DE1237707B - Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter RohrleitungenInfo
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-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21F—PROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
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- G21F7/06—Structural combination with remotely-controlled apparatus, e.g. with manipulators
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
G21f
Deutsche Kl.: 21g-21/32
Nummer: 1237707
Aktenzeichen: K 45166 VIII c/21 g
Anmeldetag: 10. November 1961
Auslegetag: 30. März 1967
Bei der Handhabung radioaktiv verseuchter Leitungen und Apparate muß darauf geachtet werden,
daß keine Radioaktivität ins Freie gelangt und dadurch die Umgebung und das Bedienungspersonal
gefährdet wird.
Vor dem Ausbau muß zunächst der betreffende Leitungsabschnitt stillgelegt werden. Zu diesem
Zweck ist es bei Wasserleitungen bekannt, durch Einfrieren einen Eisstopfen in der Leitung als Dichtelement
zu erzeugen (britische Patentschrift 586 225). Dieses Mittel kann jedoch nur zum zeitweiligen Absperren
einer Leitung an Stelle eines Absperrschiebers oder Ventils angewendet werden, nicht dagegen
zum Verschließen von Verbindungsstellen, die voneinander getrennt werden sollen.
Es ist weiterhin bekannt, z. B. in eine Abzweigleitung eine Dichtscheibe aus leicht schmelzbarem
Werkstoff einzusetzen, die niedergeschmolzen wird, wenn die Abzweigleitung in Betrieb genommen werden
soll (USA.-Patentschrift 1921809). Danach kann die betreffende Leitung mit Hilfe dieser Anordnung
allerdings nicht mehr abgesperrt werden.
In dem älteren deutschen Patent 1143 433 wird zum Trennen von gegebenenfalls radioaktiv kontaminierten
Verbindungen vorgeschlagen, durch teilweises Lösen eine Trennfuge zu schaffen, die mit
einem im Kreislauf geführten Spülmittel ausgespült wird, nachdem zuvor zwei Stopfen in die Verbindungsstelle
eingeführt worden sind. Dabei müssen die Stopfen dauernd, auch während des Betriebs, in
einer der beiden Rohrleitungen angeordnet sein, wo sie den Einflüssen der radioaktiven Strahlung ausgesetzt
sind und dadurch im Gebrauchsfall unter Umständen nicht mehr ihre Funktion erfüllen.
Die Erfindung hat zur Aufgabe, ein Verfahren und eine Einrichtung zum Lösen radioaktiv verseuchter
Rohrleitungen zu schaffen, bei denen mit möglichst geringem Aufwand der Austritt radioaktiver
Stoffe ins Freie während und nach dem Trennen der Leitungen verhindert wird.
Das Verfahren zur Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Rohrleitung im Bereich der Verbindungsstelle
durchgehend mit einer an der Rohrwand haftenden, radioaktive Restteilchen bindenden Vergußmasse
ausgegossen wird, die beim Erkalten zu einem Verschlußstopfen erstarrt, der anschließend
zum Trennen der Leitung an ihrer Verbindungsstelle durchschnitten wird.
Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß mit einfachsten Mitteln die Öffnungen in der Rohrverbindung
dicht verschlossen und gleichzeitig die in diesem Bereich verbleibenden radioaktiven Teilchen gebun-
Verfahren und Einrichtung zum Lösen von
Verbindungen radioaktiv verseuchter
Rohrleitungen
Verbindungen radioaktiv verseuchter
Rohrleitungen
Anmelder:
Gesellschaft für Kernforschung
mit beschränkter Haftung, Karlsruhe, Weberstr. 5
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Ing. Günter Frees, Spöck;
Dipl.-Ing. Janos Vasarhelyi, Karlsruhe
Dipl.-Ing. Günter Frees, Spöck;
Dipl.-Ing. Janos Vasarhelyi, Karlsruhe
den werden, so daß die Rohrleitung beim Öffnen nicht ausgespült werden muß. Will man später die
Absperrstopfen aus der Rohrleitung wieder herauslösen, so muß man sie nur erhitzen und die flüssig
gewordene Vergußmasse aus dem Sperrbereich auslaufen lassen.
Zwei Einrichtungen zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung werden beispielsweise
an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine lösbare Verbindung für senkrecht verlaufende
Rohrleitungen,
F i g. 2 eine lösbare Verbindung für im wesentlichen waagerecht verlaufende Rohrleitungen.
