DE1160397B - Zentrierrollenanordnung fuer Ringwalzwerke - Google Patents

Zentrierrollenanordnung fuer Ringwalzwerke

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DE1160397B
DE1160397B DEW31180A DEW0031180A DE1160397B DE 1160397 B DE1160397 B DE 1160397B DE W31180 A DEW31180 A DE W31180A DE W0031180 A DEW0031180 A DE W0031180A DE 1160397 B DE1160397 B DE 1160397B
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DE
Germany
Prior art keywords
centering
roller
centering roller
rolling
ring
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Pending
Application number
DEW31180A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Ulrych
Joseph Jeuken
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wagner and Co Werkzeugmaschinenfabrik Mbh
Original Assignee
Wagner and Co Werkzeugmaschinenfabrik Mbh
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Filing date
Publication date
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Publication of DE1160397B publication Critical patent/DE1160397B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21HMAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
    • B21H1/00Making articles shaped as bodies of revolution
    • B21H1/06Making articles shaped as bodies of revolution rings of restricted axial length

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Zentrierrollenanordnung für Ringwalzwerke Die Erfindung betrifft die Anordnung und Führung der Zentrierrollen von Ringwalzwerken.
  • Ringwalzwerke, bei denen zwischen einer angetriebenen Tellerwalze und einem radial zur Tellerwalze verschiebbaren Walzdorn Ringe unter Vergrößerung ihres Durchmessers gewalzt werden, sind im allgemeinen mit Zentrierrollen ausgerüstet. Diese Zentrierrollen, die durch einen geeigneten Antrieb im Bereich der Tellerwalze unter einem gewissen Anlagedruck in Berührung mit dem Außenumfang des Ringes gehalten werden, sollen den Rundlauf des Ringes während des Walzprozesses und die Erzielung einer genauen Kreisform gewährleisten. Um mit einfachen Mitteln eine Einstellung auf den jeweiligen Ringdurchmesser zu erreichen, sind die Zentrierrollen normalerweise an Schwenkhebeln gelagert. Die Schwenkachsen dieser Schwenkhebel werden beiderseits der Tellerwalze angeordnet, weil die im Verhältnis zum größtmöglichen Ringdurchmesser geringe Breite des Walzwerkrahmens und die Notwendigkeit, den Ring während des Walzprozesses gut beobachten zu können, eine andere Anordnung nicht zulassen. Diese übliche Anordnung hat indessen den Nachteil, daß sich bei der Schwenkbewegung der Hebel die Berührungsstelle zwischen Zentrierrollen und Ring mit wachsendem Ringdurchmesser zunehmend vom Walzspalt entfernt. Da andererseits mit zunehmender Verringerung der radialen Ringdicke die Formsteifigkeit des Ringes abnimmt, besteht, speziell beim Walzen dünner Ringe, gegen Ende des Walzens erhöhte Ausschußgefahr. Es kann nämlich eintreten, daß die aus der Walzzone tangential austretende Ringpartie nicht mehr durch die weit entfernte Zentrierrolle in die Kreisbahn gezwungen werden kann, sondern zwischen der Walzzone und der Zentrierrolle nach außen drängt, eine Schlaufe bildet und den Ring unbrauchbar macht.
  • Diese Nachteile vermeidet die Erfindung unter Beibehaltung der konstruktiv und antriebsmäßig günstigen Führung der Zentrierrollen durch Schwenkhebel dadurch, daß die Zentrierrollen auf Bahnen geführt werden, die den Abstand der Zentrierrollenanlage am Werkstück von der Walzzone gar nicht oder nur wenig ändern. Erreicht wird dies unter geringem Aufwand dadurch, daß jede Zentrierrolle am zum Walzdorn hin verlängerten Koppelglied eines Gelenkvierecks angeordnet ist, dessen zwei Festpunkte auf der der Tellerwalze abgekehrten Seite des Koppelgliedes liegen. Ein einfacher Mechanismus für den Antrieb und für die synchrone Gegeneinanderbewegung bei der Verwendung zweier Zentrierrollen ergibt sich dann, wenn nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung der Schwenkantrieb am der Zentrierrolle abgekehrten Lenker des Gelenkvierecks angreift. Um beim Walzen von Ringen, die eine stark profilierte, z. B. mit erheblich vorspringenden Flanschen versehene Tellerwalze erfordern, den Abstand der Zentrierrollen von der Tellerwalze vergrößern zu können, schlägt die Erfindung weiter vor, daß der Festpunkt des der Zentrierrolle zugekehrten Lenkers des Gelenkvierecks verschiebbar ist. Eine Verschiebbarkeit des Festpunktes läßt sich mit einfachen Mitteln dadurch erreichen, daß erfindungsgemäß der Festpunkt des der Zentrierrolle zugekehrten Lenkers als dreh- und feststellbarer Exzenterbolzen ausgebildet ist.
  • Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den F i g. 1 bis 3 schematisch dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 eine Draufsicht nur auf die zum Verständnis der Erfindung notwendigen Teile, F i g. 2 ein Funktionsschema in Draufsicht, F i g. 3 die teilweise Draufsicht auf ein anderes Ausführungsbeispiel.
  • Das eigentliche Ringwalzwerk ist nur durch die antreibbare Tellerwalze 1 und den radial zur Tellerwalze verschiebbaren Walzdorn 2 angedeutet. 3 ist ein zu walzender Ringrohling, 4 ist der Außenumfang eines fertiggewalzten Ringes. Die Zentrierrollen 5, 6 sind an zum Walzdorn hin abgebogenen Verlängerungen 7, 8 von Koppelgliedern 9,10 frei drehbar gelagert. Die Koppelglieder 9,10 sind im Bereich der Tellerwalze 1 zu beiden Seiten der Walzwerklängsachse 11 angeordnet und an je einem vorderen Lenker 12,13 und einem hinteren Lenker 14,15 angelenkt. Die Schwenkachsen 16,17,18,19 der Lenker 12, 13, 14, 15 sind im Walzwerkrahmen 20 gelagert. Die Lenker 12 und 14 bzw. 13 und 15 sind etwa gleich lang. Der Abstand der Schwenkachsen 16, 17 bzw. 18,19 ist größer als die Länge der Koppelglieder 9, 10. Mit den hinteren Lenkern 14, 15 sind Winkelhebel 21, 22 drehfest verbunden, deren einer Arm durch je eine Schubstange 23, 24 (F i g. 2) mit den Kolbenstangen 25, 26 der Antriebskolben 27, 28 verbunden ist. Die Antriebskolben 27, 28 sind in am Walzwerkrahmen befestigten Hydraulikzylindern 29, 30 verschiebbar, welche über die links mündende Rückzugleitung 31 und die rechts mündende Vorlaufleitung 32 durch die Ölpumpe 33 und den Steuerschieber 34 beaufschlagbar sind. Der Steuerschieber 34 ermöglicht drei Stellungen. In der dargestellten Mittelstellung arbeitet die Ölpumpe 33 auf Umlauf. Die Rückzugleitung 31, die über ein Rückschlagventil 35 mit dem Ölbehälter verbunden ist, und die Vorlaufleitung 32, an die ein für einen bestimmten Druck einstellbares Ventil 36 angeschlossen ist, sind abgesperrt. In der Vorlaufstellung (oberes Symbol) ist die Ölpumpe 33 mit der Vorlaufleitung 32 und mit der Rückzugleitung 31 verbunden. In der Rückzugstellung (unteres Symbol) fördert die Ölpumpe 33 in die Rückzugleitung 31, die Vorlaufleitung 32 ist mit dem Ölbehälter verbunden.
  • An den anderen Armen der Winkelhebel 21, 22 sind Laschen 37, 38 angelenkt, die mit im Walzwerkrahmen undrehbar, aber verschiebbar geführten Spindelmuttern 39, 40 verbunden sind. Die Spindelmuttern 39, 40 sitzen auf den nicht selbsthemmenden, mit gleicher Steigung versehenen, jedoch gegenläufigen Gewinden 41,42 einer im Walzwerkrahmen 20 drehbar, aber axial unverschiebbar gelagerten Spindel 43.
  • Beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 3 ist die Schwenkachse 16 des vorderen Lenkers 12 ebenso wie die des nicht dargestellten vorderen Lenkers 13 als im Walzwerkrahmen 20 drehbarer und feststellbarer Exzenterbolzen 44 ausgebildet. Der Durchmesser der Tellerwalze 1 ist gegenüber F i g. 1 und '' durch einen Flansch 1' vergrößert.
  • Die Wirkungsweise ist folgende: Nachdem durch Zustellung des Walzdornes 2 der Kraftschluß zwischen der sich drehenden Tellerwalze 1, dem Ringrohling 3 und dem Walzdorn 2 hergestellt ist, wird der Steuerschieber 34 in die Vorlaufstellung gebracht. Beide Räume der Hydraulikzylinder 29, 30 werden dadurch vom Öldruck beaufschlagt. Da die rechten Flächen der Antriebskolben 27, 28 größer sind als die linken, bewegen sich die Kolben nach links, wodurch der Winkelhebel 21 und damit der Lenker 14 entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht werden, während sich der Winkelhebel 22 und der Lenker 15 im Uhrzeigersinn drehen. Die Zentrierrollen 5, 6 werden hierdurch in Richtung auf den Ringrohling 3 hin verschoben, bis sie an seinem Außenumfang zur Anlage kommen. Nun wird der Steuerschieber 34 wieder in Mittelstellung gebracht und der Walzdorn 2 gegen die Tellerwalze 1 verschoben, so daß der Ringrohling 3 unter Verringerung seiner radialen Dicke bei gleichzeitiger Vergrößerung seines Durchmessers gewalzt wird. Der sich vergrößernde Ring drängt dabei die Zentrierrollen 5, 6 allmählich in die in F i g. 2 strichpunktiert gezeichnete Stellung. Die dabei erfolgende Schwenkung des Winkelhebels 21 im Uhrzeigersinn und die entgegengesetzte Schwenkung des Winkelhebels 22 verschieben einerseits die Antriebskolben 27, 28 nach rechts, andererseits die Spindelmuttern 39, 40 gegeneinander. Die Kolbenbewegung verdrängt das Öl aus den rechten Räumen der Hydraulikzylinder 29, 30, während in die linken Räume über das Rückschlagentil 35 angesaugtes Öl einströmt. Das rechts verdrängte Öl kann nur über das Ventil 36 abfließen. welches auf den für die Zentrierrollenkraft erforderlichen Gegendruck der Antriebskolben 27, 28 eingestellt ist. Dadurch, daß die Verlängerungen 7, 8 mit den vorderen Lenkern 12,13 und die Koppelglieder 9, 10 mit den hinteren Lenkern 14, 15 bei Beginn der Walzung stumpfe Winkel bilden. die sich mit fortschreitender Walzuni, d. h. beim Zurückweichen der Zentrierrollen 5, 6 verringern, wird erreicht, daß bei gleichbleibender Gegenkraft der Antriebskolben 27, 28 die Zentrierrollenkraft während der Walzung entsprechend der abnehmenden Formfestigkeit des Ringes kleiner wird. Falls zweckmäßig, kann jedoch die Zentrierrollenkraft auch durch manuelles oder selbsttätiges Verstellen des Ventils 36 beeinfiußt werden. Das Gegeneinanderverschieben der Spindelmuttern 39, 40 setzt die Spindel 43 in Drehung, wobei die gleiche gegenläufige Steigung der Gewinde 41, 42 sowie die axiale Unverschiebbarkeit der Spindel 43 bewirken, daß sich die Zentrierrollen 5, 6 synchron auf spiegelbildlicher Bahn bewegen. Hierdurch wird erreicht, daß die Mitte des gewalzten Ringes mit Sicherheit stets auf der Walzwerklängsachse 11 verbleibt, so daß eine einwandfreie Zentrierung gewährleistet ist. Die Auslegung und Anordnung der Lenkersysteme ist so getroffen, daß der Abstand der Berührungsstellen zwischen Zentnerrollen und Ringumfang vom zwischen Tellerwalze 1 und Walzdorn 22 gebildeten Walzspalt während des gesamten Walzprozesses konstant oder nahezu konstant bleibt.
