DE1217543B - Vorrichtung zum Erzeugen latenter Kraeuselspannungen in endlosen Faeden oder Fadenbuendeln aus thermoplastischem Kunststoff - Google Patents

Vorrichtung zum Erzeugen latenter Kraeuselspannungen in endlosen Faeden oder Fadenbuendeln aus thermoplastischem Kunststoff

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DE1217543B
DE1217543B DED24738A DED0024738A DE1217543B DE 1217543 B DE1217543 B DE 1217543B DE D24738 A DED24738 A DE D24738A DE D0024738 A DED0024738 A DE D0024738A DE 1217543 B DE1217543 B DE 1217543B
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DED24738A
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Cyril George Evans
Fred Ward Cox
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Milliken Research Corp
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    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02GCRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
    • D02G1/00Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
    • D02G1/10Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using knife edges, e.g. heated knife edges, for edge crimping

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Yarns And Mechanical Finishing Of Yarns Or Ropes (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Erzeugen latenter Kräuselspannungen in endlosen Fäden oder Fadenbündeln aus thermoplastischem Kunststoff Die Patentanmeldung D 23308 VII a/29 a bezieht sich auf ein Verfahren zum Erzeugen von latenten Kräuselspannungen in endlosen: Fäden oder Fadenbündeln aus thermoplastischem Kunststoff, bei deüi die Fäden unter Spannung mit konstanter Geschwindigkeit in einem Winkel über eine scharfe Kante oder Klinge gezogen werden. Dabei werden dort erfindungsgemäß die Fäden beim Ziehen unter erhöhter Temperatur über die Kante oder Klinge dieser mit einer so viel höheren Geschwindigkeit als der Ab- zugsgeschwindigkeit zugeführt, daß die durch die Temperatur bedingte Schrumpfung der Fäden fast oder gerade ausgeglichen wird. Dies wird dort durch eine Vorrichtung erreicht, die eine Klinge, um deren Schneide der Faden unter entsprechender Anordnung von Fadenführem in einem scharfen Winkel geführt wird, ein vor der Klinge angeordnetes Heizelement für den Faden und auf der Zuführ- und Abführseite der Klinge angeordnete, vom Faden umschlungene Förderrollen umfaßt, von denen die auf der Zuführseite liegende Rolle eine höhere Umfangsgeschwindigkeit hat als die auf der Abführseite liegende Rolle. Diese Vorrichtung macht es möglich, in den Fäden eine niedrige Spannung im wesentlichen konstant aufrechtzuerhalten, wie sie durch eine vor dem Heizelement angeordnete bekannte Fadenbremse nicht zu erreichen wäre. Wie sich gezeigt hat, unterliegt die Anwendung der Vorrichtung nach der Hauptpatentanmeldung jedoch noch gewissen Beschränkungen. Bei ihr steht der Faden zur Erhitzung mit einem feststehenden Heizelement in Reibungsberührung. Je höher die Laufgeschwindigkeit des Fadens gewählt wird, um so länger muß die Berührun-sstrecke zwischen Faden und Heizelement sein, um so höher ist aber durch ;die Reibungsverluste auch die hinter dem Heizelement und damit während des Hinüberlaufens -über die Kante im Faden vorhandene Spannung. Da die stärkste I#.'-räuselung erzielt wird, wenn die Spannung in dem über die Kante laufenden Faden möglichst niedrig ist, ist dadurch die Arbeitsaeschwindigkeit bei der Vorrichtung nach der Hauptpatentanmäldung beschränkt. Eine weitere Beschränkung besteht darin, daß die ,durch die Berührung mit einem feststehenden Heizelement bedingten Reibungsverhiste das Verarbeiten von Fäden sehr geringen Deniers verhindern, da bei ihnen die zum Ausgleichen der Reibungskräfte erforderliche Fadenspannung höher wird als die Bruchspannung der auf die für das Hinüberziehen über die Klinge gewünschte hohe Temperatur erhitzten dünnen Fäden.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die C Vorrichtung nach der Hauptpatentanmeldung so weiterzubilden, daß die vorgenannten Beschränkungen entfallen.
