DE1241925B - Verfahren zur Reinigung von Gegenstaenden durch chemische Zerstoerung von daran anhaftendem Zement, Beton oder Moertel - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Gegenstaenden durch chemische Zerstoerung von daran anhaftendem Zement, Beton oder Moertel

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DE1241925B
DE1241925B DE1960R0029317 DER0029317A DE1241925B DE 1241925 B DE1241925 B DE 1241925B DE 1960R0029317 DE1960R0029317 DE 1960R0029317 DE R0029317 A DER0029317 A DE R0029317A DE 1241925 B DE1241925 B DE 1241925B
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Germany
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cement
concrete
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formic acid
cleaning objects
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DE1960R0029317
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Inventor
Helmut Anschuetz
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REINER K G CHEM FAB
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REINER K G CHEM FAB
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D7/00Compositions of detergents based essentially on non-surface-active compounds
    • C11D7/22Organic compounds
    • C11D7/26Organic compounds containing oxygen
    • C11D7/264Aldehydes; Ketones; Acetals or ketals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/53After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone involving the removal of at least part of the materials of the treated article, e.g. etching, drying of hardened concrete
    • C04B41/5315Cleaning compositions, e.g. for removing hardened cement from ceramic tiles

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Description

  • Verfahren zur Reinigung von Gegenständen durch chemische Zerstörung von daran anhaftendem Zement, Beton oder Mörtel Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Gegenständen durch chemische Zerstörung von daran anhaftendem Zement, Beton oder Mörtel. In der Bauindustrie stellt die Reinigung von mit Zement oder Beton verkrusteten Arbeitsgerätschaften bekanntlich ein schwieriges Problem dar, da ausgehärteter Zement oder Beton von Wasser oder üblichen Reinigungsmitteln kaum entfernt werden kann. Andererseits führen die in der Praxis üblichen mechanischen Verfahren mit der Zeit zu Beschädigungen der betreffenden Arbeitsgerätschaften.
  • Es ist bereits bekannt, daß kalkhaltige Zemente (Portlandzement) und Zemente, die säurelösliche Komponenten enthalten, durch Säuren allmählich zerstört werden können. Es ist ferner bekannt, daß stärkere Ameisensäure Beton zerstören soll. Praktische Erfahrungen haben jedoch gezeigt, daß selbst Salzsäure als starke Mineralsäure Zement oder Beton nur langsam zerstört, da sich nach kurzer Zeit um den damit behandelten Zement oder Beton eine schwer lösliche Kruste von Calciumchloridhydrat bildet, die einen weiteren Angriff auf den noch darunter befindlichen Zement oder Beton erschwert. Ähnliche hemmende Reaktionsprodukte entstehen bei der Behandlung des Zements oder Betons mit Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Essigsäure oder Milchsäure.
  • Der Erfindung liegt demgegenüber die Erkenntnis zugrunde, daß bei einem Verfahren zur Reinigung von Gegenständen durch chemische Zerstörung von daran anhaftendem Zement, Beton oder Mörtel mittels Ameisensäure die bestehenden Nachteile dadurch vermieden werden können, daß mit Wasser, niederen Alkoholen oder niederen Ketonen verdünnte Ameisensäure mit einem Ameisensäuregehalt von etwa 2011/0 verwendet wird. Zweckmäßigerweise werden dabei zusätzlich zur Zerstörung von Beton oder Zement bekannte Säuren sowie bekannte Netzmittel und bekannte Inhibitoren zur Herabsetzung des Säureeinflusses auf Metall verwendet. Besondere Vorteile dieses Verfahrens sind darin zu sehen, daß dadurch im Gegensatz zu den bekannten Verfahren keine Verkrustungen, sondern leicht lösliche und lockere Umsetzungsprodukte gebildet werden. Es resultiert dadurch eine höhere Lösungsgeschwindigkeit.