  • Nach Beendigung des Walzprozesses wird der Steuerschieber 34 in Rückzugstellung gebracht. Die linken Räume der Hydraulikzylinder 29,30 erhalten über die Rückzugleitung 31 Drucköl, während die rechten Räume über die Vorlaufleitung 32 mit dem Ölbehälter verbunden werden. Die Kolbenstangen 25, 26 bewegen sich nun durch den Öldruck weiter nach rechts, so daß sich die Zentrierrollen 5, 6 vom Umfang 4 des fertigen Ringes abheben, der nach Zurückfahren des Walzdornes 2 vom Walzwerk abgenommen werden kann.
  • Wird beim Walzen stark profilierter Ringe eine Tellerwalze 1 mit z. B. durch Flansche 1' erheblich vergrößertem Maximaldurchmesser verwendet, so wird der Exzenterbolzen 44 verdreht und in der neuen Stellung fixiert, so daß die Schwenkachse 16 im Extremfall die mit l.6' bezeichnete Lage einnimmt. Die Zentrierrolle 5 bewegt sich dann zwischen der in F i g. 3 ausgezogen gezeichneten und der mit unterbrochenen Linien gezeichneten Lage. Die in F i g. 3 nicht dargestellte Zentrierrolle 6 bewegt sich dementsprechend. Es können daher einerseits Kollisionen zwischen Zentrierrollen und Tellerwalze vermieden werden, andererseits kann der Abstand zwischen Zentrierrollen und Walzspalt bei den verschiedensten Tellerwalzenprofilen jeweils auf den günstigsten Wert gebracht werden.
  • Ohne an der Erfindung etwas zu ändern, können für Antrieb oder Gleichlauf der Zentrierrollen andere bekannte Einrichtungen verwendet werden. Die Erfindung ist auch nicht auf Walzwerke mit zwei Zentrierrollen beschränkt.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Zentrierrollenanordnung für Ringwalzwerke mit beidseits der Tellerwalze an schwenkbaren Hebeln angeordneten Zentrierrollen, d a d u r c h gekennzeichnet, daß jede Zentrierrolle (5, 6) am zum Walzdorn (2) hin verlängerten Koppelglied (9, 10) eines Gelenkvierecks angeordnet ist, dessen zwei Festpunkte (16, 17 bzw. 18, 19) auf der der Tellerwalze (1) abgekehrten Seite des Koppelgliedes (9 bzw. 10) liegen.
  2. 2. Zentrierrollenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkantrieb (21 bzw. 22) am der Zentrierrolle (5 bzw. 6) abgekehrten Lenker (14 bzw. 15) des Gelenkvierecks angreift.
  3. 3. Zenrtrierrollenantrieb nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Festpunkt (16 bzw. 18) des der Zentrierrolle (5 bzw. 6) zugekehrten Lenkers (12 bzw. 13) verschiebbar ist.
  4. 4. Zentrierrollenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Festpunkt (16 bzw. 18) des der Zentrierrolle (5 bzw. 6) zugekehrten Lenkers (12 tzw. 13) als dreh- und feststellbarer Exzenterbolzen (44) ausgebildet ist.
DEW31180A 1961-12-02 1961-12-02 Zentrierrollenanordnung fuer Ringwalzwerke Pending DE1160397B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2418045A1 (fr) * 1978-02-24 1979-09-21 Gen Electric Procede et appareil pour la fabrication d'anneaux
DE4405373A1 (de) * 1994-02-19 1995-08-24 Bad Dueben Profilwalzmaschinen Vorrichtung zum Rundwalzen von Ringen

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2418045A1 (fr) * 1978-02-24 1979-09-21 Gen Electric Procede et appareil pour la fabrication d'anneaux
DE4405373A1 (de) * 1994-02-19 1995-08-24 Bad Dueben Profilwalzmaschinen Vorrichtung zum Rundwalzen von Ringen
FR2716395A1 (fr) * 1994-02-19 1995-08-25 Bad Dueben Profilwalzmaschinen Dispositif de laminage circulaire de bagues notamment de roulements.

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