  • Zur Erreichung dieses Ziels dient bei der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung als Heizelement die zu diesem Zweck beheizte Fadenzuführwalze, und die Klinge ist unmittel ar hinter der Stelle angeordnet, an welcher der Faden die Zuführwalze verläßt. Bei dieser Ausbildung der Vorrichtung ist die Spannung in dem der Klingenkante zulaufenden Teil des Fadens bzw. des Fadenbündels allein durch das Schrumpfmaß der Fäden und den Geschwindigkeitsunterschied zwischen Zuführ- und Abzugwalze gegeben. Jede Reibungsberührung, welche die Spannungsregelung beeinflußt, ist vermieden.
  • Als Fördereinrichtung auf der Zuführseite kann ein Schränkwalzenpaar dienen, bei dem derjenige Teil der einen Walze des Walzenpaares beheizt ist, mit dem der Faden vor dem Ablaufen in Berührung steht. Diese Fördereinrichtung kann auch ein Schränkwalzenpaar mit Stufenwalzen sein, bei dem die größere Stufe der einen Walze beheizt ist und als Zuführwalze und die kleinere Stufe als Abziehwalze dient.
  • Als zweckmäßig hat es sich weiter erwiesen, die Kante der Klinge in einem Abstand von etwa dem Zwei- bis Zwanzigfachen des Fadendurchmessers von dem beheizten Teil der Zuführwalze anzuordnen.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Fig. 1 zeigt in Vorderansicht eine erste Ausführungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung; Fig. 2 ist eine Stirnansicht eines Teils der Vorrichtung nach F i g. 1; F i g. 3 ist ein Schnitt, der im wesentlichen der Linie 3-3 in F i g. 2 folgt; F i g. 4 zeigt in vergrößertem Maßstab den bei der Vorrichtung nach F i g. 1 verwendeten Klingenhalter; F i g. 5 ist ein Schnitt längs der Linie 5-5 in Fig. 4; F i g. 6 zeigt in Vorderansicht eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung; F i g. 7 ist eine Stirnansicht eines Teils der Vorrichtung nach Fig. 6; F i g. 8 ist die Vorderansicht einer dritten gemäß der Erfindung ausgebildeten Vorrichtung; F i g. 9 ist ein im wesentlichen der Linie 9-9 in F i g. 8 folgender Schnitt durch einen Teil der Vorrichtung nach F i g. 8.
  • Bei der in den F i g. 1 bis 5 gezeigten Vorrichtung kommt der endlose Faden bzw. das Fadenbündel z. B. von einer Vorratsspule 10. Wenn die Vorrichtung durch Umbau einer Streckzwimmaschine erhalten ist, kann das Fadenbündel unmittelbar von einem Härtebad oder von einer Trockenkammer aus zugeführt werden, in die es von einer Spinadüse läuft.
  • Die Vorrichtung wird von einem Rahmen 12 gehalten, der einen Teil einer Streckzwirmnaschine oder einer Spinumaschine darstellt. An diesem Rahmen 12 ist mittels einer Mutter 16 ein Bolzen 14 befestigt. Auf diesem Bolzen ist unter Zwischenschaltung von Wälzlagern 20 und 22 eine insgesamt mit 18 bezeichnete Stufenwalze drehbar gelagert. Eine Endplatte 26 der Stufenwalze 18 trägt Zahnradzähne 24, die zum Antreiben der Stufenwalze 18 mit einem kleinen Zahnrad 28 kämmen, das auf einer angetriebenen Welle 30 sitzt, die in dem Rahmen 12 gelagert ist.
  • Die Walze 18 weist die beiden Stufen 32 und 34 auf. Die größere Stufe 32, die aus einem wärmeleitenden Material, z. B. aus nichtrostendem Stahl, hergestellt ist, hat einen Ringflansch 36, über den sie mit Hilfe von Schrauben 38 an der Endplatte 26 be- festigt ist. Die kleinere Stufe 34 besitzt einen nach innen ragenden Ringflansch, der an einem ebensolchen am benachbarten Ende der größeren Stufe 32 mittels Schrauben 42 befestigt ist. Aus noch zu erläuternden Gründen ist die Stufe 34 gegenüber der Stufe 32 durch eine Ringscheibe 43 aus einem Material geringer Wärmeleitfähigkeit, z. B. Kork, thermisch isoliert. Gegebenenfalls kann aber auch die ganze Stufe 34 der Stufenwalze aus einem Material mit einem niedrigen Wärmeleitkoeffizienten bestehen.
