DE1234975B - Spritzgiessmaschine mit wahlweise gleichachsig oder rechtwinklig zueinander einstellbaren Arbeitseinheiten - Google Patents
Spritzgiessmaschine mit wahlweise gleichachsig oder rechtwinklig zueinander einstellbaren ArbeitseinheitenInfo
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- B29C45/00—Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
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Description
- Spritzgießmaschine mit wahlweise gleichachsig oder rechtwinklig zueinander einstellbaren Arbeitseinheiten Die Erfindung bezieht sich auf eine Spritzgießmaschine mit wahlweise gleichachsig oder rechtwinklig zueinander einstellbaren Arbeitseinheiten, wie Formschließeinheit und Spritzeinheit, die je auf Trägerholmen gelagert und mit einer den Bereich um den Spritzzylinder abschirmenden Sicherheitsabdekkung versehen ist.
- Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde, diese Spritzgießmaschine hinsichtlich der Sicherheitsabdeckung auf Grund der bisherigen Unfallerfahrungen entscheidend weiterzubilden und zu vervollkommnen.
- Der Erfindungsgedanke zur Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß bei Anguß in die Formtrennfuge als Träger für die Sicherheitsabdeckung in Muffen des Maschinengestells einsteckbare Zwischenstücke vorgesehen und diese gleichzeitig Träger der Spritzeinheit sind, wobei deren Trägerholme von Muffen der Zwischenstücke aufgenommen sind und ein den Betriebsstromkreis der Maschine steuernder Teil der Abdeckung an einem der Zwischenstücke angelenkt ist.
- Hiermit wird erreicht, daß bei jeder Betriebsposition der Maschine eine ausreichende Sicherheitsabdeckung gegeben ist und diese eine Freilegung der abgedeckten Maschinenteile unter Trennung des Betriebsstromkreises ermöglicht, wobei es noch wichtig ist, daß die Sicherheitsabdeckung ohne Montagearbeit abnehmbar ist.
- Darüber hinaus genügt die Erfindung der Forderung, daß die Spritzeinheit beim Übergang zum Einspritzen in die Trennfuge in einem geeigneten Abstand zur Gießform zu bringen ist. Dabei vermitteln die als Zwischenstücke ausgebildeten Träger für die Schutzabdeckung in der vorgenannten Spritzposition bereits einen Abstand der Spritzeinheit zur Gießform, der den praktischen Erfordernissen weitgehend entspricht. Dadurch wird die Vorrichtung zur Axialverstellung der Spritzeinheit auf ihren Trägerholmen wesentlich in dem Sinne entlastet, daß sie nur noch für geringere Strecken zur Axialverschiebung eingerichtet zu werden braucht.
- In Weiterbildung der Erfindung können die Zwischenstücke auf der der Formschließeinheit abgewandten Seite durch eine unbewegliche Schutzfläche miteinander verbunden werden, die im wesentlichen in einer parallel zur Längsachse der Spritzeinheit verlaufenden Ebene liegt.
- Auch hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß der an der der Formschließeinheit zugewandten Seite an dem einen Zwischenstück angelenkte Teil der Sicherheitsabdeckung als Winkel ausgebildet ist, deren einer Schenkel im wesentlichen in einer parallel zur Längsachse der Spritzeinheit verlaufenden Ebene und deren anderer Schenkel rechtwinklig dazu verläuft.
- In Weiterbildung dieses Gedankens kann vorgesehen werden, daß der Schenkel der Sicherheitsab deckung an dem einen Zwischenstück durch Scharnier angelenkt und an dem anderen Zwischenstück mittels Einrastfinger und Schaltfinger einrastbar ist.
- Zur systematischen Ausgestaltung des Erfindungsgedankens kann auch vorgesehen werden, daß ein Schaltaggregat an dem anderen Zwischenstück befestigt ist und zwei Mikroschalter umfaßt, deren Betätigungstasten vom Spezialprofil des eingesteckten Schaltfingers in Betriebsposition gehalten sind.
