DE119306C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P1/00—Details of instruments
- G01P1/07—Indicating devices, e.g. for remote indication
- G01P1/08—Arrangements of scales, pointers, lamps or acoustic indicators, e.g. in automobile speedometers
- G01P1/10—Arrangements of scales, pointers, lamps or acoustic indicators, e.g. in automobile speedometers for indicating predetermined speeds
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P3/00—Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
- G01P3/02—Devices characterised by the use of mechanical means
- G01P3/14—Devices characterised by the use of mechanical means by exciting one or more mechanical resonance systems
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Akustik benutzt man Sirenen, regelmäfsig gelochte oder mit Vorsprüngen versehene
Scheiben und andere auf rotirenden Wellen sitzende Einrichtungen zur Erzeugung von Tönen. Diese sind für ihre Drehachsen
auch als Tourenanzeiger zu gebrauchen, weil die Höhe des erzeugten Tones auf die Umlaufzahl
schliefsen läfst.
Insbesondere hat Karsten einen derartigen Tourenanzeiger gefertigt (Elektrotechnische Zeitschrift,
1887, S. 150, auch Patentschrift 42944). Bei denselben bringt die Rotation radial gestellter
Magnete die Eisenplatte eines Telephons und die eines mit ihm verbundenen zum Tönen.
Aus der Höhe des zur Zeit erklingenden Tones wird die Umlaufzahl der die Magnete tragenden
Welle bestimmt.
Alle diese Apparate haben keinen Eingang in die Praxis gefunden, weil die Bestimmung
der Tonhöhe mehr Umsicht erfordert, als die meisten mit Maschinen arbeitenden Menschen
besitzen. . . .
Mithin war ein Tourenanzeiger aufzusuchen, dessen Gebrauch nicht abhängt von der Bestimmung
der Höhe eines Tones, und ein solcher ergiebt sich durch folgenden Gedanken: Der
Tourenanzeiger darf seinen beliebig hohen oder tiefen Ton nur dann hören lassen, wenn die Welle
gerade so schnell umläuft, wie sie laufen soll, sonst aber mufs er schweigen. Wenn dann
der Ton erscheint, so hört jeder mit gesunden Ohren ausgerüstete Arbeiter, dafs die Welle
ihre richtige Umdrehungszahl besitzt und weifs eben so sicher, dafs dies nicht der Fall ist,
wenn man den Ton nicht hört.
Zur Verwirklichung dieses Erfindungsgedankens gebraucht man zwei zu unterscheidende
Theile. Der erste soll Pulsator genannt werden. Dieser rotirt mit der umlaufenden Welle
und hat die Aufgabe, in seiner Umgebung regelmäfsig wechselnde Ungleichheiten zu erzeugen.
Er kann daher nach Art der obengenannten Apparate gebaut werden, doch mit dem wesentlichen Unterschiede, dafs er für
sich allein keinen Ton erklingen läfst. In den Bereich des Pulsators stellt man nun den sogenannten'
Tongeber. Als solchen kann man jeden akustischen Apparat benutzen, der durch regelmäfsige Anstöfse zum Tönen gebracht
werden kann und nur einen einzigen bestimmten Ton erklingen läfst, sobald und so
lange der Pulsator mit der verlangten Geschwindigkeit rotirt, sonst aber schweigt. Als
Tongeber sind mithin brauchbar: Stimmgabeln, gespannte Saiten, fest begrenzte Lufträume
u. s. w. Beispiele werden das Gesagte erläutern.
Fig. ι und 2 zeigen einen vom Erfinder erdachten Fliehkraftpulsator. Er besteht aus
einer mit der Welle S umlaufenden cylindrischen Scheibe. Sie ist parallel zur Achse
in einem zu dieser concentrischen Kreise mit zwölf von einander gleich weit abstehenden
Löchern versehen. Vom Umfange ausgehend sind in der Mittelebene der Scheibe eben so
viele Löcher gebohrt, bis sie die vorher genannten treffen. Bei der Rotation setzt die
Fliehkraft die in den Löchern enthaltene Luft in der Richtung der Pfeile in Bewegung. Bei
ihrem Austreten am Umfange entstehen in der
Umgebung Pulsationen, aber kein wahrnehmbarer Ton. Soll die Einrichtung zu einem
Tourenanzeiger ergänzt werden, so braucht man nur in den Wirkungsbereich der Pulsationen
einen der oben als Tongeber bezeichneten Körper zu bringen, dessen Abmessungen so gewählt sind, dafs er nur dann vom Pulsator
zum Tönen gebracht wird, wenn dieser mit der festgesetzten Geschwindigkeit umläuft,
sonst aber schweigt.