  • In nächster Nähe der Innenfläche der Stufe 32 ist eine ringförinige Heizeinrichtung 44 in Form eines elektrischen Widerstandes angeordnet, die den der kleineren Stufe 34 benachbarten Bereich der Stufe 32 auf einer erhöhten Temperatur hält. Die Heizeinrichtung ist von dem Bolzen 14 aus durch mehrere Tragglieder 46 unterstützt. Die Zuführung von elektrischer Energie erfolgt über elektrische Leiter 48, die sich durch einen axialen Kanal des Bolzens 14 hindurch erstrecken. Zum Regeln der Temperatur ist ein Thermostat 50 vorgesehen.
  • Auf einem weiteren am Rahmen 12 befestigten und gegenüber dem Bolzen 14 geschränkten Bolzen 52 ist eine insgesamt mit 54 bezeichnete zweite Stufenwalze drehbar gelagert. Diese Stufenwalze 54 umfaßt eine größere Stufe 56 und eine kleinere Stufe 58, die einen solchen Durchmesser aufweisen, daß, wenn die Umfangsgeschwindigkeit der Stufe 56 gleich derjenigen der Stufe 32 der Walze 18 ist, auch die Umfangsgeschwindigkeit der Stufe 58 der Walze 54 gleich derjenigen der Stufe 34 der Walze 18 ist. Durch die gegenseitige Schränkung der Drehachsen dgr Stufenwalzen 18 und 54 bleiben die um die beiden Walzen herumgelegten Windungen des Fadens bzw. des Fadenbündels voneinander getrennt, wie es in F i g. 1 dargestellt ist. Die Walzen 18 und 54 bilden also zusammen ein bekanntes Schränkwalzenpaar mit Stufenwalzen.
  • An dem Rahmen 12 ist ferner ein Haltearm 60 für eine Klinge 62 befestigt, die eine Schneide 64 besitzt. Der Halter 60 ist so angeordnet, daß sich die Schneide 64 in der Nähe des beheizten Bereichs der Umfangsfläche der Stufe 32 der Walze 18 befindet. Die Klinge 62 liegt in einer Vertiefung in einer plattenförmigen Verbreiterung 66 am Ende des Halteanns 60. Da es vorteilhaft ist, die Klinge 62 gegenüber der Stufe 32 der Walze 18 auf einer niedrigen Temperatur zu halten, besteht der Arm 60 mit dem Teil 66 aus einem Material hoher spezifischer Wärmeleitfähigkeit, z. B. aus Bronze, so daß die Wärme aus der Klinge schnell abgeführt wird. Um ein leichtes Auswechseln der Klinge 62 zu ermöglichen, ist sie gemäß F i g. 4 durch zwei Klemmfedern 68 in ihrer Lage gehalten, die an dem Platten-teil 66 mittels Schrauben 70 befestigt sind.
  • Das die Vorrichtung verlassende Fadenbündel 11 wird im vorliegenden Fall auf einer insgesamt mit 72 bezeichneten Ringzwimeinrichtung bekannter Bauart gesammelt. Die Fäden laufen durch einen Fadenführer 74 dem Läufer 76 zu, durch den sie auf einer Spulenhülse 78 aufgewickelt werden. In manchen Fällen kann es aber auch erwünscht sein, eine Sammeleinrichtung zu verwenden, bei der das Fadenbündel keinen Drall erhält.
  • Für die Führung des Fadenbündels 11 dienen Fadenführer. Ein erster Fadenführer 80 befindet sich unmittelbar oberhalb der Vorratsspule 10, um das Fadenbündel 11 von dem Vorratskörper nach oben abzuziehen. Fadenführer 82 und 84 leiten das Fadenbündel 11 der Stufe 32 der Stufenwalze 18 zu, und ein Fadenführer 86 gewährleistet, daß das Fadenbündel unter einem geeigneten Winkel gegenüber der Drehachse der Walze 18 von dieser weggeleitet wird. Die Fadenbahn zwischen den Fadenführern 82 und 84 sowie den Fadenführern 86 und 74 ist in F i g. 1 und 2 unterbrochen gezeichnet, denn in vielen Fällen kann es vorteilhaft sein, auf dem Zwischenweg Arbeitsgänge vorzunehmen, die nicht in unmittelbarer Beziehung zum Kräuseln der Fäden stehen. Es kann z. B. erwünscht sein, das Fadenbündel zwischen den Fadenführem 82 und 84 einem Streckvorgang zu unterwerfen oder zwischen den Fadenführem 86 und 74 Einrichtungen zum Aufbringen einer Schlichte oder eines Mittels zum Verhindern statischer Aufladungen in den Fäden anzuordnen.
