewirkt. Die Bewegung der Federn, welche gegen die Peripherie der Commutatoren drücken, ist durch Halter von isolirtem Material beschränkt, so dafs eine Berührung der metallnen Scheiben verhindert wird, wenn die Federn sich einer Aussparung gegenüber befinden.
Die eisernen Spulen können von weichem Eisen gemacht und auf einer Seite gespalten werden, zur Verhinderung der Entwicklung von elektrischen Leitungen im Körper des Eisens, oder sie können aus Bündeln von Eisendrähten oder aus aufgewickeltem Eisenblech gemacht werden.
Ein Theil der von der Maschine entwickelten Elektricität wird abgelenkt zur Erhaltung des Magnetismus der Weicheisen-Magnete, und der übrige Theil wird zur Erzeugung des elektrischen Lichtes verwendet. Zu diesem Zwecke umwickelt der Erfinder die Weicheisen-Magnete mit zwei isolirten Drähten, von denen der eine mehr Widerstand als der andere leistet. Die Leitung von gröfserem Widerstand ist immer geschlossen, und die Leitung von geringerem Widerstand wird für das elektrische Licht benutzt. Während dieses erzeugt wird, strömt der gröfsere Theil der Elektricität durch die Leitung mit dem geringeren Widerstand, welche Erfinder »Elektrischelicht-Leitung« benennt; sie erhält den Magnetismus der Magnete und erzeugt das Licht·. Wird dieselbe aus irgend einem Grunde geöffnet, so strömt die entwickelte Elektricität durch die Leitung von gröfserem Widerstand und erhält den Magnetismus der Magnete.
Das elektrische Licht wird erzeugt durch Schliefsen der Elektrischelicht-Leitung mittelst einer Stange von Kohle, welche auf der Peripherie einer Scheibe aus Kohle, die an der Kante gewöhnlich abgeschrägt ist, ruht. Diese Scheibe kann aus der sogenannten Gaskohle (gas carbon) gemacht werden, welche sich an den Wänden der Retorten während der Kohlengaserzeugung ansetzt, oder sie kann aus der sogenannten »geformten Kohle« (moulded carbon) angefertigt sein. Der Kohlenscheibe wird eine Bewegung ertheilt. Die Kohlenstange ruht leicht auf der Scheibe unter unvollkommener Berührung und die elektrische Leitung wird durch die Bildung eines elektrischen Bogens vollendet. In einigen Fällen construirt der Erfinder die Kohlenscheibe aus Segmenten von Kohle und trennt die Segmente von einander durch eine passende, nicht leitende Substanz; ein elektrischer Bogen wird dann gebildet, wenn die Kohlenstange über den von dem nicht leitenden Materiale eingenommenen Raum geht. Wenn eine massive Kohlenscheibe angewendet wird, läfst sich der Kohlenstange eine leichte rüttelnde Bewegung durch irgend eine der bekannten Methoden, zur Sicherung wirklicher Abtrennung, ertheilen. — Es lassen sich auch zwei Kohlenstangen statt einer einzigen benutzen, indem die Leitung durch die eine zu der Kohlenscheibe, und durch diese zu der zweiten Kohlenstange vollendet wird. Der Erfinder zieht es vor, der Kohlenscheibe durch die von der Maschine selbst erzeugte elektrische Kraft Rotation zu ertheilen und vermeidet auf diese Weise, von einem mehr oder weniger complicirten Mechanismus, welcher aufgewunden werden mufs, abzuhängen. Die Bewegung wird der Scheibe in folgender Weise mitgetheilt:
Hohle Drahtspiralen von isolirtem Draht sind Ende gegen Ende so angebracht, dafs jede derselben durch einen Raum von ihrem Nachbar getrennt ist. In diesen Räumen bewegen sich eiserne Scheiben, welche auf einer Weicheisenspindel angebracht sind, welche letztere durch die Spiralen geht rind in passenden Lagern läuft. Die eisernen Scheiben haben an ihren äufseren Peripherien Zähne und die Spiralen sind von eisernen Röhren oder Schalen umhüllt, die an beiden Enden mit Zähnen versehen sind, die in der Anzahl mit denen der eisernen Scheiben übereinstimmen. Der isolirte Draht, aus dem die Spiralen bestehen, ist mit dem isolirten Draht, der die Weicheisen - Magnete umgiebt, verbunden und wird gewöhnlich in der Leitung von gröfserem Widerstand eingelassen. Wenn die Maschine in Bewegung gesetzt wird, so werden die Weicheisen-Cylinder in die Mitten der Spiralen stark magnetisch, und die Zähne der Scheiben und jene der Schalen ziehen einander gegenseitig an, den eisernen Scheiben Bewegung ertheilend. Ein Commutator schliefst und öffnet die elektrische Leitung durch die Spiralen in passender Reihenfolge. Wenn die Zähne der von magnetischer Anziehung bewegten Scheiben fast gegenüber den Zähnen der Umhüllung sind, dann schliefst der Commutator die elektrische Leitung durch die zweite Spirale, und öffnet sie mit Bezug auf die eine vorher
polarisirte, wodurch die Scheiben nun einen Schritt vorwärts bewegt werden. Auf diese Weise wird mit einer passenden Anzahl Spiralen und getheilten Scheiben, indem die elektrische Leitung durch die Spiralen der Reihe nach geschlossen und geöffnet wird, dem Cylinder eine rotirende Bewegung ertheilt und dieser giebt der Kohlenscheibe die Bewegung.
Jede der Spiralen ist umwickelt mit zwei an einem Ende zusammengefügten und am anderen Ende isolirten Drähten. Die Drähte sind in entgegengesetzter Richtung umwickelt. Die Elektricität, welche den Scheiben Bewegung ertheilt, geht nur durch einen dieser Drähte, sage zur Unterscheidung durch No. i, während der andere, No. 2, an einem Ende abgetrennt ist. Die Commutatoren, eben bevor sie die Leitung der elektrisch polarisirten Spirale öffnen, verbinden das Ende von No. 1 mit dem Ende von No. 2. Der zweite oder sogenannte Extrastrom, welcher erzeugt wird> wenn die Leitung sich öffnet, geht nun in den Draht No. 2, welcher in der Richtung gegen No. 1 umwickelt ist, und wird die Entmagnetisirung des Theiles des eisernen Cylinders, welcher vorher magnetisirt war, infolge dessen sehr schnell von statten gehen.
Um nun das Quantum elektrischer Kraft, welche zu irgend einer Zeit producirt wird, zu ermitteln, bringt der Erfinder einen elektrischen Gradmesser an der Maschine an, welchen er in folgender Weise construirt. Er umgiebt eine hohle Spule, welche aus Messing sein kann, mit einer Anzahl Umwicklungen von Weicheisendraht; in der Mitte dieser Rolle befindet sich ein permanenter Magnet oder Magnete, auf Zapfen angebracht, wobei die Vorsicht geübt werden muis, dafs die Zapfenlöcher genau in die Mitte gestellt werden, so dafs die Pole des Magneten sich so nahe wie möglich in gleicher Entfernung von dem Eisendraht befinden, in welcher Lage der Magnet immer sein mag. Kreisförmige oder segmentförmige Aufwicklungen, gewöhnlich aus isolirtem Kupferband gemacht, werden oberhalb und unterhalb der Pole des Magnets angebracht, mit Gewährung von genügendem Raum für den freien Durchgang des Magnets zwischen den Aufwicklungen. Ein Index oder Zeiger, auf einer eingetheilten Scala sich bewegend, ist durch eine Feder mit dem oberen Zapfen des Magnets verbunden, und wenn die Maschine nicht in Thätigkeit ist, hält sie den Magneten im Centrum der runden Aufwicklungen. Diese Aufwicklungen sind in der Elektrischelicht-Leitung placirt, und wenn die Maschine in Thätigkeit ist, so weicht der Magnet ab. Der Zeiger kann dann umgedreht werden, bis die Torsion der Feder genügt, um den Magnet in das Centrum der Aufwicklungen zurückzubringen, oder es kann auch die Scala umgedreht werden, was praktisch dasselbe ist.. Die von dem Zeiger zurückgelegte Strecke zeigt das Quantum elektrischer Kraft an, welche in Entwicklung begriffen ist.
