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Elektrisches, durch Infrarotstrahlung wirkendes Kochgerät Die Erfindung
betrifft ein elektrisches, durch Infrarotstrahlung wirkendes Kochgerät.
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Bekannt sind Wärmebehandlungsgeräte für Nahrungsmittel mit Wärm--übertragung
auf das Gut durch Strahlung, welche aus zwei im wesentlichen gleichartigen, mit
ihr2n Höhlungen einander zugekehrten, gelenkig miteinander verbundenen schalenförmigen
Reflektoren mit im Abstand von den Reflektorwandungen ang-.ordneter Wärmequelle
bestehen, bei welchen ferner zwischen den beiden Reflektorschalen ein rostfönniger
Gutträger angeordnet ist und bei welchen die untere Reflektorschale feststehend,
die obere aufklappbar angeordnet ist.
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Bekannt ist ferner ein durch Infrarotstrahlung wirkendes elek' trisches
Kochgerät mit zwei polygonalen, gelenkig, miteinander verbundenen Reflektorgliedern,
von denen das eine die Strahlung der Heizeleinente nach oben und das andere die
Strahlung nach unten reflektiert und an denen die Heizelemente in einer zur Erzielung
der besten Wärm,-ausnutzung günstigen Entfernung von dem zwischen den Reflektorgliedern
liegenden Kochgutträger befestigt sind, mit einer solchen Ausbildung und Anordnung
der Reflektorglieder, daß der Schwenkbereich des einen Reflektorgliedes gegen das
andere zwischen einer Stellung, in der es an dem anderen Reflektorc",lied eng anliegend
mit diesem einen Hohlraum bildet, und einer geneigten Stellung liegt, in der es
von dem anderen Reflektoro:"lied abgehoben ist.
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Mit der Erfindung soll nun ein Kochgerät geschaffen werden, bei dem
die Berührungsmöglichkeit mit den Heizelement.-n vermindert und infolgedessen die
Gefahr für die Bedienungsperson verringert wird.
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Zu diesem Zweck kennzeichnet sich das neue Kochgerät durch die Anordnung
der Reflektorglieder in einem Gehäuse mit einer Zugangstür und einer letztere mit
dem einen Reflektorglied kraftschlüssig verbindenden und dieses Reflektorglied bei
Öffnen der Zugangstür aus der an dem anderen Reflektorglied anliegenden Stellung
in die von diesem Reflektorglied angehobene Stellung schwenkenden Gestängeeinrichtung,'
die vorzugsweise zu beiden Seiten des schwenkbaren Reflektorgliedes - gesehen
in Schwenkrichtung - angeordnet ist und aus zwei an einem Ende gelenkig miteinander
verbundenen Lenkern besteht, von denen der eine Lenker mit seinem freien Ende an
der Zuaanastür und der andere Lenker mit seinem freien Ende an dem schwenkbaren
Reflektorglied angelenkt ist, so daß die Schwenkbewegung des an der Zugangstür angelenkten
Lenkers beim öffnen der Zugangstür in einer zur Schwenkbewegung dieses Lenkers beim
Schließen der Zugangstür entgegengesetzten Richtung erfolgt. Eine Ausführung ist
in den Zeichnungen dargestellt, und zwar ist Fig. 1 eine schau-bildhiche
Ansicht des Kochgerätes zum Kochen mit Infrarotstrahlung, Fig. 2 ein lotrechteer
Schnitt durch den Kochapparat mit seinen Teilen in den Stellungen, die sie bei völlig,
geöffneter Zugangstür einnehmen, Fig. 3 ein waagerechter Schnitt nach Linie
3-3 der Fig. 2, Fig. 4 eine Teilseitenansicht der sich bewegenden Teile,
wobei die Seitenwand des Kochapparates weggeschnitten und die Zugangstür teilweise
geöffnet ist, und Fig. 5 ist ein der Fig. 4 ähnlicher Schnitt, zeigt' jedoch
die Stellung der Teile bei geschlossener Zugangstür.