  • Um die Vorrichtung in Betrieb zu setzen, fädelt man ein von dem Vorratskörper 10 abgezogenes Ende des Fadenbündels 11 in die Fadenführer 80, 82 und 84 ein und legt es dann in mehreren Windungen, die ausreichen, um eine genügende Mitnahme zu erreichen, um die jeweils den größeren Durchmesser aufweisenden Stufen 32 und 56 der Walzen 18 und 54 herum, die das Zuführwalzenpaar bilden. Wie man am besten in F i g. 2 erkennt, wird das Fadenbündel 11 dann von dem Umfang der Stufe 32 kommend um die Schneide der Klinae 62 und dann zu der den kleineren Durchmesser aufweisenden Stufe 58 der Walze 54 geleitet, so daß das Fadenbündel, während es sich auf einer erhöhten Temperatur befindet, längs einer scharf gewinkelten Bahn um die sich im Scheitel des Winkels befindende Schneide 64 herumläuft. Die La-e der Klinge 62 gegenüber der Umfangsfläche der Stufe 32 ist so gewählt, daß die Laufrichtung der Fäden beim Herumziehen um die Schneide 64 eine Anderung von mindestens etwa 900 erfährt und die Fäden sich möglichst wenig abkühlen können ' bevor sie mit der Schneide64 in Berührung kommen, und damit der größtmögliche Grad von latenten Kräuselspannungen in den Fäden erhalten wird. Zwischen der Schneide 64, der Klinge 62 und dem Umfang der Stufe 32 der Walze 18 ist aber genügend Raum vorhanden, daß das Fadenbündel ungehindert zwischen ihnen hindurchlaufen kann. Zwischen der Schneide bzw. der Kante 64 und der Umfangsfläche der Stufe 32 wird vorzugsweise ein Zwischenraum von etwa dem Zwei- bis Zwanzigfachen des Fadendurchmessers aelassen. Ferner ist die Klinge gegenüber der Fadenbahn unter einem solchen Winkel angeordnet, daß die Fäden nach dem Herumziehen um die Kante 64 die von der Walze 18 abgewandte Flachseite der Klinge 62 berühren. Dies ist erwünscht, damit sich die Fäden möglichst schnell abkühlen, nachdem sie die Kante 64 verlassen haben. Die Platte 66 und der Arm 60 führen die Wärme aus der Klinge 62 ab, so daß diese im Vergleich zur Oberfläche der Stufe 32 der Walze 18 auf einer niedrigen Temperatur gehalten wird. Es hat sich gezeigt, daß die Berührung zwischen den Fäden und der Klinge 62 zu einer schnelleren Abkühlung des Fadenbündels führt, als man sie durch die Umgebungsluft erhalten kann.
  • Nachdem das Fadenbündel 11 von der Klinge 62 zu der den kleineren Durchmesser aufweisenden Stufe 58 der Walze 54 gelaufen ist, läuft es in mehreren Windungen um die kleineren, ein Abzugwalzenpaar bildenden Stufen 34 und 58 der Walzen 18 und 54 herum und gelangt danach durch die Fadenführer 86 und 74 hindurch zu der Sammeleinrichtung 72. Der Übergang von der den größeren Durchmesser aufweisenden Stufe 32 der Rolle 18 über die Klinge 62 zu der den kleineren Durchmesser aufweisenden Stufe 58 der Rolle 54 ermöglicht es den Fäden, vor ihrer Berührung mit der Kante 64 unter dem Einfluß der ihnen mitgeteilten Wärme zu schrumpfen. Durch den Unterschied der Umfangsgeschwindigkeiten der das Zuführwalzenpaar bildenden größeren Stufen 32 und 56 und der das Abzugwalzenpaar bildenden kleineren Stufen 34 und 58 werden wie in der Hauptpatentanmeldung beschrieben, nicht nur die sonst durch das Schrumpfen auftretenden Spannungen vermieden, sondern in den Fäden während des Herumziehens um die Klinkenkante auch die gewünschte niedrige Spannung aufrechterhalten, die für die Erzielung -einer möglichst starken Kräuselung erwünscht ist.