Bei der Construction der Maschinen kann an Stelle des weichen Eisens hämmerbares Gufseisen benutzt werden. Auch läfst sich gewöhnliches Gufseisen anwenden und können permanente Magnete in manchen Fällen mit Vortheil für die Weicheisen-Magnete substituirt werden. Aber die Kraft permanenter Magnete, der Depolarisation zu widerstehen, ist beschränkt, und die Entwicklung von Elektricität, wenn die Maschine in Thätigkeit ist, treibt den Magnetismus zurück, indem sie zeitweilig die Magnete bis auf einen gewissen Grad depolarisirt und sie folglich weniger wirksam macht. ■ Um diesem Uebelstande abzuhelfen, zieht Erfinder es vor, bei der Anwendung permanenter Magnete dieselben mit weichen eisernen Polen zu versehen, welche er mit isolirtem Draht umwickelt. Die von der Maschine entwickelte Elektricität wird veranlafst, durch diesen isolirten Draht zu gehen und entwickelt hinreichenden Magnetismus zur Neutralisirung der oben erwähnten depolarisirenden Wirkung.
Diejenigen Theile vorliegender Erfindung, durch welche die Elektricität, welche das Licht erzeugt, entwickelt wird, sind fast für alle Zwecke anwendbar, wo Elektricität in grofsen Quantitäten verlangt wird. Das hohe elektrische Wirkungsvermögen, welches durch vorliegende Erfindung leicht zu erhalten ist, läfst sie z. B. sehr passend für die Erzeugung von Ozon erscheinen, sowie für andere Zwecke, wo elektrische Ströme von hoher Wirkung verlangt werden.
Der elektrische Gradmesser, welcher in vorliegender Erfindung zur Verwendung kommt und die Methode der Erzeugung rotirender Bewegung sind auch anwendbar auf elektrische Ströme, welche durch chemische Wirkung oder aus thermo-elektrischen Quellen erlangt werden.
Beschreibung der Zeichnungen.
Fig. ι ist eine allgemeine Ansicht einer Maschine mit zwei Gruppen rotirender Spulen und drei Spulen in jeder Gruppe.
Fig. 2 Endansicht derselben.
Fig. 3 Endansicht der Spulen, die Verbindungen zeigend.
Fig. 4 Seitenansicht der Spulen, aus der Maschine entfernt, die Art ihrer Montirung auf der Axe zeigend.
Fig. 5 Querschnitt nach ab (Fig. 1).
Fig. 6 Grundrifs des vollständigen Commutators mit hinzugefügtem Umkehrungs-Commutator, um zu ermöglichen, dafs Ströme in abwechselnden Richtungen durch die elektrische Leitung strömen (In Fig. 6 ist der Commutator in umgekehrter Richtung gegen Fig. 1 gezeigt.)
Fig. 6*, theoretische Diagramme, jede der Spulen einer einzelnen Gruppe in den drei Stellungen zeigend, auf welche weiter unten Bezug genommen wird, als No. 1, 2 und 3.
Fig. 7 Endansicht eines Satzes Commutator-Scheiben.
Fig. 8 Endansicht des umkehrenden Commutators.
Fig. 9 horizontaler Schnitt des Hauptcommutators.
Fig. io Endansicht desselben.
Fig. Ii bis 16 zeigen die Construction des Apparates zur Ertheilung der Bewegung an die Kohlenscheibe, angewendet zur Erzeugung des elektrischen Lichts.
Fig. 17 Schnitt des elektrischen Gradmessers.
Fig. 18 Ansicht des Gradmessers von oben.
