DE1237284B - Zweitrommel-Greiferwindwerk - Google Patents

Zweitrommel-Greiferwindwerk

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DE1237284B
DE1237284B DER26009A DER0026009A DE1237284B DE 1237284 B DE1237284 B DE 1237284B DE R26009 A DER26009 A DE R26009A DE R0026009 A DER0026009 A DE R0026009A DE 1237284 B DE1237284 B DE 1237284B
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DE
Germany
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valve
pressure
line
clutch
drum
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DER26009A
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English (en)
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William C Pietsch
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Ruston-Bucyrus Ltd
Original Assignee
Ruston-Bucyrus Ltd
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    • B66D1/00Rope, cable, or chain winding mechanisms; Capstans
    • B66D1/02Driving gear
    • B66D1/14Power transmissions between power sources and drums or barrels
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D1/00Rope, cable, or chain winding mechanisms; Capstans
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B66D2700/01Winches, capstans or pivots
    • B66D2700/0125Motor operated winches
    • B66D2700/0158Hydraulically controlled couplings or gearings
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Hydraulic Clutches, Magnetic Clutches, Fluid Clutches, And Fluid Joints (AREA)

Description

  • Zweitrommel-Greiferwindwerk Die Erfindung bezieht sich auf ein Zweitrommel-Greiferwindwerk mit einer Schließseil- und einer Halteseiltrommel, die auf einer angetriebenen Welle frei drehbar angeordnet sind und von denen jede an die Welle durch eine Kupplung anschließbar ist, wobei die Kupplungen durch ein Druckmittelsystem betätigbar sind, das je eine durch Druckmittel betätigte Antriebsvorrichtung für jede Kupplung enthält.
  • Es sind bereits Greiferwindwerke bekannt, die jeweils durch einen einzigen Motor angetrieben werden, wobei die Schließ- und die Haltekupplung mittels eines pneumatischen oder hydraulischen Mittels in der für den Greifvorgang erforderlichen Weise betätigt werden. Bei einem bekannten Windwerk dieser Art sind außer Schließ- und Haltekupplung auch je eine Schließ- und Haltebremse vorgesehen, wobei diese Schaltelemente mittels eines einzigen Steuerhebels betätigt werden.
  • Ferner sind Windwerke der eingangs erwähnten Art bekannt, bei welchen mit Reibungskörpern arbeitende Kupplungen vorgesehen sind, die über ein Druckmittelsystem betätigt werden, wobei die Schließseil- und die Halteseilkupplung an zwei Zweigen des Druckmittelsystems liegen.
  • Bei einer anderen bekannten Greiferwinde wird die Entleerungstrommel unabhängig von der Hubtrommel und der Auslegertrommel über eine Rutschkupplung angetrieben. Dabei ist ferner vorgesehen, daß die die Entleerungstrommel mitnehmende Rutschkupplung von einer Feder im Eingriff gehalten wird und das Entleerungsseil so geführt ist, daß die Seilspannung dem Anpreßdruck in der Rutschkupplung entgegenwirkt und dadurch selbsttätig auf einem der Federspannung entsprechenden Wert gehalten wird. Bei dieser Ausführungsform eines Windwerkes werden die miteinander in Berührung tretenden Teile übermäßig erhitzt, so daß insbesondere Kupplungsbeläge sich rasch abnutzen. Auch ist es nicht möglich, die Haltetrommel unabhängig zu steuern, so daß die Einsatzfähigkeit eines derartigen Windwerkes beschränkt ist.
  • Ein weiteres, bekanntes Windwerk arbeitet mit einer mechanischen Verriegelung zwischen den Steuerungshebeln der beiden Kupplungen. Bei dieser Anordnung wird das Verbindungsgestänge stark abgenutzt und muß ständig aufmerksam beobachtet werden, um das Gestänge im Eingriff zu halten. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß eine solche Vorrichtung nicht einstellbar ist, während das Windwerk in Betrieb ist. Auch ändert sich das Ausmaß des Einpiffes der Haltekupplung unmittelbar mit dem Einriff der Schließkupplung; daher wird, wenn die Schließkupplung nur teilweise im Eingriff ist, nicht genügend Spiel- oder Schlaffheit des Seiles aufgenommen.
  • Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, ein Zweitrommel-Greiferwindwerk zu schaffen, bei der die mechanischen Mittel zur Schlaffseilverhütung durch ein Druckmittelsystem ersetzt sind, so daß damit auch die Nachteile der mechanischen Mittel beseitigt sind. Zur Lösung dieser Aufgabe ist ein Zweitrommel-Greiferwindwerk der eingangs erwähnten Art dadurch gekennzeichnet, daß die Druckleitungen, die zur Schließseil- und zur Halteseilkupplung führen, je ein Steuerventil aufweisen und durch eine Querleitung verbunden sind, die zwischen den Steuerventilen und den Kupplungen in die Druckleitungen mündet und mit einer Strömungsmittelverriegelung ausgestattet ist, die ein Druckbegrenzungsventil und eine zwischen diesem und der zur Halteseilkupplung führenden Druckleitung gelegene Ventilvorrichtung enthält, die die Rückströmung in Richtung auf das Druckbegrenzungsventil sperrt.
  • Mit der Erfindung wird eine Greiferwindwerksteuerung geschaffen, bei der die Anwendung einer Kraft von bestimmter Größe zur Erzielung des Eingriffes der einen der beiden Kupplungen ein bestimmtes Maß des Eingriffes der zweiten Kupplung verursacht; das Ausmaß des Eingriffes der zweiten Kupplung bleibt anschließend konstant, ohne Rücksicht auf die Größe der Kraft, welche über die zunächst erwähnte Kraft bestimmter Größe hinaus angewendet wird, um die erste Kupplung in Eingriff zu bringen. Die Erfindung ermöglicht außerdem, daß jede Seilwinde des Windwerkes trotzdem vollständig unabhängig von der anderen Seilwinde betätigt werden kann. Eine Nachstellung der erfindungsgemäßen Steuerung, wie sie bei mechanischen Einrichtungen auf Grund der Abnutzung erforderlich ist, ist nicht nötig. Das erfindungsgemäße Windwerk ist außerdem besonders einfach zu bedienen, und die Teile der Steuerung sind billiger herzustellen.
  • In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Ausbildung gemäß der Erfindung dargestellt.