- In diesem Zusammenhang kann es bedeutungsvoll sein, daß die Einstecköffnung im Schaltaggregat von den beiden Mikroschaltern flankiert ist, wobei deren als Gleitrollen ausgebildete Kontakttasten an den Profilkanten des eingesteckten Schaltfingers anliegen.
- Dabei kann es sich empfehlen, daß der Schaltfinger derart profiliert ist, daß sich bei eingestecktem Schaltfinger der eine Mikroschalter in Kontaktstellung und der andere Mikroschalter nach kurzem Wischkontakt bei Einführung des Schaltfingers in kontaktfreier Stellung befindet.
- Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher ererläutert. Es zeigt F i g. 1 die Schutzabdeckung an der perspektivisch dargestellten Spritzgießmaschine, F i g. 1 a in schematischer Darstellung unterschiedliche Arbeitspositionen der Spritzgießmaschine gemäß Fig. 1, F i g. 2 die von der Spritzgießmaschine abgenommene Schutzabdeckung in Draufsicht bei eingeschwenkter und eingerasteter Schutzfläche, F i g. 3 die Anordnung gemäß F i g. 2 bei ausgeschwenkter Schutzfläche, F i g. 4 einen Schnitt nach Linie A-B von F i g. 2, F i g. 5 einen Schnitt nach Linie C-D von F i g. 2 und F i g. 6 einen Längsschnitt durch das Schaltaggregat der Sicherheitsabdeckung.
- Die Spritzgießmaschine gemäß F i g. 1 weist zwei Spritzeinheiten I und II bei horizontal am Maschinengestell befestigter Formschließeinheit auf. Die Spritzeinheit I liegt achsparallel zur Formschließeinheit.
- Die Spritzeinheit II ist rechtwinklig zur Formschließeinheit angeordnet. Ist die Spritzgießmaschine nur mit einer Spritzeinheit versehen wie in den Positionen 1 bis 5 der Fig.la, so können Formschließeinheit und Spritzeinheit in Achsverlängerung (Positionen 1 und 2 der F i g. 1 a) oder rechtwinklig zueinander stehen (Positionen 3 bis 5 der F i g. 1 a).
- Bei den Arbeitspositionen 1 und 2 ist eine Abdekkung 1 der Formschließeinheit ausreichend, bei der ein zentraler Oberteil 1' in Bewegungsrichtung der Formschließeinheit verschieblich gelagert ist. In Schließposition deckt dieser Teil 1' den gesamten gegen Hineingreifen zu schützenden Bereich der Formschließeinheit und der Bewegungsbahn des Spritzzylinders ab. In diesen Positionen 1 und 2 der F i g. 1 a wird der Betriebsstromkreis der Maschine durch Schaltfinger, die an dem verschieblichen Teil 1' befestigt sind, geschlossen.
- Bei einer Arbeitsposition gemäß Positionen3, 4 und 5 der Fig. la ist es unmöglich, den Abdeckteil 1' in Schließposition zu bringen, da in dieser Schließposition die Bewegungsbahn für den auf die Trennfuge der Gießform aufsetzenden Spritzzylinder der rechtwinklig zur Formschließeinheit am Maschinengestell befestigten Spritzeinheit II gesperrt wäre.
- Die Spritzeinheit II ist auf Holmen 3 gelagert. Die freien Enden dieser Holme 3 sind bei abgenommener zusätzlicher Schutzabdeckung von hülsenartigen Anschlußelementen 5 des Maschinengestells aufgenommen.
- Zur Halterung der zusätzlichen Schutzabdeckung 4 a, 4 b, 4c sind nun zwei auf die freien Enden der Holme 3 der Spritzeinheit aufsteckbare Zwischenstücke 6, 6'; 7, 7' vorgesehen, die an ihren freien Enden in einen Zapfen 6', 7' auslaufen. Diese Zapfen passen in die entsprechenden hülsenförmigen Aufnahmeelemente 5 des Maschinengestells. Eine fest an den Zwischenstücken6, 6'; 7, 7' befestigte Schutzfläche 4 a ist im wesentlichen in einer parallel zur Achse der Spritzeinheit verlaufenden Ebene gelegen.
