-
Waschvorrichtung für Windschutzscheiben von Kraftfahrzeugen Das Hauptpatent
1181573 bezieht sich auf eine Waschvorrichtung fürWindschutzscheiben von
Kraftfahrzeugen mit einem unter Druckluft stehenden Waschwasser-Vorratsbehälter,
dessen Wasservorrat, über einen Schalter mit den Düsen verbindbar ist, bei der als
Druckluftquelle der Luftvorrat des Reservereifens des Kraftfahrzeugs dient und bei
der in die vom Luftvorrat zum Wasservorrat führende Leitung ein auf einen Mindestdruck
einstellbares Druckregelventil eingeschaltet ist, das die Verbindung zwischen Luft-
und Wasservorrat unterbricht, sobald der Druck des Luftvorrats den eingestellten
Mindestdruck unterschreitet. Auf diese Weise ist die Gefahr vermieden, daß der Luftinhalt
des Reservereifens über ein zulässiges Maß hinaus in Anspruch genommen wird.
-
Es hat sich nun bei einer solchen Waschvorrichtung gezeigt, daß mit
einem Mindestdruckventil allein die Waschvorrichtung nur mit solchen Reservereifen
einsetzbar ist, deren normaler Betriebsdruck unterhalb der für den Waschwasser-Vorratsbehälter
zulässigen Höchstbelastung liegt. Insbesondere stünde bei Verwendung der Waschvorrichtung
an Lastkraftwagen od. dgl. vom Reservereifen her ein Betriebsdruck von etwa
6 atü zur Verfügung, der dann, wenn er ungehindert auf den Waschwasser-Vorratsbehälter
zur Wirkun 'g käme, diesen Behälter zerstören würde.
-
Der Zusatzerfinduna lieat die Aufgabe zugrunde, eine Waschvorrichtung
der eingangs angegebenen Art züi schaffen, die auch mit einem solchen Reservereifen
betrieben werden kann, dessen Betriebsdruck an sich das für den Waschwasser-Vorratsbehälter
zulässiae Höchstmaß überschreitet. Dies wird nach der Zusatzerfindung dadurch erreicht,
daß in die vom Mindestdruckventil zum Waschwasser-Vorratsbehälter führende Druckluftleitung
ein Druckminderventil eingeschaltet ist, das den Druck der aus dem Reservereifen
entnommenen Luft auf einen vom Waschwasser-Vorratsbehälter verträglichen Druck einstellt.
Durch das Druckminderventil wird der auf den Waschwasser-Vorratsbehälter zur Wirkuna,
kommende Wasch- oder Spritzdruck auch bei Verwendung, eines Reservereifens mit höherem
Druck unter dem für den Behälter höchstzulässigen Wert gehalten. Die Waschvorrichtung
läßt sich daher auch bei größeren Kraftfahrzeugen, insbesondere bei Lastl'raftwa,-en,
einsetzen.
-
Eine baulich günstige Anordnung des Druck-C2 minderventils wird nach
einer Ausführungsform der Zusatzerfindung dadurch erreicht, daß das Druck-
j
minderventil im Gehäuse des Mindestdruckventils untergebracht und zwischen
die Auslaßöffnung des Mindestdruckventils und den Anschlußnippel für die zum Waschwasser-Vorratsbehälter
führende Leitung eingeschaltet ist. Dadurch wird einerseits ein Einbau eines gesonderten
Bauteils in das Kraftfahrzeug vermieden, andererseits eine kompakte Ausbildung des
Gesamtgehäuses ermöglicht.
-
Nach einer weiteren Ausbildung der Zusatzerfindune ist das das Mindestdruckventil
und das Druckminderventil enthaltende Gehäuse dreiteili- mit einem die Anschlußnippel
für die Leitung zum Reservereifen und für die Leitung zum Waschwasser-Vorratsbehälter
und die Ventilsitze für das Mindestdruck- und das Druckminderventil enthaltenden
Mittelteil und mit zwei gleich geformten und bemessenen Deckelteilen ausgebildet,
die jeweils die einstellbaren Ventilteile tragen, und ist zwischen den Deckelteilen
und dem Mittelteil jeweils die zugehörige Membran des Mindestdruck- bzw. des Druckminderventils
gehalten. Dadurch wird neben der raumsparenden Ausbildung der Gesamtanordnung die
Fertigung und die Montage der beiden Ventile vereinfacht und erleichtert. Da die
beiden Deckelteile gleich sind, wird die Anfertigung eines besonderen zweiten Deckelteils
entbehrlich, trotzdem können beide Ventile leicht gesondert auf ihre Betriebswerte
eingestellt werden.
-
In der Zeichnung ist zur Vereinfachung der Darstellung nur der von
der Zusatzerfindung verbesserte Teil der Waschvorrichtung im Ausführungsbeispiel
dargestellt. Die Zeichnung zeigt eine Schnittansicht der vereinigten beiden Ventile,
nämlich des Mindestdruckventils und des Druckminderventils, mit den zuorehöri-en
Anschlußstutzen.