  • F i g. 1 zeigt in einer schematisch gehaltenen Seitenansicht einen Greifbagger, bei dem die Erfindung andwendbar ist; F i g. 2 zeigt in größerem Maßstab in Vorderansicht und teilweise im Schnitt die Schließ- und Haltetrommeln und die Kupplungen des Greiferwindwerkes; F i g. 3 zeigt in noch größerem Maßstab einen Seitenriß der Schließkupplung nach der Linie 3-3 der F i g. 2; F i g. 4 zeigt einen Horizontalquerschnitt nach der Linie 4-4 der F i g. 3; F i g. 5 zeigt schematisch das Steuerungsaggregat gemäß der Erfindung in einer Stellung, die die einzelnen Teile der Steuerung während des Schließ- und des Hubvorganges einnehmen; F i g. 6 zeigt das Steuerungsaggregat ähnlich F i g. 5, wobei die einzelnen Teile die Stellung während des Ausschüttens des Greifergefäßes einnehmen; F i g. 7 zeigt die Steuerung ähnlich F i g. 5, wobei die einzelnen Teile die Stellung während des Hebens eines teilweise geschlossenen Greifergefäßes oder während der Einstellung eines offenen Greifergefäßes einnehmen, und F i g. 8 zeigt schließlich in schematischer Darstellung eine zweite Ausführungsform eines Steuerungsaggregates gemäß der Erfindung, wobei die einzelnen Teile der Steuerung ihre Stellung während des Schließ- und des Hubvorganges einnehmen. Allgemeine Beschreibung Aus F i g. 1 ist ersichtlich, daß das Hauptgestell 11 des Greifbaggers einen Ausleger 12 trägt, der in einer vertikalen Ebene schwenkbar an dem Gestell 11 drehbar gelagert ist. Ferner ist auf dem Hauptgestell 11 eine Schließseiltromme113 gelagert, von der das Schließseil 14 über eine am oberen Ende des Auslegers 12 angeordnete Umlenkrolle 15 zu einem üblichen Greifergefäß 16 läuft, wo es über Rollen 17 und 18 geführt und schließlich an einem Haken 19 befestigt ist. Ferner ist die Halteseiltrommel 113 auf dem Hauptgestell 11 gelagert. Von der Halteseiltrommel 113 läuft das Halteseil 114 über eine an der Spitze des Auslegers 12 gelagerte Umlenkrolle 115 und sodann zu dem Haken 19, an dem es mit seinem Ende befestigt ist.
  • Das Greifergefäß 16 besteht aus zwei Greiferhälften 23 a, 23 b, die außerhalb des Hakens 19 durch Arme 24 a, 24 b aufgehängt sind. Im Punkt 26 ist mit dem inneren, oberen Ende einer jeden Greiferschalenhälfte 23 a, 23 b drehbar ein Arm 27 verbunden, der die Rolle 18 trägt, welche an seinem anderen Ende drehbar gelagert ist. Bei dieser Ausbildung wird durch Aufwinden des Schließseiles 14 das Greifergefäß 16 geschlossen, wenn die Rolle 18 und der Arm 27 relativ zu der Rolle 17 und dem die Rolle 17 tragenden Haken 19 aufwärts bewegt werden.
  • In F i g. 2 sind die Mittel zum Betätigen der Schließ- und der Halteseile dargestellt. Eine Antriebswelle 28 ist um eine horizontale Achse drehbar in Lagern 29 a, 29 b gelagert, die auf dem Hauptgestell 11 befestigt sind. Auf der Antriebswelle 28 ist ein Zahnrad 30 mittels Keil befestigt, welches durch beliebige übliche Mittel angetrieben wird, die in der Zeichnung nicht näher dargestellt sind.
  • Die Schließseiltrommel13, welche das Schließseil 14 trägt, ist frei drehbar auf der Welle 28 gelagert. Eine Kupplungstrommel 34 ist starr an einem Außenflansch 35 der Schließseiltrommel 13 befestigt. Ein Bremsband 36 arbeitet mit der Außenfläche der Kupplungstrommel 34 zusammen und ist mit seinem einen Ende an einem Lagerbock 39 auf dem Hauptgestell 11 (F i g. 3) befestigt, während das andere Ende des Bremsbandes 36 mit einem Kniehebel 41 verbunden ist, der drehbar auf dem Lagerbock 39 gelagert ist, so daß eine Drehbewegung des Knies Nebels 41, die auf irgendeine, in der Zeichnung nicht näher dargestellte Weise bewirkt werden kann, eine Einstellung des Bremsbandes 36 herbeiführt.
  • Die Halteseiltrommel113, welche das Halteseil 114 trägt, ist in ähnlicher Weise frei drehbar auf der Welle 28 gelagert. Eine Kupplungstrommel 134 ist starr an einem Außenflansch 135 der Halteseiltrommel 113 befestigt. Ein Bremsband 136 arbeitet mit der Außenfläche der Kupplungstrommel 134 zusammen und ist ähnlich dem Bremsband 36 mit seinem einen Ende an einem Lagerbock 139 befestigt, während sein anderes Ende mit einem Kniehebel ähnlich dem oben erwähnten Kniehebel 41 verbunden ist.
  • Im Inneren einer jeden Kupplungstrommel ist um die Welle 28 herum der Kupplungsbetätigungsmecha nismus angeordnet. Da der Schließkupplungsbetätigungsmechanismus und der Haltekupplungsbetätigungsmechanismus identisch ausgebildet sind, wird im folgenden lediglich der Schließkupplungsbetätigungsmechanismus an Hand der Zeichnung beschrieben.
  • Aus den F i g. 3 und 4 ist ersichtlich, daß der Kupplungsbetätigungsmechanismus eine Einbauplatte 53 aufweist, die auf der Welle 28 derart befestigt ist, daß sie die Drehbewegung der Welle mitmacht. An gegenüberliegenden Enden der Einbauplatte 53 sind mittels Zapfen 56 zwei Schuhe 55 drehbar gelagert. Federn 57 zwischen den jeweiligen Schuhen und der Einbauplatte 53 wirken darauf hin, daß die Schuhe normalerweise außer Eingriff mit der ringförmigen Innenfläche 58 der Kupplungstrommel 34 gehalten werden. Die Schuhe 55 sind so gelagert, daß sie sich in der gleichen Richtung (gemäß F i g. 3 im Uhrzeigersinne) um ihre Drehzapfenachsen drehen, um mit der Fläche 58 in Eingriff zu kommen, so daß eine Drehung der Einbauplatte 53 relativ zu der Trommel 34 in der einen Richtung (gemäß F i g. 3 entgegen dem Uhrzeigersinne) die Schuhe 55 mit der Fläche 58 in Eingriff zu bringen sucht, während eine entgegengesetzte Drehung der Einbauplatte 53 relativ zu der Trommel 34 die Schuhe 55 außer Eingriff mit der Fläche 58 zu bringen sucht. Die Schuhe 55 werden durch einen üblichen Betätigungsmechanismus betätigt, der aus Zylinder-Kolben-Aggregaten 59 besteht, von denen jedes drehbar an einem Ende mit der Einbauplatte 53 und mit dem anderen Ende mit einem der Schuhe 55 mittels eines Kniehebels 62 verbunden ist, der drehbar an der Einbauplatte 53 gelagert ist und der die Kraft des Zylinder-Kolben-Aggregates vervielfältigt.
