DE1209005B - Verzoegerungsorgan bei Luftsteuereinrichtungen von pneumatischen Fahrzeugabfederungen - Google Patents

Verzoegerungsorgan bei Luftsteuereinrichtungen von pneumatischen Fahrzeugabfederungen

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DE1209005B
DE1209005B DEI13260A DEI0013260A DE1209005B DE 1209005 B DE1209005 B DE 1209005B DE I13260 A DEI13260 A DE I13260A DE I0013260 A DEI0013260 A DE I0013260A DE 1209005 B DE1209005 B DE 1209005B
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air
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Dipl-Ing Eth Carlo Machnich
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Inventio AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60GVEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
    • B60G17/00Resilient suspensions having means for adjusting the spring or vibration-damper characteristics, for regulating the distance between a supporting surface and a sprung part of vehicle or for locking suspension during use to meet varying vehicular or surface conditions, e.g. due to speed or load
    • B60G17/02Spring characteristics, e.g. mechanical springs and mechanical adjusting means
    • B60G17/04Spring characteristics, e.g. mechanical springs and mechanical adjusting means fluid spring characteristics
    • B60G17/052Pneumatic spring characteristics

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

  • Verzögerungsorgan bei Luftsteuereinrichtungen von pneumatischen Fahrzeugabfederungen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verzögerungsorgan bei Luftsteuereinrichtungen von pneumatischen Fahrzeugabfederungen, bei denen zur Regelung der Fahrzeugahmenhöhe zwei Luftsteuerventile Regelung oder -kanäle verwendet werden, von denen das eine der Zufuhr von Druckluft zum Aufhängungssystem und das andere zum Ablassen der Luft aus diesem System dient, deren Steuerglied nachgiebig mit einem auf die Änderung der Rahmenhöhe ansprechenden, zwischen Rahmen und Radteil angeordneten Impulslenker verbunden ist.
  • Bei solchen Federungen besteht die Möglichkeit, die Kennlinie des Federungselementes in Abhängigkeit von der statischen bzw. der dynamischen Radbelastung zu ändern. Damit wird erreicht, daß das Rad in bezug auf das Fahrgestell stets um die gleiche Mittellage schwingt. Hierdurch wird nicht nur eine besondere Fahrsicherheit und weitestgehende Schonung des Fahrzeuges erzielt, sondern auch ein ganz besonderer Fahrkomfort geboten. Für die Änderung der Federungskennlinie sind bereits Steuerungseinrichtungen vorgeschlagen worden, welche durch Regelung der Luftzufuhr bzw. -ableitung den Druck im Federungselement den Betriebs- und Fahrverhältnissen anpassen. Das dabei erzielte Resultat ist jedoch von der Empfindlichkeit der Steuerung abhängig.
  • Zweck der Erfindung ist die Verbesserung der bekannten Regelungseinrichtungen mit Verzögerungsorgan. Erreicht wird dies dadurch, daß bei einem Verzögerungsorgan der vorerwähnten Art das die Luftsteuerventile beeinflussende, an sich bekannte kreisförmig schwingende Steuerglied mit einem zusiitzlichen Regelorgan in Wirkungsverbindung steht, welchcs in Abhängigkeit von dem durch die Luftentnahme des Luftsteuerventils bestimmten Druck im Vorratsbehälter die Ansprechempfindlichkeit der Luftsteuerventile beeinflußt und steuert. Dabei ist das Regelorgan als ein dem Einfluß eines elastischen Organs und dem Druck im Vorratsbehälter ausgesetzter, in einem am Fahrzeugrahmen befestigten Zylinder geführter Kolben ausgebildet, der mit dem um einen Punkt drehbar schwingenden Steuerglied für die Luftsteuerventile über einen um den gerannten Drehpunkt schwingenden Übertragungshebel in Verbindung steht, durch dessen Verstellung der tote Weg zwischen der Ruhelage des Impulslenkers und der Lage, in welcher dieser über das schwingend Steuerglied die Ventile zu beeinflussen beginnt, verändert wird.
