DE1237707B - Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen

Info

Publication number
DE1237707B
DE1237707B DE1961K0045166 DEK0045166A DE1237707B DE 1237707 B DE1237707 B DE 1237707B DE 1961K0045166 DE1961K0045166 DE 1961K0045166 DE K0045166 A DEK0045166 A DE K0045166A DE 1237707 B DE1237707 B DE 1237707B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
area
potting compound
connection point
pipelines
compound
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1961K0045166
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Guenter Frees
Dipl-Ing Janos Vasarhelyi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KERNFORSCHUNG MIT BESCHRAENKTE
Gesellschaft fuer Kernforschung mbH
Original Assignee
KERNFORSCHUNG MIT BESCHRAENKTE
Gesellschaft fuer Kernforschung mbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KERNFORSCHUNG MIT BESCHRAENKTE, Gesellschaft fuer Kernforschung mbH filed Critical KERNFORSCHUNG MIT BESCHRAENKTE
Priority to DE1961K0045166 priority Critical patent/DE1237707B/de
Publication of DE1237707B publication Critical patent/DE1237707B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21FPROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
    • G21F7/00Shielded cells or rooms
    • G21F7/06Structural combination with remotely-controlled apparatus, e.g. with manipulators
    • G21F7/068Remotely manipulating devices for fluids

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Pipe Accessories (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
G21f
Deutsche Kl.: 21g-21/32
Nummer: 1237707
Aktenzeichen: K 45166 VIII c/21 g
Anmeldetag: 10. November 1961
Auslegetag: 30. März 1967
Bei der Handhabung radioaktiv verseuchter Leitungen und Apparate muß darauf geachtet werden, daß keine Radioaktivität ins Freie gelangt und dadurch die Umgebung und das Bedienungspersonal gefährdet wird.
Vor dem Ausbau muß zunächst der betreffende Leitungsabschnitt stillgelegt werden. Zu diesem Zweck ist es bei Wasserleitungen bekannt, durch Einfrieren einen Eisstopfen in der Leitung als Dichtelement zu erzeugen (britische Patentschrift 586 225). Dieses Mittel kann jedoch nur zum zeitweiligen Absperren einer Leitung an Stelle eines Absperrschiebers oder Ventils angewendet werden, nicht dagegen zum Verschließen von Verbindungsstellen, die voneinander getrennt werden sollen.
Es ist weiterhin bekannt, z. B. in eine Abzweigleitung eine Dichtscheibe aus leicht schmelzbarem Werkstoff einzusetzen, die niedergeschmolzen wird, wenn die Abzweigleitung in Betrieb genommen werden soll (USA.-Patentschrift 1921809). Danach kann die betreffende Leitung mit Hilfe dieser Anordnung allerdings nicht mehr abgesperrt werden.
In dem älteren deutschen Patent 1143 433 wird zum Trennen von gegebenenfalls radioaktiv kontaminierten Verbindungen vorgeschlagen, durch teilweises Lösen eine Trennfuge zu schaffen, die mit einem im Kreislauf geführten Spülmittel ausgespült wird, nachdem zuvor zwei Stopfen in die Verbindungsstelle eingeführt worden sind. Dabei müssen die Stopfen dauernd, auch während des Betriebs, in einer der beiden Rohrleitungen angeordnet sein, wo sie den Einflüssen der radioaktiven Strahlung ausgesetzt sind und dadurch im Gebrauchsfall unter Umständen nicht mehr ihre Funktion erfüllen.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, ein Verfahren und eine Einrichtung zum Lösen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen zu schaffen, bei denen mit möglichst geringem Aufwand der Austritt radioaktiver Stoffe ins Freie während und nach dem Trennen der Leitungen verhindert wird.
Das Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Rohrleitung im Bereich der Verbindungsstelle durchgehend mit einer an der Rohrwand haftenden, radioaktive Restteilchen bindenden Vergußmasse ausgegossen wird, die beim Erkalten zu einem Verschlußstopfen erstarrt, der anschließend zum Trennen der Leitung an ihrer Verbindungsstelle durchschnitten wird.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß mit einfachsten Mitteln die Öffnungen in der Rohrverbindung dicht verschlossen und gleichzeitig die in diesem Bereich verbleibenden radioaktiven Teilchen gebun-
Verfahren und Einrichtung zum Lösen von
Verbindungen radioaktiv verseuchter
Rohrleitungen
Anmelder:
Gesellschaft für Kernforschung
mit beschränkter Haftung, Karlsruhe, Weberstr. 5
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Günter Frees, Spöck;
Dipl.-Ing. Janos Vasarhelyi, Karlsruhe
den werden, so daß die Rohrleitung beim Öffnen nicht ausgespült werden muß. Will man später die Absperrstopfen aus der Rohrleitung wieder herauslösen, so muß man sie nur erhitzen und die flüssig gewordene Vergußmasse aus dem Sperrbereich auslaufen lassen.
Zwei Einrichtungen zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung werden beispielsweise an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine lösbare Verbindung für senkrecht verlaufende Rohrleitungen,
F i g. 2 eine lösbare Verbindung für im wesentlichen waagerecht verlaufende Rohrleitungen.
In Fig. 1 ist eine Apparaturl dargestellt, in die von oben ein Stutzen 2 hineinragt, wobei der Stutzen 2 an einer Leitung 3 angeflanscht ist. Um die Flanschverbindung der Teile 2 und 3 mit Vergußmasse ausfüllen zu können, ist am unteren Ende des Stutzens 2 eine Verschlußklappe 4 angebracht, die vor dem Eingießen der Vergußmasse geschlossen wird. Oberhalb der Flanschverbindung ist ein Einfüllstutzen S angebracht. Wird durch den Einfüllstutzen 5 Vergußmasse eingebracht, so entsteht nach dem Erkalten ein von der Klappe 4 bis zum Einfüllstutzen 5 durchgehender Verschlußstopfen 6, der zwischen den Flanschen z. B. mit einer Säge durchtrennt wird, so daß nach dem Lösen der Flanschschrauben die Apparaturl zusammen mit dem Stutzen2 von der Leitung 3 gefahrlos abgenommen werden kann.
Die Enden der Rohrstücke 2 und 3 können danach zusätzlich mit Blinddeckeln gesichert werden. Nach den Instandsetzungs-, Entleerungs- und Entaktivierungsarbeiten kann die Apparatur wieder angeschraubt und der im Rohrende 3 verbüebene Vergußmassestopfen 6 mittels einer elektrischen Heizung 7 bei geöffneter Klappe 4 ausgeschmolzen wer-
709 547/320