  • Durch eine Leitung 70 tritt Druckflüssigkeit in das Zylinder-Kolben-Aggregat 59 ein, um den Kolben zu verschieben, so daß der Schuh in Eingriff gelangt. Die Leitungen 70 sind miteinander verbunden und werden durch eine gemeinsame Bohrung 72 in der Antriebswelle 28 gespeist, welche Bohrung ihrerseits mit Druckflüssigkeit von einer Druckmittelquelle durch eine Leitung 73 (F i g. 2) gespeist wird, die mit der Welle 28 durch eine drehbare Dichtungsverbindung 74 verbunden ist.
  • Während des Betriebes werden die Schuhe 55 mit der Innenfläche 58 der Kupplungstrommel 34 in Eingriff gebracht, wenn Druckflüssigkeit durch die Leitung 73, die Bohrung 72 und die Leitungen 70 in die Zylinder 59 gelangt und die Kolben derart verschiebt, daß die Kniehebel 62 (gemäß F i g. 3 im Uhrzeigersinne) um die Drehzapfen derselben gedreht werden. Beschreibung des Steuerungssystems 1. Allgemeines Unter Bezugnahme auf die F i g. 5 bis 7 wird nun das Steuerungssystem beschrieben, welches Gegenstand der Erfindung ist. Obwohl das zu beschreibende Steuerungssystem ein geschlossenes System ist, kann die Erfindung in gleicher Weise bei einem offenen System angewendet werden, z. B. bei einer pneumatischen Steuerung, bei welcher der nachstehend erwähnte Ölsumpf durch die Atmosphäre ersetzt ist.
  • Aus F i g. 5 ist ersichtlich, daß das Steuerungssystem drei verschiedene Hauptteile umfaßt, nämlich 1. einen Steuerungskreislauf für die Schließseilkupplung, im folgenden kurz Schließkupplung genannt, 2. einen Steuerungskreislauf für die Halteseilkupplung, im folgenden kurz Haltekupplung genannt, und 3. eine Flüssigkeitsverriegelung zwischen den Kreisläufen 1. und 2.
  • Eine Pumpe 75 fördert Druckflüssigkeit durch eine Leitung 76 sowohl in den Schließsteuerungskreislauf als auch in den Haltesteuerungskreislauf. 2. Schließsteuerungskreislauf Der Schließsteuerungskreislauf verläuft von der Leitung 76 über ein Schließsteuerventil 77, eine Leitung 79, ein Drosselventil 78 und eine Leitung 73, die zu den Zylinder-Kolben-Aggregaten 59 zur Betätigung der Schließkupplung führt.
  • Das Schließsteuerventi177 kann aus einem üblichen Umsteuerventil, z. B. einem Drehschieberventil bestehen, welches durch entsprechende Verstellung eine Ventilöffnung alternativ mit einer von zwei anderen Ventilöffnungen verbindet. Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, hat das Schließsteuerventil 77 eine Einlaßöffnung 81, eine Auslaßöffnung 82 und eine Entleerungsöffnung 83. Ein Drehschieber 84 verbindet die Auslaßöffnung 82 und die Leitung 79 entweder mit der Einlaßöffnung 81 und der Leitung 76 oder mit der Entleerungsöffnung 83 und der Leitung 85, die in den ölsumpf 86 führt.
  • Bei der in den F i g. 5 und 7 veranschaulichten Einstellung liefert das Schließsteuerventil77 Druckflüssigkeit aus der Leitung 76 zu dem Drosselventil 78, welches zwecks Regulierung der Strömung der Druckflüssigkeit einstellbar ist und welches seinerseits Druckflüssigkeit durch die Leitung 73 zu den Zylinder-Kolben-Aggregaten 59 zur Betätigung der Schließkupplung liefert und letztere betätigt, um die Schließkupplung einzurücken.
  • Bei der in F i g. 6 veranschaulichten Einstellung sperrt das Schließsteuerventi177 die Strömung der Druckflüssigkeit von der Pumpe und der Leitung 76 ab und gestattet eine Entleerung der Druckflüssigkeit aus den Zylinder-Kolben-Aggregaten 59 durch die Leitung 73, das Drosselventil 78, die Leitung 79, das Schließsteuerventil 77 und die Leitung 85 in den Ölsumpf 86.
  • 3. Haltesteuerungskreislauf Der Haltesteuerungskreislauf führt von der Leitung 76 über ein Haltesteuerventil 177, eine Leitung 179, ein Drosselventil 178 und eine Leitung 173 zu den die Haltekupplung betätigenden Zylinder-Kolben-Aggregaten.
  • Das Haltesteuerventil 177 ist im wesentlichen ebenso wie das Schließsteuerventil77 ausgebildet. Sein Drehschieber 184 verbindet die Auslaßöffnung 182 und die Leitung 179 entweder mit der Einlaßöffnung 181 und der Leitung 76 oder mit der Entleerungsöffnung 183 und der Leitung 185.
  • Bei der in den F i g. 5 und 6 dargestellten Einstellung sperrt das Haltesteuerventi1177 jegliche Strömung von Druckflüssigkeit aus der Leitung 76 ab, und daher strömt keine Flüssigkeit durch den Haltesteuerungskreislauf, um die Haltekupplung zu betätigen. Wenn jedoch die Einstellung gemäß F i g. 7 vorgenommen wird, liefert das Haltesteuerventil 177 Flüssigkeit aus der Leitung 76 zum Drosselventil 178, welches zwecks Regulierung der Durchströmung der Druckflüssigkeit einstellbar ist und welches seinerseits Druckflüssigkeit durch die Leitung 173 zu den die Haltekupplung betätigenden Zylinder-Kolben-Aggregaten liefert und letztere betätigt, um die Haltekupplung bei den nachstehend beschriebenen Arbeitsvorgängen in Eingriff zu bringen.
