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Strahlendiagnostikgerät Die Erfindung betrifft ein Strahlendiagnostikgerät,
bei dem ein Meßkopf mit abnehmbarem Kollimator benutzt ist. Solche Geräte werden
beispielsweise zur Bestimmung der Verteilung radioaktiver Isotope in einem Medium
verwendet. Eine der bekanntesten Anwendungen ist etwa die Bestimmung der Schilddrüsenfunktion
mit radioaktivem Jod.
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Bei den bekannten Strahlendiagnostikgeräten besteht der Meßkopf in
der Regel aus einem mit einer Strahle.neintrittsöffnung versehenen Strahlenschutzgehäuse
aus Blei und aus dem eigentlichen Strahlenindikator. Als Strahlenindikator wird
meistens ein Szintillationszähler oder ein Geiger-Müller-Zählrohr verwendet. Um
die Selektivität des Meßkopfes den jeweiligen Gegebenheiten anpassen zu können,
ist es bereits bekannt, denjenigen Teil des Schutzmantels des Strahlenmeßkopfes,
der die Strahleneintrittsöffnung enthält, d. h. den Kollimator vom Meßkopf abnehmbar
auszubilden. Dadurch wurde es möglich, Kollimatoren mit zylindrischer, konischer
oder auch mit mehreren Öffnungen wahlweise anzuwenden. Hierbei ist es aber mitunter
notwendig, den Kollimator auch auszuwechseln, wenn sich dieser über dem Patienten
befindet. Bei den bekannten Anordnungen ist die Befestigung des Kollimators am Meßkopf
durch Verschraubungen, durch Schnappverschlüsse oder durch Spannverschlüsse bewerkstelligt.
Beim Lösen eines Schnappverschlusses bzw. einer Verschraubung ist es nachteilig,
daß das Gewicht des aus Blei bestehenden, schweren Kollimators plötzlich frei wird
und von Hand gehalten werden muß. Der sich dabei ergebende Ruck ist nur schwierig
abzufangen, so daß die Gefahr besteht, daß der Patient verletzt wird. Bei den üblichen
Spannverschlüssen ist das Anbringen und Abnehmen des Kollimators recht schwierig,
weil der Verschluß mindestens aus zwei Elementen besteht, die stets gleichzeitig
und gleichmäßig geschlossen bzw. geöffnet werden müssen, um Verkantungen des Kollimators
zu vermeiden. Außerdem müssen die Verschlußelemente bei allen zur Auswechslung vorgesehenen
Kollimatoren genau einjustiert sein.
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Die vorstehend beschriebenen Schwierigkeiten sind bei einem Strahlendiagnostikgerät
mit einem Meßkopf, an welchem der Kollimator durch sowohl am Meßkopf als auch am
Kollimator angebrachte Verschlußelemente abnehmbar befestigt ist, erfindungsgemäß
vermieden durch Federn, die den Kollimator über die Verschlußelemente derart an
den Meßkopf andrücken, daß zum Abnehmen des Kollimators vom Meßkopf gegen die Federkraft
eine größere Kraft aufgewandt werden muß als diejenige, die zum Anheben des Kollimatorgewiehtes
notwendig ist, indem die Andrückfedern, deren Spannung über Handhaben an den Verschlußelementen
des Kollimators erfolgt, mit einem der beim Anbringen des Kollimators am Meßkopf
ineinandergreifenden Verschlußelemente verbunden sind.
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Die Gefahr, daß beim Lösen des Kollimators vom Meßkopf das Gewicht
des Kollimators unvermittelt abgefangen werden muß, ist hierbei vermieden, indem
beim öffnen des Verschlusses und Aushängen des Kollimators gegen die Federn eine
Kraft angewandt werden muß, die größer ist als diejenige, die zum Anheben des Kollimatorgewichts
notwendig ist, da die Federn, die den Kollixnator andrücken, eine die Schwerkraft
des Kollimators übersteigende Kraft haben müssen. Außerdem wird der weitere Vorteil
erzielt, daß durch den. Federzng jeweils ein gutes Anliegen des Kollimators an den
Meßkopf bewirkt wird, ohne daß es erforderlich ist, die Verschlußelemente an den
gegeneinander auszutauschenden verschiedenen Kollimatoren besonders genau einzujustieren.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden in der Figurenbeschreibung
geschildert.
