-
Verbrennungsluftbegrenzer Die Erfindung betrifft einen Verbrennungsluftbegrenzer
mit selbsttätig wirkender Kompensation von Schornsteinzugschwankungen mittels mindestens
eines pendelnd aufgehängten Steuerorgans und mit Mitteln zum willkürlichen Verändern
der Rückstellkraft des Steuerorgans an Wärmegeräten mit Verdampfungsbrenner für
flüssigen Brennstoff, insbesondere Ölöfen, mit Zuführung der gesamten Verbrennungsluft
durch einen Verbrennungsluft- oder einen Nebenluftzuführungskanal, wobei das Steuerorgan
in einem Ansatzgehäuse gelagert ist, das mit dem Verbrennungsluftzuführungskanal
luftdicht verbunden ist.
-
Bei den bekannten Verbrennungsluftbegrenzern dieser Art wird die Rückstellkraft
des Steuerorgans durch ein Gegengewicht erzeugt, das an einem über zwei übereinander
angeordnete Rollen geführten Kettentrieb befestigt ist. Die Veränderung der Rückstellkraft
des Gegengewichts wird hierbei dadurch bewirkt, daß die untere Rolle an einem um
die Pendelachse des Steuerorgans frei schwenkbaren Arm gelagert ist und somit bei
Verschwenken und Feststellen des Armes sich die in Richtung des Kettenzugs wirkende
Gewichtskomponente des Gegengewichts entsprechend dem gewählten Anstellwinkel des
Armes vergrößert oder verkleinert.
-
Es liegt auf der Hand, daß derartige mit Kettentrieben ausgestattete
Einrichtungen zur Veränderung der Rückstellkraft auf Grund der unvermeidbaren Reibungsverluste
eine relativ geringe Ansprechempfindlichkeit aufweisen und nach längerer Betriebszeit
unexakt arbeiten. Ferner ist der bauliche und konstruktive Aufwand für eine derartige
Anlage erheblich.
-
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Verbrennungsluftbegrenzer
der bezeichneten Gattung zu schaffen, welcher die vorgenannten Mängel nicht oder
in geringerem Maß aufweist. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, daß die Mittel
zum Verändern der Rückstellkraft darin bestehen, daß das Ansatzgehäuse unter Aufrechterhaltung
seiner luftdichten Verbindung mit dem Verbrennungsluftzuführungskanal drehbar und
feststellbar ist, und zwar um eine geometrische Achse, welche sich als Schnittlinie
einer waagerechten und einer auf der Pendelachse des Steuerorgans senkrecht stehenden
Ebene ergibt.
-
Die erfindungsgemäße Vorrichtung erreicht die erstrebte Reibungsarmut
und damit die größere Ansprechempfindlichkeit dadurch, daß die Veränderung des Rückstellmoments
durch einfaches Verdrehen des Ansatzgehäuses und damit seitliches Verlagern des
Schwerpunkts der Klappen erfolgt, wobei nur geringfügige, leicht beherrschbare Reibungskräfte
auftreten.
-
Nach einer Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung ist in an
sich bekannter Weise die Drehlagenverstellung des Ansatzgehäuses mit der Einstellung
der Brennstoffzufuhr mechanisch gekoppelt, derart, daß einer bestimmten, am Brennstoffzuführungsorgan
eingestellten Leistungsstufe jeweils die dem zugehörigen Luftbedarf entsprechende
Drehlage zugeordnet ist. Hierdurch wird, wie bekannt, durch die jeweilige Anpassung
der zugeführten Verbrennungsluftmenge an die dem Brenner zufließende Brennstoffmenge
die Aufrechterhaltung des für das Gerät optimalen Wirkungsgrades des Gerätes gewährleistet.
-
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind zur Bildung
der luftdichten Drehverbindung des Ansatzgehäuses mit dem Verbrennungsluftzuführungskanal
die beiden Bauteile zylindrisch ausgebildet und konzentrisch mit geringem Spiel
ineinandergeführt.
-
Ferner ist vorgesehen, daß zur Feststellung des Ansatzgehäuses gegenüber
dem Verbrennungsluftzuführungskanal das erstere mit einem Flansch versehen ist,
in dem ein kreisbogenförmiges Langloch ausgespart ist, das von einem mit dem Verbrennungsluftzuführungskanal
verbundenen Feststellglied durchgriffen ist.
-
Eine vierte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß vor der Zuluftöffnung des Ansatzgehäuses ein abnehmbares Gitter angeordnet ist.