  • Im weiteren Verfolg der Erfindung kann als Regelorgan ein zylindrischer Steuerschieber verwendet werden, der in einem Führungszylinder angeordnet ist, wobei der Steuerschieber in seiner Außenwandung eine dreieckähnliche Ausnehmung aufweist, die über Steuerschlitze in dem Führungszylinder mit einem Federungselement und mit der Außenluft in Verbindung gebracht werden kann, und der Steuerschieber an einem Ende dem Behälterdruck und am anderen Ende denn Einfluß eines Federorgans ausgesetzt ist, welches zwischen dem Schieber und dem zylindrischen Führungskopf eingesetzt ist. Der Steuerschieber ist axial verschiebbar und gleichzeitig zwangsweise drehbar geführt, so daß durch die Verdrehung des Steuerschiebers die axiale Entfernung der Steuerkanten der Ausnehmung von des Schlitzen verändert wird. Das Regelorgan weist einen zylindrischen Kopf auf, der in denn Zylinder des Steuerschiebers geführt ist, wobei der Steuerschieber reit einer schrägen Führungsnut des Kopfes zusammenwirkende Mitnehmer besitzt, welche bei einer Axialdes Kopfes den Steuerschieber eint die ei`hene Langsachse verdreht.
  • Die Erfindung vird in der Beschreibung im Züisam:nenliang mit der Zeichnung näher erläutert.
  • In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigt F i g. 1 eine Ausführungsform des Verzögerungsorgans und seine Anordnung in schematischer Darstellung, F i g. 2 die wesentlichen Teile einer abgeänderten Ausführungsform in schematischer Schnittdarstellung, F i g. 3 eine Einzelheit der Einrichtung gemäß der F i g. 2, in perspektivischer Darstellung. In den dargestellten Ausführungsbeispielen wird als Federungselement komprimierte Luft verwendet. Dementsprechend weist die Einrichtung einen vom nicht gezeichneten Fahrzeugmotor angetriebenen Luftkompressor l auf, welcher über eine Leitung 2 über eine weitere Leitung 4 mit einem Steuerorgan 5 verbundenen Vorratsbehälter 3 speist. Die Leitung 4 mündet am Steuerorgan 5 in einen primären Druckraum 6, welcher über eine durch ein Ventil 8 gesteuerte Öffnung 7 mit einem sekundären Druckraum 9 verbunden werden kann. über eine durch ein Ventil 11 gesteuerte Auslaßöffnung 10 kann der sekundäre Druckraum 9 mit der Außenluft verbunden werden. Die Ventile 8 und 11 stehen unter der Wirkung von Schraubenfedern 12.
  • über eine Leitung 13 steht der sekundäre Druckraum 9 mit einem Ausgleichsbehälter 14 in Verbindung, welches einerseits über eine Leitung 15 mit dem geschlossenen Innenraum eines Faltenbalgbehälters 16 verbunden ist. Der Faltenbalgbehälter 16 ist zwischen einer Federbrücke 17 eines Fahrgestells 18 und einem Federteller 19 eines mit dem Fahrgestell 18 durch Schwingarme 20 und 21 gelenkig verbundenen Achsschenkelträgers 22 angeordnet, wobei der Achsschenkelträger 22 das auf einen Achsschenkel 23 drehbar gelagerte Rad trägt.
  • Die Spindeln der Ventile 8 und 11 sind in dem Gehäuse des Steuerorgans 5 luftdicht geführt und stützen sich auf die Enden eines bei 25 schwenkbar gelagerten zweiarmigen Kipphebels 26. Der Kipphebel 26 ist an seiner Lagerstelle 25 durch ein übertragungsorgan, z. B. durch den Hebel 27 mit dem Kolben 28 eines mit der Leitung 4 in Verbindung stehenden Zylinders 30 eines Regelorgans 29 so in Wirkungsverbindung, daß die Hubbewegung des von der Druckluft beaufschlagten Kolbens 28 das Spiel zwischen Kipphebel 26 und Spindeln der Ventile 8, 11 verstellt, wobei die Enden des Kipphebels 26 den Ventilspindeln genähert und von diesen entfernt werden. Zwischen dem Kolben 28 und dem Boden des Zylinders 30 ist eine Schraubenfeder 37 eingebaut, welche bestrebt ist, den Kolben 28 entgegen dem Luftdruck zu verschieben. Auf dem übertragungshebel 27 können auch Gewichte 31 oder Dämpfer angeordnet werden, welche als Ausgleichs- oder Verzögerungsmassen bzw. als Verzögerungsorgane dienen, um die Funktion des Regelorgans 29 stabilisierend zu beeinflussen.