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Der erfindungsgemäße Kochapparat (Fig. 1) ist in ein rechteckiges
Gehäuse 10 (Fig. 1) aus Blech eingeschlossen, dessen Seiten Ventilationsschlitze
11 aufweisen, um durch leichte Zirkulation von Luft über d-,n Innenraum des
Gehäuses ein Überhitzen zu verhüten.
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Das Gehäuse 10 kann auf seiner Außenfläche mit Verzierungen
oder Reklameaufschriften versehen sein, wie es der Verwendungszweck erfordert.
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Im Gehäuse 10 ist eine Rahmenleiste- 12 vorhanden, die aus
der Innenwand des Gehäuses vorsteht und sich um das Gehäuse auf ungeführ der halben
Höhe zwischen Boden und Decke des Gehäuses erstreckt. a,*e Rahmenleiste 12 dient
als Auflager für einen Rost 13, der in der Kochzone liegt und die zu kochenden
Nahrungsmittel aufnimmt.
Von der Rahmenleiste 12 wird ein mehrseitiger
Reflektor 14 getragen, der vorzugsweise aus Blech hergestellt und auf seiner Innenfläche
hochpoliert ist, um die Infrarotstrahlung zu reflektieren. Der Reflektor 14 trägt
einen Teil der Infrarotquellen, die zum Erwärmen der Nahi-ungsmittel dienen. Diese
im Handel erhältlichen Quellen sind zweckdienliche Quellen für Infrarotstrahlung.
In der dargestellten Ausführung sind die bevorzugt verwendeten Quarzlampenröhren
für Infrarotstrahlung gezeigt, und zwar zwei Quarzlampenröhren 15, die in
auf der inneren Bodenfläche des Reflektors 14 vorhandene Halter 16
eingesetzt
werden.
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Die genauen Abmessungen und die Form des Reflektors 14 hängen von
den Eigenschaften der Infrarotlampen 15 und !der Zahl der Lampen ab, die
in den Reflektor 14 eingebaut sind. Wichtig ist, daß der Reflektor 14 so ausgebildet
-und bemessen ist, daß sich die Infrarotlampen 15 im günstigsten Abstand
vom Rost 13 befinden, -so daß sie gemeinsam mit dem Reflektor eine
günstige Konzentration der Kochwärme an der Oberfläche des Rostes 13 erzeugen.
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An ;dem hinteren Abschnitt der Rahmenleiste 12 wird mittels eines
Scharniers 17 ein oberer Reflektor 18 getragen, der im wesentlichen
den gleichen Aufbau und die gleiche Form wie -der untere Reflektor 14 hat. Der obere
Reflektor 18 hat jedoch keine feste Stellung im Gehäuse 10, sondern
ist am Scharnier 17
schwenkbar angeordnet.
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. Eine zweckdienliche Anzahl von Infrarotlampen 19,
die den Lampen 15 ähnlich sind, ist in Fassungen 20 eingesetzt, die von der
oberen Innenfläche des Reflektors 18 getragen werden. Die Infrarotlampen
19 sind vorzugsweise symmetrisch in bezug auf die Stellung der im unteren
Reflektor 14 befindlichen Infrarotlampen 15 angeordnet.
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. Die erwähnten Hinweise auf:die Form, Abmessung unddie Größen
des Reflektors 14 gelten auch für den Reflektor 18. Vorzugsweise bilden die
beiden Reflektoren 14 und 18 in der in Fig. 5 dargestellten Stellung
leinen symmetrischen Aufbau. Entsprechend dem Reflektor 14 wird auch der Reflektor
18 so ausgeführt, daß sich die Infrarotlampen 19 im günstigsten Abstand
oberhalb desRostes 13,befinden, so daß eine größte, Wärmekonzentration in der unmittelbar
oberhalb des Rostes 13 gelegenen Zone erfolgt.
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Elektrische Zuleitungen 22, in die ein von Hand einstellbarer Stromregler
23 eingeschaltet ist, führen den elektrischen Strom zu den Infrarotlampen
15
und 19. Diese elektrischen Zuleitungen sind von üblicher Ausführung
und bilden keinen Teil der Erfindung, so daß sie nicht näher beschrieben werden.