  • 4. Flüssigkeitsverriegelung Zwischen den vorstehend beschriebenen Schließ-und Haltesteuerungskreisläufen ist eine Flüssigkeitsverriegelung oder Sperre eingeschaltet, welche einen Eingriff der Haltekupplung bis zu einem bestimmten Grade herbeiführt, wenn immer der Schließkupplungssteuerungskreislauf so eingestellt ist, daß er die Schließkupplung zum Eingriff bringt. Diese Flüssigkeitsverriegelung oder Sperre besteht im wesentlichen aus drei Hauptteilen, nämlich a) einem Druckregelventil 200, das mit der Schließkupplungsleitung 73 verbunden ist, b) einem Dreiwegeventi1201, das mit der Haltekupplungsleitung 173 verbunden ist, und c) einem Schnellentlastungsventil 202, das das Druckregelventil 200 und das Dreiwegeventil 201 verbindet.
  • a) Druckregelventil Das Druckregelventi1200 besteht aus einem üblichen Druckregler, welcher einstellbar ist, um an seiner Auslaßseite einen bestimmten Druck zu liefern, unabhängig von dem den vörbestimmten Auslaßdruck überschreitenden Druck an seiner Einlaßseite. Wie in der Zeichnung dargestellt, besteht das Druckregelventil 200 aus einem Gehäuse 203 mit einer Einlaßöffnung 204 und einer Auslaßöffnung 205, die durch eine zentrale Ventilkammer 206 in Verbindung stehen, in der ein spulenförmiger Ventilkörper 207 axial verschiebbar gelagert ist. Die Einlaßöffnung 204 ist mit einer Abzweigung der Leitung 73 verbunden, während die Auslaßöffnung 205 mit einer Leitung 218 in Verbindung steht.
  • Der Ventilkörper 207 ist einstellbar, um die Strömung der Druckflüssigkeit von der Einlaßöffnung 204 zu der Auslaßöffnung 205 zu regulieren. Die Einstellung geschieht durch eine Einstellspindel 208, welche eine Feder 209 zusammendrückt, die ihrerseits auf eine Membran 210 drückt, gegen welche der Ventilkörper 207 unter der Wirkung einer Feder 211 und des Flüssigkeitsdruckes in der Ventilkammer 206 gedrückt wird. Die Auslaßöffnung 205 ist durch einen Seitenkanal 205 a mit einer zwischen der Membran 210 und dem Ventilkörper 207 befindlichen Kammer 212 verbunden. Solange die von unten auf die Membran 210 wirkende Kraft, die von dem Druck in der Auslaßöffnung 205 und damit in der Kammer 212 ausgeübt wird, nicht die abwärts gerichtete Kraft überschreitet, welche von der auf eine bestimmte Spannung eingestellten Feder 209 von oben auf die Membran 210 ausgeübt wird, ist der Ventilkörper 207 so eingestellt, wie aus F i g. 5 ersichtlich ist, d. h., er gestattet eine Strömung der Druckflüssigkeit von der Einlaßöffnung 204 nach der Auslaßöffnung 205. Wenn jedoch der Druck in der Auslaßöffnung 205 gerade die von der entsprechend eingestellten Feder 209 von oben her auf die Membran 210 ausgeübte Kraft überschreitet, bewegt sich die Membran 210 unter der Wirkung des Flüssigkeitsdruckes aufwärts und gestattet dem Ventilkörper 207, sich unter der Wirkung der Feder 211 und des Flüssigkeitsdruckes in der Kammer 206 gegen einen Ventilsitz 213 zu legen und eine weitere Strömung der Flüssigkeit von der Einlaßöffnung 204 zu der Auslaßöffnung 205 zu sperren.
  • Auf diese Weise liefert das Druckregelventi1200 Druckflüssigkeit von der Einlaßöffnung 204 zu der Auslaßöffnung 205 mit einem bestimmten, von der Bedienungsperson einstellbaren Druck. Dieser Austrittsdruck bleibt konstant gegenüber einem beliebigen Einlaßdruck, der den vorbestimmten Austrittsdruck überschreitet.
  • Der dargestellte Typ des Druckregelventils hat einen zusätzlichen Vorteil insofern, als er eine Herunterregulierung des von dem Druckregler gelieferten Druckes ermöglicht, ohne daß sich eine Entleerung des geschlossenen Flüssigkeitssystems im Anschluß an die Auslaßöffnung 205 einstellt. Die fehlende Entleerung in den ölsumpf würde sich dann einstellen, wenn sich der Druck von oben auf die Membran 210 vermindern würde, wodurch sich der Ventilkörper 207 gegen den Ventilsitz 213 anlegt. Zu diesem Zweck ist ein Durchtrittskanal 214 in der Membran 210 vorgesehen, der normalerweise durch ein Kugelventil oder einen Ventilkegel 215 verschlossen gehalten ist, das bzw. der auf der oberen Stirnfläche des Ventilkörpers 207 angeordnet ist. Diese Ausbildung spielt zwar keine Rolle für die Funktion des Druckregelventils 200 bei der Regulierung des von der Einlaßöffnung 204 nach der Auslaßöffnung 205 gelieferten Druckes und ist auch für die Erfindung nicht unbedingt wesentlich, aber sie wird vorzugsweise angewendet, weil sie der Bedienungsperson erlaubt, den gelieferten Druck während des Betriebes der Einrichtung auf einfache Weise durch Einstellung der Spindel 208 zu senken, wodurch die von oben her auf die Membran 210 ausgeübte Kraft vermindert wird. Wie gesagt, gestattet eine solche Verminderung der abwärts gerichteten Kraft dem Ventilkörper 207 sich auf den Ventilsitz 213 zu legen, aber wenn dies bei dem dargestellten Ventil geschieht, sperrt das Kugel- oder Kegelventil 215 den Durchtrittskanal 214 nicht länger ab, sondern gestattet anstattdessen ein Durchströmen von Flüssigkeit aus der Kammer 212 durch die Entleerungsöffnung 216 und eine Leitung 217, die mit der Leitung 85 verbunden ist. Diese Entleerung von Flüssigkeit wird fortgesetzt, bis der Druck in der Auslaßöffnung 205 auf eine solche Höhe reduziert ist, bei der er der reduzierten, abwärts gerichteten, von der Feder 209 auf die Membran 210 ausgeübten Kraft gleich ist, in welchem Zeitpunkt die Membran 210 sich wieder auf das Kugel- oder Kegelventil 215 aufsetzt und dadurch eine weitere Strömung von Flüssigkeit durch den Durchtrittskanal 214 sperrt.