Claims (3)

den, so daß die gesamte Anlage wieder betriebsbereit ist. Der aus dem Rohrstück 3 ausgeschmolzene Stopfen wird in der Apparatur 1 aufgefangen und kann aus dieser bei dem nächsten Ausbau entfernt werden. In der Fig. 2 ist die waagerechte Leitung im Bereich der Verbindungsstelle mittels zweier Doppelkrümmer 8 nach unten durchgebogen. Die Doppelkrümmer sind an der tiefsten Stelle zusammengeflanscht und besitzen im oberen Bereich mindestens auf einer Seite einen Einfüllstutzen 9, durch den die Vergußmasse eingegossen werden kann. Durch eine Heizung (nicht dargestellt) im Bereich der Doppelkrümmer kann, ähnlich wie in F i g. 1, ein vorzeitiges Erkalten der Vergußmasse verhütet als auch die Vergußmasse aus dem nicht ausgebauten Krümmer ausgeschmolzen werden. Zum Ablassen der geschmolzenen Vergußmasse ist an der untersten Stelle der Verbindung eine Auslaßöffnung 10 vorgesehen. Patentansprüche:
1. Verfahren zum Lösen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitung im Bereich der Verbindungsstelle durchgehend mit einer an der Rohrwand haftenden, radioaktive Restteilchen bindenden Vergußmasse ausgegossen wird, die beim Erkalten zu einem Verschluß-, stopfen erstarrt, der anschließend zum Trennen der Leitung an ihrer Verbindungsstelle durchschnitten wird.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 für senkrecht verlaufende Rohrleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Verbindungsstelle eine Verschlußklappe (4) und oberhalb der Verbindungsstelle eine Einfüllöffnung (5) für die Vergußmasse angeordnet sind.
3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 für im wesentlichen waagerecht verlaufende Rohrleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitung im Bereich der Verbindungsstelle nach unten durchgebogen und vorzugsweise an der tiefsten Stelle teilbar ist und daß sie am nach unten durchgebogenen Abschnitt (8) oben eine Einfüllöffnung (9) und unten eine Auslaßöffnung (10) für die Vergußmasse besitzt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 586 225;
USA.-PatentschriftNr. 1 921 809.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1143 433.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 547/320 3.67 © Bundesdruckerei Berlin
DE1961K0045166 1961-11-10 1961-11-10 Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen Pending DE1237707B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1961K0045166 DE1237707B (de) 1961-11-10 1961-11-10 Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1961K0045166 DE1237707B (de) 1961-11-10 1961-11-10 Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1237707B true DE1237707B (de) 1967-03-30