A A*, Fig. ι und 2, sind vier aufrechte Ständer; die mit A bezeichneten sind von Glockenmetall oder sonstiger passender, nicht magnetischer Substanz; die mit A* bezeichneten sind von Eisen. Mit den Ständern A sind die eisernen Blöckei? verbunden (Fig. 2), welche Ausdehnungen der Pole der Elektromagneten bilden. C sind die Elektromagnete, verbunden mit den Eisenblöcken B. D ist eine Axe, welche die Spulen E1 E- E3 F1F2F3 trägt; eine nicht gezeichnete Scheibe ist mit der Axe am Ende Z)* verbunden, mittelst welcher der Maschine Bewegung ertheilt wird. Eine andere Scheibe rotirt lose auf der Welle und auf diese wird der Riemen geleitet, wenn die Maschine in Ruhe versetzt werden soll. JJ sind Lager, in welchen die Axe läuft, K ist ein Gestell, in welchem die Spulen liegen; es ist mit der Axe verbunden und die Spulen werden an ihrem Platz gehalten, indem sie mit einer Schnur oder in sonst passender Weise zusammen gebunden werden. Z sind die Commutatoren, verbunden mit der Axe, aber elektrisch von ihr isolirt. MM* sind Berührungsfedern, welche auf den Commutatorscheiben ruhen.
Wenn die Maschinen mit einer grofsen Zahl Spulen in jeder Gruppe construirt sind, dann können die Ausdehnungen der magnetischen Pole B, wie in Fig. 1 und 2 gezeigt, aus continuirlichen Ringen, anstatt aus Segmenttheilen gemacht werden, da der Verlust an Magnetismus, daraus hervorgehend, dafs die entgegengesetzten magnetischen Pole durch eine Brücke von Eisen verbunden sind, in solchen Fällen verhältnifsmäfsig klein ist.
Die Art, wie die Commutatoren verbunden sind, ist in Fig. 6 ersichtlich, welche die Commutatoren der Maschine mit ζλνεϊ Gruppen Spulen und drei Spulen in jeder Gruppe darstellt. Die Einrichtung besteht aus neun metallenen Scheiben, eingetheilt in drei Sätze und elektrisch mit einander verbunden, wie durch die punktirten diagonalen Linien1 angedeutet ist. Theile der . Scheiben sind weggeschnitten, wie aus Fig. 7 zu ersehen ist. Die Scheiben Z* L' sind mit den Enden der isolirten Drähte der Spulen verbunden. Z2 sind die Scheiben, durch welche die Leitung vollendet wird, wenn die Spulen nur Magnetismus empfangen. M und M1 sind die Berührungsfedern, welche gegen die metallnen Scheiben der Commutatoren drücken. Z3Z* sind metallische Scheiben, angebracht auf aber isolirt von der Axe D, gegen welche Scheiben die Berührungsfedern MM* ruhen. Diese Federn sind mit einem eingetheilten Ring Z5 Ze verbunden, gegen welchen Federn M*' M* 2 ruhen. Der Ring Za Z6 ist ebenfalls auf der Axe rriontirt, aber von ihr isolirt. Eine Endansicht dieses getheilten Ringes ist in Fig. 8 gezeigt. Wenn nur Elektricität in einer Richtung verlangt wird, so wird die Leitung durch die punktirte Linie M2 M'* 2 geschlossen; wenn abwechselnde positive und negative Ströme verlangt werden, so wird die Leitung durch M*1 M*A geschlossen.
In Fig. 2 passiren die Spulen E1 F1 von den magnetischen Polen einer Ordnung zu den von entgegengesetzter Polarität und entwickelter Elektricität. Erfinder bezeichnet diese Stellung der Spulen als die No. 1-Position. Die Spulen E 2F2 werden von der elektrischen Leitung getrennt und sind nur in der Erzeugung von Magnetismus begriffen. Erfinder bezeichnet dies als die No. 2-Stellung. Die Spulen E3 F3 befinden sich in No. 3-Stellung, d. h. in der, in welcher sie wieder in die elektrische Leitung eingesetzt werden, wobei die Enden der isolirten Drähte der Spulen, in Bezug der allgemeinen Leitung, gegen die No. 1-Position umgekehrt werden. Die in den isolirten Drähten der Spulen entwickelte Elektricität in der No. 1-Position passirt durch die Spulen in der No. 3-Position, durch den isolirten Draht der Elektromagnete und durch die ganze elektrische Leitung, die Elektromagnete magnetisirend und das magnetische Wirkungsvermögen aller Spulen in der No. 3-Position vermehrend. Die nächste Umkehr findet während des Ueberganges der Spulen vor der No. 3-Position zu der folgenden No. 1-Position statt. Die Spulen der No. 2-Position passiren zu der No. 3-Position mit Vermehrung ihrer magnetischen Wirkung, wie oben beschrieben, durch die Spulen, welche nur in die No. 1-Position übergehen. Auf diese Weise wird die magnetische Wirkung von jeder der Spulen auf ihrem Uebergang von der No. 2-Position vorwärts bis kurz vor Ankunft bei der folgenden No. i-Position auf einen hohen Grad erhöht. Die so erlangte magnetische Wirkung wird in Elektricität verwandelt während des Ueberganges der Spule in die No. 1-Position und weiter bis kurz vor Erreichung der No. 2-Position.