  • An dem auf die Spindel des Ventils 8 einwirkenden Ende des Kipphebels 26 ist das eine Ende eines Stößels 32 angelenkt, dessen anderes Ende an dem Achsschenkelträger 22 angelenkt ist. Der Stößel 32 ist in seinem mittleren Teil unterbrochen, und seine gegenüberstehenden Enden sind mit tellerartigen Köpfen 33 in einem durch eine Zwischenwand 34 unterteilten Zyinder 35 beiderseits dieser Zwischenwand geführt. Der Zylinder 35 ist an beiden Enden geschlossen, und die Stößelhälften sind in Bohrungen der Endwände des Zylinders geführt. Zwischen der oberen Endwand des Zylinders 35 und dem Tellerkopf 33 des oberen Teils des Stößels 32 sowie zwischen der Trennwand 34 und dem Tellerkopf 33 des unteren Teils des Stößels 32 sind Schraubenfedern 36 angeordnet. Auf diese Weise entsteht eine Federwaage, welche unerwünschte Flatterbewegungen der Ventile 8 und 11 verhindert oder ausgleicht.
  • Die in der Zeichnung dargestellte Lage der Einrichtung entspricht der Mittelstellung des Rades, in welcher alle die Radführung charakterisierenden Größen, wie z. B. Spur, Sturz, Vorlauf, Achsschenkelneigung usw., dem erwünschten Idealwert entsprechen. Es wird angestrebt, diese Radmittelstellung bei jeder Änderung der statischen Last nach Möglichkeit beizubehalten oder das Rad in diese Stellung zurückzuführen, wenn statische oder gewisse dynamische Belastungen einen positiven oder negativen Radaufschlag hervorgerufen haben.
  • In der Mittelstellung wird die Radlast durch die Menge bzw. den Druck der im Balg eingeschlossenen Luft im Gleichgewicht gehalten. Dabei sind die Ventile 8 und 11 geschlossen. Wird nun z. B. infolge Erhöhung der Radlast der Achsschenkelträger 22 nach oben bewegt, so wird das Ventil 8 geöffnet, nachdem der vom Stößel 32 beeinflußte Kipphebel 26 sich entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn um die Lagerstellte 25 verdreht hat und das Kipphebelende nach überwinden des Spieles gegen die Spindel des Ventils 8 stößt und dieses öffnet. Durch das geöffnete Ventil 8 strömt aus dem von dem Vorratsbehälter 3 mit Druckluft gespeisten Druckraum 6 komprimierte Luft in den Ausgleichsbehälter 14 und von hier in den Balgbehälter 16, dessen gesteigerter Luftdruck der vermehrten Radlast gegenüber das Gleichgewicht wiederherstellt, so daß das Rad der Mittelstellung zustrebt.
  • Bei einer entgegengesetzten Bewegung des Rades, wenn sich also der Achsschenkelträger 22 nach unten bewegt, schwenkt der Kipphebel 26 unter dem Einfluß des Stößels 32 im Uhrzeigersinn, wobei nach Überwindung des Zwischenspiels das linke Kipphebelende gegen die Spindel des Ventils 11 stößt und dieses öffnet. Dadurch wird der sekundäre Druckraum 9 des Steuerorgans 5 und somit auch der Ausgleichsbehälter 14 und der Balgbehälter 16 mit der Außenluft verbunden, so daß komprimierte Luft entweichen kann, um das Gleichgewicht zwischen Radlast und Luftdruck wiederherzustellen.
  • Die zum Ausgleich der wachsenden Radlast aus dem Vorratsbehälter 14 entnommene Druckluft muß durch den Luftkompressor 1 ersetzt werden. Der im Vorratsbehälter 14 herrschende Luftdruck ist somit von der in der Zeiteinheit entnommenen Luftmenge und von der in der gleichen Zeit vom Luftkompressor gelieferten Luftmenge abhängig. Übersteigt die entnommene Luftmenge die gelieferte Menge, so wird der Druck des Vorratsbehälters 14 unter den Normaldruck sinken und einen der Luftentnahme und der Zufuhr entsprechenden Wert einnehmen. Der Normaldruck des Behälters 14 wird erst dann wieder erreicht, wenn das Maß der Luftentnahme auf dasjenige der Luftzufuhr absinkt. Ein nicht gezeichnetes überdruck-Abschaltventil des Luftkompressors 1 verhindert das übersteigen des Normaldrucks.