  • b) Dreiwegeventil Das Dreiwegeventil 201 verbindet die Schließ- und Haltekupplungssteuerungskreisläufe in solcher Weise, daß erstens wenn immer die Schließkupplung betätigt wird und das Haltesteuerventil 177 die Strömung der Druckflüssigkeit von der Pumpe 75 absperrt, die Haltekupplung teilweise durch die regulierte Druckflüssigkeit in Eingriff gebracht wird, welche von dem Druckregelventi1200 der Haltekupplung über das Dreiwegeventil zugeführt wird, welches gleichzeitig ein Rückströmen dieser Druckflüssigkeit von der Haltekupplung durch das Haltesteuerventil 177 sperrt (vgl. F i g. 5), und daß zweitens selbst dann, wenn eine unabhängige Betätigung der Haltekupplung gewünscht wird, die Haltekupplung unabhängig durch die Druckflüssigkeit betätigt wird, die von der Pumpe 75 über das Haltesteuerventil 177 durch das Dreiwegeventil geliefert wird, welches dann automatisch die Strömung der Druckflüssigkeit zwischen der Haltekupplungsleitung 173 und dem Druckregelventil 200 unterbricht (vgl. F i g. 7).
  • Das Dreiwegeventil 201 besteht aus einem üblichen Absperrschieberventil, welches eine Strömung der Flüssigkeit von einem von zwei Einlässen zu einem Auslaß gestattet, während die Strömung zu oder von dem anderen Einlaß gesperrt wird. Wie aus den F i g. 5 bis 7 ersichtlich ist, besteht das Dreiwegeventil 201 aus einem Gehäuse 228 mit Einlaßöffnungen 229, 230 und einer Auslaßöffnung 231. Das Gehäuse 228 enthält einen Zylinder 232, mit welchem die Öffnungen 229, 230 und 231 in Verbindung stehen. Ein nach Art eines Weberschiffchens in dem Zylinder 232 gleitbar hin und her beweglicher Kolbenschieber 233 ist dicht in den Zylinder eingepaßt und kann die Auslaßöffnung 231 alternativ mit der Einlaßöffnung 229 (F i g. 5) oder mit der Einlaßöffnung 230 (F i g. 7) verbinden, je nachdem, ob der Kolbenschieber 233 in die eine oder in die andere der erwähnten Stellungen verschoben wird, was davon abhängt, ob der Flüssigkeitsdruck in einer der beiden Einlaßöffnungen größer ist als in der anderen. Wenn z. B. gemäß F i g. 5 Druckflüssigkeit aus der Leitung 227 in die Einlaßöffnung 229 mit einem größeren Druck eingeführt wird als demjenigen der Flüssigkeit in der Einlaßöffnung 230, die von der Leitung 173 des Haltesteuerungskreislaufes gespeist wird, wird der Kolbenschieber 233 so verschoben, daß er die Einlaßöffnung 230 abschließt und eine Strömung der Flüssigkeit von der Einlaßöffnung 229 in die Auslaßöffnung 231 gestattet, von der die Leitung 173 zu der Haltekupplung führt. Wenn alternativ gemäß F i g. 7 in die Einlaßöffnung 230 Druckflüssigkeit mit einem höheren Druck als dem Flüssigkeitsdruck in der Einlaßöffnung 229 eingeführt wird, verschiebt sich der Kolbenschieber 233 in umgekehrter Richtung, schließt die Einlaßöffnung 229 ab und gestattet die Strömung der Flüssigkeit von der Einlaßöffnung 230 zu der Auslaßöffnung 231.
  • Die Auslaßöffnung 231 wird an der Stelle ihrer Verbindung mit dem Zylinder 232 von einem Längsschlitz 234 überdeckt, der etwas länger als der Kolbenschieber 233 ist. Der Längsschlitz 234 dient dazu, eine Strömung der Flüssigkeit an dem Kolbenschieber 233 vorbei zu der Auslaßöffnung 231 zu gestatten, wenn der Kolbenschieber 233 als Folge eines gleichen Druckes in den beiden Einlaßöffnungen 229, 230 in der Mitte über der Auslaßöffnung 231 zu stehen kommt, so daß eine Sperrung der Auslaßöffnung 231 durch den Kolbenschieber 233 verhindert wird, während sich letzterer zwischen den beiden, in F i g. 5 und 7 dargestellten Alternativstellungen verschiebt.
  • Es sei bemerkt, daß das Dreiwegeventi1201 bei der Einstellung der Einrichtung gemäß F i g. 5 bis 7 nur erforderlich ist, weil das Haltesteuerventil177 normalerweise mit der Entleerungsleitung verbunden ist, wenn es seine Nicht-Betätigungsstellung gemäß den F i g. 5 und 6 einnimmt.
  • Das Steuerungssystem kann daher alternativ auch entsprechend der in F i g. 8 dargestellten zweiten Ausführungsform ausgebildet sein. Diese Ausführungsform ähnelt der ersten Ausführungsform, ist aber beträchtlich vereinfacht. Wie aus F i g. 8 ersichtlich ist, stimmt das Steuerungssystem mit der ersten Ausführungsform überein mit Ausnahme folgender Punkte: 1. An Stelle des Druckregelventils 200 ist ein vereinfachtes, übliches Ventil 200a mit konstantem Auslaßdruck vorgesehen, welches einen bestimmten konstanten Druck aus der Leitung 73 in die Leitung 173 liefert.
  • 2. Zwischen dem einen konstanten Auslaßdruck liefernden Ventil 200 a und der Leitung 173 ist ein übliches Einweg-Absperrventil 201a eingeschaltet, welches so eingebaut ist, daß es lediglich eine Flüssigkeitsströmung von dem Ventil 200a in die Leitung 173 gestattet, dagegen eine Flüssigkeitsströmung von der Leitung 173 nach dem Ventil 200a verhindert.