In Fig. 1 ist eine Apparaturl dargestellt, in die
von oben ein Stutzen 2 hineinragt, wobei der Stutzen 2 an einer Leitung 3 angeflanscht ist. Um die
Flanschverbindung der Teile 2 und 3 mit Vergußmasse ausfüllen zu können, ist am unteren Ende des
Stutzens 2 eine Verschlußklappe 4 angebracht, die vor dem Eingießen der Vergußmasse geschlossen
wird. Oberhalb der Flanschverbindung ist ein Einfüllstutzen S angebracht. Wird durch den Einfüllstutzen 5
Vergußmasse eingebracht, so entsteht nach dem Erkalten ein von der Klappe 4 bis zum Einfüllstutzen 5
durchgehender Verschlußstopfen 6, der zwischen den Flanschen z. B. mit einer Säge durchtrennt wird, so
daß nach dem Lösen der Flanschschrauben die Apparaturl zusammen mit dem Stutzen2 von der
Leitung 3 gefahrlos abgenommen werden kann.
Die Enden der Rohrstücke 2 und 3 können danach zusätzlich mit Blinddeckeln gesichert werden.
Nach den Instandsetzungs-, Entleerungs- und Entaktivierungsarbeiten kann die Apparatur wieder angeschraubt
und der im Rohrende 3 verbüebene Vergußmassestopfen 6 mittels einer elektrischen Heizung
7 bei geöffneter Klappe 4 ausgeschmolzen wer-
709 547/320
Claims (3)
1. Verfahren zum Lösen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rohrleitung im Bereich der Verbindungsstelle durchgehend mit
einer an der Rohrwand haftenden, radioaktive Restteilchen bindenden Vergußmasse ausgegossen
wird, die beim Erkalten zu einem Verschluß-, stopfen erstarrt, der anschließend zum Trennen
der Leitung an ihrer Verbindungsstelle durchschnitten wird.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 für senkrecht verlaufende
Rohrleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Verbindungsstelle eine Verschlußklappe
(4) und oberhalb der Verbindungsstelle eine Einfüllöffnung (5) für die Vergußmasse
angeordnet sind.
3. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 für im wesentlichen waagerecht
verlaufende Rohrleitungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohrleitung im Bereich
der Verbindungsstelle nach unten durchgebogen und vorzugsweise an der tiefsten Stelle teilbar
ist und daß sie am nach unten durchgebogenen Abschnitt (8) oben eine Einfüllöffnung (9) und
unten eine Auslaßöffnung (10) für die Vergußmasse besitzt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 586 225;
USA.-PatentschriftNr. 1 921 809.
Britische Patentschrift Nr. 586 225;
USA.-PatentschriftNr. 1 921 809.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1143 433.
Deutsches Patent Nr. 1143 433.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 547/320 3.67 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1961K0045166 DE1237707B (de) | 1961-11-10 | 1961-11-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1961K0045166 DE1237707B (de) | 1961-11-10 | 1961-11-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1237707B true DE1237707B (de) | 1967-03-30 |
Family
ID=7223749
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1961K0045166 Pending DE1237707B (de) | 1961-11-10 | 1961-11-10 | Verfahren und Vorrichtung zum Loesen von Verbindungen radioaktiv verseuchter Rohrleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1237707B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3324292A1 (de) * | 1983-07-06 | 1985-01-24 | Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen mbH, 3000 Hannover | Vorrichtung zum einfrieren einer mediendurchstroemten rohrleitung in einer kerntechnischen anlage |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1921809A (en) * | 1931-11-06 | 1933-08-08 | Crain Earl | Gas pipe stop |
| GB586225A (en) * | 1944-11-03 | 1947-03-11 | Thomas Nicholas Young | Apparatus for temporarily stopping pipes |
| DE1143433B (de) | 1960-12-14 | 1963-02-07 | Bbc Brown Boveri & Cie | Vorrichtung zum Abfuellen von pulver-foermigen oder fluessigen Stoffen in verschliessbare Transportbehaelter |
-
1961
- 1961-11-10 DE DE1961K0045166 patent/DE1237707B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1921809A (en) * | 1931-11-06 | 1933-08-08 | Crain Earl | Gas pipe stop |
| GB586225A (en) * | 1944-11-03 | 1947-03-11 | Thomas Nicholas Young | Apparatus for temporarily stopping pipes |
| DE1143433B (de) | 1960-12-14 | 1963-02-07 | Bbc Brown Boveri & Cie | Vorrichtung zum Abfuellen von pulver-foermigen oder fluessigen Stoffen in verschliessbare Transportbehaelter |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3324292A1 (de) * | 1983-07-06 | 1985-01-24 | Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen mbH, 3000 Hannover | Vorrichtung zum einfrieren einer mediendurchstroemten rohrleitung in einer kerntechnischen anlage |
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