  • Eine vermehrte Luftentnahme aus dem Vorratsbehälter 3 erfolgt praktisch dann, wenn das Fahrzeug auf einer sehr holprigen oder unebenen Fahrbahn verkehrt. Da der Kolben 28 von dem im Vorratsbehälter 3 beherrschenden Druck gegen die Wirkung der Feder 37 im Gleichgewicht gehalten wird und der Druck des Vorratsbehälters von der Luftentnahme des Steuerorgans 5 abhängig ist, bestimmt letzten Endes die Beschaffenheit der Fahrbahnoberfläche und die Fahrgeschwindigkeit die Stellung des Kolbens 28 und dadurch auch die Stellung des zweiarmigen Kipphebels oder des schwenkbaren Steuergliedes 26 zu seiner Lagerstelle 25. Der Kipphebel oder das Steuerglied 26 reguliert mit seinen mit einem gewissen Spiel auf die Spindeln der Ventile 8 und 11 einwirkenden Enden die Steuerung der Ventile 8, 11 und damit den Druck im Behälter 14, wobei mit zunehmendem Spiel zwischen dem Kipphebel 26 und den Spindeln der Ventile 8, 11 die zeitliche Verzögerung zwischen einem Impuls des Stößels 32 und dem darauffolgenden Ansprechen eines der Ventile 8, 11 zunimmt. Eine Verringerung dieses Zwischenspieles durch eine entsprechende Einstellung der Lagerstelle 25 des Kipphebels 26 wirkt sich in entgegengesetztem Sinne aus, so daß das Steuerorgan mit entsprechend kleinerem Verzug auf die Impulse reagiert.
  • Die Wirkungsverbindung zwischen dem Kolben 28 und dem Kipphebel 26 ist so gestaltet, daß bei gesteigertem Luftdruck im Vorratsbehälter 3 das Spiel zwischen den Enden des Kipphebels und den Spindeln der Ventile 8, 11 verkleinert, bei sinkendem Behälterdruck hingegen vergrößert wird. Bei guter Fahrbahnbeschaffenheit wird die Federung selektiv, bei schlechter Fahrbahnbeschaffenheit hingegen grob gesteuert. Auf diese Weise werden die Federungseigenschaften nicht nur der statischen, vielmehr auch der dynamischen Radbelastung angepaßt, wobei auch noch die Fahrgeschwindigkeit eine bestimmende Rolle spielt.
  • Die in den F i g. 2 und 3 dargestellte zweite Ausführungsform der Einrichtung weist einen, in einem an einem Ende geschlossenen hohlzylindrischen Gehäuse 41 eines Steuerorgans 45 angeordneten axial verschiebbaren Schieber 42 auf. Eine Leitung 44 verbindet das Gehäuse 41 mit einem nicht gezeichneten Vorratsbehälter. Seitlich weist das Gehäuse 41 einen oberen Zuführungsschlitz 48 und einen darunterliegenden Ableitungsschlitz 51 auf, wobei der Zuführungsschlitz 48 mit einem nicht gezeichneten pneumatischen Federungselement verbunden ist, während der Ableitungsschlitz 51 das Innere des Gehäuses 41 mit der Außenluft verbindet.
  • Der zylindrische Schieber 42 ist hohl ausgebildet, wobei Durchbrechungen 43 den Hohlraum 46 des Schiebers 42 mit dessen Außenseite verbinden. Im Bereich der Durchbrechungen 43 weist die Außenfläche des Schiebers 42 eine dreieckförmige, nicht durchgehende Ausnehmung 52 auf. Ein zentrisch angeordneter Längszapfen 47 des Schiebers 42 erstreckt sich nach unten in eine ebenfalls zentrische axiale Bohrung eines zylindrischen und in der Bohrung des Gehäuses 41 axial verschiebbaren Regelkopfes 53, welcher mit einem an den nicht gezeichneten Achsschenkelhalter angelenkten Stößel 54 gelenkig verbunden ist. Der in den Regelkopf 53 eindringende Teil des Längszapfens 47 weist radial hervorstehende Mitnehmerstifte 49 auf, welche in schrägverlaufenden Führungsnuten 50 des Regelkopfes 53 geführt werden. Zwischen den einander zugekehrten Stirnflächen des Schiebers 42 und des Regelkopfes 53 ist eine Schrauben- oder Spiralfeder 55 eingesetzt.