  • 3. das Haltesteuerventil177 ist mit einer dritten Einstellung versehen, in der die Auslaßöffnung 182 vollständig gesperrt ist. Der Zweck und die Arbeitsweise dieser Ersatzteile entspricht dem Zweck und der Arbeitsweise der von demselben ersetzten Teile, ausgenommen, daß keine Einstellung des von dem Ventil 201a gelieferten, regulierten Druckes vorgesehen ist.
  • c) Schnellentlastungsventil Aus den F i g. 5 bis 7 ist ersichtlich, daß das chnellentlastungsventi1202 in der Flüssigkeitsverriegelung zwischen dem Dreiwegeventil 201 und dem Druckregelventi1200 eingeschaltet ist. Das Schnellentlastungsventil dient dazu, schnell die Hochdruckflüssigkeit abzuleiten, welche aus der Leitung 173 durch den Längsschlitz 234 in die Leitung 227 strömt, während sich der Kolbenschieber 233 aus seiner Stellung gemäß F i g. 5 in seine Stellung gemäß F i g. 7 verschiebt, d. h. während der Betätigung der Haltekupplung durch ihren besonderen Steuerungskreislauf. Diese Druckflüssigkeit würde andernfalls langsam durch die Entleerungsöffnung 216 des Druckregelventils 200 abgeführt werden, bis das Haltesteuerventil 177 auf Entleerung umgestellt wäre, zu welcher Zeit der Druck dieser Flüssigkeit in der Einlaßöffnung 229 den Druck in der Einlaßöffnung 230 des Dreiwegeventils 201 überschreiten würde. Daher würde der Kolbenschieber 233 unter der Wirkung dieses Druckes sich verschieben, die Einlaßöffnung 230 absperren und die Einlaßöffnung 229 mit der Auslaßöffnung 231 verbinden, und auf diese Weise die Strömung der Flüssigkeit durch die Leitung 173 zu der Haltekupplung gestatten, wodurch deren Lösung verzögert würde. Obwohl das Schnellentlastungsventi1202 gegebenenfalls auch fortgelassen werden könnte, ist seine Anordnung doch wünschenswert, weil dadurch die erwähnte Hochdruckflüssigkeit unmittelbar nach ihrem Eintritt in die Leitung 227 abgeleitet werden kann, wodurch eine sofortige Lösung der Haltekupplung ermöglicht wird bei späterer Bewegung des Haltesteuerventils 177 in seine in F i g. 6 dargestellte Entleerungsstellung.
  • Das Schnellentlastungsventi1202 entspricht dem üblichen Typ eines Überdruckventils, welches bei seiner Betätigung eine Öffnung alternativ mit einer von zwei anderen Öffnungen des Ventils verbindet entsprechend einer Druckdifferenz zwischen der ersten Ventilöffnung und einer der beiden anderen Ventilöffnungen. So ist eine in die Leitung 227 führende Auslaßöffnung 221 entweder mit der Einlaßöffnung 220 verbunden, die durch die Leitung 218 an die Auslaßöffnung 205 des Druckregelventils 200 angeschlossen ist, oder sie ist mit der Entleerungsöffnung 222 verbunden, die durch eine Leitung 226 in die Entleerungsleitung 85 führt.
  • Wie aus F i g. 6 ersichtlich ist, wird ein Ventilkörper 224 des Schnellentlastungsventils 202 von einer Feder 225 leicht vorgeschoben, so daß dieser die Einlaßöffnung 220 schließt und die Entleerungsöffnung 222 freigibt. In dieser Stellung kann Flüssigkeit von der Auslaßöffnung 221 zur Entleerungsöffnung 222 strömen. Wenn jedoch, wie in F i g. 5 dargestellt ist, in die Einlaßöffnung 220 eine Druckflüssigkeit eingeführt wird, deren Druck höher ist als derjenige der Feder 225 und der Flüssigkeit in der Ventilkammer 223, wird der Ventilkörper 224 sogleich derart verschoben, daß er die Entleerungsöffnung 222 absperrt und die Strömung der Flüssigkeit von der Einlaßöffnung 220 zu der Auslaßöffnung 221 gestattet. Wenn dagegen alternativ der Druck der Feder 225 und der Flüssigkeitsdruck in der Auslaßöffnung 221 den Druck in der Einlaßöffnung 220 überschreitet, verschiebt sich der Ventilkörper 224 wieder unter der Wirkung des genannten Flüssigkeitsdruckes und der Feder 225, um die Einlaßöffnung 220 zu sperren und die Entleerungsöffnung 222 zu öffnen, so daß Flüssigkeit aus der Leitung 227 und der Auslaßöffnung 221 entleert. d. h. abgeleitet werden kann. Beschreibung der Wirkungsweise 1. Schließen und Heben Die Wirkungsweise der Steuerung bei einem normalen Bagger-Arbeitszyklus ist folgende: Es sei angenommen, daß das offene Greifergefäß 16 auf dem Erdboden oder auf einem sonstigen zu fördernden Material ruht. Gemäß F i g. 5 wird nun das Haltesteuerventi1177 so eingestellt, daß es die Auslaßöffnung 182 mit der Entleerungsöffnung 183 verbindet und die Einlaßöffnung 181 absperrt, während das Schließsteuerventi177 so eingestellt wird, daß die Einlaßöffnung 81 mit der Auslaßöffnung 82 verbunden und die Entleerungsöffnung 83 abgesperrt ist. Die Pumpe 75 fördert Druckflüssigkeit durch die Leitung 76 zu dem Schließsteuerventil 77 und von dort durch die Leitung 79 zu dem Drosselventil 78, welches so eingestellt ist, daß es die gewünschte strömende Menge an Druckflüssigkeit hindurchläßt. Die Druckflüssigkeit strömt dann von dem Drosselventil 78 durch die Leitung 73 direkt zur Schließkupplung, wo sie die beiden Zylinder-Kolben-Aggregate 59 betätigt und die Kupplung einrückt. Wenn die Schließkupplung eingerückt ist, windet die Schließtrommel 13 das Schließseil 14 auf, wodurch das Greifergefäß 16 zunächst geschlossen und sodann gehoben wird.