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Die Vorderseite des Gehäuses 10 kann mit einer unteren Klapptür
24 versehen sein, die in geschlossener Stellung von Schrauben 25 oder anderen
Verschlußeinrichtungen gehalten wird. Die Klapptür 25
ermöglicht einen leichten
Zugang zum Innenraumdes Gehäuses, das also leicht gereinigt und ausgebessert worden
kann. Die Klapptür 24 wird beim Gebrauch des Kochapparates für gewöhnlich nicht
geöffnet, so daß die Verschlüsse 25 so ausgeführt sein können, daß sie nur
mittels eines Werkizeuges, z. B. eines Schraubenziehers, sich öffnen lassen.
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Ob.-rhalb der Klapptür 24 befindet sich die Hauptzugangstür
26, deren Unterkante im wesentlichen -auf der gleichen Ebene liegt wie der
Rost 13 und die an dem Vorderabschnitt der Rahmenleiste 12 mittels eines
Scharniers 27 angelenkt ist. Bei voll geöffneter Tür 26 liegt der
Rost 13 zur Wartung frei (Fig. 2 und 3). Beim öffnen der Tür
26 wird gleichzeitig der obere Reflektor 18 um das Scharnier
17 nach oben und hinten gedreht, so daß die beiden Reflektoren 14 und
18 nach Art eines Greifers voneinander getrennt werden und den Rost
13 freigeben. Es können dann Nahrungsmittel auf den Rost aufgelegt oder vom
Rost weggenommen werden, während gleichzeitig,die Infrarotquellen 19 völlig
aus dem Bereich der Hände der Bedienungsperson herausbzwegt sind.
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Die Bewegung des oberen Reflektors 18 erfolgt mit zwei symmetrisch
angeordneten Lenk-erpaaren 34, 35,
34a und 35a. Die Lenker 34 sind an den
Flanschen 33 bzw. 33a angelenkt, die sich an den Außenkanten der Tür
26 befinden. Die Innenenden der Lenker 34 und 34a sind mit den Lenkern
35 und 35a drehbar verbunden, deren obere Enden an den Seiten des oberen
Reflektors 18 drehbar gelagert sind, wie dies ausden Fig. 2, 4 und
5 zu ersehen ist.
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Bei dem vom Bedienungsmann erfolgenden öffnen der Tür 26 legen
sich die Lenker 34 und 34a an die Innenkante der Rahmenleiste 12, wiedie Fig. 4
und 5
zeigen, und drehen sich um diese Auflagerstelle als Drehpunkt, so daß
die Lenker 35 und 35a hierbei angehoben werden und den oberen Reflektor
18 um das Scharnier 17 nach hinten drehen. Bei waagerechter Stellung
der Tür 26 (Fig. 2) erreichen die Lenker 34 und 35 eine stabile Stellung
und ruhen auf der oberen Fläche der Tür 26 und auf der oberen Fläche der
Rahmenleiste, 12 auf. Der Reflektor 18
wird auf diese Weise in der angehobenen
Stellung gehalten, während der Bedienungsmann Nahrungsmittel auf den Rost
13 auflegt oder vom Rost 13 wegnimmt. Nach Beendigung dieser Arbeit
hebt der Bedienungsmann die Tür 26 in ihre geschlossene Stellung (Fig.
5), wobei der obere Reflektor 18 in seine normale Symmetriestellung
oberhalb des unteren Reflektors 14 zurückkehrt, wie Fig. 5 zeigt. Die zum
oberen Reflektor 18 führende elektrische Leitung 22 wird natürlich so lang
gewählt, daß der Reflektor 18
diese Bewegung ausführen kann.
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Zum bequemen öffnen und Schließen der Tür 26
dient ein Handgriff
32.
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Es ist zwar eine typische Ausführung des Kochapparates ausführlich
beschrieben, doch ist diese Beschreibung nur als Beispiel zu werten. Es können also
zahlreiche Änderungen und Abwandlungen vorgenommen werden, ohne den Rahmen der Erfindung
zu verlassen.