- Die Schutzfläche 4 a liegt demzufolge bei der Arbeitsposition der Spritzeinheit II gemäß Fig. 1 vertikal.
- Eine weitere als Winkel ausgebildete Schutzfläche 4 b, 4 c ist an dem Zwischenstück 6, 6' mittels eines Scharniers 8 angelenkt. In Fig. 3 ist diese Schutzfläche 4 b, 4 c ausgeschwenkt. In F i g. 2 ist sie mittels Rastfinger 9 und 10 und über einen Schaltfinger 11 mit dem Zwischenstück 7, 7' verrastet. Der Schenkel 4 b der ausschwenkbaren Schutzfläche verläuft in einer parallel zur Längsachse der Spritzeinheit liegenden Ebene, während der andere Schenkel rechtwinklig zu der Fläche 4 b steht.
- Ein Anschlag 12 an der Schutzfläche 4a verhindert, daß der verschieblich gelagerte Teil 1' der Schutzabdeckung der Formschließeinheit 1 seine Schließstellung, bei der der Stromkreis der Maschine geschlossen ist, erreichen kann. Der Betriebsstromkreis der Maschine wird mit Hilfe eines an dem Zwischenstück7, 7' befestigten Schaltaggregates 13 in Verbindung mit dem am Schenkel 4 b der Schutzfläche 4 b, 4 c befestigten Schaltfinger 11 geschlossen bzw. getrennt. Der Schaltfinger 11 ist mit einem Spezialprofil versehen. Wie aus F i g. 6 ersichtlich, sind in dem Gehäuse des Schaltaggregates 13 zwei Mikroschalter 14 und 15 untergebracht. Die als Gleitrollen 14' und 15' ausgebildeten Betätigungstasten 14', 15' dieser Mikroschalterl4, 15 flankieren die Einstecköffnung im Schaltaggregat; sie sind vom eingesteckten Schaltfinger 11 in Betriebsposition gehalten. Dabei befindet sich der obere Mikroschalter in Dauerkontakt, während der untere Mikroschalter 15 bei vollständig eingestecktem Schaltfinger 11 kontaktfrei ist (in F i g. 6 ist der Schaltfinger noch nicht ganz eingesteckt).
- Beim Einführen des Schaltfingers bekommt der Mikroschalter 15 jedoch, wie aus der in F i g. 6 gezeigten Profilierung des Schaltfingers verständlich wird, beim Einführen des Schaltfingers einen kurzen Kontakt, der so lange währt, bis die Tastrolle 15' in die Ausbuchtung 11' des Schaltfingers einrastet. Beim Herausziehen des Schaltfingers wird der letzte, die Schaltrolle 15' tragende Hebelarm der BetätigungF taste des Mikroschalters 15 durch die vorbeigleitende Nase am freien Ende des Schaltfingers 11 im Uhrzeigersinn kurzfrilstig umgelegt. Wesentlich für die Funktion des Schaltfingers im Schaltaggregat6 ist, daß bei eingeführtem Schaltfinger über Mikroschalter 14, 15 alle für den Betrieb der Maschine wesentlichen Kontakte herbeigeführt sind, während bei herausgezogenem Finger der Steuerstromkreis der Spritzgießmaschine getrennt ist und auch nicht durch behelfsmkßige Finger, die nicht das spezielle Profil des formgerechten Schaltfingers 11 haben, geschlossen werden kann.