In den Fig. ι und 2 sind als Tongeber Lufträume gewählt, wie R in Fig. 1, ein mit
dem offenen Ende gegen den Pulsator gewendetes, am anderen Ende geschlossenes Rohr,
welches z. B. bei 7 cm Länge nur ertönt, wenn die Achse des Pulsators in jeder Secunde
100 Mal umläuft. Macht man das Rohr nach Andeutung von Fig. 2 beiderseits offen und
versieht es mit einem Kolben mit eingetheilter Kolbenstange, so läfst es sich für verschiedene
Umlaufszahlen einstellen. Beiderseits offene Röhren lassen sich durch übergeschobene
Röhrenstücke verstellbar einrichten.
U (Fig. 2) ist ein gegen den Pulsator durch eine Membran geschlossenes Rohr, V ein
kugelartiger Luftraum. Beide stellen andere Formen von Resonatoren ein.
Statt Luft durch die Löcher des Fliehkraftpulsators zu führen, kann man auch jedes
andere Gas oder eine Flüssigkeit benutzen. Ein Pulsator der letzten Art ist in den gebräuchlichsten
Trommeln der Milchschleudern gegeben, wie eine solche in Fig. 5 im Durchschnitt dargestellt ist. Läfst man die aus zwei
Oeffhungen ausgeschleuderte Magermilch auf die dünnen Bodenflächen zweier andererseits
offenen Röhren treffen, so wird man deren Länge leicht so bestimmen, dafs nur bei normaler
Umlaufsgeschwindigkeit ein Ton erscheint.
Es ist selbstverständlich, dafs man bei den neuen Tourenanzeigern die Pulsatoren auch
mit radial gestellten Magneten, wie in Fig. 4, oder nach Art der in der Akustik vorkommenden,
mit Vorsprüngen und Schleiffedern (Fig. 3) versehenen Scheiben construiren kann, nur
müssen die Abmessungen so verändert werden, dafs der Pulsator niemals für sich einen Ton
hören läfst. Während in der Akustik und von Karsten solche Theile gebraucht werden,
um einen sich mit der Umlaufszahl der Welle stetig verändernden Ton zu erzeugen, mufs
für die neuen Tourenzähler ein Tongeber gewählt werden, der einen einzigen Ton dann
giebt, wenn der Pulsator eine fest bestimmte Umdrehungsgeschwindigkeit erreicht hat, bei
kleineren und gröfseren aber schweigt. Als Beispiele solcher Tongeber sind in Fig. 3 und 4
Stimmgabeln gezeichnet und unten mit dünnen Glimmer- bezw. Eisenplatten einseitig abgeschlossene
Röhren. In Fig. 4 ist noch ein Eisenkern mit Drahtspule angedeutet, durch den man die Pulsationen in die Ferne leiten
kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Akustischer Tourenanzeiger, welcher den Eintritt einer bestimmten minutlichen Tourenzahl für irgend eine Welle durch das Auftreten eines deutlich hörbaren Tones erkennbar macht, und zwar eines Tones, der wieder verschwindet, falls die Tourenzahl wächst oder abnimmt, gekennzeichnet durch die Vereinigung von Pulsatoren und Tongebern in der Weise, dafs man einen Tongeber in den Bereich der Pulsationen eines mit der Welle rotirenden Pulsators bringt und ihn so abstimmt, dafs er nur dann ertönt, wenn der Pulsator die verlangte Umdrehungszahl hat.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE119306T | 1899-08-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE119306C true DE119306C (de) |
Family
ID=34876906
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1899119306D Expired - Lifetime DE119306C (de) | 1899-08-08 | 1899-08-08 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE119306C (de) |
-
1899
- 1899-08-08 DE DE1899119306D patent/DE119306C/de not_active Expired - Lifetime
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