Zur Vermeidung von Verwirrung sind die Verbindungen zwischen den Magneten, Spulen und Commutatoren nur im allgemeinen in den Zeichnungen angeführt; doch wird ihre Einrichtung von Fachmännern aus der gegebenen Beschreibung, unterstützt durch Fig. 6*, leicht verstanden werden, welche letztere die relativen Positionen (hinsichtlich der Leitung) der die Gruppen bildenden Spulen illustrirt, d. h. bei der obersten Reihe ist angenommen, dafs die erste Spule sich in der Position No. 1 befindet, bei der zweiten Reihe, dafs sie sich in der Position No. 2, und bei der dritten Reihe, dafs sie sich in der Stellung No. 3 befindet.
N, Fig. 11, 14, 15, ist eine Kohlenscheibe, auf der Axe O montirt, mit welcher Axe die
Weicheisen - Cylinder P, mit Scheiben oder Flantschen F*, verbunden sind, welche letztere auf ihrer Peripherie gezahnt sind. Die eisernen Cylinder rotiren in den Spiralen von isolirtem Draht Q; p sind Weicheisen-Schalen, welche die Spiralen Q umhüllen; die Fronten dieser Schalen tragen Zähne, die mit denen der eisernen Scheiben P* correspondiren. q sind Spiralen von isolirtem Draht, welche gewöhnlich oberhalb der eisernen Schalen placirt werden, zur weiteren Entwicklung ' von Magnetismus. Das Diagramm, Fig. 13, zeigt die abwechselnden Stellungen der Zähne der eisernen Scheiben und Schalen.
R R1 sind die von einander und von der Axe isolirten Commutatorräder. Die Zahne. dieser Räder unterbrechen die Verbindung von einem zum anderen, d. h. die Zähne eines Rades sind gegenüber den Räumen zwischen den Zähnen des anderen Rades, wie ersichtlich in Fig. 12. Diese Räder schliefsen abwechselnd die Leitung durch die Spiralen, wenn die Axe rotirt. rrV2r3, Fig. 11, sind die entmagnetisirenden Commutatoren, von welchen jeder aus zwei getheilten Rädern besteht, deren Zähne die Verbindung von einem zum anderen unterbrechen, indem die Zähne des einen Rades sich gegenüber den Räumen zwischen den Zähnen des anderen Rades befinden, wie ersichtlich in Fig. 12. Auch diese Räder sind von der Axe und von einander isolirt. SS* S1 S'2 S3 S* sind Berührungsfedern; S* S3 sind in elektrischer Berührung mit einander. S' und S2 sind ebenfalls elektrisch verbunden. »S* ist in permanenter elektrischer Berührung mit R, und S1 ist immer in Berührung miti?1. Das eine Ende der beiden isolirten Drähte, aus welchen jede Spirale Q q besteht, ist mit der Axe verbunden; die anderen Enden der No. i-Drähte der beiden Spiralen, wie Erfinder sie der Unterscheidung halber genannt hat, sind mit R und R1 verbunden und die anderen Enden der No. 2-Drähte sind mit r1 r" vereinigt. Die elektrische Leitung ist geschlossen durch die Berührungsfedern S SA und der Strom geht abwechselnd von der Axe durch die Spiralen und hinaus bei S, oder umgekehrt.