  • Bei dem in den F i g. 6 und 7 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der die Vorrichtung tragende Rahmen 88 wiederum ein Bestandteil einer Streckzwirnmaschine oder einer Spinnmaschine. Auf einem am Rahmen 88 befestigten Bolzen 90 ist eine Walze 92 gelagert, die eine Umfangsfläche 93 aufweist und stimseitig einen Bauteil 94 trägt, der am Umfang mit Zahnradzähnen 95 versehen ist. Der Antrieb der Walze 92 erfolgt mittels eines Stimzahnrades 96, das auf einer im Rahmen 88 gelagerten angetriebenen Welle 98 sitzt.
  • Innerhalb der Walze 92 ist in -unmittelbarer Nähe ihrer Innenfläche ein zylindrisches Heizelement 100 angeordnet, das die Aufgabe hat, die Umfangsfläche 93 der Walze 92 auf einer erhöhten Temperatur zu halten. Das Heizelement 100 ist ein elektrischer Widerstand, dem elektrische Energie über Leitungen 102 zugeführt wird, welche durch einen axialen Kanal des Bolzens 90 hindurch in die Walze 92 eintreten.
  • Mit der Walze 92 arbeitet eine zu ihr geschränkt angeordnete zweite Walze 104 zusammen, die auf einem ebenfalls durch den Rahmen 88 unterstützten Bolzen 106 drehbar gelagert ist und eine Urnf angsfläche 105 besitzt. Die Walzen 92 und 104 bilden also zusammen ein bekanntes Schränkwalzenpaar, auf dem die einzelnen Windungen des um sie herumgelegten Fadenbündels 108 voneinander getrennt bleiben.
  • Die Abzugwalze ist mit 110 bezeichnet, besitzt eine Umfangsfläche 111 und ist auf einem ebenfalls durch den Rahmen 88 unterstützten Bolzen 112 drehbar gelagert. Für den Antrieb der Abzugwalze 110 trägt diese an einer Stimwand 114 Zähne, die mit dem Stimzahnrad 96 käm m en. An der Umfanasfläche 111 der Walze 110 liegt eine kleine Walze 116 an, die am Ende eines Schwenkarmes 118 gelagert ist, der an einer sich von dem Rahmen 88 weg erstrekkenden kleinen Welle 120 angebracht ist. Eine auf der Welle 120 sitzende Feder 122 ist bestrebt, die Walze 116 gegen die Walze 110 zu drücken. Zwar können die Walzen 116 und 110 aus einem beliebigen Material bestehen, doch ist vorzugsweise mindestens eine der beiden aus einem nachgiebigen Material, z. B. Gummi, hergestellt, um den Schlupf der zwischen den beiden Walzen hindurchgeführten Fäden zu vermindern und eine Verformung des Fadenquerschnitts, zu verhindern.
  • Mittels eines sich von dem Rahmen 88 weg erstreckenden Haltearms 126 wird eine Klinge 124 mit ihrer Kante bzw. Schneide 125 in einer solchen Lage gehalten, daß sich die letztere in nächster Nähe der Umfangsfläche der Walze 92 befindet. Die Klinge 124 entspricht der Klinge 62 bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 bis 5, und die dort zu der Lage der Klinge gegenüber der Stufe 32 der Walze 18 gemachten Ausführungen gelten ebenso für die Lage der Klinge 124 gegenüber der Oberfläche 93 der Walze 92.
  • Zur Führung des Fadenbündels 108 dienen ein erster am Rahmen 88 angebrachter Fadenführer 128, der es von der Klinge 124 zur Oberfläche 111 der Rolle 110 leitet, und ein zweiter Fadenführer 129, der das die Walzen 110 und 116 verlassende Fadenbündel leitet.
  • Während des Betriebes der Vorrichtung ist das Fadenbündel 108 in einer ausreichenden Zahl von Windungen um das Schränkwalzenpaar 92, 104 herumgelegt, läuft dann von der Walze 92 um die Kante 125 der Klinge 124 herum und durch den Fadenführer 128 zu der Walze 110, um diese herum und dann zwischen den Walzen 110 und 116 hindurch, um schließlich durch den Fadenführer 129 hindurch zu Diner nicht gezeigten Sammeleinrichtung bekannter #,usführung zu gelangen. Auf der Oberfläche der Walze 92 werden die Fäden unmittelbar vor dem flerüberziehen über die Kante 125 der Klinge 124 durch das Heizelement 1Q0 auf die für das Erzeugen latenter Kräuselspannungen erforderliche Temperatur erhitzt. Auch hier erfolgt die Spannungsregelung dadurch, daß man die Walze 110 über die durch das Zahnrad 96 gegebene getriebemäßige Verbindung mit einer gegenüber derjenigen der Walze 92 so viel geringeren Umfangsgeschwindigkeit von der Klinge abzieht, daß durch die Erwärmung der Fäden bedingte Schrumpfung zwischen der Walze 92 und der Kante 125 der Klinge 124 fast oder gerade ausgeglichen ist.