-
Weitere Merkmale und vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von drei Ausführungsbeispielen an
Hand der Zeichnung. Es zeigt
F i g. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel
im Längsschnitt entlang Linie I-I in F i g. 2, F i g. 2 eine Vorderansicht der Bauform
nach Fig.1, F i g. 3 und 4 je ein zweites und drittes Ausführungsbeispiel im Schnitt,
F i g. 5 eines der Ausführungsbeispiele in besonderer Anwendung, perspektivisch
dargestellt, F i g. 6 eine schematische Darstellung des ersten Ausführungsbeispiels
in besonderer Lage.
-
Im Gehäuse 101 eines Ölofens befindet sich der Brennertopf
103, der oben in üblicher Weise von einem Ring 105 umgeben ist, der ein Vorbeistreichen
der Verbrennungsluft an der Außenseite des Brennertopfes 103 verhindert.
Am Gehäuse 101 ist ein Stutzen 107 angebracht, durch den die Luft
in den Ofen eintritt. Auf dem Stutzen 107 ist ein rohrförmiges Ansatzgehäuse
109 drehbar gelagert, das an seinem oberen Flanschabschnitt ein sich etwa
über 90° erstreckendes, bogenförmiges Langloch 111 hat, durch das ein im
Gehäuse 101 befestigter Gewindestift 113 hindurchnagt, der eine Mutter 115
zum Festlegen des Ansatzgehäuses 109 am Gehäuse 101 des Ofens trägt.
-
Die vom Gehäuse 101 entfernt liegende Stirnseite des Ansatzgehäuses
109 hat zwei viereckige, durch eine Zwischenwand 117 geteilte Zuluftöffnungen
119 und 120. Jede dieser Öffnungen ist durch eine abgewinkelte und auf einem
in die Wand der Zuluftöffnung gesteckten Stift 123 schwenkbar gelagerte Klappe
125 und 126 beherrscht. Der untere Flügel der Klappe streicht bei
seiner Schwenkbewegung entlang einem von einer Zylindermantelfläche gebildeten Wandabschnitt
129, so daß die Größe der Zuluftöffnung nur durch die Stellung des oberen Flügels
beeinflußt wird. Die Klappen 125 und 126 können unterschiedliche Flächengröße
aufweisen.
-
In den Endlagen der beiden Flügel sind Anschlagglieder 131
bis 134 vorgesehen, die entweder an die der Klappe 125 oder
126 benachbarte Stirnwand des Ansatzgehäuses 109 beim oberen Flügel
befestigt sind oder durch den Wandabschnitt 129 hindurchgesteckt sind. Die Anschlagglieder
bestehen zwecks Geräuschdämpfung aus Schaumstoff. Die aus Blech hergestellten Flügel
der Klappen 125 und 126 sind so geformt, daß ihr Mittelabschnitt,
in Richtung zum Ofengehäuse 101 gesehen, hinter ihren Randabschnitten und
die zur Anlage an die Anschlagglieder 131
bis 134 bestimmten Abschnitte
in Höhe der Mittelabschnitte liegen. Auf diese Weise wird, wenn die oberen Flügel
der Klappen 125 und 126 zugleich an der Innenseite der Stirnwand und am Anschlagglied
131 oder 133 anliegen, ein dichter Abschluß der Zuluftöffnung erreicht. Es kann
aber auch bei Anwendung eines dickeren Anschlaggliedes 131 ein von dessen
Dicke abhängiger Mindestluftspalt offenbleiben, wenn die Klappen an dem Anschlagglied
anliegen. Durch Ersetzen eines Anschlaggliedes gegen ein solches anderer Dicke kann
die durch die Klappen bestimmte Regelkurve geändert werden.
-
Der obere Flügel der Klappe 125 trägt ein Gewicht in Form einer
Schraube 137. Durch Auswechseln dieser Schraube gegen eine solche mit anderem
Gewicht läßt sich eine Änderung der Rückstellkraft dieses Flügels erreichen. Die
gleiche Maßnahme kann auch bei der Regelklappe 126 vorgesehen werden.