Die Leitung ist in Fig. 11 als geschlossen durch den No. 1-Draht der Spirale, verbunden mit dem Commutatorrad R, dargestellt, und die No. i- und No. 2-Drähte der Spirale, verbunden mit JS1, sind als miteinander durch den entmagnetisirenden Commutator No. 2 verbunden, dargestellt. Der Apparat ist ferner als mit zwei hohlen Spiralen und rotirenden Cylindern versehen dargestellt, doch wird er besser arbeiten, wenn er mit drei oder mehr Spiralen und rotirenden Cylindern construirt wird.
T, Fig. 14, ist eine Kohlenstange, verbunden mit dem Hebel U, durch seine Schwere auf dem Kohlenblock N ruhend.
Die punktirten Linien VV, Fig. 17, repräsentiren die Umwicklungen von Eisendraht des elektrischen Gradmessers, welche die Magnete, inwendig von äufserem Magnetismus isoliren. W sind die kreisförmigen Aufwicklungen. X sind die Magnete, über den Flächen und zwischen den Aufwicklungen schwebend. X* ist eine Axe, mit der die Magnete verbunden sind. Y ist eine Torsionsfeder, von der das eine Ende mit der Axe X*, das andere Ende mit der Scheibe Z vereinigt ist. Die Oberfläche von Z ist in Grade getheilt (auf der Zeichnung nicht sichtbar). Z* ist ein Handgriff, mit dessen Hülfe die Scheibe Z gedreht werden kann·. Y' ist ein Zeiger, verbunden mit der Axe X*, welcher abweicht, wenn die Leitung durch die Aufwicklungen des elektrischen Gradmessers geschlossen wird. Y* ist ein fester Zeiger, welcher die Zahl der Grade zeigt, durch welche der eingetheilte Kreis Z bewegt worden ist, indem man den Zeiger Y' auf ο zurückgeführt hat, und wodurch das Quantum Kraft, welches der Strom auf die Magnete ausgeübt hat, gemessen wird.
Die punktirten Linien und Kreise, Fig. 18, zeigen, wie der elektrische Gradmesser durch Vermehrung der Anzahl der Umwicklungen und Magnete viel empfindlicher gegen elektrische Ströme gemacht werden kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die oben beschriebenen Vorrichtungen, um einen hohen Grad magnetischen Wirkungsvermögens in den Spulen dadurch zu erzielen, dafs die isolirten Drähte der Spulen in gewissen bestimmten Stellungen aus der elektrischen Leitung ausgeschaltet und abgetrennt werden, um während dieser Abtrennung nur allein Magnetismus zu erzielen; und weiter die Vermehrung von solchem Magnetismus dadurch, dafs die in anderen Theilen der Maschine entwickelte Elektricität veranlafst wird, durch die isolirten Drähte besagter Spulen zu gehen, nachdem diese wiederum in die elektrische Leitung eingeschaltet sind, jedoch bevor ihre magnetische Polarität umgekehrt wird, indem das so erreichte hohe magnetische Wirkungsvermögen bei der nächsten Umkehr der magnetischen Polarität besagter Spulen in Elektricität verwandelt wird, wie beschrieben.
2. Die oben beschriebenen Vorrichtungen, um eine rotirende Bewegung zu erzielen durch die Anwendung eiserner, mit Zähnen versehener Scheiben, in Verbindung mit eisernen Schalen oder Röhren, die ebenfalls mit Zähnen versehen sind. Die besagten Scheiben sind mit eisernen Cylindern verbunden, oder bilden Theile derselben; diese Cylinder sind auf einer gewöhnlichen Axe angebracht und rotiren in Spiralen von isolirtem Draht, welche Spiralen mit Hülfe von Commutatoren abwechselnd activ und inactiv gemacht werden, und in Reihenfolge die eingeschlossenen eisernen Cylinder und Schalen in der beschriebenen Weise magnetisiren.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DE1246DA 1877-07-18 1877-07-18 Neuerungen an Apparaten zur Erzeugung des elektrischen Lichts Expired - Lifetime DE1246C (de)

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