  • Als niederer Alkohol kann beispielsweise Äthylalkohol und als Keton beispielsweise Methyläthylketon Verwendung finden. Die zusätzlichen Säuren können Salzsäure, Salpetersäure, Essigsäure oder Milchsäure sein. Als Netzmittel können Fettalkoholsulfonate, quaternäre organische Ammoniumsalze (Lauryl-Pyridiniumsulfat) oder Nonylphenol-Polyglykoläther Verwendung finden. Als Inhibitoren sind Thioharnstoff, Tannin, Kaliummetaphosphat, Dibenzylsulfoxyd oder Octadecylaminacetat geeignet.
  • Tabelle 1 gibt einen Überblick über die Lösungswirkung von verschiedenen Säuren in jeweils 20°/jger wäßriger Lösung und 24stündiger Versuchsdauer. Die Versuche wurden mit ausgehärteten Portlandzement würfeln, 32 # 32 # 32 mm, in stagnierenden Säurelösungen bei 20°C durchgeführt:
    Tabelle 1
    20°/oige Säurelösung Gewichtsverlust
    der Würfel in o/o
    Salzsäure ................. 58,0
    Phosphorsäure ............ 28,8
    Milchsäure ................ 13,7
    Essigsäure ............. « « * 32,1
    Ameisensäure ............. 92,2
    Ein weiterer Vorteil in der Verwendung von Ameisensäure zur Auflösung des Gefüges von Zement und Beton liegt in dem vergleichsweise niedrigen Molekular- bzw. Äquivalentgewicht dieser Säure.
  • In Tabelle 2 wird ein stöchiometrischer Vergleich der Lösungsäquivalente verschiedener Säuren, berechnet auf Calciumcarbonat als Zementkomponente, gegeben:
    Tabelle 2
    100°/jge Säure
    72,9 g Salzsäure
    92,0 g Ameisensäure lösen je 100 g
    120,1 g Essigsäure Calciumcarbonat
    126,0 g Salpetersäure
    180,2 g Milchsäure
    Zusätzlich konnte festgestellt werden, daß ameisensäurehaltige wäßrige Lösungen im Gegensatz zu Mineralsäuren gleicher Konzentration Metalle, die in der Praxis häufig auftreten, wie z. B. Eisen, Zink (verzinkte Metalle) und Aluminium, nur wenig angreifen.
  • In den graphischen Darstellungen der F i g. 1 und 2 sind weitere Versuchsergebnisse enthalten. F i g. 1 zeigt den Angriff von 20°/»iger Ameisensäure und Essigsäure verschiedener Konzentration auf die Lösung von Zementwürfeln bei 20°C. Auf der Abszisse ist die Zeit in Stunden aufgetragen, während auf der Ordinate der Gewichtsverlust in Prozent aufgetragen ist.
  • F i g. 2 zeigt die Abhängigkeit der Lösungsgeschwindigkeit von Zement von der Konzentration der Ameisensäure. Auf der Abszisse ist die Konzentration der Ameisensäure in Prozent, auf der Ordinate sind die Gewichtsprozent des gelösten Zements aufgetragen. Die Versuchsdauer betrug 24 Stunden, die Temperatur 20°C. Die Kurve zeigt, daB bei einer 20°/uigen Konzentration der Ameisensäure eine maximale Lösungsgeschwindigkeit erreicht wird.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Reinigung von Gegenständen durch chemische Zerstörung von daran anhaftendem Zement, Beton oder Mörtel mittels Ameisensäure, dadurch gekennzeichnet, daB mit Wasser, niederen Alkoholen oder niederen Ketonen verdünnte Ameisensäure mit einem Ameisensäuregehalt von 200/0 verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB zusätzlich zur Zerstörung von Beton oder Zement bekannte Säuren sowie bekannte Netzmittel und bekannte Inhibitoren zur Herabsetzung des Säureeinflusses auf Metall verwendet werden. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 241790; K 1 e i n 1 o g e 1, »Einflüsse auf Betons, 1950, S.12; P r o b s t, »Handbuch der Betonindustrie«, 1936, S.253.
DE1960R0029317 1960-12-16 1960-12-16 Verfahren zur Reinigung von Gegenstaenden durch chemische Zerstoerung von daran anhaftendem Zement, Beton oder Moertel Pending DE1241925B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2629095A1 (fr) * 1988-03-22 1989-09-29 Reckitt Colman Composition nettoyante pour surfaces dures

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2241790A (en) * 1937-12-23 1941-05-13 Johns Manville Cleansing composition

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