  • Zur gleichen Zeit strömt Druckflüssigkeit durch die Leitung 73 in die Einlaßöffnung 204 des Druckregelventils 200. Das Druckregelventil 200 wird von der Bedienungsperson entweder von vornherein auf eine bestimmte Stellung oder durch Beobachtung der beiden in Betrieb befindlichen Seile so eingestellt, daß gerade ein solcher Teileingriff der Haltekupplung erzielt wird, welcher ausreicht, um das Halteseil 114 geringfügig straff zu halten. Wenn der Ventilkörper 207 durch eine solche Einstellung abwärts bewegt wird, kann Flüssigkeit frei durch das Druckregelventil 200 und mit dem vorbestimmten reduzierten Druck aus der Auslaßöffnung 205 strömen, wie oben beschrieben worden ist. Die von dem Druckregelventil 200 gelieferte Flüssigkeit mit reduziertem Druck strömt dann durch die Leitung 218 in die Einlaßöffnung 220 des Schnellentlastungsventils 202, wo sie den von der Feder 225 auf den Ventilkörper 224 ausgeübten Druck überwindet und den Ventilkörper 224 so verschiebt, daß die Einlaßöffnung 220 freigegeben und die Entleerungsöffnung 222 abgeschlossen wird. Die Druckflüssigkeit strömt dann durch das Schnellentlastungsventi1202 und die Leitung 227 in die Einlaßöffnung 229 des Dreiwegeventils 201, wo sie den Kolbenschieber 233 an das entgegengesetzte Ende des Zylinders 232 drückt und dadurch den Abschluß der Einlaßöffnung 230 bewirkt. Die Flüssigkeit strömt sodann durch das Dreiwegeventil 201 in die Leitung 173 und aus dieser in die die Haltekupplung betätigenden Zylinder-Kolben-Aggregate. Da die Druckflüssigkeit den Zylinder-Kolben-Aggregaten der Haltekupplung lediglich mit dem von dem Druckregelventi1200 erzeugten reduzierten Druck zugeführt wird, wird die Haltekupplung nur teilweise in Eingriff gebracht und verursacht an der Halteseiltrommel 113 nur eine Schleppkraft, welche gerade ausreicht, um das Spiel bzw. die Schlaffheit aus dem Halteseil 114 zu nehmen, ohne jedoch eine genügend große Zugspannung darin zu erzeugen, durch welche bewirkt würde, daß das Halteseil 114 die tragende Funktion des Schließseiles 14 übernimmt. Das Greifergefäß wird auf diese Weise einfach durch Betätigung der Schließkupplungssteuerung beladen und gehoben, während gleichzeitig das Halteseil automatisch genau in dem Maße eingezogen wird, um ein Spiel oder ein Schlaffwerden des Halteseiles auszuschalten.
  • Die Wirkungsweise der zweiten Ausführungsform (F i g. 8) der Steuerung ist genau die gleiche wie diejenige der ersten Ausführungsform, ausgenommen daß erstens das Ventil 200 a von vornherein so eingestellt ist, daß es gerade einen solchen reduzierten Druck liefert, welcher ausreicht, daß die Haltekupp@ lung den gewünschten Grad an Schleppkraft auf die Halteseiltrommel überträgt, und daß zweitens die von dem Ventil 200 a gelieferte Flüssigkeit direkt durch das Rückschlagventi1201a nach der Haltekupplung strömt. Das Überströmen zur Entleerungsleitung wird bei dieser Ausführungsform durch die Einstellung des Haltesteuerventils 177 gemäß F i g. 8 eher gesperrt als durch die Absperrung der Einlaßöffnung 230 durch den Kolbenschieber 233.
  • 2. Ausschütten Wenn das Greifergefäß 16 die gewünschte Höhe erreicht hat, wird sowohl die Schließtrommelbremse 36 als auch die Haltetrommelbremse 136 angezogen, um das Fördergefäß in dieser Stellung zu halten. Die Schließkupplung wird gelöst, indem das Schließsteuerventi177 betätigt wird, um die Auslaßöffnung 82 und die Entleerungsöffnung 83 miteinander zu verbinden (F i g. 6). Die Strömung der Druckflüssigkeit von der Pumpe 75 ist auf diese Weise unterbrochen, und die Leitung 73 ist direkt mit dem Ölsumpf verbunden, wodurch eine Rückströmung der Druckflüssigkeit aus den Zylinder-Kolben-Aggregaten 59 durch die Leitung 73, das Drosselventil 78, das Schließsteuerventil 77 und die Leitung 85 stattfindet. Gleichzeitig entweicht bei unveränderter Einstellung des Ventilkörpers 207 des Druckregelventils 200 Flüssigkeit aus der Leitung 218 durch das Druckregelventi1200. Wenn dies eintritt, bewirken die Feder 225 und der Flüssigkeitsdruck in der Auslaßöffnung 221 des Schnellentlastungsventils 202 eine solche Bewegung des Ventilkörpers 224, daß die Einlaßöffnung 220 abgesperrt und die Entleerungsöffnung 222 freigegeben wird. Die Flüssigkeit aus den die Haltekupplung betätigenden Zylinder-Kolben-Aggregaten entweicht dann durch das Dreiwegeventil 201, die Leitung 227, das Schnellentlastungsventil 202 und die Entleerungsleitung 85.
  • Das Greifergefäß 16 wird dann in die gewünschte Entleerungs- oder Ausschüttstellung verschwenkt, in welchem Punkt das Schließtrommelbremsband 36 gelöst wird, wodurch die Schließkupplungstromme134 und die Schließseiltrommel13 frei rotieren können und das Schließseil 14 auslaufen lassen. Das Greifergefäß 16 öffnet sich nun unter der Wirkung des Eigengewichtes der Greiferhälften 23 a, 23 b und schüttet seinen Inhalt aus. Sodann wird das Greifergefäß wieder in seine Stellung über dem zu ladenden Material zurückgeführt, und das Haltebremsband 136 wird gelöst, so daß die Haltekupplungstromme1134 und die Halteseiltrommel 113 frei rotieren und das Halteseil 114 auslaufen lassen, so daß das immer noch offene Greifergefäß 16 auf das zu ladende Material heruntergelassen wird. Damit ist der normale Bagger-Arbeitszyklus vollendet.
  • Die Wirkungsweise der zweiten Ausführungsform der Steuerung ist genau die gleiche wie diejenige der ersten Ausführungsform, ausgenommen daß das Haltesteuerventil 177 aus seiner Stellung gemäß F i g. 8 in diejenige gemäß F i g. 6 gedreht wird, während gleichzeitig das Schließsteuerventi177 in seine in F i g. 6 veranschaulichte Stellung verschoben wird. Die Flüssigkeit aus den die Haltekupplung betätigenden Zylinder-Kolben-Aggregaten entweicht dann durch die Leitung 173, das Drosselventil 178, das Haltesteuerventil 177 und die Leitung 185 in die Entleerungsleitung 85, während die Strömung aus der Leitung 173 nach dem Ventil 200 a in diesem Augenblick durch das Rückschlagventil 201a unterbrochen wird. Die Flüssigkeit aus der Leitung 218 entweicht durch das Ventil 200a in die Leitung 73.