  • Bei dem in den F i g. 8 und 9 gezeigten dritten &#usführungsbeispiel wird an einem Rahmen 132 ein Bolzen 134 gehalten, auf dem eine Walze 136 mit einem konischen Walzenabschnitt 137 drehbar gelagert ist, dieein Stück mit einem Zahnrad 138 bildet. Zum Antrieb der Walze 136 dient ein Stirnzahnrad 139 auf einer im Rahmen 132 gelagerten Welle 140.
  • Innerhalb der Walze 136 befIndet sich ein Heizelement 141, das der Innenfläche des konischen Walzenabschnittes 137 der Walze 136 gegenüberliegt und die Aufgabe hat, diesen Teil 137 der Walze auf einer erhöhten Temperatur zu halten. Das Heizelement 141 ist ein elektrischer Widerstand, der über die Zuleitungen 142 mit Strom versorgt wird.
  • Am Rahmen 132 ist ferner ein unter einem Winkel zur Drehachse der Walze 136 angeordneter Stift 143 aus einem verschleißfesten Material und mit glatter Oberfläche angebracht. Die Walze 136 und der Stift 143 bilden zusammen ebenfalls eine Schränkwalzenanordnung bekannter Art.
  • In der Nähe der Umfangsfläche des konischen Ab- schnitts 137 der Walze 136 ist in der gleichen Weise, wie im Zusammenhang mit der Klinge 62 bei der Vorrichtung nach den F i g. 1 bis 5 beschrieben, eine Klinge 146 mit einer Kante 147 angeordnet. Die Klinge 146 wird durch den Haltearm 148 in ihrer Lage gehalten.
  • Der Ausgleich des durch die Temperatur bedinten Schrumpfens der Fäden und eine konstante Fadenspannung wird in diesem Falle durch die insgesamt mit dem Bezugszeichen 150 bezeichnete Sammeleinrichtung erhalten, die eine Aufnahmespule 152 auf einer frei drehbaren Welle 154 enthält, welche sich zwischen zwei mit Schlitzen versehenen Rahmen 156 und 158 erstreckt. Die Spule 152 kann sich innerhalb gewisser Grenzen ungehindert nach oben und unten bewegen und wird durch Umfangsberührung von einer Walze 160 bekannter Ausführung angetrieben, die auf einer sich ebenfalls zwischen den Rahmen 156 und 158 erstreckenden Welle 162 sitzt. Der Antrieb der Leitwalze 160, die gleichzeitig Fadenführungswalze ist, erfolgt über Zahnräder 170, 178 von einer ein konstantes Drehmoment übertragenden Einrichtung 164, die auf einem sich von dem Rahmen 156 weg erstreckenden Bolzen 166 gelagert ist und ein erstes Zahnrad 168 aufweist, das mit einem zweiten Zahnrad 170 über eine Reibungskupplung verbunden ist. Die Reibungskupplung kann in bekannter Weise ausgebildet sein. Sie sorgt dafür, daß das Drehmoment, das bestrebt ist, das Zahnrad 170 zu drehen, ohne Rücksicht auf die relativen Drehzahlen der Zahnräder 168 und 170 im wesentlichen konstant bleibt. Eine auf die Welle 166 aufgeschraubte Mutter 172 dient dazu, die Größe des von dem Zahnrad 168 auf das Zahnrad 170 übertragenen Drehmoments einzustellen. Das Zahnrad 168 wird durch ein Zahnrad 174 auf einer in dem Rahmen 156 gelagerten Welle 176 angetrieben.