Family

ID=7223749

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1961K0045166 Pending DE1237707B (de) 1961-11-10 1961-11-10 Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1237707B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3324292A1 (de) * 1983-07-06 1985-01-24 Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen mbH, 3000 Hannover Vorrichtung zum einfrieren einer mediendurchstroemten rohrleitung in einer kerntechnischen anlage

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1921809A (en) * 1931-11-06 1933-08-08 Crain Earl Gas pipe stop
GB586225A (en) * 1944-11-03 1947-03-11 Thomas Nicholas Young Apparatus for temporarily stopping pipes
DE1143433B (de) 1960-12-14 1963-02-07 Bbc Brown Boveri & Cie Vorrichtung zum Abfuellen von pulver-foermigen oder fluessigen Stoffen in verschliessbare Transportbehaelter

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1921809A (en) * 1931-11-06 1933-08-08 Crain Earl Gas pipe stop
GB586225A (en) * 1944-11-03 1947-03-11 Thomas Nicholas Young Apparatus for temporarily stopping pipes
DE1143433B (de) 1960-12-14 1963-02-07 Bbc Brown Boveri & Cie Vorrichtung zum Abfuellen von pulver-foermigen oder fluessigen Stoffen in verschliessbare Transportbehaelter

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3324292A1 (de) * 1983-07-06 1985-01-24 Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen mbH, 3000 Hannover Vorrichtung zum einfrieren einer mediendurchstroemten rohrleitung in einer kerntechnischen anlage

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2128967A1 (de) Stroemungsmittelkupplung, insbesondere zum schleusen kontaminierter medien
DE2161763B2 (de) Einrichtung zum Abfördern des Abwassers aus einem Unterdruck-Abwassersystem in ein unter Normaldruck stehendes Freispiegel-Kanalsystem
DE2318486C2 (de) Verfahren zur Reparatur an einem Wasserverteilrohr
DE1227577B (de) Kernreaktoranlage mit gasdichtem Behaelteraufbau
DE1237707B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen
EP0036999B2 (de) Verfahren und Einrichtung zur Endlagerung von kontaminierten Feststoffen
DE2511957C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verfestigen von radioaktiven Abfällen in einem Deponiebehälter
DE2840593C2 (de) Schutzeinrichtung für wasserführende Bauwerke von Kernkraftwerken gegen Druckwellen
DE2736182A1 (de) Einrichtung zum entfernen von verunreinigungen aus fluessigkeitstauchdichtungen
DE1224662B (de) Verschlussvorrichtung fuer Tanks
DE3126602C2 (de) Verbindungsgehäuse zwischen einem Behälter für elektrische Anlagen und einer unter Gasüberdruck stehenden Kabelanlage
DE2140102A1 (de) Korper mit inwendig verlaufenden Leitungen
DE1912331A1 (de) Sicherheitsventil mit hydraulischer Anzeige
DE7431819U (de) Vorrichtung zur Rückgewinnung von Gebrauchtwasser, insbesondere von Waschwasser aus Fahrzeug-Waschanlagen
DE1456626C3 (de) Sicherheits und Schnellbefull einrichtung an Ein oder Mehrkammer tankwagenbehaltern
DE3009730C2 (de) Flanschverbindung zwischen einzelabschließbaren Rohrleitungen
DE2921351C2 (de) Verfahren und Einrichtung zur Entnahme einer Probe aus dem Filterbett eines Kunstharzfilters
DE714321C (de) Filter fuer die kontinuierliche Abtrennung von Paraffin aus OElloesungen
DE456417C (de) Dampfueberhitzer, bei dem die U-foermigen UEberhitzerrohre unter Verwendung von Zwischenkammern durch loesbare Spannvorrichtungen mit den Hauptsammelkammern in Verbindung stehen
DE921636C (de) Schutzvorrichtung fuer oelgefuellte elektrische Geraete, insbesondere Transformatoren
DE2064244A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontaminationsfreien Ein- oder Ausbau von Objekten durch eine Öffnung in einer Wand
DE684013C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Fuellen bzw. Entleeren der Behaelter von Doppelblasenaparaten fuer die Spiritusgewinnung
DE1764119C (de) Brennelementlade und entladegerat fur einen Kernreaktor
DE467021C (de) Vorrichtung zur Aufnahme von kesselsteinausfaellenden gerbsaeurehaltigen Chemikalien
DE1958552C (de) Filtergehausekopf