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In der F i g. 1 ist ein Meßkopf dargestellt, bei dem mit 1 der aus
Blei bestehende Schutzkörper des aus dem Szintillationskristall2 und dem Elektronenvervielfacher
3 aufgebauten Strahlenindikators bezeichnet ist. Der ebenfalls aus Blei bestehende
Kollimator 4 ist mit den Verschlußelementen 5 und 6 an den am Schutzkörper 1 angebrachten
Verschlußelementen 7 und 8 angehängt und besitzt die mit 9 bezeichnete Strahleneintrittsöffnung.
Der ganze Meßkopf ist mechanisch mittels des horizontal liegenden Armes 10 an der
vertikal stehenden Stativsäule 11 in bekannter Weise, über einen Kreuzlaufwagen
12, d. h. einen Laufwagen mit senkrecht gekreuzten Laufbahnen, horizontal und vertikal
verschiebbar sowie
horizontal schwenk- und drehbar gehalten. Das
Gewicht der vertikal zu bewegenden Massen ist ausgeglichen mittels eines in der
Stativsäule 11 untergebrachten Gewichtsausgleiches, mit dem der Laufwagen 12 durch
das Seil 13 verbunden ist. Elektrisch ist der Meßkopf über die Leitung 14 mit dem
Meß-und Aufzeichnungsapparat 15 verbunden. Sowohl die Säule 11 als auch der Apparat
15 sind auf der Grundplatte 16 befestigt.
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In der F i g. 2 ist eine der sich gleichenden Hakenverbindungen 5,
7 bzw. 6, 8, nämlich die Verbindung mit den Verschlußelementen 5, 7, vergrößert
herausgezeichnet. Am Schutzkörper 1 ist der Haken 17 an der Achse
18 kippbar befestigt. Der Haken 19, an dem eine Handhabe 20 angebracht ist, ist
über das Zwischenstück 21 und über die Feder 22 mit dem Kollimator 4 verbunden.
Die Feder 22 ist an der Ausnehmung 23 des in einer Bohrung im Zwischenstück
21 geführten Hakens 19 gelagert und zwischen der Halterung 24 am Haken
19 und dem Widerlager 25, das im Zwischenstück 21 angebracht ist, wirksam.
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Beim. Anbringen des Kollimators 4 an den Schutzkörper 1 kommen
die beiden Haken 17 und 19 miteinander in Berührung, und der Haken 17 drückt mit
seiner Abschrägung 26 auf die entgegengesetzt verlaufende Abschrägung 27 des Hakens
19. Dabei wird die Feder 22 durch Ziehen an der Handhabe 20 gespannt, und gleichzeitig
ergibt sich eine Kraftkomponente, die entgegen der Kraft der zwischen dem Haken
17 und dem Schutzkörper 1 gelagerten Feder 28 witrkt, so daß die beiden Haken 17
und 19 einschnappen. Die Spannung der Feder 22 bewirkt dann in jeder Stellung des
Meßkopfes ein Anpressen des Kollimators 4 an den Schutzkörper 1, da ihre Zugkraft
entsprechend ihrer Funktion größer ist als die Schwerkraft des Kollimators 4. Beim
Lösen des Kollimators 4 vom Schutzkörper 1, d. h. beim Lösen der beiden Haken 17
und 19 voneinander muß wiederum durch Ziehen an der Handhabe 20 eine Kraft entgegen
der Feder 22 aufgewandt werden, die größer ist als die Schwerkraft des Kollimators
4. Sobald sich dabei die beiden Haken 17 und 19 voneinander heben, wird durch Andrücken
des Hakens 17 an den Schutzkörper 1, also unter Überwindung der Kraft der Feder
28 die Verbindung 17, 19 gelöst, und der Kollimator 4 kann durch Verminderung der
aufgewandten Kraft wegtransportiert werden.
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Damit der Verschluß nicht durch einfaches Andrücken des Hakens 17
an den Schutzkörper 1 gelöst werden kann, sind die Haken 17 und 19 auch an der gegenseitigen
Eingriffsstelle 29 mit Schrägflächen versehen. Die gleiche Wirkung könnte durch
eine Verzahnung der an der Stelle 29 ineinandergreifenden Haken 17 und 19 erhalten
werden.
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Gegen ein Lösen der Hakenverbindung 17, 19
durch Verdrehen des
Kollimators ist eine nicht dairgestellte Sicherung vorgesehen, die in einer Verzahnung
des Kollimators 4 mit dem Schutzkörper 1 besteht.