Claims (7)
- Patentansprüche: 1. Spritzgießmaschine mit wahlweise gleichachsig oder rechtwinklig zueinander einstellbaren Arbeitseinheiten (Formschließeinheit und Spritzeinheit), die je auf Trägerholmen gelagert und mit einer den Bereich um den Spritzzylinder abschirmenden Sicherheitsabdeckung versehen sind dadurch gekennzeichnet, daß bei An guß in die Formtrennfuge als Träger für die Sicherheitsabdeckung (4a, 4 b, 4c) in Muffen (5', des Maschinengestells einsteckbare Zwischenstücke (6, 6'; 7, 7') vorgesehen und diese gleich zeitig Träger der Spritzeinheit sind, wobei derer Trägerholme (3) von Muffen (6, 7) der Zwischenstücke aufgenommen sind und ein den Betriebs stromkreis der Maschine steuernder Teil (4 b 4c) der Abdeckung an einem (6, 6') der Zwischenstücke angelenkt ist.
- 2. Spritzgießmaschine nach Anspruch 1, da durch gekennzeichnet, daß die Zwischenstück (6, 6'; 7, 7') auf der der Formschließeinheit ab gewandten Seite durch eine unbewegliche Schutz fläche (4a) miteinander verbunden sind, die in wesentlichen in einer parallel zur Längsachse der Spritzeinheit verlaufenden Ebene liegt.
- 3. Spritzgießmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an der der Formschließeinheit zugewandten Seite an dem einen Zwischenstück (6, 6') angelenkte Teil (4 b, 4c) der Sicherheitsabdeckung als Winkel ausgebildet ist, deren einer Schenkel (4b) im wesentlichen in einer parallel zur Längsachse der Spritzeinheit verlaufenden Ebene und deren anderer Schenkel (4c) rechtwinklig dazu verläuft.
- 4. Spritzgießmaschine nach Anspruch 3 mit zwei Trägerholmen, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Schenkel (4b) der Sicherheitsabdeckung (4 b, 4 c) an dem einen Zwischenstück (6, 6') durch Scharnier (8) angelenkt und an dem anderen Zwischenstück (7, 7') mittels Einrastfinger (9, 10) und Schaltfinger (11) einrastbar ist.
- 5. Spritzgießmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schaltaggregat (13) an dem anderen Zwischenstück (7, 7') befestigt ist und zwei Mikroschalter (14, 15) umfaßt, deren Betätigungstasten (t4', 15') vom Spezialprofil des eingesteckten Schaltfingers (11) in Betriebsposition gehalten sind.
- 6. Spritzgießmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstecköffnung im Schaltaggregat von den beiden Mikroschaltern (14, 15) flankiert ist, wobei deren als Gleitrollen (14', 15') ausgebildete Kontakttasten an den Profilkanten des eingesteckten Schaltfingers (11) anliegen.
- 7. Spritzgießmaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltfinger (11) derart profiliert ist, daß sich bei eingestecktem Schaltfinger der eine Mikroschalter (14) in Kontaktstellung und der andere Mikroschalter (15) nach kurzem Wischkontakt bei Einführung des Schaltfingers in kontaktfreier Stellung befindet.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001028748A3 (de) * | 1999-10-16 | 2001-12-13 | Karl Hehl | Spritzgiessmaschine mit einer schutzabdeckung |
| DE102017003595B4 (de) | 2016-04-12 | 2022-07-07 | Engel Austria Gmbh | Schutzabdeckung für einen Plastifizierzylinder, Plastifiziereinheit und Formgebungsmaschine |
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|---|---|---|---|---|
| WO2001028748A3 (de) * | 1999-10-16 | 2001-12-13 | Karl Hehl | Spritzgiessmaschine mit einer schutzabdeckung |
| US6655947B1 (en) | 1999-10-16 | 2003-12-02 | Karl Hehl | Injection molding machine with a protective cover |
| DE102017003595B4 (de) | 2016-04-12 | 2022-07-07 | Engel Austria Gmbh | Schutzabdeckung für einen Plastifizierzylinder, Plastifiziereinheit und Formgebungsmaschine |
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