-
An der äußeren Stirnseite des Ansatzgehäuses 109
ist ein Gitter
139 dadurch befestigt, daß einer der Ouerstäbe um die Stirnseite des Gehäuses
herumgeführt ist und seine Enden -in je eine nicht dargestellte Bohrung im Ansatzgehäuse
eingreifen.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach den F i g. 1, 2 und 6 ist folgende:
Die unteren Flügel der Klappen 125 und 126 im Ansatzgehäuse
109 dienen zur Einstellung der Klappen 125 und 126 entsprechend der Druckdifferenz
zwischen dem Druck der Außenluft und dem Druck vor oder nach dem Brennertopf
103 und einer auf die Klappen wirkenden Rückstellkraft, welche dem Drehmoment
um die Pendelachse entspricht, das durch das Gewicht der Klappenflügel und das daran
angebrachte veränderliche Gewicht der Schraube 137 erzeugt wird. Die oberen Flügel
geben die Zuluftöffnung abhängig von der Stellung des größeren unteren Flügels mehr
oder weniger frei. In der dargestellten Lage der Klappen ist bei senkrecht stehendem
unterem Flügel der größeren Klappe der Abstand zwischen der inneren Stirnseite des
Ansatzgehäuses 109 und dem oberen Abschnitt des kleineren Flügels und damit
die Zuluftöffnung am größten. Je schräger sich die unteren Flügel einstellen, desto
kleiner wird die Zuluftöffnung, bis schließlich beim Anliegen der kleineren Flügel
an ihrem Anschlag die Zuluftöffnung ganz geschlossen ist. Das Ansatzgehäuse
109 kann auf dem Stutzen 107 gedreht und in beliebiger Lage mit Hilfe
der durch das Langloch 111 hindurchgesteckten Schraube 113 und der
darauf angebrachten Mutter 115 festgelegt werden. Damit wird die Lage der
Schwenkachse der Klappen entsprechend geändert. Bei waagerechter Schwenkachse der
Klappen ist die auf diese wirkende Rückstellkraft am größten und nimmt mit zunehmender
Neigung der in einer senkrechten Ebene gedrehten Schwenkachse ab, entsprechend dem
Kosinus des Winkels zwischen der Waagerechten und der Schwenkachse. Bei geneigter
Schwenkachse der Klappen 125 und 126 schließen also deren obere Flügel entsprechend
dem angegebenen Gesetz die Zuluftöffnung schon bei einer kleineren Druckdifferenz
als bei waagerechter Schwenkachse. Bei senkrechter Stellung der Schwenkachse sprechen
die Klappen bereits bei einem minimalen, nur noch durch die Reibung bedingten Druckunterschied
an.
-
Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 ist ein Ansatzgehäuse
151 in einem ringförmigen Haltestück 153 drehbar gelagert, das an
das hier mit 155 bezeichnete Gehäuse des Ofens angebracht ist. Das Ansatzgehäuse
151 hat einen Flansch 157 mit einem bogenförmigen Langloch, durch
das eine Schraube 159 hindurchgesteckt ist, so daß es mit Hilfe einer Mutter
161 in jeder beliebigen Drehlage festgelegt werden kann. Die Ausbildung der
Klappe entspricht der nach dem zuerst genannten Ausführungsbeispiel und auch die
Ausbildung des nicht dargestellten Brenners.
-
Das Ausführungsbeispiel nach F i g. 4 zeigt ein an einem Rauchrohr
171 angebrachtes Ansatzgehäuse 173, das in einem am Rauchrohr angebrachten
Stutzen 175 drehbar gelagert ist. Der Stutzen trägt auf seiner oberen Seite
ein Haltestück 177 für eine Schraube 179, die in ein Langloch in einem auf
dem Ansatzgehäuse befestigten Flanschabschnitt 181 eingreift. Eine Mutter
183 dient zum Festlegen der jeweiligen Drehlage des Ansatzgehäuses
173. Die drehbare Klappe ist entsprechend dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel
ausgebildet.
In F i g. 5 ist perspektivisch ein drehbarer Halter
191 mit zwei Klappen 125 und 126 dargestellt sowie ein Stellglied 193 in einem Regler
194 für die Einstellung der dem Brenner in der Zeiteinheit zugeführten Brennstoffmenge.
Der Halter 191 und ein mit dem Stellglied 193 verbundener einarmiger Hebel
195 sind durch eine Stange 196 miteinander derart gekoppelt, daß bei
der Einstellung des Stellgliedes auf die dem Brenner in der Zeiteinheit zugeführte
größte Brennstoffmenge die Drehachse der Klappe mit der Waagerechten den kleinsten
Winkel einschließt und bei der Einstellung des Stellgliedes auf die in der Zeiteinheit
dem Brenner zufließende kleinste Brennstoffmenge der Winkel zwischen der Drehachse
der Klappe und der Waagerechten am größten ist. Auf diese Weise wird erreicht, daß
jeweils, in der Zeiteinheit gesehen, die Verbrennungsluftmenge der Brennstoffmenge
angepaßt ist.