  • Ein erster am Rahmen 132 angebrachter Fadenführer 180 leitet das Fadenbündel 144 um die Klinge 146, ein zweiter Fadenführer 181 leitet es zu einem weiteren, in der Mitte oberhalb der Aufwickeleinrichtung 150 angeordneten Fadenführer 182, von dem es der Leitwalze 160 zuläuft. Der Fadenführer 182 ist von der Antriebswalze 160 in einem ausreichend großen Abstand angeordnet, um Spannungsschwankungen auf einem Kleinstmaß zu halten.
  • Während des Betriebes der Vorrichtung durchläuft das Fadenbündel 144 die Walze 136 und den Stift 143 in - mehreren Windungen, wird dann von der Walze 136 um die Klinge 146 herumgezogen und läuft dann über die Fadenführer 180 und 182 und weiter um die Fadenführungs- und Antriebswalze 160 herum zu der Aufwickelspule 152. Da die Oberfläche des konischen Abschnitts 137 der Walze 136 durch die Heizeinrichtung 141 geheizt wird, befinden sich die Fäden beim Herumziehen um die Klingenkante 147 auf einer erhöhten Temperatur, so daß sich in ihnen latente Kräuselspannungen bilden. Die Spannung in dem der Klingenkante 147 zulaufenden Faden wird hier durch das Einstellen der Reibungskupplung 164 eingestellt.
  • Eine solche eine konstante Spannung in den ab-Clezogenen Fäden aufrechterhaltende Aufwickeleinrichtung 150 ist nur dann vorteilhaft, wenn die Konizität des Walzenabschnitts 137 der Walze 136 und die Lage der Klinge 146 gegenüber dem Ab- schnitt 137 so gewählt sind, daß das Fadenbündel auf dem kurzen Weg von dem Walzenabschnitt 137 zu der Klinge 147 kein Bestreben zum Schrumpfen mehr hat. Wenn das Fadenbündel auf diesem Weg noch weiter schrumpfen soll, ist es vorteilhaft, auch bei der in den F i g. 8 und 9 gezeigten Vorrichtung eine getriebemäßig mit der Zuführwalze 137 verbundene Abzugeinrichtung zu verwenden, wie sie beispielsweise in F i g. 6 und 7 dargestellt ist, so daß das Schrumpfen der Fäden die ihnen beim Zulaufen zur Kante 147 innewohnende Spannung bestimmt. Ferner eignet sich eine konische Walze nur für Fäden, die die Fähigkeit besitzen, unter dem Einfluß von Wärme zu schrumpfen. Wenn Fäden verarbeitet werden, die vorher thermisch ausgeschrumpft worden sind oder sich aus anderen Gründen bei einer Erwärmung nicht zusammen iiechhen, sollte man eine zylindrische Walze, wie sie in F i g. 6 und 7 bei 92 angedeutet ist, in Kombination mit der in F i g. 8 gezeigten Aufwickeleinhchtung 150 verwenden.

Claims (2)

  1. Patentanspräche-1. Vorrichtung zum Erzeugen latenter Kräuselspannungen in endlosen Fäden oder Fadenbündeln aus thermoplastischem Kunststoff nach Patentanuneldung D 23308 VIIa/29a, dadurch gekennzeichnet, daß als Heizeinrichtung die zu diesem Zweck beheizte Fadenzuführwalze (32, 92, 136) dient und die Klinge (62, 124, 146) unmittelbar hinter der Stelle angeordnet ist, an welcher der Faden die Zuführwalze verläßt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Zuführwalze ein Schränkwalzenpaar (95, 105; 136, 143) dient und derjenigr, Teil der einen Walze (92, 136) des Walzenpaares beheizt ist, mit dem der Faden vor dem Ablaufen in Berührung steht. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Schränkwalzenpaar mit Stufenwalzen (18, 54), bei dem die größere Stufe (32) der Walze (18) beheizt ist und als Zuführwalze und die kleinere Stufe (34) als Abzugswalze dient. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kante der Klinge (62, 124, 146) in einem Abstand von etwa dem Zwei- bis Zwanzigfachen des Fadendurchmessers von dem beheizten Teil der Zuführwalze (32, 92, 136) angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentsehi4f4 2-3--3 08 ;
    französische Patentschrift Nr. 1051329; belgische Patentschriften Nr. 534 588, 532 255; britische Patentschrift Nr. 681401.
DED24738A 1956-01-26 1957-01-23 Vorrichtung zum Erzeugen latenter Kraeuselspannungen in endlosen Faeden oder Fadenbuendeln aus thermoplastischem Kunststoff Pending DE1217543B (de)

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