DE1237376B - Reinigungsvorrichtung fuer Maschinen zum Ernten oder Bearbeiten von landwirtschaftlichem Erntegut - Google Patents
Reinigungsvorrichtung fuer Maschinen zum Ernten oder Bearbeiten von landwirtschaftlichem ErntegutInfo
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- A01D34/01—Mowers; Mowing apparatus of harvesters characterised by features relating to the type of cutting apparatus
- A01D34/412—Mowers; Mowing apparatus of harvesters characterised by features relating to the type of cutting apparatus having rotating cutters
- A01D34/42—Mowers; Mowing apparatus of harvesters characterised by features relating to the type of cutting apparatus having rotating cutters having cutters rotating about a horizontal axis, e.g. cutting-cylinders
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Description
DeutscheKl.: 45 c-55/18
AUSLEGESCHRIFT — X237376
Aktenzeichen: D 44272III/45 c 1 237 376 Anmeldetag: 25.April 1964
Auslegetag: 23. März 1967
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reinigungsvorrichtung für Schneidwerksgehäuse von Maschinen
zum Ernten von halm-, blatt- oder stengelartigem Erntegut oder zum Bearbeiten von auf dem Acker
liegendem Erntegut mit einem als Schneidwerkzeug dienenden Rotor, der von einer Haube oder einem
Schild zumindest teilweise abgedeckt ist. Die mit dem Erfindungsgegenstand zu lösende Aufgabe wird in
einer vorteilhafteren Ausbildung und Anordnung der Reinigungsvorrichtung gesehen.
Eine Maschine der obigen Art ist bereits als Schlegelfeldhäcksler bekannt, der sowohl zum Ernten
als auch zum Bearbeiten von landwirtschaftlichem Erntegut benutzt wird. Der Rotor dieser Maschine
arbeitet verhältnismäßig nahe am Boden, so daß die Schlegel manchmal den Boden berühren und dabei
nicht nur das Erntegut, sondern auch Teile des Ackerbodens aufnehmen. Da der Rotor in verhältnismäßig
geringem Abstand von der Haube oder dem Abdeckschild arbeitet, um zu verhindern, daß das Erntegut
zu weit abgeworfen wird, kann sich insbesondere an regennassen Tagen ein Gemisch von Erntegut und
Ackererde an der inneren Fläche der Haube oder des Abdeckschildes festsetzen, was zu Verstopfungen
führt. Bis jetzt war es daher notwendig, daß der Ber dienungsmann die Maschine anhielt, um mit einem
entsprechenden Werkzeug unter die Haube zu stoßen und Anhäufungen zu entfernen. Diese Arbeit ist sehr
gefährlich, da der Bedienungsmann sich durch die Schlegel verletzen kann.
Gemäß der Erfindung wird hier im wesentlichen dadurch Abhilfe geschaffen, daß an der Innenseite
der Haube mindestens ein Abdriicker angeordnet ist, der dort sich festsetzende Ansammlungen von Erntegut
und/oder Ackererde ablöst und der von der Außenseite der Haube aus bedienbar und einstellbar
ist. Das hat den Vorteil, daß der oder die Abdriicker zwar im Innern der Haube wirksam, jedoch außerhalb
der Haube, d. h. an einer völlig ungefährlichen Stelle, bedienbar und einstellbar sind. Auf diese Weise werden
Verletzungen des Bedienungsmannes beim Handhaben der Abdrücker vermieden. Außerdem ist die
Handhabung des oder der Abdrücker einfach, da diese von außen leicht und bequem zugänglich sind.
Außerdem braucht die Maschine nicht angehalten zu werden, wenn Ansammlungen von Erntegut oder ein
Gemisch aus Erntegut und Erde mit Hilfe des oder der Abdrücker entfernt werden sollen. Es genügt,
wenn der oder die Abdrücker in eine entsprechende Arbeitsstellung gebracht werden. Diese Art von Abdrückern
ist für Maschinen zum Ernten oder Bearbeiten von landwirtschaftlichem Erntegut, die als
Reinigungsvorrichtung für Maschinen zum Ernten oder Bearbeiten von landwirtschaftlichem
Erntegut
Anmelder:
JOHN DEERE-LANZ Aktiengesellschaft, Mannheim
Als Erfinder benannt:
MarcusEarl McClellan, Ottumwa, Ia.; Gail Rusell Sutherland, Des Moines, Ia.; Glenn Lawrence Myers, Ottumwa, la. (V. St. A.)
