DE119652C - - Google Patents

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DE119652C
DE119652C DENDAT119652D DE119652DA DE119652C DE 119652 C DE119652 C DE 119652C DE NDAT119652 D DENDAT119652 D DE NDAT119652D DE 119652D A DE119652D A DE 119652DA DE 119652 C DE119652 C DE 119652C
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DE
Germany
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waste materials
grate
evaporation chamber
evaporation
combustion
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/002Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor characterised by their grates
    • F23G5/004Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor characterised by their grates with endless travelling grates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 119652 KLASSE 24 d.
MAX FRIEDRICH in LEIPZIG-PLAGWITZ. Verbrennungsanlage für Abfallstoffe,
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Dezember 1899 ab.
den Längsschnitt der VerDie vorliegende Erfindung betrifft eine Verbrennungsanlage, bei welcher die Abfallstoffe ununterbrochen folgenden Arbeitsvorgängen ausgesetzt werden:
Die Abfallstoffe, welche mit Sägespänen, Torf u. s. w. gemischt werden können, werden zunächst in eine Verdunstungskammer gebracht, hier einer Zerreifsvorrichtung ausgesetzt und durch Verdunstung der Flüssigkeit eingedickt, um dann auf einen Verbrennungsrost geleitet zu werden.
Fig. ι zeigt
brennungsanlage und
Fig. 2 die Verdunstungskammer im Grundrifs.
Die Haupttheile des Ofens sind die Verdunstungskammer k und der Verbrennungsrost 0 mit unterem Rost u; neben diesem Doppelrost kann ein mit Brennstoff zu beschickender Rost J und nach der Verdunstungskammer eine Schwefelsäurekammer b angeordnet werden.
Ueber der dem Heiz- sowie Verbrennungsrost entgegengesetzten Stelle der Verdunstungskammer k ist der Aufgabetrichter d angeordnet; unter demselben befindet sich in der durch die Pfanne ρ gebildeten Verdunstungskammer k ein Reifswolf v, welcher die Abfallstoffe sowie die demselben beigemischten brennbaren Stoffe zerkleinert und das Gemisch dem Oberflächenverdunster beliebiger Bauart zuführt, was durch den geneigten Boden der Pfanne ρ begünstigt wird.
Der Reifswolf ν ist als eine Zapfenwalze ausgebildet, deren Zapfen durch eine rechenartige Gruppe von feststehenden Stäben (Fig. 2) hindurchstreichen, damit ein Zerreifsen der beigemischten Stoffe bewirkt wird.
Hinter dem Oberflächenverdunster, welcher aus einer Gruppe von glatten und gerippten Scheiben a a' (Fig. 2) gebildet ist, befindet sich der Hauptverdunster h; seine auf der Achse sitzenden Scheiben sind mit Rippen versehen, deren äufsere Enden als Schaufeln wirken, wodurch der eingedickte Bodensatz auf eine nach dem Verbrennungsrost ο führende Schrägbahn und von dort zum weiteren Trocknen auf eine maschinenmäfsig bewegte Fördervorrichtung gebracht wird.
Die getrockneten Abfallstoffe gelangen nun auf dem oberen Rost 0 zur Verbrennung und werden durch Oeffnen eines Theilrostes auf den unteren Rost u befördert, unter welchem die Verbrennungsluft zugeführt wird. Hierdurch wird erreicht, dafs die vollständig ausgebrannten Abfallrückstände gekühlt werden und gleichzeitig eine Erhitzung der Verbrennungsluft erfolgt, bevor dieselbe nach dem Verbrennungsrost 0 gelangt.
Die Verbrennungsrückstände, welche das Kali und die Phosphorsäure der Abfallstoffe enthalten, werden aus dem Ofen, nach Kühlung auf dem unteren Roste w, durch Ziehen entsprechender Roststäbe zum Niederfallen in den unteren Raum veranlafst und von dort mittelst Schaufel, Schnecke oder dergl. entfernt.
Die aus dem Verbrennungs- und Verdunstungsofen abgehenden Gase, welche den Stickstoff der Abfallstoffe enthalten, werden durch die Schwefelsäurekammer b geleitet, um in be-
kannter Weise den Stickstoff als Ammoniak zu gewinnen.
Die Vortheile der beschriebenen Anlage be^ stehen darin, dafs die Wärme, welche durch die auf den Rosten stattfindende völlige Verbrennung der in den Abfällen enthaltenen organischen Stoffe erzeugt wird, zur weiteren Verarbeitung für Verdunstung und Trocknung der Abfälle verwendet wird; dadurch wird an Brennstoff gespart. Ferner erfolgt neben der Ueberführung des in den Verbrennungsgasen enthaltenen Stickstoffes in Ammoniak eine Umgestaltung der in den Verbrennungsrückständen der Abfälle enthaltenen Phosphorsäure und des Kali zu werthvollen Düngemitteln. Schliefslich wird durch die völlig abgeschlossene Bearbeitungsart eine Bakterien zerstörende Wirkung erzielt und somit durch den Abgang der Ofengase kein Schaden in gesundheitlicher Hinsicht bewirkt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verbrennungsanlage für Abfallstoffe, dadurch gekennzeichnet, dafs die in die Verdunstungskammer (k) eingebrachten Abfallstoffe vom Reifswolf (v) zerrissen und den die Oberflächenverdunstung befördernden Drehkörpern (g) und (h) zugeführt werden, deren Schaufeln oder Schöpfbecher die eingedickte Masse nach der zur Feuerstelle führenden Beförderungsbahn (n) bringen, wobei die Verbrennungsgase über die Bahn (n) hinweg nach der Verdunstungskammer (k) streichen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT119652D Active DE119652C (de)

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DE (1) DE119652C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1177273B (de) * 1959-06-30 1964-09-03 Josef Riepl Verfahren zum Aufbereiten von gegebenenfalls vorklassiertem Muell zu Brennstoff

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