  • 3. Heben des offenen Greifergefäßes Manchmal wird gewünscht, eine unabhängige Steuerung der Halteseiltrommelkupplung vorzusehen, so daß man in der Lage ist, ein teilweise geschlossenes Greifergefäß zu heben, beispielsweise beim Ausbaggern von zähem, klebrigem Material, oder wenn der Greifer als Haken, Anker oder Zange benutzt werden soll. Eine unabhängige Steuerung der Halteseiltrommelkupplung ist auch notwendig, um ein offenes Greifergefäß in seine Stellung zurückzuführen. Die Erfindung ermöglicht eine solche unabhängige Steuerung mit Hilfe des Haltesteuerventils 177 und des Dreiwegeventils 201. Wie aus F i g. 7 ersichtlich ist, kann das Haltesteuerventil 177 so eingestellt werden, daß es die Einlaßöffnung 181 mit der Auslaßöffnung 182 verbindet, um Druckflüssigkeit von der Pumpe 75 in die Leitung 179 und in das Drosselventil 178 zu fördern, welches die Strömung der Flüssigkeit durch die Leitung 173 regelt, worauf die Druckflüssigkeit in die Einlaßöffnung 230 des Dreiwegeventils 201 strömt. Wenn der Druck in der Einlaßöffnung 230 den Druck in der Einlaßöffnung 229 überschreitet, wird der Kolbenschieber 233 von der Einlaßöffnung 230 an das entgegengesetzte Ende des Zylinders 232 verschoben, wobei es die Einlaßöffnung 229 sperrt und Druckflüssigkeit von der Einlaßöffnung 230 in die Auslaßöffnung 231 lenkt, von wo sie zu den die Halteseiltrommelkupplung betätigenden Zylinder-Kolben-Aggregaten gelangt. Durch entsprechende Einstellung der Drosselventile 78 und 178 kann daher der der Halteseiltrommelkupplung zugeführte Druck so eingestellt werden, daß er den der Schließseiltrommelkupplung zugeführten Druck überschreitet. Dadurch wird erreicht, daß das Halteseil 114 das Greifergefäß 16 hebt, während die Schließseiltrommelkupplung schleift und bloß das Spiel oder die Schlaffheit aus dem Schließseil 14 nimmt oder das Greifergefäß 16 nur teilweise schließt.
  • Beim Betrieb der zweiten Ausführungsform werden das Schließsteuerventi177 und das Haltesteuerventil 177 ebenfalls gemäß F i g. 7 eingestellt. Die Schließseiltrommelkupplung wird genau so betätigt, wie dies für die erste Ausführungsform beschrieben wurde. Auch die Halteseiltrommelkupplung wird so wie bei der ersten Ausführungsform betätigt, mit der Ausnahme, daß die Strömung der Druckflüssigkeit von der Leitung 173 zu dem Ventil 200 a bei dieser Ausführungsform durch das Rückschlagventil 201a eher gesperrt wird als durch das Dreiwegeventil 201.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Zweitrommel-Greiferwindwerk mit einer Schließseil- und einer Halteseiltrommel, die auf einer angetriebenen Welle frei drehbar angeordnet sind und von denen jede an die Welle durch eine Kupplung anschließbar ist, wobei die Kupplungen durch ein Druckmittelsystem betätigbar sind, das je eine durch Druckmittel betätigte Antriebsvorrichtung für jede Kupplung enthält, d a -durch gekennzeichnet, daß die Druckleitungen (73, 173), die zur Schließseil- und zur Halteseilkupplung (34, 134) führen, je ein Steuerventil (77, 177) aufweisen und durch eine Querleitung (218, 227) verbunden sind, die zwischen den Steuerventilen und den Kupplungen in die Druckleitungen mündet und mit einer Strömungsmittelverriegelung ausgestattet ist, die ein Druckbegrenzungsventil (200; 200a) und eine zwischen diesem und der zur Halteseilkupplung führenden Druckleitung gelegene Ventilvorrichtung (201; 201a) enthält, die die Rückströmung in Richtung auf das Druckbegrenzungsventil sperrt.
  2. 2. Windwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Rückströmung verhindernde Ventilvorrichtung ein Rückschlagventil (201 a) ist.
  3. 3. Windwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (177) in der zur Halteseilkupplung (134) führenden Druckleitung (173) eine alle Verbindungen sperrende Stellung aufweist.
  4. 4. Windwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckbegrenzungsventil ein Druckregelventil (200) ist.
  5. 5. Windwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilvorrichtung zur Verhinderung der Rückströmung ein Dreiwegeventil (201) an der Verbindungsstelle zwischen Querleitung (227) und der zur Halteseilkupplung (134) führenden Druckleitung (173) und ein zwischen Druckbegrenzungsventil (200) und Dreiwegeventil liegendes Schnellentlastungsventil (202) enthält.
  6. 6. Windwerk nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckregelventil (200) einen spulenförmigen Ventilkörper (207) aufweist, der im Ventilgehäuse (203) zwei Ventilkammern (206, 212) abteilt, von denen die eine (206) zwischen der Ein- und der Auslaßöffnung (204 bzw. 205) liegt und die andere (212) über einen Kanal (205 a) an die Auslaßöffnung angeschlossen und mit einer Entlastungsöffnung (214) versehen ist, die in Abhängigkeit von dem in der Kammer (212) herrschenden Druck von einem Teil (215) des Ventilkörpers verschlossen ist, der unter einer einstellbaren Vorspannung steht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1000 582, 800 776; französische Patentschrift Nr. 1138 044.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE800776C (de) * 1948-10-02 1950-12-07 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Pneumatische oder hydraulische Steuerung von Greifer- und Eintrommelwindwerken von Kranen
DE1000582B (de) 1952-07-02 1957-01-10 Hofmann Landmaschinenfabrik U Greiferwinde
FR1138044A (fr) * 1955-12-05 1957-06-06 Potain & Cie Ets F Perfectionnements aux treuils pour installations ou dispositifs de manutention et delevage

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