Arbeitswerkzeug einen Rotor haben, besonders vorteilhaft, da der oder die Abdrücker zum Ablösen von
Gut und/oder Erdansammlungen mit dem Rotor zusammenarbeiten, so daß eine manuelle Ablösearbeit
des Bedienungsmannes nicht erforderlich ist. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß
der oder die Abdrücker auch an bereits vorhandenen bzw. gelieferten Maschinen nachträglich angebracht
werden können. .
Gemäß der Erfindung kann im Innern der Haube beispielsweise mindestens eine parallel oder etwa
parallel zur Welle des Rotors verlaufende, als Abdrücker dienende Schiene angeordnet sein, welche
relativ zum Rotor verstellbar sowie in verschiedenen Stellungen feststellbar ist. Diese Konstruktion der
Ablösevorrichtung ist baulich einfach und läßt sich dennoch robust gestalten. Vorteilhaft ist jeder Abdrücker
mit mindestens einer radial oder etwa radial zum Rotor verlaufenden Haltestange verbunden, die
an der Haube elastisch, längsverschiebbar und in verschiedenen Stellungen feststellbar geführt ist. Jede
Haltestange wiederum kann nach einem weiteren erfindungsgemäßen Vorschlag durch eine an der
Außenseite der Haube auf ihr angeordnete Druckfeder elastisch sowie längsverschiebbar geführt, ferner
mittels einer ebenfalls außerhalb der Haube an der Haltestange angreifenden Reguliereinrichtung in die
erforderlichen Stellungen zum Rotor einstellbar sowie in diesen Stellungen feststellbar sein. In dieser
Anordnung sind die Abdrücker bequem außerhalb so der Haube bedienbar, da hierzu lediglich die die Abdrücker
tragenden Stangen in ihrem Lager an der Haube in Längsrichtung gegen den Druck der Feder
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entsprechend verschoben und in ihrer wirksamen Lage so lange gehalten zu werden brauchen, bis die
Materialansammlungen abgelöst sind. Hiernach gehen die Abstreifer unter der Wirksamkeit der Federn
selbsttätig wieder in ihre Ausgangsstellung zurück. Man kann aber auch eine Anordnung vorsehen,
mittels derer die Abdrücker in ihrer wirksamen Stellung feststellbar sind.
Die Abdrückerschiene hat im Querschnitt vorteilhaft ein Winkelprofil, wobei die Schiene so angeord-
net ist, daß die Spitze des Winkelprofils wenigstens annähernd zum Rotor zeigt. In dieser Ausbildung
wird der Abdrücker äußerst wirkungsvoll.
Eine Ausführangsform der Erfindung ist nachfolgend beispielsweise beschrieben und in der Zeich-
nung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine mit den Merkmalen der Erfindung ausgerüstete schleppermontierte Maschine in perspektivischer Darstellung,
F i g. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II der Fi g. 1 in größerem Maßstab,
Fig. 3 einen Schnitt entlang der LinieIII-III der Fig. 1,
Fig.4 einen Schnitt, der eine Stauung des Materials an der Innenfläche der Haube zeigt, in
noch größerem Maßstab,
F i g. 5 die Bewegung des Abdrückers an die Stelle, an der die Anhäufungen zu entfernen sind, und zwar
in ähnlicher Darstellungsweise wie in F i g. 4.