  • Die gezeichnete Stellung der Einrichtung entspricht der Mittellage des Rades. Sowohl die Zuführungsöffnung 48 als auch die Ableitungsöffnung 51 sind durch den Schieber 42 verschlossen, und sie haben keine Verbindung mit der dreieckförmigen Ausnehmung 52. Die Kraft der Feder 55 ist mit dem auf den Boden des Hohlraumes 46 des Schiebers 42 wirkenden Luftdruck aus dem Vorratsbehälter im Gleichgewicht. Übt nun der Stößel 54 eine nach oben gerichtete Impulsbewegung auf den Regelkopf 53 aus, so wird dieser und über die Feder 55 auch der Steuerschieber 42 angehoben. Die obere Steuerkante der Ausnehmung 52 gibt die Zuführungsöffnung 48 frei, so daß komprimierte Luft aus dem Vorratsbehälter durch die Leitung 44, den Hohlraum 46, die Durchbrechungen 43 und die Ausnehmung 52 den Zuführungsschlitz 48 passieren und dem Federungselement zugeführt werden kann. Sobald das Gleichgewicht zwischen der Radlast und dem Druck des Federungselements wiederhergestellt ist, verschiebt sich der Schieber 42 nach unten, so daß die Luftzufuhr durch den Zuführungsschlitz 48 unterbunden wird.
  • Bei einem nach unten gerichteten Impuls des Stößels 54 wird der Schieber 42 nach unten verschoben, wobei die untere Steuerkante der Ausnehmung 52 den Ableitungsschlitz 51 so lange freigibt, bis durch die Wiederherstellung des Gleichgewichts der Schieber 42 in die gezeichnete Stellung zurückkehrt und den Ableitungsschlitz 51 abschließt.
  • Bedingt :durch häufig wiederholte Luftentnahme wird der Druck des Vorratsbehälters unter den Normalwert sinken, so daß sich die Feder 55 ausdehnen und den Schieber 42 gegenüber dem Regelkopf 53 nach oben verschieben kann. Dabei wird durch die Wechselwirkung der Mitnehmerstifte 49 und der Führungsnuten 50 der Schieber 42 im Gehäuse 41 etwas verdreht. Die Verdrehung findet bei der dargestellten Ausführung von oben gesehen im @e@enuhrzei-ersinn statt. Dadurch kommt ein der Spitze näher liegender Teil der dreieckförmigen Ausnehmung 52 zwischen dem Zuführungsschlitz 48 und dem Ableitungsschlitz 51 zu liegen, wodurch die Entfernung zwischen den Steuerkanten und den Schlitzen 48, 51 vergrößert wird. Beim Verschieben des Schiebers 42 nach oben oder nach unten muß ein toter Weg überwunden werden, bevor die Steuerkanten die Schlitze 48, 51 freigeben. Damit entsteht ein zeitlicher Verzug zwischen einem Impuls und dem darauffolgenden Ansprechen der Steuerung, dessen Größe vom Behälterdruck bzw. von den Fahrverhältnissen abhängen.