-
Die Waschvorrichtung besteht gemäß der Beschreibung des Hauptpatents
aus einem Waschwasservorratsbehälter, der über das Mindestdruckventil mit dem Reservereifen
als dem Luftvorrat und -über
einen Schalter mit den Düsen verbunden
ist, die das Waschwasser gegen die Windschutzscheibe des Kraftfahrzeugs spritzen.
-
Wie die Zeichnung zeigt, sind in einem dreiteiligen Gehäuse zwei Ventile
untergebracht, nämlich das Mindestdruckventil M und das Druckminderventil
D.
Der Mittelteil 1 des Gehäuses trägt den Anschlußnippel
13 zum Anschluß der Leitung die zum Reservereifen als dem Druckluftvorrat
führt, und den Anschlußnippel 14 zum Anschluß der Leitung, die zum Waschwasservorratsbehälter
führt. Zwischen diese Anschlußnippel ist zunächst das Mindestdruckventil M geschaltet,
dessen Sitz 21 im Mittelteil 1 des Gehäuses ausgebildet ist, auf dem eine
zwischen dem Mittelteil 1 und einem oberen Deckelteil 2 eingespannte Membran
22 zum Aufsitzen gebracht werden kann. Die Membran 22 ist über einen Teller
15 mit einer Feder 16 belastet, deren Wirkung auf die Meinbran 22
wirkt. Der im Reservereifen aufrechtzuerhaltende Mindestdruck kann durch einen im
Deckeltell 2 gehaltenen Schraubteil 18 eingestellt werden. Die Stellschraube
23 dient zum Absperren des Mindestdruckventils von Hand. Die vom Reservereifen
kommende Druckluft nimmt bei geöffnetem Mindestdruckventil daher den Verlauf vom
Anschlußnippel 13 zur Ventilkammer 4 und zur Auslaßöffnung 5 des Mindestdruckventils
M.
-
Nach der Zusatzerfindung ist nun in die vom Mindestdruckventil M zum
Waschwasservorratsbehälter führende Leitung ein Druckminderventil D
eingeschaltet.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Druckminderventil D im Gehäuse
des Mindestdruckventils mit untergebracht und zwischen die Auslaßöffnung
5 des Mindestdruckventils und den Anschlußnippel 14 fürdie zum Waschwasservorratsbehälter
führende Leitung eingeschaltet. Dazu ist im Mitteltell 1 des Gehäuses eine
Kammer 6 mit einem Ventilsitz 7 für den beweglichen Ventilteil
7' des Druckminderventils D gebildet. Der bewegliche Ventilteil
7" ist in einer Membran 8 gehalten, die zwischen dem Mittelteil
1 und einem zweiten unteren Deckelteil 3 des Gehäuses eingespannt
ist und die weitere Ventilkammer 8' bildet. über den Teller 9
ist die
Membran 8 vom Druck einer Feder 10 belastet, deren Wirkung und damit
die vom Druckminderventil zu erzielende Minderung des vom Mindestdruckventil durchaelassenen
Luftdrucks durch den Schraubteil 11 einstellbar ist.
-
Wiedie Zeichnung zeigt, sind die beiden Deckelteile 2 und
3 des gemeinsamen Ventilgehäuses gleich geformt und bemessen. Diese Deckelteile
2 und 3
können somit in gleicher Weise für das Mindestdruckventil M und das
Druckminderventil D durch entsprechende Bestückung mit den Ventilteilen verwendet
werden. Die Deckelteile sind zweckmäßidurch überwurfringe od. dgl. mit dem Mittelteil
verbunden.
-
Die prinzipielle Wirkungsweise der beiden Ventile ist folgende: Das
Mindestdruckventil M verhindert eine Entleerung des Reservereifens unter seinen
für die Fahrbereitschaft erforderlichen Betriebsdruck, indem das Mindestdruckventil
bei Erreichen dieses Mindestdrucks schließt und die Verbindung von Reservereifen
und Waschwasservorratsbehälter unterbricht. Bei geöffnetem Mindestdruckventil, also
bei Betriebsbereitschaft der Waschvorrichtung, setzt das Druckminderventil
D den Druck der dem Reservereifen entnommenen Luft und damit den Druck in
der Auslaßöffnung 5 und der Kammer 6 auf den für den Betrieb der Waschvorrichtung
erforderlichen, jedoch den zulässigen Höchstdruck im Waschwasservorratsbehälter
nicht überschreitenden Druck herab, der über die Feder 10 durch den Schraubteil
11 eint' Clestellt ist. In der Ventilkammer 8', im Anschlußnippel 14 und
im Waschwasservorratsbehälter herrscht daher bei geöffnetem Mindestdruckventil M
stets dieser verminderte Druck.
-
Im Mittelteil 1 ist das Füllventil 25 zum Auffüllen
des Reservereifens mit Luft mit einem selbsttätig die Luftzufuhr zum Mindestdruckventil
M sperrenden Verschlußteil 26 angeordnet.