Die Maschine umfaßt einen Hauptrahmen, der aus einer U-fÖrmigen Haube 10 besteht, deren gegenüberliegende Seiten durch Wände 12 und 14 geschlossen
sind. Ferner ist eine zusätzliche Vorrichtung vorgesehen, deren sich nach vorn erstreckende Mittel
die Maschine mit der Dreipunktanhängevorrichtung eines Schleppers 16 verbinden lassen. Die Haube 10
ist langgestreckt und liegt quer zur Fahrtrichtung des. Schleppers. Eine Verkleidung 18,20,22 schließt
die nicht gezeigten Antriebsmittel für einen unter der HaubelO angeordneten Rotor 24 mit langgestreckter, parallel zur Länge der Haube verlaufender Welle 26 ein. Diese Welle 26 ist an ihren gegenüberliegenden Enden drehbar gelagert. Die Drehung
erfolgt in der in Fig. 2 durch den Pfeil28 gezeigten Richtung. Der Rotor ist mit radialen Armen oder
Schlegeln 30 versehen, die beim normalen Einsatz des Rotors radial ausgerichtet sind. '
Die HaubelO hat vordere und rückwärtige Endteile32 und 34, die sich über dem Boden 36 ausdehnen, so daß die Unterseite der Haube 10 offen ist,
d.h. der Rotor 24 an der Unterseite der HaubelO frei liegt, um das am Boden wachsende Erntegut zu
bearbeiten. Wenn sich die Maschine in der in F i g. 2 durch den Pfeil 38 gezeigten Richtung bewegt, dreht
sich der Rotor 24 in Richtung des Pfeiles 28, und das Gut wird vom Boden abgetrennt, aufgenommen und
nach hinten unter die HaubelO bewegt, um dann hinter dem Rotor 24 auf den Boden abgelegt zu
werden.
Das ist besonders bei solchen speziellen Arbeiten, wie beim Feldschneiden, der Fall, wo man das Erntegut lediglich schneidet und es nicht auch sofort aufsammeln will, wie es mit der typischen, mit einem
Gebläse oder einer Fördervorrichtung versehenen Erntemaschine geschieht, bei der das gemähte Gut
durch die Fördervorrichtung z.B. zum Zugfahrzeug bzw. in einen angehängten Sammelwagen gefördert
wird.
Wenn die Maschine über ein Feld fährt, das Bodenunebenheiten aufweist, nehmen die Arme oder
die Schlegel 30 nicht nur das Gut, sondern unter Umständen auch Erde mit auf und veranlassen, daß diese
mit dem Gut nach oben und nach hinten bewegt wird. Da das Zerkleinern des Gutes schließlich zum Zerreißen führt, sammelt sich freie Nässe und das Gemisch von Erde und Gut an der Unterseite der Haube
10 besonders an der mit 40 bezeichneten Stelle an. Letzten Endes ist die Anhäufung so groß, daß sie einen
Zylinder oder einen Teil eines Zylinders um den Rotor aufbaut, so daß der Rotor kein Gut mehr von
vorn nach hinten abgeben kann. Hierdurch entsteht eine »verstopfte« Lage. F i g. 4 zeigt eine typische
Anhäufung im Bereich 40, wobei die Anhäufung schematisch gezeigt und mit 42 bezeichnet ist. Insbesondere in diesem Bereich sieht die Erfindung
einen oder mehrere Abdrücker vor. Im Ausführungsbeispiel dienen als Abdrücker Schienen 44, die in
ihrer Länge parallel zur Länge des Rotors 24 und der Haube 10 verlaufen. Jede Schiene 44 hat die Form
eines Winkeleisens, das die in F i g. 2 und 4 gezeigte normale Stellung einnimmt. Um jede Schiene 44 bzw.