  • Sobald jedoch der Behälterdruck steigt, wird die Kraft der Feder 55 überwunden und der Schieber 42 gegen den Regelkopf 53 verschoben. Dabei bewirken die Stifte 49 zusammen mit den Führungsnuten 50 eine Verdrehung des Schiebers 42 im Gehäuse, von oben gesehen im Uhrzeigersinn. Diese Verdrehung bringt einen verbreiterten Teil der dreieckförmigen Ausnehmung 52 in den Bereich zwischen den Schlitzen 48 und 51, wodurch diese bereits bei einer geringen Verschiebung des Schiebers 42 freigegeben werden. Diese Steuerung wird damit in Abhängigkeit von der Fahrbahnbeschaffenheit und Fahrverhältnissen feinreguliert funktionieren.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Verzögerungsorgan bei Luftsteuereinrichtunaen von pneumatischen Fahrzeugabfederungen, bei denen zur Regelung der Fahrzeugrahmenhöhe zwei Luftsteuerventile oder -kanäle verwendet werden, von denen das eine der Zufuhr von Druckluft zum Aufhängungssystem und das andere dem Ablassen der Luft aus diesem System dient, deren Steuerglied nachgiebig mit einem auf die Änderung der Rahmenhöhe ansprechenden, zwischen Rahmen und Radteil angeordneten Impulslenker verbunden ist, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t, daß das die Luftsteuerventile (8, 11) beeinflussende, an sich bekannte kreisförmig schwingende Steuerglied (26) mit einem zusätzlichen Regelorgan (29) in Wirkungsverbindung steht, welches in Abhängigkeit von dem durch die Luftentnahme des Luftsteuerventils bestimmten Druck im Vorratsbehälter (3) die Ansprechempfindlichkeit der Luftsteuerventile (8,11) beeinflußt und steuert.
  2. 2. Verzögerungsorgan nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelorgan (29) als ein dem Einfluß eines elastischen Organs (37) und dem Druck im Vorratsbehälter (3) ausgesetzter, in einem am Fahrzeugrahmen befestigten Zylinder (30) geführter Kolben (28) ausgebildet ist, der mit dem um einen Drehpunkt (25) drehbar schwingenden Steuerglied (26) für die Luftsteuerventile (8,11) über einen um den genannten Drehpunkt schwingenden Übertragungshebel (27) in Verbindung steht, durch dessen Verstellung der tote Weg zwischen der Ruhelage des Impulslenkers (32) und der Lage, in welcher dieser über das schwingende Steuerglied (26) die Ventile (8,11) zu beeinflussen beginnt, verändert wird.
  3. 3. Vorrichtung nach dem Gattungsbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Regelorgan ein zylindrischer Steuerschieber (42) verwendet wird, der in einem Führungszylinder (41) angeordnet ist, und daß der Steuerschieber (42) in seiner Außenwandung eine dreieckähnliche Ausnehmung (52) aufweist, die über Steuerschlitze (48, 51) in dem Führungszylinder (41) mit einem Federungselement und mit der Außen-Luft in Verbindung gebracht werden, und daß der Steuerschieber (42) an einem Ende dem Behälterdruck und am anderen Ende dem Einfluß eines Federorgans (55) ausgesetzt ist, welches zwischen dem Schieber (42) und dem zylindrischen Führungskopf (53) eingesetzt ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber (42) axial verschiebbar und gleichzeitig zwangsweise drehbar geführt ist, so daß durch die Verdrehung des Steuerschiebers (42) die axiale Entfernung der Steuerkanten der Ausnehmung (52) von den Schlitzen (48, 51) verändert wird.
  5. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelorgan (45) einen zylindrischen Kopf (53) aufweist, der in dem Zylinder (41) des Steuerschiebers (42) geführt ist, wobei der Steuerschieber (42) mit einer schrägen Führungsnut (50) des Kopfes (53) zusammenwirkende Mitnehmer (49) besitzt, welche bei einer Axialbewegung des Kopfes (53) den Steuerschieber (42) um die eigene Längsachse verdreht. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 926 406; deutsche Auslegeschriften M 27 070 I1/63 c (bekanntgemacht am 13. 12. 1956), M 27 087 11/63 c (bekanntgemacht am 13.12. 1956); deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1738 479; Zeitschrift »Last-Auto und Omnibus«, Stuttgart, Nr. 10, 19. 9. 1956, S. 466 und 467; die lediglich als Druckschrift zu wertende deutsche Patentschrift Nr. 929 465.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0733500A3 (de) * 1995-03-24 1997-07-16 Grau Gmbh Schaltventil zum willkürlichen Heben und Senken des Fahrzeugaufbaus

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DE1738479U (de) * 1956-11-08 1957-01-24 Westinghouse Bremsen Gmbh Steuerventil, insbesondere fuer die luftfederung von fahrzeugen.

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