jedes Winkeleisen in eine normale feste Lage zu bringen, ist sie mit einem Paar sich nach außen erstreckender Stangen 46 oder anderer Elemente versehen, die bei 48 mit dem Winkeleisen verschweißt
sind und sich in bezug auf den Rotor und die Haube 10 radial ausdehnen. Die HaubelO hat öffnungen
50 zur Aufnahme der Stangen 46. Um die Haube 10 an den Stellen zu verstärken, die mit den öffnungen
50 versehen sind, sind Verstärkungsrippen 52 angebracht, die zur Aufnahme der Stangen 46 mit öffnungen versehen sind. Um die Stangen auszugleichen,
ist jede Stange von einer gewundenen Druckfeder 54 umgeben, die einenends gegen die zugehörige Stange,
anderenends gegen eine Haltescheibe 56 wirkt, die bei 58 verstiftet ist, um die Feder abzugrenzen. Da
die Stangen 46 außerhalb der Haube 10 enden, muß auch eine äußere Reguliervorrichtung 60 vorgesehen
sein, die die von Hand angewandte Kraft aufnimmt, um den Abdrücker44 aus der in Fig.4 gezeigten
Stellung in die Stellung gemäß F i g. 5 zu verschieben. Auf diese Weise wird das bei 42 angestaute Material
gelöst. Es wird darauf hingewiesen, daß für den Abdrücker 44 deshalb die Winkelform gewählt wurde,
um unerwünschte Konfigurationen zu vermeiden, an denen das Material irgendwie haftenbleibt. Da die
Spitze des Winkelprofils nach unten zeigt, tritt beim Loslösen des Materials eine Keilwirkung auf. Da
ferner die Stauung 42 ziemlich kompakt ist, bricht sie in relativ großen Stücken ab. Die Feder 54 bringt
die Abdrücker44 selbsttätig in ihre in Fig.4 gezeigte Ausgangsstellung zurück, wenn die Reguliervorrichtung 60 heruntergedrückt wird, so daß ein
nutzbares Maß von Vibration in der Haube 10 aufgebaut wird, wodurch ein weiteres Abstreifen von
Anhäufungen in dem betreffenden Bereich erreicht wird.
Aus dem Vorhergesagten ist zu ersehen, daß eine verbesserte Vorrichtung zum Ablösen von Material
geschaffen worden ist, die außerhalb der Maschine betätigt werden kann ohne Inanspruchnahme irgendeines besonderen Werkzeuges. Dabei ist ein nicht
unerheblicher Sicherheitsfaktor mit eingeschlossen, da der Bedienungsmann diese Aufgabe außerhalb der
Haube ausführen kann und nicht unter die Schneidblätter des Rotors fassen muß. Das ist selbst dann
Claims (5)
1. Reinigungsvorrichtung für Schneidwerksgehäuse von Maschinen zum Ernten von hahn-,
blatt- oder stengelartigem Erntegut oder zum Bearbeiten von auf dem Acker liegendem Erntegut
mit einem als Schneidwerkzeug dienenden Rotor, der von einer Haube oder einem Schild zumindest
teilweise abgedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite der Haube
(10) mindestens ein Abdrücker (44, 46) angeordnet ist, der dort sich festsetzende Ansammlungen
von Erntegut und/oder Ackererde ablöst und der von der Außenseite der Haube aus bedienbar und
einstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern der Haube (10) mindestens
eine parallel oder etwa parallel zur Welle (26) des Rotors (24) verlaufende, als Abdrücker
dienende Schiene (44) angeordnet ist, welche
relativ zum Rotor verstellbar sowie in verschiedenen Stellungen feststellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Abdrücker (44) mit mindestens
einer radial oder etwa radial zum Rotor (24) verlaufenden Haltestange (46) verbunden ist,
die an der Haube (10) elastisch, längsverschiebbar und in verschiedenen Stellungen feststellbar geführt
ist.
4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jede Haltestange (46) durch eine an der Außenseite der Haube (10) auf ihr angeordnete
Druckfeder (54) elastisch sowie längsverschiebbar geführt, ferner mittels einer ebenfalls außerhalb
der Haube an der Haltestange angreifenden Reguliereinrichtung (60) in die erforderlichen
Stellungen zum Rotor (24) einstellbar sowie in diesen Stellungen feststellbar ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Abdrückerschiene (44) im Querschnitt ein Winkelprofil hat, wobei die Schiene so angeordnet
ist, daß die Spitze des Winkelprofils wenigstens annähernd zum Rotor (24) zeigt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 520/101 3.67 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
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| DE1964D0044272 DE1237376B (de) | 1964-04-25 | 1964-04-25 | Reinigungsvorrichtung fuer Maschinen zum Ernten oder Bearbeiten von landwirtschaftlichem Erntegut |
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| DE1237376B true DE1237376B (de) | 1967-03-23 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2595191A1 (fr) * | 1986-03-06 | 1987-09-11 | Franquet Ets | Broyeur de vegetaux |
-
1964
- 1964-04-25 DE DE1964D0044272 patent/DE1237376B/de active Pending
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